Velo-Club Riehen

Gentlemen-Ausfahrt 25.06.2016 – Die letzte Meile

Von Kurt Kaiser

Die Startzeit wird von 13 Uhr auf 10 Uhr vorverlegt, auf Grund der Wettervorhersage. Hoffentlich lesen alle den Eintrag auf der Webseite. Am vergangenen Wochenende war dies nachweislich nicht der Fall. Immerhin finden sich 5 zum genannten Zeitpunkt ein: Johanna, Nina, Heinz, Urs und Kurt. Der Wetterfrosch meldet, dass es etwa gegen 13 Uhr Gewitterzellen haben könnte… Allenfalls können wir abkürzen, anstatt über Ober Eggenen über Riedlingen fahren.

Mit leichtem Schiebewind fahren wir flott voran. Hier und da sieht man die Nachwehen der starken Regenfälle vom Vortag. Schmutz und Geröll hat es von den Rebbergen heruntergespült. Auf unserer Fahrt sehen wir in manchen Dörfern Feuerwehr und Anwohner bei Aufräum- und Reinigungsarbeiten.

Nach Fischingen resp. der Gärtnerei plötzlich der Weg gesperrt, versehen mit einem Fahrverbot. Für Velofahrer sollte das Durchkommen doch kein Problem sein. Für diese Ignoranz werden wir bestraft. Am Ende des Weges, bei der Ausfahrt zur Hauptstrasse Egringen-Efringen, ersehen wir den Grund der Sperrung. Eine riesige Wasserlache. Was nun, umkehren? Die 20 Meter werden wir wohl durchkommen. Das Rennvelo müssen wir ohnehin nach der Ausfahrt putzen. Die braune Sauce entpuppte sich um einiges tiefer als angenommen. Durchgekommen sind alle 5. Wir wurden abgestraft!

In Liel ein kurzer Halt. Direkt nach Riedlingen, oder wie vorgesehen über die St.Johann-Breite? Die Fahrt und das Wetter zu schön, um eine Abkürzung zu nehmen. Die angenehme Steigung auf die Höhe fahren wir zügig hoch. Oben angekommen eine kurze Verschnaufpause. Zwei Rennvelofahrer tauchen plötzlich auf. Kaum zu glauben, die kennt man doch. Peter und Hans Zimmerli vom Radrennclub, Letzterer auch Mitglied beim VCR. Mitstreiter aus früheren wunderbaren Rennzeiten. Ihr Streckenplan Kandern-Riedlingen-Tannenkirch. Ja gut, wir fahren zusammen, anstatt von Kandern direkt zurück zu fahren. Dieser Entscheid war rasch gefällt, ist doch die Fahrt über die Anhöhe von Tannenkirch sehr schön. Was fehlte war einzig die Sicht auf die Alpen.

Der Blick in die Rheinebene, auf der Höhe vor Fischingen verheisst nichts Gutes. Im Elsass und Richtung Leimental grössere Gewitterzellen. Kommen wir noch trocken durch? Eingangs Weil die ersten Regentropfen. Muss das jetzt wirklich noch sein? Ereilt uns, auf den letzten Kilometer, das gleiche Schicksal wie eine Woche zuvor? Bei der Kirche in Weil giesst es wie aus Kübeln. Wir flüchten unter ein Vordach. Der Regen lässt leicht nach, also nehmen wir den Rest der Wegstrecke unter die Räder. Nass sind wir ja schon. Kaum wieder auf dem Sattel und Petrus öffnet die Schleusen vollends. Nirgends ein Unterstand. Es donnert und kracht direkt über uns resp. die Gewitterzone liegt über Riehen. Ein Verabschieden liegt nicht mehr drin. Ciao, ciao und jeder nimmt seinen Weg. Ob Richtung Riehen Dorf, Grendelmatte oder Lange Erlen/Basel keiner oder keine konnte diesem Regen entkommen sein. Die Wassermassen die vom Himmel kommen sind enorm. Die Zusatzschlaufe war ja schön, aber dass wir noch so abgestraft werden, war unschön!

Gentlemen-Ausfahrt 18.06.2016 – Wetterfrosch müsste man sein

Von Kurt Kaiser

Die Meteo-Internetseite, dieser Tage die wohl meist aufgerufene Adresse.

Donnerstag, das Wetter scheint für Samstag besser zu sein. Schnell einen Eintrag auf die VCR-Webseite. Ausfahrt um 13 Uhr, Streckenvorschlag Möhlin-Sternenhof-Sonnenberg-Maisprach. Eine Teilstrecke der TdS-Etappe vom vergangenen Montag und meines Wissens noch nie an einer Ausfahrt befahren. Freitag, Wetteraussichten nach wie vor gut. Freitagnachmittag, nein, muss das sein. Regen um 13:30 bis gegen 15 Uhr. Am Morgen zeigt der Wetterradar keine Niederschläge. Ein rascher Entscheid, Ausfahrt vorverlegen auf 10 Uhr und wir sind vor dem Regen am Nachmittag zurück. Entsprechend Änderung auf der VCR-Webseite der Abfahrtszeit und ein Mail an die Teilnehmer der bisherigen Ausfahrten. Zumindest kommen wir wieder einmal auf’s Velo. Die Entzugserscheinungen sind alarmierend und stehe kurz vor einer tiefen Depression.

Samstagmorgen, 7:30 Uhr, leichter Regen auf 11 Uhr. Das kann doch nicht wahr sein.

08:00 Uhr jetzt Regen schon bereits um 10 Uhr. Dazu vermehrte kleine Gewitterzellen über dem Baselbiet. 08:30 leichter Regen erst gegen 11 Uhr und nach 14 Uhr. 09:00 Uhr Regen leicht verzögert und in erster Linie im Baselbiet. Routenänderung, anstatt Baselbiet Richtung Norden.

09:45 in Riehen Sonnenschein. Warten auf dem Dorfplatz, wer da wohl kommen wird? Tatsächlich es kommen noch 3, Johanna, Nina und Bruno, immerhin. Wo bleiben die Weiteren? Mitteilung nicht gelesen? Vielleicht stehen sie um 13 Uhr auf dem Platz.

Bei Sonnenschein fahren wir Richtung Riedlingen. Eine herrliche Fahrt. Tut das gut! Bruno machte offensichtlich, irgendwo zwischen Rümmingen und Riedlingen, eine Kehrtwende. War es zu schnell? In Kandern für einmal kein Kaffeehalt, dafür sitzen wir noch zu wenig lang auf dem Rad. Dafür geht es zügig und mit rundem Tritt, hoch zur Scheideck. Von Steinen fahren wir zurück entlang der Wiese. In Tumringen ist der Wettergott nicht mehr auf unserer Seite. Es beginnt zu Regnen. Ein Kaffeehalt bis der Regen vorbei ist? Doch das Café geschlossen und der Regen hört auf. Mit dem Überqueren der Staatsgrenze beginnt es zu schütten. Es fehlen uns 5 Minuten, um trocken ins Dorfzentrum zu kommen. Dennoch lassen wir uns nicht nehmen, bei einem unserer Kriteriumsponsor einzukehren. Der Bestellung von Kaffee und einem Badtuch wird allerdings nur teils stattgegeben. Überraschend und daher umso erfreulicher gesellt sich noch Edith zu uns. Wir sassen auf dem Velo! Die Ausfahrt, trotz Regen zum Schluss, eine flotte Sache. Die Depression ist abgewendet.

Gabriel Trickes mit Etappensieg an 9. Axpo Aare Rhein Classics!

Von Gabriel Trickes

Wenig Training in den vergangenen Wochen, müde und schlechtes Wetter: So ganz ist das nicht die ideale Kombination, wenn man an einem Rennen teilnehmen möchte. Aber angemeldet ist angemeldet und daher geht es nach Gippingen, um an der 9. Axpo Aare Rhein Classics – Light Etappe teilzunehmen. Am Start scheint zwar noch die Sonne, aber sehr dunkle Wolken lassen für die 3 Runden à 18.87 km, Total 56.6 km und den 708 Höhenmeter nichts gutes Erwarten. Schon am ersten Anstieg fängt es an zu regnen. Dementsprechend ist auch im weiteren Verlauf der ersten Runde das Tempo mäßig. Keiner scheint bei den schwierigen Verhältnissen einen Fluchtversuch wagen zu wollen.

Auch in der zweiten Runde kann ich sodann den Anstieg gemeinsam mit der Spitze des Feldes erklimmen. Oben kommt dann endlich Bewegung ins Feld. Zwei Fahrer setzen sich vom Feld ab. Als ein Dritter den Beiden nachsetzt, fasse ich mir ein Herz und hänge mich dran. Schnell können wir eine ordentliche Lücke zum Feld herausfahren. Trotz Nässe treten wir ordentlich in die Pedale und absolvieren die Abfahrt sehr zügig. Das Feld ist bereits nur noch auf sehr langen Geraden sichtbar. Ein Fluchtversuch könnte also glücken. Einer kann das Tempo jedoch nicht halten und fällt zurück. Bei uns Übrigen spielt sich schnell das Ablöse-Fahren ein. Mit der zweiten Zieldurchfahrt haben wir einen ordentlichen, aber nicht komfortablen Vorsprung. Dementsprechend müssen wir die letzte Steigung hochdrücken. Kurz unterhalb der Kuppe spüre ich zum ersten Mal meine Beine. Der Puls hämmert im Kopf und eigentlich würde ich am liebsten einfach vom Velo steigen. Ich muss fast abreissen lassen, kann mich aber nochmals motivieren und komme gemeinsam mit den beiden anderen Fluchtfahrern über den Berg. Auf der Abfahrt halbwegs erholt, nähern wir uns dem Ziel. Das Peloton ist schon lange nicht mehr sichtbar und hat über 2 Minuten Rückstand, sodass das Podium unter uns ausgemacht wird. Wir passieren (bei mittlerweile deutlich besserem Wetter) die Flamme Rouge. Als Dritter bin ich an idealer Position um den Sprint aus dem Windschatten lancieren zu können. 300m vor dem Ziel löse ich mich aus dem Windschatten und überhole beide. Ohne mich umzudrehen sprinte ich auf das Ziel zu und überquere mit explodierenden Beine die Ziel-Linie… Erster!

Rangliste als PDF

Rundstreckenrennen Wurzeltrail 09.06.2016

Von Andreas Zeller

Nachdem wir letztes Jahr den «Zweiwurzeltrail» (auf Strava auch als Brombach-Loop bezeichnet) zwar gefühlte achtmal besichtigt, aber nie wettkampfmässig unter die Stollenreifen genommen hatten, war es jetzt soweit.

Mara, Kai, Marco, Mauro, Matteo und ich selber rollen gemütlich über die Eiserne Hand ein und treffen kurz vor der Wettkampfstrecke auf Luzi und Bruno, die sich auch dieses Mal um Zeitnahme und Fotos kümmern wollen. Bei der Streckenbesichtigung dann gleich das erste Missgeschick: Matteo versucht sich an der Schlüsselstelle, einer zirka ein Meter langen, schmalen Passage über ein paar fiese Wurzeln. Leider muss er ausklicken, verliert dabei die Balance und landet samt Velo knapp zwei Meter tiefer. Er lässt sich von dem schmerzenden Knöchel aber nicht vom Rennen abhalten.

Fünf Minuten später zählt Luzis selbstgeschriebene Zeitnahmesoftware den Countdown herunter und es geht los: zunächst etwa 800m welliger Anstieg bei flottem Tempo. Ich hänge mich an das Spitzenduo (Kai und Marco) und dann geht es auch schon links in den Singletrail. Durch das Licht-Schattenspiel der tiefstehenden Sonne heisst es «volle Konzentration» auf den immer noch recht matschigen Untergrund. Runterschalten, Anbremsen, scharfe Rechtskurve und dann kommt auch schon die berüchtigte Wurzelpassage. Ich hatte mir vorgenommen, diese Schlüsselstelle zu fahren und eben nicht auszuklicken, bin dann aber mental doch nicht so weit und entscheide mich für die Chicken-Variante. Wieder einklicken, Vorderrad über die zweite Wurzel heben und dranbleiben! Am Ende des Waldes geht es auf Schotter nach einem kleinen Drop hart rechts und steil hoch — wer hier den falschen Gang drin hat ist weg. Marco und Kai sind schon recht weit voraus, aber auf der langen Abfahrt bis zur Ziellinie kann ich mich wieder ranarbeiten. Zweite Runde: Marco muss am Anstieg seiner Zügel-bedingten Trainingspause Tribut zollen und abreissen lassen. Kais Strohwitwer-Trainingslager zahlt sich hingegen aus und ich kann nur mit Mühe an ihm dranbleiben. Auf dem Singletrail holt Marco wieder auf. Dritte Runde: es gilt! Der Gewichtsvorteil bringt mir im Anstieg wertvolle 50m Vorsprung auf Kai ein, aber die werden auf der langen Zielabfahrt nicht reichen. An der Wurzel nichts riskieren, schliesslich liege ich in Führung und Kai kann mich auf dem Singletrail aus Platzgründen nicht überholen. Auf der Zielabfahrt heisst es «Kette rechts». Ich erwarte jeden Augenblick, dass Kai zum Überholen ansetzt, aber nichts passiert. Zieldurchfahrt, Erster! Nach 30 sec ist Kai immer noch nicht da, doch dann kommt er endlich: ziemlich angefressen, mit Kratzern in Schienbein und Rahmen (was war wohl schlimmer?). Er hatte an der Wurzelpassage zu viel riskiert und Pech gehabt. Nach und nach rollen die restlichen Teilnehmer ein, Mauro hatte als einziger genügend Vertrauen in seine Fahrkünste und hat auf den 3 Runden nicht ausgeklickt — Chapeau!

Gentlemen-Ausfahrt 28.05.2016

Von Kurt Kaiser

Der Wetterbericht für diesen Samstag nicht sehr vorteilhaft. Dennoch am Morgen sieht es, gemäss Wetterradar nicht so schlecht aus. Daher schnell den Eintrag auf die Webseite: WETTER SCHEINT SICH AUF 13 UHR ZU BESSERN. JE NACH LETZTER WETTERENTWICKLUNG EVTL. ÄNDERUNG DER STRECKE. Ausgeschriebene Strecke: Riehen-Steinen-Tegernau-Wies-Marzell-Kandern-Riedlingen-Binzen-Riehen.

Erfreuliche 12 FahrerInnen fanden sich auf dem Dorfplatz ein. Dort herrschte emsiges Treiben und musste man zusehen, dass man heil über ein Bahngleis resp. nicht unter den Zug geriet, auch wenn es nur ein Miniatur-Zug für Kinder war. Das Mitfahren an diesem Samstagnachmittag wurde belohnt. Es wurde ein sonniger angenehmer Nachmittag und Abend. Angenehm? Haben das alle so empfunden?

René übernahm schon bald das Kommando an der Spitze der Gruppe. Er nutzte die Abwesenheit von Isabel für eine schnelle Gangart. Dass in der nach Tegernau beginnenden leichten Steigung Einzelne eine langsamere Gangart anschlagen mussten, bewirkte, dass die Gruppe sich weit auseinander zog.

Der designierte Tourenleiter sieht kurz vor der Abzweigung nach Sallneck, dass sich ‚Blau-weisse‘ auf der Strasse nach Sallneck befinden. Etwas weiter vorne fahren 2 auf der Strasse nach Wies gerade aus. Zu weit weg, um sie mit Zurufen zu stoppen. Hat jemand den Eintrag von heute Morgen ‚evtl. Änderung der Strecke‘ als gegeben angenommen? Viel eher wurde vermutlich die Streckenführung gar nicht beachtet. Der Tourenleiter war sich nicht mehr sicher, ob er in der Ausschreibung fälschlicherweise Sallneck erwähnte. In einem Gespräch hatte er offensichtlich die Geographie nicht richtig im Kopf., was vielleicht zum verfrühten Abbiegen führte. Urs bestand darauf, dass die Ansage Wies-Marzell eingetragen war. Die Gruppe Urs, Nina, Jean-Claude und Kurt brachen den Aufstieg zum Lippli ab, machten kehrt, um nach Sallneck hoch zu fahren. Wir rechneten damit, dass wir die Gruppe der Abtrünnigen spätestens auf der Restaurant-Terrasse in Kandern wieder antreffen. Doch weit gefehlt. Sie sind offenbar gleich bis Riehen durchgefahren. Den gemütlichen Stopp liessen wir uns nicht nehmen, bei herrlichem Sonnenschein. Unter dem Tempodiktat von Urs fuhren wir zügig nach Riehen. Der Gedanke, dass sich vielleicht die Anderen zu einem Drink auf dem Dorfplatzfest finden, bestätigte sich auch nicht. Allerdings treffen wir auf Sonja, unsere Konditionstrainerin, welche ihre erste Ausfahrt mit uns unternahm. Nicht unbedingt ein idealer Einstieg und die Enttäuschung über die Zersplitterung war ihr ins Gesicht geschrieben. Wir liessen uns nicht nehmen, auf dem Dorfplatz die Ausfahrt mit einem Drink abzuschliessen.

Alle sollen heil nach Riehen gekommen sein. Gut so und zu berichten gab es ebenfalls. Schön war es allemal.
Teilnehmer: René A., Ruth, Christine, Sonja, Urs R., Martin, Reto; Nina, Urs Z., Jean-Claude, Kurt; Bruno. 70 resp. 75 km.

3. MTB Clubrennen – Rundstreckenrennen Inzlingen

Von Lucius Humm

Ganze zehn motivierte Bikerinnen und Biker fanden sich am Donnerstag auf dem Dorfplatz zur Ausfahrt mit Clubrennen ein, inklusive den Überraschungsgästen Christine und Marco! Nach einem zügigen Aufstieg via Chrischona zum Flugplatz Inzlingen gabs eine Streckenbesichtigung mit Erklärung der Gefahrenstellen durch Mauro. Danach die mehr oder minder flache Fahrt zum Start beim Parkplatz, wo bereits Bruno wartete, der sich wieder bereit erklärt hatte, die Jury zu übernehmen (danke Bruno!).

Auf allgemeinen Wunsch hin änderten wir die Rundenzahl der Frauen kurzfristig auf zwei. Jonas fühlte sich unwohl und wollte deshalb ohne Zeitnahme starten. Die restlichen Startenden wurden eingetragen, das Startfoto geschossen und die Startfreigabe erteilt.

Rafa griff sofort an, dicht gefolgt von Andreas und Kai. Ich versuchte mich an Kai zu hängen, musste aber aufpassen nicht zu schnell zu starten und die drei ziehen lassen. Nach ein paar hundert Metern sah ich Rafa zurückfallen und rief ihm zu was los sei. «Knieschmerzen» antwortete er und erklärte mir er sei zuvor auf dem Arbeitsweg von einem anderen Radfahrer ohne Vortritt über den Haufen gefahren worden. Wir fuhren den Anstieg gemeinsam hoch — oben angekommen schraubte Rafa aber am Tempo und ich verlor ihn nach den Haarnadelkurven wieder aus den Augen. Mit einem guten Gefühl überquerte ich zum ersten Mal die Ziellinie und nahm die zweite Runde in Angriff.

Wieder konnte ich im Aufstieg bis zu Rafa aufschliessen, wieder verlor ich ihn nach der Abfahrt im flachen Teil. In der dritten Runde liess er sich nicht mehr so einfach einholen und ich konnte die Lücke nicht mehr schliessen.

Was sonst im Feld passiert ist kann ich nur dank Stravas Flyby Feature erfahren (siehe Animation unten). Jonas begann sich während des Rennens besser zu fühlen und konnte mehr geben als ursprünglich gedacht und wurde so doch in Wertung aufgenommen.

Strava Flyby

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Gentlemenausfahrt 21.05.2016 – Fahrt in den warmen Frühling

Von Kurt Kaiser

Endlich, endlich, Sonnenschein und warm. Die Radfahrer kommen aus den Löchern. 15 treffen sich zur Wochenendausfahrt auf dem Riehener Dorfplatz, alle in «kurz». Die meisten noch mit sehr bleichen, weissen Beinen. Die Italienfahrer der Ferienwoche haben einen kleinen Bräunungsvorsprung. Erfreulich, dass nach längerer Abstinenz ein paar wieder den Anschluss an die Tourentruppe gesucht und gefunden haben. Mit Kurt hat sich auch ein Schnupperfahrer zu uns gesellt. Er will es mal versuchen und kehrt um, falls es zu mühsam wird.

Die heutige Strecke führt uns erst ins Birstal und über Aesch-Therwil ins Leymental. Dies allerdings nur kurz, denn die Anstiege nach Hagenthal und anschliessend nach Folgensbourg müssen bewältigt werden. Die sind zum Glück nicht allzu giftig und so bleibt doch Muse, die schöne Gegend im prachtvollen Sonnenschein zu geniessen. Nach Folgensbourg die fantastische Aussicht in die Rheinebene. Wurde deshalb der Wegweiser «Knoerringue» übersehen? Sei dem so, wir lassen die vorgesehene Schlaufe über Knoerringue-Jettingen aus und sausen anstatt dessen hinab direkt nach Helfrantzkirch. Das fallende Gelände reizt natürlich enorm, auf die Tube zu drücken. Spätestens in dieser Phase zeigt sich, wie wichtig das Windschattenfahren ist, um nicht als Solist unterwegs zu sein. Doch, wie es sich geziemt, wird wieder gewartet, bis alle zusammen sind. Der gut gemeinte Entschluss, am Rhein einen gemütlichen Trinkhalt zu machen, kann leider nicht umgesetzt werden. Wohl gelangen wir an den Rheinkanal, doch der Übergang beim Kraftwerk Kembs war viel weiter oben. Die Buvette auf der französischen, resp. unserer Seite, ist geschlossen. Auf der gegenüberliegenden Kanalseite sehen wir das Rhybeizli. Leider gibt es keine Fähre, welche uns hinüber bringen könnte. So fahren wir, mit trockener Kehle, direkt nach Weil. In einem netten Gartenbeizli kommen wir doch noch zu einer gemütlichen «Runde» und lassen eine sehr schöne Tour Revue passieren. Kurt, der Schnuppperfahrer, ist auch dabei. Er hat es geschafft, die ganze Strecke mitzufahren. Gratulation! Beim nächsten Mal geht das Hinterradfahren hoffentlich schon besser und entsprechend weniger mühsam.

Am Start waren: Marion (eigene Strecke), René, Christine, Ruth, Urs, Martin, Nina, René, Kurt II (auf Foto noch schüchtern im Hintergrund) Marco, Reto, Manfred, Bruno, Kurt I, Isabel.
72 km, 447 hm.

2. MTB-Clubrennen vom 19.05.2016 beim Hagenbacherhof

Von Bruno Wüest

Sechs tapfere Jungs stellten sich dem Rundstreckenrennen über 2 Runden bei idealen Temperaturen für ein MTB Rennen. Die Strecke war vorwiegend auf Naturwegen und coupiert damit keine Langeweile aufkommt. Bruno Wüest amtete erstmals als Jury (danke Bruno!, Anm. d. Red.) und durfte nach dem von Luzi Humm programmierten Pip-count-down auf seinem Laptop, die Meute auf die Strecke schicken.

Es hätte gestäubt wenn es nicht noch leicht feucht gewesen wäre.

Da der Schreiberling selber nicht am Rennen teilnahm, beschränkt sich der Bericht auf besondere Umstände. Indem z.B. Luzi Humm bei seiner Rundenpassage in vollem Renntempo bemerkte, dass ich auf dem Nicht-Touch-Screen seines Laptops die Runde quittierte, anstatt mit der Computermaus und mir sofort zurief «mit dr Muus, mit dr Muus», sodass ich blitzschnell umstellen konnte um seine Rundenpassage korrekt aufzunehmen.

Jedoch war für die vor ihm Durchgefahrenen die Rundenauswertung nicht zu gebrauchen.

Aber das Wichtigste, die Schlusszeit konnte mit dem genialen Gerät registriert werden und so eine korrekte Rangliste erstellen werden.

Allgemein kamen alle Fahrer Solo ins Ziel, die Strecke hatte also selektioniert und fand bei den Aktiven guten Anklang. Sichtlich zufrieden gaben sich die dampfenden Rösser im Ziel und machten sich gemeinsam auf den Heimweg, per Bike versteht sich, man tu ja sonst nix.

Ranglisten MTB Clubmeisterschaft 2016

Bericht der Veloferienwoche 2016

Von Kurt Kaiser

Der Bericht der Veloferienwoche 2016 von Kurt Kaiser ist jetzt online.

Lüttich – Bastogne – Lüttich

Von Siggi Schörlin

Auch in diesem Jahr habe ich den Beginn der Saison wieder mit einem belgischen Klassiker begonnen. Kurz vor 7:00 Uhr stand ich am Start. Wie üblich in Belgien bei Regen und 4 Grad. Die Wetterprognose kündigte aber Aufhellungen im Laufe des Tages an.

Kurz nach dem Start, noch im Stadtgebiet von Lüttich begann die erste Steigung. Man spürte, dass noch alle frisch waren, entsprechend sind doch viele schnaufend und schwitzend am Anschlag hochgefahren und freuten sich, dass sie viele andere überholen konnten. Absolut unverständlich… bei den letzten Steigungen sah ich sie wieder, wie sie das Velo geschoben haben.

Bis zur ersten Verpflegungsstation war es ein ständiges auf und ab, gefühlt aber immer bergauf. Auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen führte die Straße zur ersten Verpflegungsstation. Langsam ließ der Regen etwas nach und die Straße trocknete etwas ab. Nun kam nach 84 km der erste längere Anstieg als Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf. Bei Kilometer 130 dann der Côte de Saint Roche mit einer Maximalsteigung von 20%. Hier lernte ich das 29er-Ritzel so richtig schätzen und lieben, musste aber doch recht ordentlich drücken um hochzukommen.

Inzwischen war die Straße abgetrocknet und dann und wann schien die Sonne durch die Wolkenlücken hindurch. Nun konnte ich wieder ohne zu schlottern auf dem Velo sitzen und die weitere Strecke richtig genießen. Auch die teils doch recht «ruppigen» Wege. Auf einigen Abschnitten war auch Asphalt zwischen den Löchern vorhanden.

So spulten wir Kilometer um Kilometer, Höhenmeter um Höhenmeter herunter, die Gruppen wurden immer kleiner und auch immer langsamer.

An den letzten drei Anstiegen wurde die Zeit gemessen. An der Côte de La Redoute (1650 m lang, 162 m Höhenunterschied, max. 20%, Schnitt 9.7%) mitten im Anstieg holte ich mir einen Platten. Eine Sicherheitsnadel bohrte sich in meinen hinteren Reifen. Fluchend reparierte ich den Schaden und fuhr weiter. Anfahren bei 20% Steigung ist gar nicht so einfach… trotzdem erreichte ich nach 18 Minuten den Scheitelpunkt. Die letzten beiden Côtes bin ich dann sehr zügig hochgefahren und erreichte Lüttich nach einer Gesamtzeit von 11:06 Stunden. Die reine Fahrzeit betrug 10:06 Stunden für eine Distanz von 271 km und 4442 hm.

Mit Spagetti und Rotwein beendete ich diesen anstrengenden, aber auch sehr schönen eindrucksvollen Klassikertag, so wie es sich gehört.

Trainingsrennen Möhlin

Von Kurt Kaiser

Auf der Strecke resp. Start/Ziel des Dienstagabend-Trainingsrennen kreuz der VC Riehen in grosser Stärke auf. Gegen 15 Personen finden sich ein. Grund hierfür ist die Streckensicherung durch den VCR. Erfreulich, dass sich mehr als die benötigten 8 Personen gemeldet haben und auch vor Ort erschienen. Besten Dank für Euren Einsatz. An diesem Abend werden wir mit herrlichem Sonnenschein belohnt, Ein Tag vorher wäre uns das Wasser in den Schuhe gestanden.

Für die aktive Teilnahme am Rennen haben sich 2 Riehener eingefunden. Gabriel Trickes und Ralf Ziser. Junior Valentin Gutknecht musste leider passen. Ihn hat es am vergangenen Wochenende bei einem Rennen im Wallis erwischt. Bei einem Sturz hat er sich Schürfwunden geholt und ist daran, diese auszukurieren. Er hofft auf einen baldigen Renneinsatz. Gute Besserung.

Das Pech ereilte leider auch schon kurz nach Beginn des Rennen Ralf Ziser. Plötzlich tauchte er nicht mehr auf. Warum nur? Des Rätsels Lösung, ein Plattfuss. Was für ein Pech!

Gabriel Trickes fuhr sehr engagiert. Für die Punktesprints reichte es leider nicht. Allerdings mischte er im Schlusssprint an der Spitze mit, in welchem er den 6. Rang belegte. Da er keine Punkte sammeln konnte reichte es in der Schlussrangliste dennoch nicht unter die allerersten. Allerdings sind seine Fortschritte markant. Gratulation!

Gentlemenausfahrt 16.04.2016 — Kurz aber nass

Von Urs Zwahlen

Neben Präsident ad interim, Sekretär, OK-Präsident, Delegierten und vielem anderen, betätigt sich Kurt auch als Meteorologe und gibt dem Tourenleiter Urs frühzeitig die Wetterdaten für den Nachmittag durch. Ein Wetterloch mit trockenen Phasen dauert bis 15.00 Uhr, weshalb eine verkürzte Tour ostwärts in Betracht zu ziehen sei. Dass an diese Schönwetterversion nicht alle glauben, zeigt sich am Dorfplatz, wo sich mit Heinz, Martin, Markus, Urs R. und Urs Z. gerade fünf Optimisten treffen. Nach kurzer Absprache und Blick zum Himmel (schönster Sonnenschein) fahren wir hoch nach Inzlingen, Adelhhausen und Minseln, wo wir — dem Wolkenverlauf entsprechend — die Tour bei leichtem Nieselregen Richtung Nordschwaben fortsetzen.

Vor lauter dunklen Wolken ist der Himmel nicht mehr sichtbar, weshalb wir uns entscheiden, zurück nach Riehen zu fahren. Eine Regenfront, welche das ganze Wiesental einnimmt, kommt uns um 14.30 Uhr entgegen. Ja Kurt, bei Deinen Prognosen hast Du noch Verbesserungspotenzial! Da helfen uns auch die schnell übergezogenen Regenjacken nichts mehr. Pflotschnass, aber in zügigem Tempo, fahren wir der Wiese entlang nach Riehen, wo es inzwischen nicht mehr regnet und man eine Verlängerung der Tour in Betracht ziehen könnte (kämen da aus Westen nicht die nächsten grossen und sehr dunklen Wolken).

Gentlemen-Ausfahrt 09.04.2016 — Tolle Tour mit leckerem Abschluss

Von Urs Zwahlen

Trotz bedecktem Himmel und kühlen 11 Grad wird es dem Schreiberling beim Eintreffen im Dorf sogleich heiss (vor Angst). Sonja, unsere Ersatzhallentrainingsschlaucherin steht da. Sie wird uns jetzt doch nicht etwa für die Ausfahrt aufwärmen? An eine Velotour wäre danach nicht mehr zu denken. Nein - Puuh - Glück gehabt. Volker hat sie unterwegs angetroffen und gleich zum Hallo mitgebracht (das nächste Mal aber mit Velo und Trikot, Sonja).

Die Gruppe mit Johanna, Nina, Bruno, Martin, René A., Volker und Urs Z. macht sich danach Richtung Weil auf den Weg, wo selbst René, der Vielfahrer, noch neue Gebiete kennenlernt. Über die Dreiländerbrücke, wo wir den Massen von Einkaufstouristen entkommen, gelangen wir nach Huningue und St.Louis, wo uns Bruno verlässt. Johanna und Nina machen sich danach Sorgen, ob ihm unsere Fahrweise nicht gefällt - ein aufklärendes Gespräch entkräftet die Ängste. Ist immer schön, Bruno, wenn Du dabei bist und uns zu Beginn der Ausfahrten unterstützt.

Nach Hagenthal geht’s dann Richtung Bettlach das erste Mal etwas hoch, was Ninas Beine noch nicht richtig gefällt. Mit tollem Einsatz und moralischer Unterstützung der Kollegen, schafft es Nina aber schlussendlich problemlos. Ebenfalls problemlos schafft René die anschliessende Bettlacher-Abfahrt - mit nur einem Trikot, einer Weste und Ärmlingen ausgerüstet, fühlen sich die mittlerweile 9 Grad doch ziemlich kalt an. Aus Rücksicht auf René lassen wir den Blochmont rechts liegen (J) und fahren auf verkehrsarmen Strassen über Raedersdorf, Wollschwiller, Leymen zurück in die Schweiz.

In Reinach diskutieren wir kurz über den Einkehrort. Urs' Vorschlag, Kaffee und Kuchen bei ihm einzunehmen, wird sofort angenommen. Die Rückfahrt nach Riehen ist danach ein Pappenstiel. Lilianes herrlicher Rhabarberkuchen (sie hat ihn am Morgen extra für Urs gebacken! - härzlige Dangg) sowie Läggerli stärken alle Teilnehmenden und geben auch René die Lebensgeister zurück. Dass Volker nicht nur ein Hardcorelangstreckenfahrer sondern auch ein guter Motivator ist, beweist er, indem er danach Johanna, Nina und Urs überzeugen kann, ihn noch hoch über den Rührberg zu begleiten. Dass der Kuchen nicht nur lecker war, sondern unheimlich Kraft verleiht, beweist Nina, deren Beine die anspruchsvolle Steigung mühelos bewältigen. Trotz bescheidenem Wetter eine tolle Ausfahrt (Liliane: nächsten Samstag fahren wir wieder….).

Gentlemen-Ausfahrt 02.04.2016

Von Kurt Kaiser

Spüren sie den Frühling? Zumindest scheint dies der Fall im VCR zu sein. Trotz Absenzen, einige zog es nochmals in die Berge, haben sich 12 eingefunden. Allerdings war die angesagte Temperatursteigerung, für das Wochenende, noch nicht zu spüren. 18 Grad erst um 18 Uhr, entspricht nicht unserem Wunsch.

Die flache Einrollstrecke über Bad Bellingen nach Schlieren bringen wir zügig hinter uns. Es müssen ja noch nicht die gröberen Hügel sein. Zu denen kann man die Aufstiege nach Liel hinüber nach Riedlingen resp. Kandern nicht zählen, vorausgesetzt, man heizt nicht auf dem letzten Drücker den Berg hoch.

Hansjörg, angekündigt hatte er eine ruhige Fahrt am Ende der Gruppe, unterzieht sich einem Formtest und will im Übergang nach Kandern keinen an sich vorbei lassen. War er derart am Anschlag, dass er nicht bemerkte, dass der ihn Überholende gar nicht zu unserer Gruppe gehörte. Den Bergpreis der Gruppe gönnen wir ihm dennoch.

Temperaturmässig ging es bergab anstatt hinauf. Bei der Wegfahrt in Riehen15 Grad. In Schliengen zeigt der Garmin lediglich noch 11,2 Grad an. Erst auf der Rückfahrt steigt die Temperatur wieder leicht an.

Wer sich auf einen Halt an diesem Samstagnachmittag, auf der Sonnenterrasse des Italieners in Kandern, einstellte, sah sich leider enttäuscht. Die Witterung zu kühl, um auf der Terrasse Platz zu nehmen. Die Sonne hinter einer Nebeldecke. Zu einem gemütlichen Stopp hat es dennoch gereicht. Aus Platzgründen statteten wir im benachbarten Kaffeehaus einen Besuch ab.

Auf dem Rückweg Richtung Binzen stellt, dies schon zu Beginn der Saison, Martin, seine Steherqualitäten unter Beweis. Rad an Rad folgt der Rest in Einerkolonne. Eine gute Gelegenheit, das Hinterradfahren zu üben. Baut er mit seinen Temposessionen die Kuchenkalorien ab?

Eine gute Ausfahrt, die allerdings mit Sonnenschein noch mehr Enthusiasmus hervorgerufen hätte. Vielleicht beim nächsten Mal…

Am Treffpunkt Dorfplatz: Ruth, Johanna, Nina, René (Geiser), Martin, Bruno, Reto, Jean-Claude, Hansruedi, Hansjörg, Urs R., Kurt. Erfreulich, dass Hansruedi wieder mitfahren kann. Ebenso ein Willkommensgruss an Reto, der in den VCR-Riehen nicht ganz ein Neuling ist. Zurückgelegte Distanz 61 km, 327 hm.

Oster-Ausfahrt 26.03.2016

Von Kurt Kaiser

Stau oder stockender Kolonnenverkehr, Wartezeit 2 Stunden. Nein, diese Probleme haben wir zum Glück nicht. Dafür an diesem Tag, herrlicher Sonnenschein, bei 15-18 Grad. Tatjana, Hansjörg, Urs, Heinz, Markus, René, Urs und Kurt treffen sich am Dorfplatz. In Anbetracht der Abwesenheit von einigen Arrivierten eine nette Gruppe. Der Verkehr hält sich in Grenzen, selbst über die Palmrainbrücke. In Rosenau die Strasse gesperrt. Muss das ausgerechnet heute sein? Gemäss René ist ein Marathon im Gange. Umleitung auf die Hauptstrasse, Richtung Kembs. Es kommt ein Radfahrer vor uns ins Blickfeld. Der Fahrstil kommt bekannt vor. Tatsächlich, es ist Carmelo. Spätestens erkennbar an den Klängen (Radio) aus seiner Rückentasche. Sein Markenzeichen? Ja, so denn, wenn er dies als Belustigung empfindet.

Es ist nicht die Frühform sondern eher der Rückenwind der uns flott vorankommen lässt — immer so um die 30 km/h. Nach Kembs auf den idyllischen Weg, entlang des Kanales. Die Landschaft einfach herrlich und bei diesem Sonnenschein! Wir sollten gelegentlich links abbiegen, um die Rückfahrt durch die Elsässer-Hard unter die Räder zu nehmen. Unser Elsasskenner René befindet, die Links-Abzweigung bei der nächsten Brücke zu nehmen. Oha lätz, wir befinden uns schon bald am Eingang zu Rixheim. Nein, besser umkehren, sonst kommen wir auf die Hauptstrasse Richtung St. Louis. Das muss nicht sein. Für eine Abkürzung ist uns kein Umweg zu schade. So fahren wir auf einem schmalen, geteerten Waldweg doch noch, wenigstens im nördlichen Teil der Hard, Richtung Ottmarsheim. Die Zusatzschlaufe wunderschön, was den Umweg auch rechtfertigte.

Unser bisher zügiges Tempo wird eingebremst. Jetzt haben wir Gegenwind. Wir gelangen auf unsere Strecke früherer Clubmeisterschaften. Einige Erinnerungen kommen beim Einen oder Anderen auf. Wieder eine Streckensperre «route barrée». Diesmal übersehen wir dieses Schild. Auf dem geschlossenen Streckenabschnitt keine Läufer, kein Hindernis, alles frei… Am Ende der gesperrten Strecke, beim Kreisel Rosenau, die CRS (Polizei), sie knöpft sich einen Autofahrer vor, der uns im gesperrten Streckenabschnitt, rasant überholte. Wir fahren unbehelligt vorbei. Ein Trinkhalt, meint Heinz, käme gelegen. Doch das Restaurant am Kreisel Rosenau ist geschlossen. Ein Beizli gäbe es beim Kraftwerk Kembs, so Hansjörg. Das Lokal noch geschlossen. Nächstes Ziel, entlang dem Kanal, das Hafenbeizli in Weil. Ein kurzes Stück Naturstrasse nehmen wir in Kauf. Es hat sich gelohnt. Bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir die Ruhepause. Eine tolle, wunderbare Frühlingsfahrt findet ihren Abschluss. 82 km, Höhenunterschied 170 m, kaum noch zu unterbieten.

Gentlemenausfahrt 19.03.2016

Von Kurt Kaiser

Ein Tag mit Sonnenbrille, herrlicher Sonnenschein, für «kurz» zu fahren reicht es noch nicht. Kalte Bise, ca. 12 Grad. Die Touransage: 70 km – Riehen-Aesch-Leymen-Oltingue-Liebenswiller-Dornach-Riehen. Zum Stelldichein auf dem Dorfplatz finden sich ein: Johanna, Nina, René, Bruno, Martin, René, Heinz, Kurt und neu als Gastfahrerin Daniela. Ein «Interessierter» gesellt sich für das Gruppenbild dazu. Er hat jedoch mit einem Kollegen aus Reihen bereits eine Abmachung. Vielleicht können wir beide in Kürze in unseren Reihen begrüssen?

Die Fahrt verläuft ohne Probleme, zumindest was den generellen Ablauf betritt. Die kleinen Hügel bereiten hie und da noch etwas «Schmerzen» und Mühe. Aber schliesslich sind wir ja auch erst ganz am Saisonbeginn. Wie es sich gehört, auf einer Gentlemen-Ausfahrt, wird Rücksicht genommen. Alle haben sich nach ihren Möglichkeiten gut geschlagen.

Ob es auf der Rückfahrt nach Riehen noch einen Stopp zu einem gemütlichen Abschluss der Ausfahrt gegeben hat? Der Schreiberling hat sich bereits in Reinach verabschiedet. Er hat die Strecke auf der Fahrt zum Start in Riehen schon hinter sich gebracht. Die Temperatur eher sehr kühl, um noch im Sonnenschein sich hinzusetzen. Oder war vielleicht die TV-Übertragung der Schlussphase von Mailand-San Remo ein Hindernisgrund?

Nächste mag bald folgen!

Gentlemenausfahrt 12.03.2016 — Saisonauftakt 2016

Von Kurt Kaiser

Der Himmel bedeckt, jedoch trocken, ca. 8 Grad. Die Sonne scheint wohl über der Nebeldecke. Sieben finden sich zur Ausfahrt: Johanna, Ruth, Bruno, Martin, Mike, Hansjörg und Kurt. 2-3 Sekunden zu früh gestartet, sonst hätte es noch ein Gruppenbild mit Sonja, unserer «Ersatz»-Konditionstrainerin gegeben. Ob sie mitkommen wollte?

Für die erste Ausfahrt wurde eine flache, gemütlich Strecke via Augst-Rheinfelden-Möhlin, Distanz ca. 50 km, ausgeschrieben. Bruno befand in Wyhlen, dass er die falschen Schuhe angezogen hätte. Schon kalte Füsse? Mit dem Kopfpariser sicher keine kalten Ohren. Zügig geht’s voran. In Möhlin noch ein kleiner Abstecher via Zeiningen. Danach geht es zurück, entlang der Autobahn und wir geniessen den «Sound» der vorbeirasenden Autos. Für einmal kann man dies über sich ergehen lassen, nur bitte nicht zu oft.

Ein kurzer Stopp in der Hard. Wer verabschiedet sich? Oder doch noch zum Abschluss ein Zwischenstopp? Hansjörg berichtet von einem kürzlich neu eröffneten Stücklibunker in Birsfelden. Die Absicht wäre eigentlich, bei der kühlen Witterung, den nassen Innenkleidern, eher direkt nach Hause zu fahren. Doch Hansjörg siegt und nicht nur einmal, nein, gleich nochmals beim «Beigemüse» zu Kaffee, warmer Schoko oder Tee. Der Vorsatz, den Winterspeck abzutrainieren, wird mit einer Kalorienzufuhr arg kompromittiert. Gemundet hat es allemal…

Die erste Ausfahrt (55 km) hat sich sehr gut angelassen. Die Nächste mag bald folgen!

Gentlemenausfahrt 14.11.2015 – Fahrt der gefallenen Blätter

Von Kurt Kaiser

Die Blätter sind von den Bäumen gefallen. Das Wetter meint es immer noch gut. Kein Regen und sogar Sonnenschein. Nina, Johanna, Mike, Martin, Alexander, Urs und Kurt nutzen nochmals die Wettergunst. Vorgesehen ist eine Fahrt ins Elsass, entgegen des Berichtes von Manni, vor einem Jahr «Nie mehr Elsass». «Sightseeing in Weil», Urs lotst uns durch Weil und anschliessend über den Rheinsteg nach Huningue. Flott fahren in Richtung Kembs, um über Sierentz in die ersten Hügel, am Rande der westlichen Rheinebene zu gelangen. Die sehr schöne Strecke führt uns über Waltersheim-Koetzingue-Magstatt-Stetten-Kappelen-Hellfrantzkirch hinauf auf die Hochebene Richtung Folgensbourg. Nina wundert sich über die Dorfnamen, welche die ursprüngliche Verbindung erahnen lassen.

Die Spitze eines Hochhauses wurde schon bald zu Beginn des Aufstieges sichtbar… Der Ausblick im Aufstieg und zur Hochebene Richtung Folgensbourg, einmalig, super. Ein Weitblick in die Rheinebene, den Blauen, Wiesental, Schwarzwald und die Schweiz überwältigend. Basel und die weitere Umgebung von oben gesehen, ein wunderbarer Ausblick. Gefehlt hat nur der Blick auf die Alpen (übrigens, bei gutem Wetter von Colmar aus zu sehen!).

Angesagt waren eine Fahrt von 50 – 60 km. Schlussendlich zeigte das GPS-Gerät 70 km, nach Zusatzschlaufe über Folgensbourg-Hagenthal und «Hägene» resp. Hegenheim. Eine schlicht tolle und schöne Fahrt in dieser Gegend, begeisternd!

Ob es wohl die letzte Ausfahrt in diesem Jahr war? Wenn man im Ijsselmeer, in der vergangenen Woche, bei 13 Grad baden kann, gibt es für Johanna kaum eine Temperaturgrenze. Brrrr!

Gentlemenausfahrt 07.11.15 – 5 mal «Ma»

Von Manfred Schemmelmann

Bei supergutem Wetter haben sich Marion, Marc, Markus, Martin, Manfred, René, Bruno und Kurt beim Gemeindehausplatz in Riehen eingefunden. Wir haben uns über die sommerliche Temperaturen, bei langen Schatten, gefreut. Die Vorfreude wurde nicht enttäuscht.

Angesichts der schon fortgeschrittenen Saison ging es vorerst flach voran: Weil-Haltingen und schon der erste Halt in Efringen-Kirchen vor Radsport Vitesse. Gerd wollte zunächst mitfahren, da ist dann aber doch nichts draus geworden, schade!

Bruno hat hier gekehrt, Marion hatte sich schon vor dem Start, eine auf ihre Möglichkeiten abgestimmte Fahrt, entschieden. So waren wir bald nur noch zu sechst. Es ging weiter die Rheinebene hinunter bis nach Schliengen. Im herrlichen Sonnenschein fuhren wir über Liel nach Riedlingen. René hat drauf bestanden, uns noch vor Kandern zu verlassen, so wurde die Mannschaft weiter reduziert.

Unser obligatorischer Halt fand diesmal in Kandern statt. Wir trafen auf uns bekannte Gesichter, Roland und Danny. Zur grossen Überraschung spendierte Letzterer die Runde. Herzlichen Dank! Ohne Marc, ihm hat der Helferessen-Abend wohl etwas zu stark zugesetzt (sind Andere deswegen erst gar nicht gekommen?) fuhren wir hinauf zur Scheideck und über Steinen, Grütt, der Wiese entlang Richtung Lörrach und Riehen. Den Ausgangspunkt haben wir deutlich vor 17:00h wieder erreicht.

Tolles Wetter, gut Stimmung, jeder ist auf seine Kosten gekommen. Machts gut, bis zum nächsten Mal!

Gentlemen Ausfahrt 31.10.15 – Fallende Blätter

Von Kurt Kaiser

Ein Supertag – herrlicher Sonnenschein, wohl etwas kühl und etwas steifer Brise. Jetzt schon das Rennrad für den Winter einzumotten wäre schade. 7 Treffen sich auf dem Gemeindehausplatz, auf dem reges Treiben herrscht, Einweihungsfest. Mitten drin besammelt sich die VCR-Gilde für ihre Samstag-Ausfahrt.

Die Gruppe erfährt eine weitere Auffrischung. Björn nimmt nach längerer, geschäftlicher Abwesenheit, wieder an einer Ausfahrt teil. Nina bringt Freundin Johanna, mit nagelneuem Fahrgerät, zur Ausfahrt mit. Die weiteren Teilnehmer: Hansjörg, Martin, René (Gysin), Kurt. Die vorgesehene Route: Riehen-Dornach-Aesch-Therwil-Leymen-Liebenswiller-Oltingue-Wolschwiller-Therwil-Dornach-Riehen.

Mit der Bise im Rücken geht es flott voran. Zum Glück liegen unter den gefallenen Blätter keine grösseren Hindernisse (e.g Steine). Hindernisse gab es leider in der Form der erhöhten Bordkante des Radweges von Aesch nach Ettingen, was leider zu einem Sturz führte. Glücklicherweise ohne gravierende Auswirkungen. Vor wenigen Jahren neu gestaltet, hat man die ansatzlose Rinne mit einer Bordkante versehen. Die Planer wohl keine praxisnahen Radfahrer. Viel Geld ausgegeben, obwohl eigentlich im Kanton BL Sparen angesagt wäre…. (Kommentar von einem in BL wohnenden Mitglied).

Der ‚Liebenswiller‘ bringt uns , trotz der kühlen Temperatur, ins Schwitzen. In Bettlach resp Oltingue verabschieden sich Björn und etwas später auch René. Das Museums-Beizli in Oltingue geschlossen. So fahren wir Richtung Wolschwiller weiter und geniessen den Rundblick im hinteren Leymental. Die Farben der umliegenden Wälder eine Pracht. Im herrlichen Sonnenschein, einfach schön!

Die dezimierte Gruppe gönnt sich, in der Wirtschaft Heyer, Biel-Benken, einen kurzen Trink-Halt. Über die Kalorienzufuhr schweigt des Sängers Höflichkeit. Einem möglichen Hungerast hat man vorgebeugt… Ein Gast fühlt sich mit dem VCR verbunden (Besuch mit dem VCR am 6-Tagerennen in Zürich, vor ein paar Jahren) und lässt Grüsse ausrichten, insbesondere an Werni Bär.

In Therwil verabschiedet sich Kurt von der Gruppe. Die Strecke nach Riehen hat er bereits mit der Fahrt zum Treffpunkt zurückgelegt. Zurückgelegte Distanz: 75 km. Die Vorfreude für den kommenden Samstag: Das Wetter soll, nach wie vor, schön bleiben, bei etwa gleicher Temperatur…

Gentlemenausfahrt 24.10.2015

Von René Altorfer

Es war ein illustres Grüppchen, welches sich um 13:00 beim neu gestalteten Gemeindeplatz einfand. Wobei sich der Schreiberling die Bemerkung nicht verkneifen kann, dass sich die Umgestaltung dieses Platzes in engen Grenzen gehalten hat…

Umso schöner gestaltete sich dieser schöne Herbsttag, an dem sich wohl alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ganz speziell aufs Radfahren gefreut haben. Mit Schreiberling René, Tageschef Hansjörg, Heinz, Mike und den beiden charmanten Damen Nina und Isabelle waren 6 motivierte Fahrer bereit zum Abflug als ein doch eher seltener Gast in der Person von Andreas Sidler noch dazu stiess! Willkommen in der Gruppe und los ging‘s!

Bei strahlendem Herbstwetter und föhnig warmen Temperaturen wurde bald allen – ausser dem Schreiberling in Kurz – bewusst, dass Langarmtrikots, lange Hosen und Jacken wohl bei knapp 18 Grad nicht die richtige Kleiderwahl waren, und es wurde selbst auf der gemütlichen Anfahrt nach Kandern ordentlich geschwitzt. Danach dirigierte uns Hansjörg hoch nach Endenburg, und das Feld erfuhr die übliche Zerstückelung. Auf der Endenburger Höhe angelangt haben wir uns alle wieder gesammelt und liessen uns vom fantastischen Blick auf die Alpenkette betören, welche zum greifen nach, und doch so fern war. Noch eine weitere, kurze Steigung hoch nach Lehnacker sollte es werden, bevor wir uns auf der Panoramaterrasse des Restaurants beim Dorfeingang mit Schorle, Kuchen und Aussicht vergnügen wollten.

«Geöffnet ab 17:00» – stand dort. Der Schreiberling schlug deshalb vor, via Eichholz direkt nach Wieslet abzufahren und dort im Maien einzukehren. Die Abfahrt eröffnete immer wieder fantastische Blicke auf die Alpenkette und herbstgoldenen Wälder, aber leider öffnete auch der Maien seine Tore erst ab 16:00… Also versuchten wir es schliesslich im Landrestaurant Hirschen, oberhalb Weitenau – und hatten schliesslich Glück. Im wunderschönen Garten liessen wir uns Schorle und feine Kuchen schmecken. Hansjörg war von der Szenerie dermassen euphorisiert, dass er spontan entschloss uns einzuladen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Gestärkt und gut gelaunt nahmen wir die verbleibende knapp 20 km lange Rollpassage in Angriff und befanden uns flugs in der Langen Erlen, wo sich alle munter und zufrieden voneinander verabschiedeten.
Es war eine fantastische Tour – 65 km purer Genuss. So darf der Herbst noch lange bleiben!

Gelungener Start zum Hallentraining

Von Kurt Kaiser

Guter Aufmarsch und gelungener Start zum Hallentraining, unter Leitung von Cynthia Burri.

Gentlemenausfahrt 17.10.15 – Kurz und heftig

Von Urs Zwahlen

Grau in Grau, 8 Grad, die Wetterapps zeigen Tropfen an und zuhause wartet die liegen gebliebene Hausarbeit. Motivation zum Velofahren nicht eben hoch. Da Kurt den VC Riehen an der 1. Präsidentenkonferenz von Swiss Cycling in Grenchen vertritt, bleibt mir nichts anderes übrig, als in die Veloklamotten zu steigen und ins Dorf zu fahren. Vielleicht habe ich Glück und keiner unserer Velofreaks hat Lust aufs Radeln. 13.00 Uhr Dorfplatz – Pech gehabt – mit René Geiser und Martin Schmutz finden sich zwei Unentwegte in Vollmontur zur Mitfahrt ein. Nicht ganz – René wollte sich bei Florian spontan noch mit Winterhandschuhen ausrüsten, doch weil seine Grösse nicht an Lager ist, erscheint er mit Kurzfingerhandschuhen. Wir beraten uns kurz über die zu fahrende Tour und machen uns auf Richtung Grenzach, Herten und Degerfelden. Es ist kühl, aber nicht unangenehm. Vor allem aber fallen einem die noch immer wunderschönen satten Farben der in den Gärten und auch am Strassenrand blühenden Blumen auf. Auch Bäume und Sträucher tragen ihre schönsten Kleider und die Heidelbeerstauden leuchten in kräftigem Rot. Der Herbst kann auch bei diesigem Wetter sehr schön sein.

Unsere Tour führt uns hoch nach Minseln, wo wir rechts nach Nordschwaben abbiegen. Nach dem Steilstück ausserhalb des Ortes machen wir eine kleine Trinkpause. Aufgrund der sich anschlagenden Brillengläser ist es naheliegend, über die nicht mehr vorhandene Sehschärfe im Alter zu diskutieren. So erfährt man einiges über den grauen Star und eingepflanzte Linsen. René ist froh, den angeblich letzten Hügel hochgekommen zu sein. Nach der Abfahrt Richtung Schopfheim rollen wir nach Maulburg und entscheiden spontan, nochmals hoch, nach Adelhausen zu fahren. Von dort hinunter nach Ottwangen und nochmals eine kleine Steigung hoch zur Kreuzeiche. In Anbetracht, dass die Tour als flach ausgeschrieben worden ist, machen wir einige Höhenmeter. Von Inzlingen hoch auf den Rührberg kämen noch einige dazu - René ist nicht unglücklich, dass es zu tropfen beginnt. So fahren wir direkt nach Riehen und kommen so, zufrieden, etwas für die Gesundheit und vor allem fürs Gemüt gemacht zu haben, auf 50 Km. Die Hausarbeiten wären infolge fehlender Motivation eh nicht erledigt worden…

Gentlemenausfahrt 10.10.2015

Von Kurt Kaiser

Der Hochnebel ist heute zäh. Kein Durchkommen der Sonne. Temperatur etwas kühl. Es finden sich 7 Unentwegte auf dem Gemeindehausplatz ein. Darunter erfreulicherweise auch Nina, welche vor 2 Wochen eine Schnupperfahrt absolvierte. Vorgesehen ist eine Fahrt ins Baselbiet – Kaiseraugst-Olsberg-Magden-Buus-Hemmiken-Wegenstetten-Möhlin.

Ein kurzer Stopp bei der Schleuse in Birsfelden. Unser Medienverantwortlicher, Bruno, will noch ein Gruppenbild. Eine englischsprechende Joggerin unterbricht ihren Lauf, um das Bild zu schiessen. Dass sie froh sei, einen Zwischenhalt einzulegen, nehmen wir ihr nicht so richtig ab. Am Olsberger Kloster vorbei, fahren wir ins Dorf Olsberg. Urs erklärt die Gegend, resp. Baselbiet. Ein Olsberger, der just in dem Moment aus dem Hause tritt, als die Bemerkung «Baselland» fällt klärt uns mit einem Zuruf auf, dass wir im Aargau sind. Diese Spontanität bringt uns zum Lachen. Zugegeben, die Grenzverhältnisse sind in und um Olsberg eher schwierig. Auf Wikipedia ist nachzulesen: «Olsberg ist in doppelter Hinsicht zweigeteilt. Der Bach, der in nordwestlicher Richtung durch das Dorf fliesst, ist gleichzeitig die Kantonsgrenze. Der kleinere Dorfteil im Süden, auch ‹Ländli› genannt, gehört zur Gemeinde Arisdorf im Kanton Basel-Landschaft. Der nördliche aargauische Dorfteil liegt am Fusse des 469 Meter hohen Schönenbergs», So jetzt wissen wir es.

Hinein in die Steigung Schönenberg, Richtung Magden. Nicht lang, aber teils ruppig. Auf der Höhe eher bekannt, der Dornhof. Entsprechend die Abfahrt steil hinunter nach Magden. Daselbst ein unfreiwilliger Stopp. Markus beklagt einen Plattfuss. Einige finden «wir fahren voraus». Der «Alte» hätte es eigentlich auch eher gemütlich gemocht. So bleibt nach der Schadensbehebung nur das «Nochbloche». Die beiden Steigungen hinüber nach Hemmiken und Wegenstetten sind nicht Ohne. Der kleinste Gang wird aufgelegt. Von nun an geht es nur abwärts, was bei der kühlen Witterung nicht nur reines Vergnügen ist. Baustellen in Möhlin und Rheinfelden halten uns verschiedentlich auf oder zwingen uns zu einem Umweg. Die kühle Witterung bewirkt, dass wir auf einen gemütlichen Abschlussdrink verzichten. Anstatt dessen verabschiedet sich Kurt, in der Hard, Richtung Pfeffingen, während die Anderen die Heimfahrt nach Riehen antreten. Es ergeben sich ca. 80 resp. 95 km.

Ein grosses Lob an Nina. Sie hat bei der ersten Ausfahrt, im Kreise des VCR, eine formidable Leistung abgeliefert. Das schürt hoffentlich den Hunger auf mehr…

Gentlemenausfahrt 03.10.2015 – «Altwyyber-Summer»

Von Kurt Kaiser

Was für ein herrlich Tag für eine Radtour. Auf dem neu erstellten Gemeindehausplatz sitzen auf den Stufen, bei Sonnenschein, die Unentwegten Urs, Mike, René, Jean-Claude und Kurt. Eigentlich sollten wir Zuwachs bekommen. Wir warten einige Zeit, doch Nina, kreuzt nicht auf, obwohl sie begeistert verlauten liess, sie werde kommen. Nina, hatte sich vor einer Woche im Rahmen der Bewegungswoche Basel resp. ‚gsünder Basel‘, beim VCR gemeldet. Einige Fragen wurde seitens der lieben Kollegen aufgeworfen, ob der ‚Leiter‘ vom vorigen Wochenende, die Teilnehmerin wohl eher abgeschreckt hätte. Wenn die faulen Sprüche nicht wären, es wäre langweilig. So gibt es doch immer wieder einiges zum Lachen.

In Abwesenheit von Nina, haben wir die Tour über den Gempen, welche speziell für sie geplant war, abgeändert und für einen anderen Tag vorgesehen. Anstatt dessen nahmen wir die Strecke Steinen-Schopfheim-Wieslet-Scheideck-Kandern unter die Räder. Das schöne Wetter und die angenehme Temperatur brachte es mit sich, dass insbesondere entlang der Wiese einige Leute unterwegs waren. Die Strecke meisterten wir dennoch in flotter Fahrt und ohne Zwischenfall. Urs stellt seine Tempofestigkeit unter Beweis und auch René ist sich für die Führungsarbeit nicht zu schade. Was ein neues Velo alles ausmacht…

Geschlossen fahren wir hoch zur Scheideck. Der ‚Alte‘ soll angeblich immer schneller gefahren sein. Auch so kann man seine Gegner beeindrucken. Jedenfalls kam keine Attacke. Dass er auf dem letzten Zack gefahren ist, muss man ja nicht unbedingt verraten…

In Kandern gönnten wir uns einen gemütlichen Zwischenhalt. Auf der Terrasse, beim Italiener, genossen wir den herrlichen Sonnenschein und ausgezeichneter Kuchen. Gestärkt nahmen wir die Rückfahrt nach Riehen unter die Räder. War der Aufenthalt in Kandern zu lang? Jedenfalls konnte eine Abmachung unter den Kollegen nicht mehr eingehalten werden, Kurt auf dem Weg nach Pfeffingen zu begleiten. Es sollen ja auch noch familiäre Verpflichtungen eingehalten werden. René lässt es sich nicht nehmen, noch bis Münchenstein mitzufahren.

Es ergeben sich in etwa 60 Km für die Einen und 90-95 Km für die beiden Anderen. Eine wahrhaftig ideale und sehr schöne Ausfahrt.

Ein Missgeschick von Nina, beim Pumpen des Vorderrades verhinderte leider das Mitfahren, anstatt dessen gab es für sie den Gang zum Velomech resp. Florian. Anschliessend liess sie es sich nicht nehmen, trotz dem Pech, den Gempen zu erkunden. Der Aufstieg soll nicht so schwer gewesen sein, wie man ihr erzählte. Da gäbe es noch den Aufstieg von Dornach nach Hochwald…

Bewegungswochen-Gentlemenausfahrt 26.09.2015

Von Kurt Kaiser

Unter dem Motto «Gsünder Basel» wurden die Bewegungswochen ausgeschrieben. Seitens des VC Riehen hat man sich entschlossen, ebenfalls «Lektionen» ins Programm aufnehmen zu lassen.

Die MTB-Abteilung mit mehreren Daten für Erwachsene, wie auch für Jugendliche. Geleitet wurden die Lektionen seitens Mauro und Marco Bisonni. Ebenfalls wurde für Rennvelofahrerinnen und Rennvelofahrer ein Datum ins Programm aufgenommen, Samstag 26.09.2015.

Die grosse Frage: Wird sich jemand für das Radvelofahren interessieren und sich melden? Im MTB-Bereich hat sich 1 Person gemeldet und die Ausfahrt hat Anklang gefunden. Rennvelo – Wie viele Personen werden erscheinen, war die grosse Frage und was für Kenntnisse haben sie? Vorbereitung auf das was kommen möge ist unerlässlich. Also mal die wichtigsten Punkte notiert, wie Begrüssung/Eigene Einschätzung/Ausrüstung Fahrrad/Bekleidung/Verpflegung/Fahrverhalten.

Am Vorabend meldet sich eine Dame. Schön, dass sich doch jemand meldet. Samstag Gemeindehausplatz, es erscheint Nina, die sich angemeldet hat. Mein Spickzettel kann ich in der Trikottasche belassen. Sie erscheint gut vorbereitet. Rennvelo in bestem Zustand, Kleidung einwandfrei, in Anbetracht der Temperatur in «lang», mit Getränkebidon und auch ein Verpflegungsriegel in der Trikottasche. Offenbar sportlich versiert, aus der Marathongilde kommend. So können wir, ohne weiteres Gerede, die Ausfahrt in Angriff nehmen. An ihrer Position auf dem Rad gibt es nichts zu bemängeln. Kein Wunder, schliesslich hat Florian sie beraten und bedient. Mit dem herrlichen Herbstwetter war die Ausfahrt ein Vergnügen. Bei der Fahrweise und der Sportlichkeit von Nina liegt da noch weit mehr drin, als nur eine Ausfahrt nach Kandern. Der Gempen ist eines ihrer nächsten Ziele…

Das Rennvelofahren dürfte ihr sicher noch viel Spass und Freude bereiten.

Feldberg by fair means

Von Patrick Hetzel

Für unsere 4. grössere MTB Tour 2015 hatten wir uns vorgenommen am WE 22./23.8. Rainers Idee einer kleinen bergradfahrerischen Pioniertat umzusetzen: Mit dem MTB von Riehen aus auf den Feldberg und zurück und nebenbei wollten wir quasi als Erst-Befahrung die wichtigen 4-Eintausender des Wiesentals in 2 Tagen «überfahren».

Zusätzlich planten wir uns «by fair means» zu bewegen, also auf künstliche Hilfsmittel wie Lastenträger, Fixseile und zusätzlichen Sauerstoff zu verzichten und alles Gepäck und Materialen selbst im Rucksack mitnehmen.

Die Wettervorhersage war bis auf ein paar Wölkchen am Sonntag-Nachmittag ausgezeichnet und so starteten um 6.30 Uhr am Dorfplatz Riehen 4 hochmotivierte VCR-MTBler und 3 Gastfahrer. Über den Maienbühl ging’s der Ostvariante des Westwegs folgend über Adelhausen, Hohe Flum (536 m ü. M.), Schweigmatt, Hohe Möhr (983 m ü. M. mit Turm über 1000 m ü. M.!) zum Weissenbachsattel, wo wir in der romantischen, 2 Meter neben der Motorrad-Hauptroute gelegenen, Pass-Beiz eine kurze Mittagspause einlegten. Danach auf herrlichen trails vorbei am Hochkopf übers Präger Eck auf den Blössling (1309 m ü. M.) und nach rassiger Abfahrt weiter über den berüchtigten Wiesentrail (Steigung bis gefühlte 50%) durch die Südwand des Herzogenhorns bis auf den Gipfel (1415 m ü. M.).

Von da aus war’s nur noch ein Katzensprung über den Feldbergpass und 2-Seen-Blick zum Windgfällweiher. Dort hatten wir unser Tagesziel erreicht, wechselten ins Badeoutfit, kühlten uns im herrlich frischen See und trafen Mauro, der aus gesundheitlichen Gründen nur per Auto in den Südschwarzwald reisen konnte. Nach Schwarzwälder-Kirschtorten-Apero ging’s weiter ins Hotel Peterle in Falkau, wo wir nach Duschen, Dampfbad und Sportschau (Auswärtssieg SC Freiburg!) einen sehr gemütlichen Abend mit wunderbarem Essen verbrachten.

Bei zunächst weiterhin optimalem Mountainbike-Wetter und Bodenbedingungen ging’s dann Richtung zurück in die Heimat. Über den Feldberg (1493 m ü. M.) «flogen» wir praktisch zum Notschrei, weiter über herrliche Wald- und Wiesentrails zum Fuss des Belchen und über die Nordseite Richtung Gipfel. Nach der einzigen längeren Tragepassage der Tour konnten wir radelnd gerade noch den Gipfel erreichen, bevor wir uns vor einem kurzen Unwetter ins Belchenhaus retten mussten. Unwetter zum richtigen Zeitpunkt!

Genauso rasch wie das Unwetter gekommen war, verzog es sich auch wieder und so blieb uns kaum Zeit den leckeren Kuchen und ca. 5 Liter Johannisbeerschorle, Spezi und Kaffee zu uns zu nehmen bevor wir weiter konnten. Den auf die Belchen-Abfahrt folgenden trail-Abschnitt von Kreuzweg bis Eggerten darf man ohne geringste Übertreibung als einen der 3 Top-trails der Region bezeichnen, für manche (incl. mir) ist es DER single-trail (z.T. knapp an der 2m-Grenze!): mehr als 5km, z.T. wurzlig überwiegend aber flowig und leicht abschüssig: Mountainbike @ its best ! Und so wundert es nicht, dass wir alle breitest grinsend und leicht berauscht vom Eggerten Pass aus den letzten Tausender der Tour, den Blauen (1165 m ü. M.), locker pedalierend unter die Räder nahmen. Statt der gewohnten tollen Aussicht von unserem «Hausberg» kündigten dunkle Wolken aber den nächsten Regen an. Nach der rassigen Abfahrt begleitete uns dann ab Kandern ein stetiger Regen auf unserem Weg über den Roten Rain-Nebenau-Burg Rötteln nach Riehen.

Durchnässt, aber vor allem happy über unsere Erst-Befahrung aller grossen 4-Tausender des Wiesentals in 2 Tagen erreichten wir Riehen am frühen Nachmittag.

Dabei waren: Bernd Klein-Reesink (VCR, bis Weissenbachsattel), Thomas Wolff (Gast aus Basel, bis Feldbergpass), Rainer Büchele (VCR), Andreas Zeller (VCR), Alberto Montironi (Gast aus Riehen), Claude Mettler (Gast aus Riehen), Patrick Hetzel (VCR, Bericht), Mauro Bisonni (VCR, technical und psychological support).

Dem VCR einen herzlichen Dank für das Abendessen-Sponsoring für die Mitglieder!

Daten
Tag 1 82.9 km / 2715 hm
Tag 2 83.3 km / 2029 hm

Gentlemenausfahrt 05.09.2015 – Wettergott hat Erbarmen

Von Kurt Kaiser

Auch wenn die Temperatur nach den doch heissen Tagen stark gefallen ist, ist uns der Wettergott gut gesinnt. Es ist kein Regen angesagt. Mit der Temperatur von um die 18 Grad lässt es sich gut fahren. René Geiser erscheint mit einem neuen ‚Teil‘ und überrascht alle. Seine neue Errungenschaft, ein «Merckx», sieht sich ausserordentlich gut an. Wir können uns wohl auf Etwas gefasst machen. Martin, Urs, Mike, René und Kurt beschliessen, die Richtung nach Rheinfelden, Magden, Buus, Gelterkinden unter die Räder zu nehmen. Ist es die gute «Form» oder der Rückenwind, dass wir recht flott vorankommen? Spätestens in der Steigung von Buus, hinauf zur Buuseregg ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Der Aufstieg kurz aber heftig. Jeder kämpft für sich. René will den Vorteil seines neuen Fahrgerätes unter Beweis stellen. War der Einstieg in die Steigung vielleicht doch etwas zu flott? Der Puls stieg bei jedem sicher in den oberen Bereich. In der rasanten Abfahrt werden wir in Rickenbach durch ein Lichtsignal jäh gestoppt. Schade, aber zumindest fuhren wir sehr geziemt durch den engen Dorfkern. Der Himmel verdunkelt sich. In Gelterkinden vereinzelt leichte, feine Tropfen. Kommt jetzt doch noch Regen? Hielt uns diese Unsicherheit davon ab, noch das Oristal, die Bührerhöhe, zu fahren?

Der Regen kam nicht. Dafür kämpfen wir uns, zumindest der Führende, im Gegenwind voran. Ein Merckx-Rennrad unter seinem «Hinterteil» zu wissen, beflügelt offenbar. René fährt eine lange Session in den Wind hinein. Da hat keiner etwas einzuwenden. Hoffentlich hält dieser Enthusiasmus auch weiterhin an… Ein gemütlicher Hock soll auch heute nicht fehlen. Wir beschliessen, in die «Rossbolle-Beiz», resp. Crazy Horse, auf der Pferderennbahn Schänzli zu fahren. Mike kündet die Übernahme der Kosten an. Er ist ein Jahr älter geworden. Gratulation und herzlichen Dank.

Bei der Wegfahrt vom Schänzli verdunkelt sich der Himmel. Werden wir doch noch von oben begossen und für unseren Stopp im Beizli, mit Sonnenschein, bestraft? Ob es jedem noch trocken bis nach Hause gereicht hat, ist nicht bekannt. Bei der Verabschiedung war dies noch der Fall. Gefahrene Strecke: 65 km.

Bergzeitfahren Rührberg 13.08.15

Von Lucius Humm

Nachdem die beiden letzten Rennen aufgrund von Nässe und Hitze ausgefallen lassen werden mussten, fand am Donnerstag, 15. August der dritte Lauf der MTB Clubmeisterschaft statt. Wie im Jahr davor ging es vom Start beim Hagenbacher Hof gute zwei Kilometer und 160 Höhenmeter hinauf zum Ziel beim Modellflugplatz auf dem Rührberg.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte (ohne Gewähr) wurde bei einem Clubrennen mit zwei Computern die Zeit gemessen. Ich am Start — Marco oben im Ziel. Kurz vor dem Start wurde es dunkler und dunkler, von Westen zogen die ersten Regenwolken auf und bald darauf fielen die ersten Tropfen. Als die Teilnehmer etwas nach 19:30 Uhr beim Hagenbacher Hof eintrafen, musste daher unverzüglich gestartet werden. Nach telefonischer Absprache mit Marco im Ziel war die Zeitnahme bereit, der Countdown wurde auf 30 Sekunden gestellt und gestartet.

Als erstes startete Mauro Bisonni, im Ein-Minuten-Takt gefolgt von den mit längerer Wartezeit stetig nässer werdenden Konkurrenten Rafa Dias, Jonas Fast, Andreas Zeller, Kai Amrein, Sven Schulzke und Daniel Landmann.

Zuerst im Ziel war Andreas mit einer guten Zeit von 10:50. Als Zweiter gestartet und als Zweiter angekommen ist Rafa (13:47) — dicht gefolgt von Kai, der seine letztjährige Zeit um 14 Sekunden verbessern konnte. Danach fuhr Sven (aktueller Leader im Gesamtklassement) mit 10:13 über die Ziellinie, gefolgt von Jonas (13:26), Daniel mit der Streckenbestzeit von 9:52 und anschliessend Mauro mit 17:06.

Zurück in Riehen genossen wir beim anschliessenden Grillieren in Patrick's Garten das gemütliche Beisammensein mit feiner Grillade und grossartigem Salat- und Kuchenbuffet. Danke Patrick!

Daniel Landmann bei der Zieleinfahrt zum Streckenrekord mit leichter, wetterbedingter Unschärfe 😎

Rangliste Bergzeitfahren Rührberg, 13.08.2015

Rang Name Handicap Zeit n. Handicap Punkte
1 Sven Schulzke 00:00:30 00:10:13 00:09:43 20
2 Daniel Landmann 00:00:00 00:09:52 00:09:52 15
3 Kai Amrein 00:00:30 00:10:52 00:10:22 10
4 Andreas Zeller 00:00:15 00:10:50 00:10:35 5
5 Jonas Fast 00:00:30 00:13:26 00:12:56 4
6 Rafa Dias 00:00:00 00:13:47 00:13:47 3
7 Mauro Bisonni 00:00:45 00:17:06 00:16:21 2

Aktuelles Gesamtklassement

Emmental Rundfahrt 25.07.2015

Von Kurt Kaiser

Warum denn in die Ferne schweifen? Ja, die Frage ist sicher berechtigt. Doch, die Fahrt im und um das Emmental begeistert schlicht weg. Dies nicht nur Fahrer vom VCR. Nein, aus der ganzen Schweiz kommen Velorennfahrer und Biker, um diese wunderbare Gegend zu erfahren und zu erleben. Wer nicht nur Augen auf den Strassenbelag oder das Hinterrad des Vordermannes hat, kann sich an vielen wunderbaren Ausblicken verschiedenster Art ergötzen. Schöne alte Bauernhöfe, mit einer Blumenpracht geschmückt, die entzücken. Gepflegte Blumen und Gemüsegärtchen, alte sehenswerte Heimetli, die Landschaft, verkehrsarme Nebensträsschen. Was will man noch mehr.

Nach den sehr heissen Tagen konnte die Rundfahrt bei idealer Temperatur gefahren werden, um die 20 Grad. Der Ausläufer des Sturmtiefes ‚Zeljko‘ fegte die drohenden Gewitterwolken Richtung Ostschweiz und machte sich allerdings durch einen böigen starken Wind unangenehm bemerkbar. Einziger Wermutstropfen, die grossen Berge wie Eiger, Mönch und Jungfrau liessen sich nicht blicken. Sie waren noch in Wolken gehüllt.

Am Startort in Koppigen fanden sich um 8 Uhr einige VCR- und Gastfahrer ein. Nebst Urs, Peter, Kurt, Mike auch Tobias und Gianni (Teilnehmer der VCR-Ferienwoche), Volker und Sabine. Die ersten Kilometer wurden in gemütlicher Fahrt abgespult. Man hatte sich ja einiges zu erzählen. In Wynigen verabschiedeten sich Peter, Tobias, Gianni und Sabine. Sie wollten die lange Strecke von 150 Km fahren (Haupthindernisse Fritzenfluh und Schallenberg, total 20000 Hm). Die Restlichen der Truppe begnügten sich mit der 120 Km Strecke und 1500 Höhenmeter). Eine immer noch recht fordernde Strecke, je nach gefahrenem Tempo. Ab und an wurde die Grenze des Ertragbaren erreicht, dies die Meinung des ‚Alten‘. Vorbildlich blieb die Gruppe zusammen und man orientierte sich auch nach hinten. Volker opferte sich uneigennützig, um dem ‚Leidenden‘ mit seinem breiten Rücken Windschatten zu geben und den Anschluss zur Gruppe zu halten.

Die Stopps an den Verpflegungsorten waren sehr willkommen, gut organisiert und mit ausreichender Verpflegung und Getränke versehen. Die Eindrücke der Fahrt liessen sich kommentieren und kurze Gespräche und Sprüche mit anderen Teilnehmer austauschen.

Verbesserungsfähig wäre sicherlich das taktische Fahrverhalten im böigen Seitenwind, so die Meinung des ‚Alten‘. Mit einer Gruppe von 4 Mann sollte das Staffelfahren möglich sein, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern, insbesondere auf den verkehrsarmen Nebenstrassen. Mit dem vorhandenen Platz zum rechten Strassenrand wurde es ab und zu recht eng.

Die 150Km-Gruppe kam auch gut über die Runde. Gegen Schluss der Fahrt machte der böige Seitenwind recht Mühe, die Gruppe zusammen zu halten. Oder wurden die Anforderungen, bei den herrschenden Verhältnissen, etwas unterschätzt? Begeistert über die schöne Fahrt waren sie alle mal.

Einmal mehr war diese Emmental-Rundfahrt ein Erlebnis. Die Landschaft, Die Bauernhöfe, die Blumen wahrlich eine Augenweide.

Bild: RV Ersigen

Rennbericht Argovia Cup Langendorf 18.07.2015

Von Daniel Landmann

Nach zwei Enduro Rennen im April und Mai, die im Rahmen der französischen Cannondale Enduro Tour ausgetragen wurden, war es nun wieder einmal höchste Zeit ein Cross Country Rennen auf heimischen Boden zu fahren. In der Vorbereitung mischten sich jedoch auch der ein oder andere Zweifel unter die Zuversicht und Vorfreude. Es war für mich nun doch ein gutes Jahr seit der letzten Veranstaltung dieser Art vergangen. Egal; Velofahren verlernt man ja nicht.

So startete ich also am vergangen Samstag am Argovia Cup in im solothurnischen Langendorf. Die Strecke war durchaus attraktiv und mit gewissem technischen Anspruch versehen, wurden dort doch am nachfolgenden Sonntag die XC Schweizermeisterschaften ausgetragen. Nach der Streckenbesichtigung reihte ich mich am hintersten Ende des 34 Mann zählenden Feldes ein.

Nach dem Start ging es auf eine erste kurze Schlaufe bei der sich auf der Start/Ziel Geraden bereits ein übler Sturz ereignete. Ich war glücklicherweise nicht darin involviert und den betroffenen Mitstreitern ist dabei nichts Ernstes passiert, so wurde das Rennen unbeirrt fortgesetzt. Die Strecke schlängelte sich durch den Wald und über Wurzeln jeglicher Couleur mal an einem Bach und mal an Waldwegen entlang. Kleine, grosse, Längs-, Quer- und Diagonalwurzeln, alle waren sie in Hülle und Fülle vorhanden. Durch den vormittäglichen Regen war die Strecke dann doch recht knifflig. Sowohl in der Abfahrten als auch in den Anstiegen wurde einiges an Fahrkönnen verlangt, um den Parcours schnell zu umrunden.

Das Fahren machte riesigen Spass und so konnte ich wider Erwarten Fahrer um Fahrer kassieren und mich vorarbeiten. Auch in den künstlich angelegten Hindernispassagen (quergelegte Baumstämme) konnte ich Zeit auf Mitstreiter gut machen, die eine „chicken line“ wählten. Der freudige Vortrieb wurde von einem sich in der 4. von 5 Rennrunden ankündigenden Wadenkrampf jäh gebremst. Die Erwartungen an das eigene Rennen wurden sofort von „Mittelfeld“ auf „bloss nicht überrunden lassen“ zurückgestuft. Zu Unrecht, der Krampf verschwand und ich konnte auch die letzte Runde zügig zurücklegen. Nach 1:22:12 kam ich als guter 10. überrascht aber nicht minder erfreut ins Ziel.

Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden und werde dieses Jahr sicherlich noch das eine oder andere XC Rennen in der Region unter die Räder nehmen.

Bild: Melid Bildlik

Gentlemenausfahrt 18.07.2015

Von Urs Zwahlen

Nachdem wiederum hohe Temperaturen vorhergesagt worden sind, beschliessen wir, den Start auf 09.00 Uhr vorzuverlegen. Wie schon fast üblich, ändert sich jedoch das Wetter auf den Samstag. Dunkle Wolken hängen am Himmel, weshalb die diversen Wetterapps eifrig konsultiert werden. Nach kurzer Rücksprache mit Kurt, dessen Meldedienst als einziger Regen just auf 09.00 Uhr vorhersagt, bleiben wir beim Startzeitpunkt 09.00 Uhr. Mit Martin, Mike, René G., Kurt und Urs schauen fünf Fahrer sorgenvoll zum Himmel - aus dem es pünktlich zu tropfen beginnt. So wird kurzerhand beschlossen, die Fahrt auf 13.00 Uhr zu verschieben. Der Himmel lockert sich um diese Zeit tatsächlich auf und die Strassen sind grösstenteils wieder trocken. Leider kann Mike nachmittags nicht mehr teilnehmen.

Aufgrund der vermutlich nach wie vor nassen Waldpartien, ändern wir unsere Pläne und fahren über Grenzach, Herten, Minseln, Adelhausen und Maulburg nach Wieslet. Dort entschliessen wir uns über Tegernau nach Sallneck hochzufahren, was insbesondere Kurt und René sehr erfreut. Schlussendlich problemlos erreichen alle den Kulminationspunkt, von wo es locker hinüber nach Endenburg geht. Die Wetterverhältnisse sind mittlerweile ausgezeichnet, entsprechend macht die Abfahrt nach Kandern Spass. Beim Italiener lädt uns René zum Getränk ein - vielen Dank. In zügiger Fahrt rollen wir danach über Hammerstein, Wollbach und Binzen zurück nach Riehen, wo wir, statt einer kürzeren Tour, mit 76 km fast die ursprünglich für heute geplante Distanz erreichen.

Gentlemenausfahrt 11.07.2015 – Und er kann es doch!

Von Kurt Kaiser

Die angebrochene Ferienzeit hilft nicht, die Beteiligung an den Ausfahrten zu erhöhen. In Anbetracht der angesagten 32 Grad Wärme, wurde der Treff auf 09 Uhr festgelegt. Eine weise Entscheidung.

René, Martin und Kurt nehmen die Fahrt Richtung Laufental unter die Räder. Flott geht es der Birs entlang, meist unter dem Tempodiktat von Martin. In Zwingen biegen wir links ab, Richtung Büsserach. Der Anstieg hinauf nach Fehren, angenehm zu fahren. Kurt wollte eigentlich bald mal links hinunter ins Birstal, um die Anstrengung, auf Grund von Einnahme von Antibiotika, in Grenzen zu halten. Viel braucht es nicht, ihn umzustimmen und die Fahrt über Bretzwil nach Seewen mit zu machen. Zu schön ist das Wetter und die zu durchfahrende Gegend. In Duggingen ein kurzer Halt, um eine Erfrischung zu genehmigen. Wir werden im Restaurant sehr aufmerksam und zuvorkommend bedient. In Angenstein fährt Kurt dann definitiv nach links und hinauf nach Pfeffingen, weil René und Martin den Weg zurück nach Riehen nehmen. Für alle schliesst sich somit der Kreis.

Das bemerkenswerte an dieser Tour war nicht die Wärme. Die war ja angekündigt. Vielmehr war es die Tatsache, dass Martin, ohne Temposteigerung, die Ablösungen fuhr! Und er kann es doch! Bravo Martin.

Rundstreckenrennen Waidhof 07.07.2015

Von Balazs Petrusch

Zum vierten Lauf der Clubmeisterschaft 2015 waren insgesamt sechs Fahrer beim Treffpunkt auf dem Waidhof zusammengekommen um bei schwülen, ja fast tropischen Wetterbedingungen die zwei Runden rund um den Waidhof zu absolvieren.

Die Riehener Farben wurden durch Siggi Schörlin, Ralf Ziser, Ben Klenk und Balazs Petrusch vertreten, ausserdem durften wir zwei neue in der Region aber keineswegs unbekannte Rennfahrer, Thorsten Fingerlin vom RSV Rheinfelden und Michael Hensel vom RSC Donaueschingen begrüssen. Schon kurz nach dem Start wurde auf Renntempo geschaltet und auf dem anspruchsvollen, welligen Kurs auch durchs ganze Rennen gehalten. Diesem Tempo mussten zuerst Thorsten und kurz vor Ende der ersten Runde auch Ralf Tribut zollen, wobei hier fairerweise erwähnt werden muss, dass aufgrund von Sturzpech beide an ihrem Formaufbau sind.

In der zweiten Runde machte vermehrt Michael vorne das Tempo und so den drei in der Gruppe noch verbliebenen VC Riehenern, Siggi, Ben und Balazs das Leben schwer. Er zog die Gruppe noch bis zur Zielrampe nach Waidhof ehe er dort links ausscherte um so die Entscheidung der Gruppe zu überlassen. Hier attackierte Balazs — obwohl er nach eigener Aussage nichts mehr in den Beinen übrig hatte — und konnte schnell eine Lücke zu den anderen reissen. Siggi versuchte zwar noch hinterher zu fahren, doch wie er später sagte wurde die Lücke zu Balazs leider nicht kleiner. Ben kam schliesslich als dritter VC Riehener ins Ziel, er hatte an dem Tag, wie er nach dem Rennen bekundet hatte, Mühe mit den schnellen Tempowechseln und konnte deshalb mit der Attacke nicht mitgehen.

Black Forest MTB Marathon Kirchzarten

Von Sven Schulzke

Es wäre an diesem verregneten Morgen wahrscheinlich vernünftiger gewesen, zwei Stunden auf der Rolle zu verbringen, aber wer wusste schon, ob das Rennen nach dem Aussetzen in 2014 künftig weitergeführt wird? Möglicherweise die letzte Chance. Also kurz vor fünf Uhr aufgestanden, um rechtzeitig zum Start in Kirchzarten zu sein.

Bedingungen vor Ort famos: Regen, 12 Grad im Tal; 8 Grad, Wind, Nebel, Regen auf 1200 m. Matschige Forstwege und Singletrails. Immerhin nicht zu heiss. Und definitiv kein Sonnenstich in Sicht.

Die Stimmung am Start war gut und es ging den über 100 Lizenzfahrern und 1500 Hobbyisten (von ursprünglich 2000 gemeldeten Fahrern — wo die 400 wohl alle waren?) über die klassische Black Forest Marathondistanz von 78 km/2100 hm ja auch nicht anders.

Ich versuchte, auf dem etwa 1-stündigen Anstieg direkt nach dem Start vorne dabei zu sein, um die folgenden, windigen Flachpassagen in einer starken Gruppe aus hoffentlich grossen, breiten und führungstechnisch hochmotivierten Fahrern zu verbringen, die mich zumindest teilweise über die folgende Hochebene ziehen sollten. Das klappte auch ganz gut, sodass wir zu fünft die langen Anstiege zum Rinken und Stollenbach in Angriff nahmen, wo die Gruppe dann zerfiel. Arg viel von der Umgebung bekam ich nicht mit, die Brille war innerhalb kürzester Zeit immer wieder zu und die rutschigen Wege verlangten volle Konzentration. Überholen auf Singletrials war aufgrund des Schlamms nahezu unmöglich.

Ich hatte während des ganzen Rennens den Eindruck, zu langsam unterwegs zu sein und fürchtete einen schleichenden Platten am Hinterrad, es lag aber hauptsächlich an der sehr zähen Strecke und dem ganzen Dreck im Getriebe. Der Kette und dem Schaltwerk hab ich nach Ankunft im Ziel meine Hochachtung ausgesprochen, wirklich erstaunlich, was die Armen unter lautem Knarzen ausgehalten haben. Letztlich war alles in Ordnung und ich konnte das Rennen viel besser als erwartet auf Platz 21 von 650 Startern unter den Top 3 Prozent in meiner Altersklasse (81/1608 gesamt) nach 3h 49 min beenden.

Das Foto beschreibt die Erleichterung nach Zielankunft eindeutig. Nächstes Jahr auf ein Neues, hoffentlich bei schneller und trockener Strecke.

Gentlemenausfahrt 27.06.2015

Von Urs Zwahlen

Die von den Wetterapps auch für diesen Samstag vorausgesagte Wetterverschlechterung trifft nicht ein — trotzdem finden sich zur Ausfahrt mit Martin, Urs und Kurt nur drei Fahrer ein. Dieser hat mit dem Aufstieg zur Scheideck eine Strecke mit nicht allzuvielen Steigungen eingeplant. Über Weil und Fischingen geht’s hoch nach Mappach, wo Urs vorschlägt den Weg nach Wintersweiler, Wemlingen, Bamlach und Bad Bellingen nach Schliengen zu neh-men. Wunderschön, aber mit einigen kleinen Steigungen versehen.

In Bamlach durchbricht plötzlich ein spanischer Fluch die Mittagsstille — Kurts Vorderradschlauch ist platt. So ein Schlauchwechsel hat auch immer was Gutes, kann Kurt doch die neu erstandene Kartuschenpumpe testen. Nach Liel folgt mit dem Übergang nach Riedlingen der nächste Aufstieg, gefolgt von der Golfplatzsteigung. Kurt hat grosse Freude… Zur Belohnung lädt uns Martin in Kandern zur Colapause ein. Unbeeindruckt fährt Kurt danach auch über die Scheideck und zum Abschluss noch hoch nach Adelhausen. Die Bedingungen sind herrlich — schöne Strecke, kein Verkehr, dank Wind (welcher nur teilweise gegen uns bläst) angehehme Temperaturen.

So vergisst auch Kurt seinen Vorsatz, heute nicht zu viele Höhenmeter zu machen. Sorry Kurt, aber mit fast 1'000 Metern habe wir diesen Vorsatz durchkreuzt — aber schön war es.

Waldhaus Marathon 2015

Von Sven Schulzke

Dieser Kurzmarathon über 42 km (900 hm) ist jedes Jahr fest im Programm der VCR MTB Gruppe. Es ist eine sehr schöne, abwechslungsreiche und sehr schnelle Strecke. Das erste Drittel hat 3 steile Anstiege im Bereich von 7, 10 und 20 min, im mittleren, welligen Teil wird immer hohes Tempo gefahren, hier braucht man eine gute Gruppe. Im Schlussdrittel, bei insgesamt ansteigendem Höhenprofil mit vielen knackig-kurzen Anstiegen, kommt es nochmal auf gute Reserven an, um seine Gruppe nicht zu verlieren und noch Plätze zu gewinnen.

Neben einigen bekannten Profis waren dieses Jahr etwa 100 Lizenzfahrer und 650 Hobbyfahrer am Start. Wir waren dieses Jahr für den VCR mit 3 Startern dabei: Mauro und Marco Bisonni sowie ich.

Da bei diesem Rennen die Einteilung der Hobbyfahrer in Startblöcke auf freiwilliger Basis und Selbsteinschätzung der erwarteten Fahrzeit erfolgt, gibt es am Start immer ein Riesengedrängel. Viele gruppieren sich zu weit vorne ein, dadurch entsteht sprichwörtlich ein Stau vor dem ersten, verwurzelten Singletrail. Hierdurch kann man bei schlechter Startposition gleich einmal eine Minute verlieren. Alles klar: Es ist wichtig, weit vorne zu starten. Das hatte ich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen aber leider nicht geschafft. Typische Ausreden waren: Langes Warmfahren ist wichtig; nochmal aufs WC muss sein, sonst bin ich zu schwer; Kräfte einteilen und nicht zu schnell angehen, sonst geht man früh ein; es geht nur um den Spass und was macht mehr Spass, als das Feld von hinten aufzurollen? Etc. etc. Ausreden eben.

Für dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, früh im Block zu sein, nach dem Motto: Wer hinten steht, hat schon am Start verloren. So war es dann auch und ich konnte mit Marco erstmals von vorne zügig und ohne Hindernisse in den ersten Singletrail einfahren, wo es abgesehen von zwei kleinen Stürzen vor mir und vielen, von den einer Minute zuvor gestarteten Lizenzfahrern verlorenen Trinkflaschen zwischen den Wurzeln keine grösseren Schwierigkeiten gab. Ich kam gut in Schwung, konnte in den längeren Anstiegen die Leistung abrufen und mich dann einer schnellen Gruppe anschliessen. Nach 1h 39 min war ich wieder im Ziel. Die Strategie war aufgegangen. In meiner Altersklasse belegte ich den 21. von 260 Plätzen und hatte damit mein Ziel, unter die 10% Altersbesten zu kommen, erreicht.

Bei Marco lief es leider nicht wie gewünscht. Nach einem guten Start machten sich seine seit dem Frühjahr immer wieder auftretenden Rückenschmerzen stark bemerkbar, so dass er bald nicht mehr im Renntempo fahren konnte und im Grundlagenbereich ausrollen lassen musste. Mauro konnte sein persönliches gestecktes Ziel nicht erreichen. Er fand keinen Rhythmus, so war es schwierig, am Berg mit einem angemessenen Tempo hochzufahren. Er fuhr die Strecke in einer Zeit von 2h 32 min ca. 10 min langsamer als letztes Jahr.

Insgesamt war es wieder ein gut organisiertes Rennen mit toller Atmosphäre - und das alkoholfreie Bier des Titelsponsors, was es im Ziel auf Eis gibt, war in der schwülen Hitze wirklich genau das Richtige. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, hoffentlich mit noch mehr Startern — und Starterinnen (!) — vom VCR.

Rennbericht Gippingen

Von Ben Klenk

Kurz und bündig (wie auch meine Streckenwahl auf die Light Etappe 40km):

Perfektes Wetter, tolle Strecke, tolles Fahrerfeld – was will man mehr. Zu Beginn recht langsames Tempo – Team Merida 66 macht das „Tempo“. Da wird doch nicht einer heimlich abgehauen sein? Tatsächlich haben die einen Fahrer vorausgeschickt und kontern jeden Angriff sofort ab. Was für ein strategisches Niveau in einem Light – Hobby – Rennen.

Nach 2 Runden à 15 km geht es in die Finale Schleife mit Anstieg Richtung Schlatt – jetzt mit Vollgas. Den Ausreißer rasch eingefangen geht es in die Abfahrt und in Richtung Ziel. Schaue mich um; von wem ist was zu erwarten. Dumm nur, das Team Merida ist mit 3 Fahrern vertreten. Noch 200 m abgewartet; zack – der „breiteste“ der Merida Jungs blockt mich kurz, einer zieht ab. Bis ich vorbei bin hat er zwei Radlängen abstand, die er leider auch bis ins Ziel retten kann.

Trotzdem bin ich mehr als zufrieden mit dem 2. Platz. Mein erstes Podium!!

Übrigens wurde dieses Jahr in Gippingen auch der Schweizer Hobbymeister gekrönt. Bester Schweizer war auf Platz 3 Patrick Müller.

Gentlemenausfahrt 20.06.2015

Von Kurt Kaiser

Der Morgen grau und nass. Die Temperatur stark gesunken. Gemäss Meteo und Radaranimation hört der Regen am späten Vormittag auf. Nachmittags sollte es nicht mehr regnen!? Nur Hartgesottene fahren in kurz.

Florian, Alexander, Martin, Urs und Kurt sind die Unentwegten, welche sich beim Gemeindehaus einfinden. Gemäss Meteo kein Regen? Vereinzelt fallen Tropfen vom Himmel. Da kann es sich nur um Restniederschlag handeln. Auf Grund der nasskalten kühlen Witterung ändern wir die vorgesehene Fahrtroute durchs Wehratal. Stattdessen nehmen wir die Route Rheinfelden-Möhlin-Asphof-Ormalingen-Liestal unter die Räder. Nach Kaiseraugst fahren wir entlang der Autobahn. Sicher richtig bezüglich verkehrsfreiem Weg. Doch der Lärm, von den auf der Autobahn vorbeiflitzenden Autos, wahrlich kein Vergnügen. In Möhlin verabschiedet sich Martin leider bereits von der Gruppe, infolge anderweitiger Verpflichtungen. Schade, so ist er gar nicht dazu gekommen, sein neues Fahrrad richtig einzufahren. Dank einer kurzen Fahrt, beim Sportplatz in Rheinfelden, auf einem Merkelweg, wird er es zumindest liebevoll putzen dürfen. Inzwischen radeln wir in der Sonne, auf dem Radweg, Richtung Wegenstetten. Herrlich nun das Wetter und die Fahrt, ohne jeglichen Verkehr. Geschlossen und in zügiger Fahrt nehmen wir den Anstieg hinauf nach Asphof. Urs überredet die Mitstreiter zu einem Trinkhalt im Asphof. Widerspruch gibt es keinen. Eigentlich wäre ein Halt unter einem Kirschbaum, saisonbedingt, auch nicht zu verachten gewesen.

Von nun an eine Fahrt in den Gegenwind. Spätestens jetzt wird realisiert, dass das hohe Tempo auf der Fahrt Richtung Wegenstetten nicht nur die Ursache einer ‚Sau‘-Form sein konnte. Urs verrichtet, tempofest, ein Grossteil der Führungsarbeit im Wind, dafür ein gebührender Dank. Werden wir für den Trinkhalt im Asphof bestraft? Nach Liestal kommt eine Regenwand auf uns zu. Bis Muttenz, mit steigender Regenintensität, sind wir dann nass. Auf das was uns dann allerdings in der Hard resp. Birsfelden erwartet, hätten wir dennoch gerne verzichtet. Es schüttet, einige Minuten, wie aus Kübeln. Was soll’s, die Fahrt geht weiter. Die Löcher in der Sohle der Rennschuhe lässt das Wasser ablaufen. In Riehen sind die Strassen grösstenteils wieder trocken. Einfach etwas Pech gehabt. Das Vertrauen in Meteo resp. die Radaranimation hat wohl etwas gelitten.

Einig waren wir uns, dass die Ausfahrt toll und schön war. Die Erinnerung daran wird ein jeder spätestens beim Veloputzen nochmals aufleben lassen können. 76 Km. Ca. 510 Hm.

Gentlemenausfahrt 13.06.2015

Von Kurt Kaiser

Nicht Freitag der 13. sondern Samstag der 13., Also hoffentlich ein Glückstag.

12 finden sich zum Treffpunkt um 13 Uhr. Martin, Mike, Christian, Nadine, Heinz, René, Alexander, Jean-Claude, Florian, Manfred und Kurt. Das Wetter etwas durchzogen, doch heute steht uns das Glück bei. Im Laufe der Fahrt wird es immer besser, entgegen der ursprünglichen Prognosen von Meteo.

Die Fahrt über das Kraftwerk Birsfelden, der Birs entlang nach Aesch und alsdann Biel-Benken/Leymen bewältigen wir in angemessenem Tourenfahrer-Tempo. Bruno und danach Manfred, Letzterer meint, dass er noch Gartenarbeiten verrichten muss, verabschieden sich von der Gruppe. Die kurzen ‚Hügeli‘ beim Zoll in Rodersdorf und nach Biedertal, in den Wald hinein, werden fast geschlossen bewältigt. Das ändert sich schlagartig mit dem Aufstieg nach Kiffis und hinauf auf den Blochmont. Der Aufstieg von dieser Seite um einiges beschwerlicher, als jener von St. Hyppolite. Der schattenspendende Wald lindert das ‚Leiden‘ in dieser Steigung. Eine Verschnaufpause resp. Halt in Kiffis erübrigt sich, weil die Beiz geschlossen ist. Für die Abfahrt vom Blochmont nach St. Hyppolite ist kein Griff an die Bremse notwendig. Auch verhindert der Gegenwind eine schnellere Talfahrt. In Lutter angekommen holen wir den Halt in der ‚Auberge‘ nach und geniessen die Ruhepause. Gesprächsstoff gibt es einigen. Insbesondere erkundigt man sich für den Gesundheitszustand von Heinz. Wohl auf dem Weg der Besserung, dennoch muss er noch mit Schmerzen am Bein, Achsel und Brustbereich zurechtkommen. Nachts wird er spätestens dann an die Verletzung erinnert, wenn er sich auf die falsche Seite kehrt. Grüsse von Heinz, wie auch Grüsse und Genesungswünsche, von der ganzen Truppe, werden weitergegeben. Heinz revanchiert sich auf seine Art, für die Helferdienste, anlässlich der Pfingstausfahrt, und übernimmt die Getränke-Zeche. Herzlichen Dank!

Die Weiterfahrt Richtung Därwil (Therwil) werden für eine Temposession genutzt. René übt sich, recht erfolgreich, im Aufrechterhalten eines gleichmässigen Tempos. In Therwil verabschiedet sich Kurt in Richtung Pfeffingen. Mit der Anfahrt von Pfeffingen nach Riehen ergeben sich, in etwa für alle, eine ähnliche Kilometerleistung von ca. 95 Km. Florian und Alexander (Haltingen) haben die 100 Km mit Bestimmtheit geknackt.

Fazit: Eine schöne Tour, bei idealen Wetterbedingungen. Toll!

Foto des Jahres 2015

Bergzeitfahren Gempen – Dornach

Von Lucius Humm

Zum dritten Lauf der Clubmeisterschaft 2015 kam leider nur ein mageres Feld von vier Fahrern zusammen. Umso schneller dauerte aber die Verlosung der Startplätze, bei der sich Christian griff, gefolgt von Ben, Gabriel und Siggi. Der Countdown wurde gestartet und die Fahrer machten sich mit dem üblichen Abstand von jeweils einer Minute auf den Vordermann auf den Weg in Richtung Gempen.

Kurt und ich setzten uns ins Auto um die Fahrer zu überholen und uns beim noch vom letztwöchigem BHFM-Rennen vorhandenen Zielstrich zu platzieren. Nur Minuten später sprintete Gabriel Trickes (der seine Zeit von besagtem Rennen) mit 15:05 über die Linie, dicht gefolgt vom 14 Sekunden später eintreffenden Ben Klenk mit 16:29. Gewinner Siggi Schörlin absolvierte die 6.4 Kilometer und 339 Höhenmeter in 15:14 und Christian Stöckli in 21:25.

Rangliste

Rang Name Handicap Zeit n. Handicap Punkte
1 Siggi Schörlin 00:00:19 00:15:14 00:14:55 25
2 Gabriel Trickes 00:00:00 00:15:05 00:15:05 22
3 Ben Klenk 00:00:06 00:16:29 00:16:23 20
4 Christian Stöckli 00:00:26 00:21:25 00:20:59 19

Ausblick

Das nächste Rennen der Clubmeisterschaft findet am 7. Juli 2015 statt: Rundstreckenrennen Waidhof.

Schwarzbuebe Rundfahrt 2015

Von Urs Zwahlen

08.00 Uhr, Parkplatz Gemeindehaus Riehen — schon etwas früh. Ist das der Grund, weshalb sich nur Mike und Urs einfinden? Könnte auch die kühle Temperatur von 16° sein. Wie dem auch sei — die beiden radeln zügig nach Dornach, wo Kurt als Dritter bereits wartet. Der Andrang dort ist auch nicht sehr gross. Wir warten kurz bis 09.00 Uhr und machen uns dann auf zur Schwarzbuben-Rundfahrt.

Nach kurzem Einrollen geht’s vor Grellingen gleich zur Sache — der Aufstieg nach Seewen lässt einem nicht mehr frösteln. Nach Büren und Lupsingen, wo wir festhalten, wie schön unsere Gegend doch ist, kommt gleich der nächste Aufstieg hinüber nach Ziefen. Nach Reigoldswil haben wir mit der Eichhöhe nach kurzer Zeit bereits schon die dritte happige Steigung hinter uns. In gutem Tempo fahren wir weiter über Bretzwil und Nunningen nach Büsserach, wo wir uns am ersten Verpflegungsposten stärken.

Weiter über Laufen und durch das nicht enden wollende Lützeltal über Kleinlützel und Roggenburg nach Lucelle. Mike spürt inzwischen seine Strapazen vom vorigen Wochenende (Jura-Derby, Genfersee- und Neuenburgersee-Rundfahrt) und muss unterwegs abreissen lassen. Dies ist ein guter Grund, in Lucelle eine kurze Trinkpause einzulegen. Leider hatten wir keinen Rucksack dabei, hätten wir doch sonst gleich einen der frisch gebackenen und wohlriechenden Sonntagszöpfe eingepackt. War vielleicht besser so, denn die nachfolgende Steigung(en) hoch hinauf über den Winkel, haben es in sich. Das Wetter hat sich, entgegen den Prognosen, mittlerweile eher etwas verschlechtert — immerhin blieb es trocken. Über Ferrette und Sondersdorf erreichen wir Hippoltskirch, wo wir von zwei Damen am zweiten Verpflegungsposten nett empfangen werden. Nach einer kurzen Plauderei mit ihnen sowie zwei Gümmelern aus Eiken, nehmen wir den Schlussteil in Angriff. Eine letzte Erhebung vor Liebenswiller und danach zügig über Biel-Benken, Ettingen und Aesch zurück nach Dornach, wo wir uns mit Kuchen (Mike muss seinen Speicher mit einer Rauchwurst füllen) belohnen.

Im anschliessenden Gempen-Bergzeitfahren vertreten Gabriel Trickes und Stefan Dubach die Farben des VCR.

Rundstreckenrennen Egringen

Von Lucius Humm

Mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl von elf Fahrern (davon vier Gastfahrer) startete am vergangenen Sonntag der zweite Lauf der Clubmeisterschaft 2015. Beim Rundstreckenrennen Egringen galt es die rund fünfeinhalb Kilometer lange Runde fünf mal zu befahren.

Obwohl von Beginn weg Tempo gemacht wurde kam die Gruppe nach der ersten Runde geschlossen zurück. Dann stieg das Tempo abermals an und die Gruppe wurde zweigeteilt. In der folge musste Kai Amrhein sein erstes Strassenrennen aufgeben – er hatte versucht mitzuhalten, die anderen machten ihm dieses Unterfangen aber nicht gerade leicht. Ab der dritten Runde setzten sich die beiden Gastfahrer Emanuel Müller und Christoph Hirter (beide VC Peloton) ab. Die Rundenzeiten verkürzten sich dabei von anfangs rund zehn Minuten auf unter neun bei der Spitzengruppe.

Die Gruppen blieben dann bis Rennschluss mehr oder weniger die gleichen. Emanuel und Christoph fuhren gemeinsam über die Ziellinie mit einer Zeit von 45:41, mit 1:16 Rückstand folgten Balazs Petrusch, Gabriel Trickes und Siggi Schörlin, welcher dank Handicap das Rennen für sich entscheiden konnte. In der nächsten Gruppe bezwang Prolog-Schnellster Ivo Chiavi (VC Peloton) VCR-Rennchef Ben Klenk im Sprint. Sie überquerten die Ziellinie mit einem Rückstand von 3:25, dicht gefolgt von Niklaus Hess (Gastfahrer) und Björn Osterkamp. Mit 6:01 Abstand zur Spitze beendete auch der kürzlich Vater gewordene Marc Kaiser das Rennen.

Rangliste

Rang Name Handicap Zeit n. Handicap Punkte
1 Siggi Schörlin 00:01:23 00:47:00 00:45:37 25
2 Emanuel Müller (Gast) 00:00:00 00:45:41 00:45:41
2 Christoph Hirter (Gast) 00:00:00 00:45:41 00:45:41
4 Balazs Petrusch 00:00:28 00:46:57 00:46:29 22
5 Gabriel Trickes 00:00:00 00:46:59 00:46:59 20
6 Niklaus Hess (Gast) 00:01:23 00:49:11 00:47:48
7 Björn Osterkamp 00:00:55 00:49:11 00:48:16 19
8 Ivo Chiavi (Gast) 00:00:28 00:49:06 00:48:38
9 Ben Klenk 00:00:28 00:49:07 00:48:39 18
10 Marc Kaiser 00:00:28 00:52:42 00:52:14 17
11 Kai Amrhein 00:00:55 DNF

Pfingsttour 2015

Von Kurt Kaiser

7 Fahrer, Urs, René, Martin, Jean-Claude, Heinz, Hansjörg und Börn (seine 2. Ausfahrt mit dem VCR) finden sich hinter dem Gemeindehaus zur diesjährigen Pfingstausfahrt, während Einer sich in Aesch (Kurt) der Truppe noch anschliessen wird. Das Wetter — entgegen der ursprünglichen Prognosen zu Beginn der Woche — gut, wenn auch morgens noch recht kühl. Die vorgesehene Strecke: Riehen – Aesch – Leymen – Winkel – Seppois – Mertzen – Carspach – Grentzingen – Hundsbach – Folgensburg – Bourgfelden – Weil – Riehen = 124 km / 940 hm.

Bevor es losgeht, interessiert sich auch die Polizei für einen Fahrer mit den VCR-Clubfarben. Jean-Claude fährt noch kurz zum Bäcker, für ein Brötchen. Doch oha lätz, beim Zurückfahren wird er aufgehalten. Es gilt Fahrverbot in der Zone. Man lässt für einmal Gnade vor Recht gelten. Ein Warnschuss.

Kurt wartet in Aesch, beim Löhrenacker Sportplatz und vertreibt die Zeit, den jungen zukünftigen Stars (?), die beim Streller-Cup engagiert sind, zuzusehen. Dort, die Gruppe biegt um die Ecke, ab auf’s Velo. Doch er wird gleich zurückgepfiffen. Einer will wieder ‚schmutzige‘ Schlagzeilen schreiben. Ein Defekt, und weit und breit kein Materialwagen. Mit Hilfe von Björn behebt Martin den Schaden. In Rädersdorf steigt Heinz kurz vom Velo. Etwas ist mit seiner Gangschaltung nicht ganz in Ordnung.

Flott fahren wir voran und sind bereits vor 11:30 Uhr in Winkel. Die Reservation im ‚La Pomme d’or‘ in Strueth wurde auf 13 Uhr vorgenommen. Wir laufen Gefahr, viel zu früh dort einzutreffen. Wir beschliessen, einen kurzen Halt in Durlinsdorf (Auberge Mazarin) zu machen. Die lokalen Gäste schauen verwundert ob der Gümmeler, die herein kommen. Wir bestellen wohl etwas andere Getränke, als an der Bar konsumiert werden. Mit der aufgestellten Gesellschaft, inkl. Wirt und Wirtin, ist schnell ein Kontakt hergestellt. Zu aller und grossen Überraschung wird uns mitgeteilt, dass die Runde von einem der Gäste bezahlt wurde. Wir schauen wohl etwas verwundert in die Welt. Das ist uns sicher noch nie passiert. Wer ist der Spender? Franz Stöckli, vormals Lehrer in Aesch, und nun domiliziert in Mörnach hat Geburtstag und ist 65. Ob die 1. AHV-Rente ob der Grosszügigkeit ausreicht? Hat ihn der heimatliche Dialekt angesprochen? An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön für diese grosszügige Geste!

In Seppois-Le-Bas nehmen wir den idyllischen Radweg, auf dem ehemaligen Trassée der Eisenbahn, quer durch das Sundgau (Dannemarie-Pfetterhouse und Verbindung in die Ajoie, 1901-1970). In Friesen stoppt uns eine Baustelle. Freundlicherweise lassen wir einer Automobilistin die Vorfahrt. Kaum überholt, hält sie unvermittelt mitten auf unserer Strassenseite an, um links abzubiegen. Achtung! Die Lücke reicht gerade noch aus, dass ein Fahrer durchkommt. Doch das plötzlich verringerte Tempo wird René zum Verhängnis. Der Sprung mit dem Velo auf das Trottoir, um den Vorderleuten nicht ins Rad zu fahren, gelingt leider nicht so gut, wie man im Fernsehen, z.B. Flandern-Rundfahrt, von den Profis vorgeführt bekommt. Ein Reifenschaden! Zudem muss Heinz feststellen, dass seine Gangschaltung den Geist aufgegeben hat. Die Kette bleibt auf dem kleinsten Ritzel. Ein Dorf später in Strueth das Restaurant. Allerdings ist es nicht das Restaurant, welches Kurt ursprünglich ins Auge fasste. Nach dem Pech, stellt sich dies als Glücksfall heraus. Ein gutes, feines Restaurant. Sehr zu empfehlen! Pomme d’or (http://www.restaurant-la-pomme-dor.fr). An Wochenende und Feiertagen ein 3-Gang Menü zu unglaublichen € 10! Das Essen ist ausgezeichnet, ebenso die Gaststätte und der schöne, geschützte Gartensitzplatz.

Martin verabschiedet sich nach kurzem Imbiss. Er muss frühzeitig zu Hause sein. Nach einigen Diskussionen beschliessen wir, Heinz nicht alleine mit seinem Problem, zurück fahren zu lassen. Wir fahren geschlossen zusammen und zwar auf der gleichen Strecke zurück, da diese weit weniger giftige Steigungen aufweist. Vorher legen wir die Kette auf einen kleineren Gang und befestigen das Kabel am Sattel. So kommt er doch gut wieder zurück nach Basel. Auch Dank der grossen Unterstützung und Schubkraft von Björn. Schon hörte man munkeln, dass zukünftig eine Zange mitgeführt wird, um das Kabel durchzuschneiden, um dann nach Hause gestossen zu werden. Was Radfahrern nicht alles in den Sinn kommt, wenn die Beine zu schmerzen beginnen…

Obwohl die Strecke nicht wie vorgesehen gefahren werden konnte und trotz kleiner Missgeschicke, war es eine tolle, schöne und gelungene Pfingstausfahrt! 132 km / 980 hm.

Clubmeisterschaft Prolog 19.05.2015

Von Lucius Humm

Um 18:15 Uhr waren vier Fahrer beim Parkplatz hinter dem Gemeindehaus eingetroffen. Ben Klenk, Christian Stöckli, Gabriel Trickes und Gastfahrer Ivo Chiavi vom VC Peloton. Während die Rennteilnehmer sich auf ihre Räder schwangen, machte ich mich mit der Zeitmessnahmeausrüstung mit dem Auto auf den Weg nach Kembs.

Bald waren die Startnummern (mit integrierten Transpondern) verteilt und die Startpositionen ausgelost. Als erster nahm Ivo Chiavi die Strecke in Angriff. Er nutzte die rennähnlichen Bedingungen um die neusten Einstellungen an seiner Zeitfahrmaschine zu testen. Nach ihm folgten mit jeweils einer Minute Abstand Christian Stöckli, Gabriel Trickes, Siggi Schörlin und schliesslich Ben Klenk.

Sobald alle auf der Strecke waren stellte ich das Auto auf die andere Strassenseite um möglichst ideale Testbedingungen für die Transponderzeitnahme zu schaffen. Trotz aller Vorbereitungen wurden die Transponder scheinbar nicht vom System erfasst. Die spätere Auswertung der Daten ergab ein anderes Bild – die Erfassung der Transponder hatte geklappt, allerdings schlich sich bei der Verarbeitung der Daten ein Fehler ein. Die Zeiten stimmen trotzdem – das Transpondersystem war ja schliesslich erst zu Testzwecken im Einsatz und die Zeit wurde mit menschlicher Mithilfe genommen.

Rangliste

Rang Name Handicap Zeit n. Handicap Punkte
1 Siggi Schörlin 00:00:27 00:12:53 00:12:26 25
2 Ivo Chiavi (Gast) 00:00:09 00:12:43 00:12:34
3 Gabriel Trickes 00:00:00 00:13:10 00:13:10 22
4 Ben Klenk 00:00:09 00:13:38 00:13:29 20
5 Christian Stöckli 00:00:36 00:15:11 00:14:35 19

Ausblick

Die nächsten Rennen der Clubmeisterschaft folgen bald, ein Einstieg ist jederzeit möglich: Termine Clubmeisterschaft 2015

Berner Rundfahrt 2015

Von Ben Klenk

Siggi: Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich am Samstag an den Start gegangen. Hatte ich doch seit etwa 4 Wochen nicht mehr richtig trainiert, dann gleich die grosse Runde…

Ben: Ist es jetzt eine Grippe, oder doch ne Allergie? Extra die ganze Woche nicht aufs Velo, aus Angst in Bern nicht starten zu können — Mist; zu wenig gefrühstückt habe ich auch noch…

Gabriel: Die ganze Woche auf dem Rad gewesen und dabei habe ich immer wieder leichte Krämpfe gehabt. Vielleicht war das zu viel. Nochmal zur Sicherheit eine Magnesiumtablette und die große Schale Nudeln sollten die nötige Kraft geben.

Ben: Erster Kampf des Tages; Startplatzsicherung… Velo über die Absperrung; Sprung hinterher; Wortgefechte mit den Streckenposten und da war er: der Startplatz hinter Tony Rominger!

Siggi: Nach dem Start ging es wie erwartet mit vollem Schub in Richtung Frienisberg, mit dem üblichen Positionsgerangel, was aber soweit ich sehen konnte alles sturzfrei ablief. Beim Aufstieg spürte ich dann gleich, wenn ich mit dem Tempo mitgehe, explodiere ich vor dem Bergpreis, also Tempo rausnehmen und den eigenen Rhythmus finden. Dies gelang dann auch.

Ben: Feuer frei! Ab ging die Post — erste Kurve links und schon waren wir wie die Perlen aufgereiht. In den ersten Metern des Frienisbergs war mir gleich klar — Puls 190 — das ist nicht mein Tempo… Romingers übrigens auch nicht ;-)

Gabriel: Heute muss was gehen! Gleich mal nach vorne (wo ist Tony?) orientieren. Ich frage mich nur, wie man innerhalb eines halben Kilometer eine Lücke zur Spitze reißen lassen kann… Also Nachführen und dann dranbleiben.

Siggi: Nach der Abfahrt bildete sich eine etwa 30 Fahrer starke Gruppe, die sich mit jedem Anstieg verkleinerte. Die Gruppe harmonierte relativ gut, so dass das Rennvelofahren richtig Spass machte. Da ich wusste, dass ich das Tempo in der Gruppe mitfahren kann beteiligte intensiver an der Führungsarbeit, im Sinne eines ersten intensiven Trainings.

Ben: Am Bergpreis angekommen, hatte ich leider bereits 3 Minuten auf die Spitze. Das Verfolgerfeld vor Augen, motiviert durch den gelben Helm von Gabriel — ich kann die Lücke nicht schließen. Keine Hilfe in Sicht…

Gabriel: Das Tempo der Spitze kann ich nicht mitgehen. Zweistellige Anstiegsprozente und knapp 20 km/h sind mir deutlich zu viel. 50 Sek. auf die Spitze am Berg verloren. Wenns so bleibt, kann man mit einer gut zusammenarbeitenden Gruppe vielleicht aufschließen?

Ben: Schnell vom Berg erholt musste ich leider in den ersten Kilometern feststellen, dass meine Gruppe keine Ambitionen hat die Lücke zur Verfolgergruppe zu schließen — schade, ich könnte noch eine Schippe drauflegen, aber allein… Erste Runde Gruppensprint gewonnen; immerhin kam so kein Grupettofeeling auf ;-)

Gabriel: Die Gruppe hat sich gefunden. 25 Mann hängen fünf engagierten Fahrern (inklusive mir) auf dem Sattel und lassen sich ziehen. Auch die wütenden Aufforderungen der Führenden („jetzt chömmet! Zirkle, zirkle, zämme schaffe!!!“) hilft nichts. Man sieht die Führenden in der Ferne verschwinden.

Siggi: In der dritten und letzten Runde fuhren wir dann mit ca. 15 Fahrer auf die Zielgerade ein. Im Sprint fuhr ich noch als dritter über die Ziellinie auf Rang 112 in der Gesamtwertung und Rang 10 in meiner Kategorie.

Gabriel: Nach dem Berg nochmals ausgemerzt, schießt eine gut 20 Mann starke Gruppe gegen das Ziel. Schon etliche Kilometer vor dem Ziel fängt die Taktiererei an. Zwei versuchen nach vorne auszureißen. Es wird nachgesetzt. Mittlerweile stehen knapp 50 km/h auf dem Tacho in der Ebene.

Ben: voller Vorfreude auf den Schlusssprint (Gabriel und ich fahren „nur“ 2 Runden)
Erwischt mich 1500m vor dem Ziel in beiden Oberschenkeln ein Krampf- fluchend lasse ich die Gruppe ziehen. Platz 64 / 22. Alterswertung / Zeit: 1:51:52

Gabriel: Die letzte Kurve in voller Fahrt überstanden und sich ein Hinterrad ausgesucht. Der Zielsprint wird angezogen. 100m vor dem Ziel trete ich an. Die Beine spüre ich nicht mehr und der Puls schießt durch die Decke. Mit voller Fahrt schieße ich ins Ziel. Erste Frage: Wo ist Tony? Leider auf der Strecke vor mir (nicht mal 3 min verloren), am Tisch aber dafür neben mir. Das ist doch ein Anfang. Nächstes Jahr versuch ichs wieder.

Ben: ich komme wieder! nächstes Jahr…

Siggi: Völlig zufrieden traf ich mich dann nach dem Rennen mit Ben, und Gabriel, die bei Fabian Cancellara am Tisch bei einem Bier (ohne Alk) sassen. Ein gelungener Wiedereinstig in die noch junge Saison.

Rennberichte MTB Mai 2015

Von Marco Bisonni

Nach dem erfolgreichen Auftritt der VCR Biker in München kämpfte Marco Bisonni mit starken Rückenproblemen. Verschobene Wirbel liessen zu beginn nur ein sehr reduziertes Training zu. Durch eine sehr intensive Betreuung der Physiotherapie Jordi konnte der Trainingsumfang aber stetig erhört werden.

Am 03.05.2015 starteten Rafa Dias und Marco Bisonni am Argovia Cup in Hägglingen. Dies war für beide ein spezielles Rennen. Für Rafa war es das erste MTB Rennen und Marco testete ob sein Rücken einer solchen Belastung schon gewachsen war. Die ansonsten wunderschöne Strecke war durch den Dauerregen total aufgeweicht. Ein Grossteil der Singletrails wurde gesperrt, da diese nicht befahrbar waren. Beide VCR Fahrer mussten aus der hintersten Reihe starten. Marco erwischte wie gewohnt einen durchzogenen Start, doch fand bald seinen Rhythmus und konnte sein Tempo steigern. Als er am Ende der dritten Runde im steilen Aufstieg zum Ziel nochmals das Tempo erhöhte, riss seine Kette. Durch den ganzen Schlamm war es unmöglich die Kette auszuwechseln. So musste Marco das Rennen nach 30min bereits aufgeben. Rafa lies sich von den harten Bedingungen nicht beeindrucken und fuhr ein konstantes Rennen. Er beendete das Rennen auf dem 29. Platz. Gratulation zum durch den Schlamm erschwerten Debüt!

Am Montag drehte sich die Kurbel von Marcos Race Bike von lauter Schlamm in den Lager nicht mehr. Vielen Dank an Mauro Bisonni der das Bike in Rekordzeit wieder fit bekam.

Wenige Tage danach stand der erste Lauf der MTB Clubmeisterschaft auf dem Programm. Am 07.05.2015 versammelten sich 7 hochmotivierte Biker für den gut zwei Kilometer langen Prolog. Erfreulich ist, dass mit Tatjana und Svenja auch zwei Frauen dabei waren. Bevor wir uns auf den Weg zum Starten machen konnten, hatte Rafa bereits den ersten Platten. Nach einer kurzen Reparatur ging es von Riehen Richtung Start in Degerfelden. Da wartete bereits unser Zeitnehmer Luzi. Dank Luzi können wir die Clubmeisterschaft mit einer professionellen Zeitmessung mit Transpondern durchführen. Danke Luzi! Im Minutentakt wurde gestartet. Kai bewies seine stärke über die kurze Distanz und fuhr wie im vergangenen Jahr einen soliden Sieg ein. Sven belegte den starken zweiten Rang, dahinter folgte Marco. Bei den Frauen siegte Tatjana vor Svenja. Anschliessend machte die ganze Gruppe noch eine gemütliche Tour die endete wie sie begann – und zwar mit einem Platten.

Rangliste Prolog

Am 10.05.2015 waren die VCR Biker am Hegau Bike Marathon, der im Rahmen der Marathon EM stattfand, zahlreich vertreten. Sven Schulzke, Marco Bisonni und Gastfahrer Alberto Montironi starteten mit grossen Ambitionen in der Teamwertung über 50 km. Mauro Bisonni und Rafa Dias nahmen die kleine Strecke über 30 km unter die Räder. Zuerst startete das VCR Team. Die Startphase war sehr hektisch. Marco spürte bereits nach fünf Kilometern, dass sein Rücken dieser Belastung nicht gewachsen war. Gastfahrer Alberto kämpfte mit technischen Problemen. So war es schwierig, ein flüssiges Tempo hinzubekommen. Marcos Schmerzen wurden von Kilometer zu Kilometer schlimmer. Die starken Schmerzen und die Verspannung wurden so schlimm, dass seine Arme und Beine anfingen zu kribbeln und so entschied Marco schweren Herzens das Rennen bei Kilometer 30 aufzugeben. Es war unmöglich weiterzufahren. Dies ist doppelt schade, da Sven und Alberto eine beachtliche Form hatten. Ein Podestplatz wäre drin möglichgewesen. That’s race…

Mauro und Rafa lief es da besser. Rafa fuhr nach 1h und 30min über die Ziellinie und belegte Overall den 79. Platz und in seiner Kategorie den guten 14. Platz. Mauro überquerte die Ziellinie 16min später mit einer Zeit von 1h und 46min als 128. der Overall Wertung. In seiner Kategorie belegte er ebenfalls den guten 14. Rang.

Marco musste seine geplanten Start in Bad Wildbad am kommenden Wochenende absagen und wird versuchen, seine Rückenprobleme möglichst bald in den Griff zu bekommen.

Die VCR Biker werden dann im Juni wieder an Rennen anzutreffen sein.

Trainingsrennen Möhlin 2015

Von Gabriel Trickes

Auf die Frage, ob ich die Dienstagabendrennen in Möhlin mitfahren würde, antwortete ich ohne zu zögern mit ja. Den Hinweis, dass dort eine bunte Gruppe von Lizenzfahrern, Amateuren und (ehemaligen) Profis mitfahren, beeindruckte mich zunächst wenig. Ohne große Rennerfahrung stehe ich daher jeden Dienstag im April am Start und muss feststellen, dass die Fahrweise und das Konkurrenz(denken) nicht mit normalen Hobbyrennen zu vergleichen ist.

Ab dem ersten Meter geht es im Rennen zur Sache. Scharfe Kurven, andauernde Zwischensprints, hohes Tempo und viel „Nähe“ lassen die Trainingsrennen wie harte Ausscheidungsrennen erscheinen. Nach dem ersten Zieleinlauf bin ich erstaunt, dass ich eigentlich ganz gut mithalten konnte. Trotz rasendem Puls gewinne ich mit jedem Rennen an Sicherheit im Peloton und mein Ehrgeiz entwickelt sich: Wenn ich mithalten kann, müsste ich eigentlich auch Punkte im Zieleinlauf holen können; Kraftreserven dafür sind vorhanden.

Im letzten Rennen male ich mir daher einige Chancen aus. Da es regnet, hoffe ich auf ein kleines Starterfeld und geringeres Tempo. Weit gefehlt! Die Gruppe von Velofahrern ist zwar kleiner. Es treten aber nur die starken Fahrer an; Schönwetterfahrer bleiben zu Hause. Es wird das härteste Rennen der Möhlin-Saison. Die Kurven werden tatsächlich langsamer durchfahren, dafür wird danach umso mehr beschleunigt.

Mit Wasser in den Schuhen (Es regnet von oben und unten!) bin ich darauf bedacht, mich aus allem herauszuhalten und Kräfte zu sparen. Dabei verpasse ich allerdings auch die Bildung einer Spitzengruppe; das Nachsetzen hilft nichts mehr. Die Punkteplätze sind wieder davongefahren. Neben einer guten Regen-Übung lerne ich, dass einige Erfahrung, Taktiererei sowie auch Glück zu einem Velorennen gehört. Nächstes Jahr versuch ich es wieder!

Gentlemenausfahrt 09.05.15

Von René Geiser

Als Vertreter der daheim gebliebenen trafen sich Florian, Markus, Mike und René hinter dem Gemeindehaus. Nach kurzer Beratung stand die Tour fest. Ueber Grenzach, Kraftwerk Augst, Liestal, Büren, Seewen, Nunningen, Grellingen sollte es via Dornach zurück nach Riehen gehen.

Bis Liestal war ein gemütliches Tempo angesagt. Das Oristal hinauf übernahm Mike die Führung. In der Steigung hinter Büren war plötzlich Mike nicht mehr zu sehen. Zusammen sind wir wieder ein Stück zurück gefahren. Ausgangs Büren sahen wir, wie er sich gemütlich einem Teil seines Dresses entledigte. Etwas verwundert fragte er warum wir zu ihm umgekehrt seien. Ich glaube unsere Sorge war nicht ganz um Sonst. Denn kaum oben fragte er nach einem kleinen angeschriebenen Örtchen. Kein Problem. Zügig runter nach Seewen und beim Nächsten Restaurant anhalten. Während wir das Schild mit den Öffnungszeiten studierten, war Mike schon Richtung Toilette verschwunden. Wir sahen uns nur erstaunt an, denn das Restaurant hatte offiziell geschlossen. Jetzt kam auch noch eine ältere Dame vorbei und hat uns verwundert angeschaut. Vier Velos und drei Velofahrer da kann doch etwas nicht stimmen. Zum Glück hat sie uns nicht angesprochen sondern ging geradewegs ins Restaurant und… schloss die Türe hinter sich ab. Wie kommt Mike jetzt wieder raus? Wunder gibt es immer wieder. Die Türe liess sich von innen öffnen. Unsere Erleichterung war gross.

Schnell waren wir uns einig die heutige Tour zu verkürzen und über die Pony-Ranch direkt nach Grellingen und von dort, hoffentlich ohne Zwischenfälle, zurück nach Riehen zu fahren. Doch weit gefehlt. In Dornach sprang Markus die Kette runter und verklemmte sich zwischen Kettenblatt und Rahmen. Nachdem dieser Defekt behoben war ging's weiter nach Riehen wo eine Ereignissreiche Ausfahrt zu Ende ging. Immerhin brachten wir es auf 58 km und 560 hm.

Gentlemenausfahrt 02.05.15

Von Kurt Kaiser

Der Mai-Anfang fällt, nach doch einigen recht schönen sonnigen Tagen, ins Wasser. Ans Velofahren am 1. Mai nicht zu denken. Es giesst Bindfäden. Das regelmässige Konsultieren des Wetterradars auf ‚Meteo Basel‘ macht für die Samstagausfahrt doch Mut. Nach 10 Uhr soll es abtrocknen und der Regen erst gegen Abend wieder einsetzen. Der Entschluss ist gefasst. Wir fahren die vorgesehene Tour.

Beim Treffpunkt erscheinen: Martin, Florian, Jean-Claude, Gabriel, Hansjörg, Kurt und Bruno. Letzterer lediglich zur moralischen Unterstützung und als Medienvertreter. Wir fahren Richtung Kraftwerk. Der Blick Richtung Gempen und Blauen ist nicht verheissungsvoll. Eine Regenwand. Vielleicht nur wenig Regen? Noch in Birsfelden ziehen wir die Regenjacken an. Es giesst wie aus Kübeln. Schweizerhalle, es giesst immer noch und keine Aufhellung des Himmels, durch und durch nass. Pratteln, nein, das kann es nicht sein. Wir beschliessen rechts abzubiegen. Freundlicherweise erklären sich die Kollegen bereit, den KK nach Pfeffingen zu begleiten. Nass ist man ja ohnehin und so fährt man doch noch einige Kilometer. In Dornach-Brugg ein Stopp. Über dem Schweizer Blauen wieder eine Regenwolke. Es trennen sich unsere Wege. Kurt nach Pfeffingen, Hansjörg meint er sei ja ohnehin nass, also fahre er noch auf den Gempen. So viel Mumm hatte sonst keiner mehr. Die restlichen Mitglieder der Gruppe sind wohl Richtung Riehen zurück.

Danach stoppte der Regen und setzte erst am späteren Nachmittag wieder ein. Nass wurden alle noch einmal, auch wenn wohl unter der warmen Dusche. Als Dessert steht schon wieder Veloputzen auf dem Programm…

Es sickerte durch, das Gabriel nach einem Tenuewechsel, in trockene Radbekleidung, sich nochmals aufs Rad setzte und zusammen mit Ben eine 80er Runde drehte. Nass sind sie alleweil wieder geworden.

Pfeffingen – Riehen – Schweizerhalle – Pratteln – Pfeffingen = 45 km. Mit Gempen (HjK) 58 km. Bis Riehen wohl auch um die 45 km.

Bise statt Schmutz

Von Urs Zwahlen

Schmutz nicht am Start! Bedenken kommen auf - ohne Schmutz keine Story. Wie in der Vorwoche befürchtet, kommt es dann auch. Martin hat für die heutige Ausfahrt zum Leidwesen des Schreiberlings abgesagt. Nichtsdestotrotz machen sich acht Fahrer bei bewölktem Himmel und, infolge kühlen Windes, frischen 15° auf Richtung Weil, Efringen, Istein und Bad Bellingen, wo uns mit Bruno der erste Fahrer verlässt.

Etwas weiter, in Schliengen, verabschiedet sich dann, ebenfalls wie abgemacht, auch Manni. Ohne Unterstützung der beiden, kämpft sich die Gruppe danach zwischen Steinenstadt und Neuenburg gegen die starke und kühle Bise. Glücklicherweise übernimmt René, welcher nach zehn Tagen Mallorca in toller Form ist, die Führung. Über Auggen und Schliengen fahren wir nach Liel, wo wir spontan eine Routenänderung vornehmen und durchs Eggenertal hoch auf die St. Johannis-Breite fahren. Wunderbar die Landschaft mit dem frischen Grün und den weissen Kirschblüten.

Heinz erlebt den siebten Frühling und trocknet Kurt in der Steigung mal kurz ab. In Kandern gibt’s dann wieder einmal einen Kaffee-/Kuchenstopp. Haben wir uns verdient, wollen wir aber auch gleich wieder abstrampeln. Deshalb fahren wir, ohne Florian, der nach Hause zu seinem Kleinen eilt, über die immer wieder schöne Scheideck, bevor wir unter dem Tempodiktat von René heimwärts rollen. Bruno, Jean-Claude, Florian, Heinz, Kurt, Manni, René Altdorfer und Urs haben mit 85 Kilo- und 600 Höhenmetern eine trotz viel Bise schöne Tour absolviert.

Gentlemenausfahrt 25.04.15

Von Kurt Kaiser

Seitens Urs wurde folgende Tour angesagt: Riehen-Adelhausen-Rheinfelden-Kaiseraugst-Windentalhöhe-Liestal-Seewen-Grellingen-Riehen, ca. 75 Km. Doch leider wurde seitens der Wetterfrösche für Samstag auch eher schlechtes Wetter prophezeit.

Die Konsultation des Regenradars auf Meteo Basel http://meteo.search.ch/basel zeigt für den Samstagmorgen eher trocken an. Zwischen 12-13 Uhr ganz leichter Regen. Alsdann Regen nach 14 Uhr, für geraume Zeit.

Auf dem Weg von Pfeffingen nach Riehen, sind ein paar Tropfen zu spüren. Die MTB-Elite (Schmutz/Landmann/Leumi) welche beim Kraftwerk Birsfelden angetroffen werden, haben offensichtlich eine trockene Fahrt im Gempengebiet hinter sich.

In Riehen entschliessen sich Urs Zwahlen, Heinz Keller, René Geiser, Kurt Kaiser und Volker (Gast) die vorgesehene Route in Angriff zu nehmen, entgegen Kommentar seitens KK, dass das Elsass etwas trockener bleiben sollte. Leichter Regen sollte voraussichtlich nach 14 Uhr einsetzen. Aber wir sind doch harte Kerle… Flott geht’s hinauf nach Inzlingen und Waidhof danach Adelhausen Die Kirschblütezeit ist eher vorbei, dafür beginnen die Apfelbäume wunderbar zu blühen. Auf einer Nebenstrasse fahren wir hinunter via Ober-Eichsel nach ‚Meisele‘, resp. Minseln, in Richtung Rheinfelden. Ein paar wenige Regentropfen begleiten uns. Vor Rheinfelden geht unser besorgter Blick Richtung Pratteln/Wartenberg. Daher kommt offensichtlich eine Regenwand. Der Regenradar hatte leider recht, dass es nach 14 Uhr stärker regnen wird. Umkehren? Die Flucht wird kaum erfolgreich sein, kommt doch der Wind von Südwesten. Wir fahren nach Rheinfelden hinein und beschliessen, bei Kaffee, die Regenfront vorbeiziehen zu lassen.

Nach ½-stündiger Pause schwingen wir uns wieder auf die Räder. Es regnet nur noch leicht. Unser Gastfahrer Volker biegt vor der Rheinbrücke links weg. Grund, er wohnt etwas weiter oben am Rhein. Sein Rennrad bereitet ihm auch etwas Sorge. Etwas scheint nicht zu stimmen. Ist es ein Unterhaltsproblem? Weiter geht es über die Rheinbrücke. Jemand macht von uns ein Gruppen-Blitzfoto. Ob uns diese zugestellt wird? Wir waren offenbar für den Blitzer auf der Rheinbrücke ein Motiv. Zu schnell? Hoffentlich liest man an verantwortlicher Stelle diese Zeilen nicht…

Der Regen dauert weiter an und so beschliessen wir, die Birsfelder Hard direkt anzusteuern. Windental und Aufstieg Seewen wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Programm aufgenommen. Ja, das Hinterradfahren ist bei Regen nicht reines Vergnügen. Warum ist wohl Urs meistens in der 1. Position gefahren?

Was das Wetter anbetrifft, nur so viel: In Pfeffingen hat es kaum geregnet und Richtung Westen (Elsass) vermutlich ebenso. Immerhin kamen von und nach Pfeffingen rund 65 km auf den Tacho. Von und bis Riehen ergaben 44 km und 380 hm.

Gentlemenausfahrt 18.04.15

Von Kurt Kaiser

8 Fahrer finden sich am Treffpunkt in Riehen ein. Vorgesehene Tour: Riehen-Bad Bellingen-Neuenburg-Auggen-Schlieggen-Liel-Rieglingen-Kandern-Scheideck-Steinen-Adelhausen-Inzlingen = 85 km. Witterung kühl, ca. 13-14 Grad, steife Bise, Himmel bewölkt. Teilnehmer: Urs Zwahlen, René Altorfer, Jean-Claude Baumann, Heinz Keller, Manfred Schemmelmann, Florian Fuchs, Bruno Wüest, Kurt Kaiser.

Recht flott ziehen wir Richtung Norden. Windschattenfahren ist gefragt. Zum Glück haben wir René. Er spielt die Lokomotive, schliesslich kommt er aus einem Ferienaufenthalt auf Mallorca und will seine Form unter Beweis stellen. In Bad Bellingen resp. Schliengen verabschieden sich Bruno resp. Manfred aus der Gruppe. Letzterer hat noch andere Verpflichtungen.

Inzwischen schönster Sonnenschein. Nach dem Wendepunkt in Auggen werden wir zu Geniessern. Nebst Sonnenschein, blauem Himmel, die herrliche Reblandschaft, natürlich auch Rückenwind. In Liel ein Stopp und kurze Besprechung der Route. Wir folgen dem Vorschlag von Urs und fahren über Nieder- resp. Ober-Eggenen und Sitzenkirch. Grund hierfür, die blühenden Kirschbäume. Schlicht toll, die wunderschöne Landschaft in dieser Ecke des Markgräflerlandes.

Trotz des bevorstehenden Aufstieges auf die Scheideck machen wir einen Halt in Kandern und sorgen dafür, dass in einem Café die Kuchen nicht alt werden. Florian fährt danach auf direktem Weg nach Haltingen. Familienpflichten rufen. Nachdem wir eine Zusatzschlaufe über Ob.-Eggenen gemacht haben, schenken wir uns den Abstecher nach Adelhausen und fahren der Wiese entlang direkt Richtung Riehen. Bei Ankunft an der Weilstrasse stellt Urs fest, dass sein Vorderreifen Luft lässt. Es sollte bis nach Hause gerade noch reichen. Zurückgelegte Strecke: 87 km.

City Bike Marathon München

Von Marco Bisonni

Die Saisonvorbereitung war lang. Im Gegensatz zu den letzten Jahren reduzierte ich meinen Trainingsumfang über den Winter. Durch diese Massnahme kam ich ohne wirkliche verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfällen durch den Winter. In zwei Trainingswochen in Gran Canaria und Finale Ligure konnte ich einen guten Grundstein für die kommende Saison legen. In den letzten Wochen fühlte ich mich von Training zu Training besser. Ich habe eine gute Grundlage gelegt, doch noch wenig intensive Trainings absolviert. Bis die Saison richtig losgeht, dauert es ja noch einen Moment.

Vergangenen Dienstag startete ich beim Dienstagabend Strassenrennen in Möhlin. Ziel war es ab zu checken was ich bereits leisten kann und meine Beine im Hinblick auf das Rennen am Wochenende etwas zu reizen. Da die Sicherheit im Vordergrund stand fuhr ich nur die Hälfte des Rennens im Peleton, ansonsten fuhr ich meinen Rhythmus. Ich fühlte mich gut, doch mit den ständigen Rhythmuswechseln hatte ich so meine Mühe.

Bereits am Freitag reiste ich mit meiner Familie nach München. Am Samstagmorgen ging es erstmal in das Zentrum von München zum Shopping. Am Nachmittag fuhr ich einen Teil der Strecke ab. Auf dem Programm standen 80 km durch die Stadt und Parks von München. Zu bewältigen waren nur knapp 300 hm. Die ersten 6 km führten neutralisiert durch die Innenstadt. Anschliessend folgten viele Kilometer auf staubigen Kieswegen einem Fluss entlang. Als nächstes wurde die Alianz Arena umfahren bevor es Richtung Start / Ziel Bereich beim Olympiapark ging. Mein 7.8 kg Race Hardtail mit Starrgabel war für diese Bedingungen optimal.

Am Sonntag um 8:20 Uhr ging es auf die Strecke. Auf den ersten neutralisierten 6 km fiel das Tempo nur selten unter 50 km/h. Das Feld war sehr unruhig. Auf den nächsten 20 km welche dem Flussentlang führten konnte ich mich in der grossen Spitzengruppen integrieren. Das Tempo war extrem hoch, nach 45 min betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 43 km/h. Der Staub der aufgewirbelt wurde machte meiner Lunge etwas Mühe. Die Zuschauer mussten mit Tüchern den Mund und die Augen vor dem Staub schützen Es folgten enge Passagen und mehrere Stürze, was zur Folge hatte, dass das Feld in viele Gruppen geteilt wurde. Leider hatte ich nicht den besten Abgang erwischt. Die nächsten Kilometer waren sehr unruhig und es folgte Angriff auf Angriff. Ich etablierte mich in einer 10 Kopf starken Gruppe. Da viele die Führungsarbeit verweigerten lag es an mir und einem weiteren Fahrer das Tempo hochzuhalten. Bei den zwei kurzen Anstiegen hatte ich Mühe den Rhythmus zuhalten, doch ich hielt mich in der Gruppe. Nach 2h und 7min kam ich zufrieden ins Ziel. Ich fühlte mich sehr gut und war äusserst zufrieden mit der Zeit. Sofort ging ich ins Hotel um zu Duschen, denn anschliessend stand noch ein schön deftiges Bayrisches Essen auf dem Programm. Fein war es ☺

Auf der Rückreise schaute ich mal im Internet nach meiner Platzierung. Da bekam ich einen kleinen Schock. Overall belegte ich den 40. Platz. Dies bedeutete den Sieg in der Kategorie U23!!!!!!!!!!!!!! Die Freude war riesig, mit einem Beigeschmack von Enttäuschung über die verpasste Siegerehrung. Mit meiner Zeit hätte ich in der Kategorie Elite den 15. Platz belegt. Ich kann also in jeder Hinsicht zufrieden sein mit der Leistung.

Zu erwähnen ist auch die tolle Leistung meines Vater der die kleine Runde über 60 km fuhr und für diese nur 2h und 6min benötigte. Kommendes Wochenende werde ich vorrausichtlich an einem XC Rennen in Delémont starten. Nächstes grosses Ziel ist der UCI Bike Marathon in Singen (10.05.15) wo ich mit Sven Schulzke und Alberto Montenori im dreier Team versuchen werde eine Topplatzierung zu erreichen.

Paris Roubaix

Von Marc Kaiser

Mit einigen Radsport-Enthusiasten von Basel entschied ich mich Ende Januar, an Paris-Roubaix, Kat. Fun, teilzunehmen. Ob die Fahrt und insbesondere die Kopfsteinpflaster-Strecken wirklich ‚Fun‘ sein werden? Zweifel sind da wohl berechtigt. Dennoch das Abenteuer reizte mich. Mein ‚Lehrmeister‘ meinte ‚deine Vorbereitung ist ungenügend für ein solch schweres Abenteuer…‘. Der Wille, das Gegenteil zu beweisen, bestärkt mich in meinem Vorhaben.

Freitag, 10.4., Fahrt mit dem Auto nach Roubaix. Dort hat sich die Gruppe in mehreren Wohnungen eingemietet. Samstag, heisst es um 03 Uhr in der Früh aufstehen. Um 5 Uhr geht es mit dem Bus Richtung Paris resp. den Startort, Busigny. Um 7.30 Uhr der Start zur Fahrt nach Roubaix. Kontrollschluss ist um 18 Uhr.

Trocken aus dem Bus ausgestiegen und schon fängt es an zu regnen. Meine Gedanken: Regen, Kopfsteinpflaster vermischt mit Erde, das wird noch interessant werden. Mein Kollege John, aus Kalifornien, meinte: Wenn du die erste Sektion Pavé fährst, wirst du dich fragen, was soll das denn? und von da an wird es nur noch schlimmer. Und so kam es dann auch.

Die ersten 13km waren trotz Regen die angenehmsten. Dann die erste Pavé-Sektion bei Troisvilles à Inchy. Ich denke hier hat ¾ vom Feld irgendetwas verloren. Überall lagen volle Trinkflaschen, Satteltaschen, Ersatz Schläuche, Riegel, Gels, Pumpen, Sonnenbrillen. Alles was nicht fest am Rad angemacht war flog einfach davon. Ich erinnerte mich an all die „guten Ratschläge“, die ich erhalten habe: In der Mitte vom Weg fahren, da sei es am angenehmsten oder einen Großen gang einfach durchdrücken, ich bemerkte aber rasch, dass sich bei Regen all die Tipps im Schlamm auflösten. Man fährt einfach und versucht heil ans Ende der Pavé-Sektion zu kommen.

Bei Quiévy à Saint-Python hat es mich dann erwischt. In einer engen Rechtskurve rutsche ich einfach weg, zum Glück ist mir und meinem Velo nichts Schlimmeres passiert. Die Bauern welche sich genau diese Kurve ausgesucht haben, um uns „anzufeuern“, lachten genüsslich und stiegen dann wieder in ihren Traktor ein.

Nach unzähligen und unendlich dauernden Pavé Sektionen erreichten wir die Trouée d’Arenberg. Dieses Stück hat den Namen Strasse nicht verdient, eher Acker. Velofahrer lagen links und recht auf der Strasse verteilt und liessen sich von der Ambulanz pflegen. Ich bin ca. mit einem Schnitt von 10km/h gefahren. Gem. Jens Vogt muss man hier schneller als 40/km/h fahren… Keine Ahnung wie das möglich ist…

Nun fehlten „nur“ noch 15 Kopfsteinpflasterstrecken. Mein Körper fing an, auf die ewigen Vibrationen zu reagieren. Kopf, Handgelenke, Rücken, Nacken schmerzten bei jeder Erschütterung. Nach 7h erreichten wir dann endlich den Velo Drôme Jean Stablinski in Roubaix. Was für eine Erleichterung. Wir umarmten uns gegenseitig und waren einfach froh, es geschafft zu haben.

Ich werde diese einmalige Erfahrung und die Zeit mit meinen Kollegen so schnell nicht vergessen und freue mich auf die nächsten gemeinsamen Ausfahrten. Vielleicht werden wir ja nächstes Jahr einen anderen Klassiker bestreiten.

Die Meldung von der erfolgreichen Beendigung der Fahrt Paris-Roubaix ist zu Hause angekommen. Spät abends dann ein SMS vom ‚Lehrmeister‘: ‚Congrats‘. Meine Antwort ‚it was tough‘, jedoch die Genugtuung, dass ich das Abenteuer durchstand umso grösser.

Schmutz Tour

Von Urs Zwahlen

12.57 Uhr - mit Kurt, Urs und Gast Björn aus Grenzach schaut es nach einer Minigruppe aus, die die heutige Gentlemenausfahrt bestreitet. Der Wetterumschwung - nach einer Woche Sonne pur ist es ausgerechnet heute stark bewölkt und unsicher - lässt den einen oder anderen Fahrer lieber zuhause bleiben. So u.a. Ruth und Bruno, der jedoch zur Begrüssung kurz vorbeischaut und ein Startfoto schiesst. 13.00 Uhr - erfreulicherweise hat sich die Gruppe mit Jean-Claude, Martin und René Geiser um 100 % vergrössert. Mit dem Hinweis von Kurt, dass die Wetterfront vorbeigezogen ist, und nicht mehr mit Regen zu rechnen sei, starten wir in die heutige Ausfahrt. Er sollte Recht behalten - immerhin genau 23 Minuten.

Kurz vor Hégenheim fallen die ersten Regentropfen. Allerdings nur ganz wenige. Vor Hagenthal wird unsere Gruppe überraschenderweise verstärkt. Peter Stohler wartet unterhalb seines Wohnortes auf uns und benützt die Gelegenheit, mal ausserhalb der VCR-Veloferien, eine Tour mitzufahren. Ein erster Aufstieg führt uns nach Bettlach, wo aber gleich auch wieder eine Abfahrt folgt. Über Raedersdorf, Hippoltskirch und Sondersdorf, wo uns Kurt infolge eines Termines verlässt, fahren wir, jeder in seinem Tempo, hoch nach Ferrette. Herrlich danach die Fahrt durch die hügelige, und dank keinem Autoverkehr, sehr schöne sundgauische Landschaft. Durmenach, Roppentzwiller und Steinsoultz heissen die Orte.

Für den Aufreger ist (einmal mehr) Martin zuständig. In Führung liegend, biegt er vor dem Windenhof zum Warten nach rechts auf einen kleinen Weg ab. Beim Bremsen fährt er auf einen Lehmbollen, vermutlich den einzigen im Umkreis von zehn Metern, rutscht aus und stürzt in den Acker. Zum Glück nur ein schmutziges Trikot und Velo und keine Verletzung. Wir nehmen die Gelegenheit gleich wahr und machen im angrenzenden Bistro der Sundgau-Kartbahn eine kurze Pause.

Der Beizer, des Deutschen nicht mächtig, hat grosse Freude an uns und staunt, dass wir von Basel hierher gefahren sind. Anschliessend geht’s zügig weiter nach Jettingen, Helfrantzkirch und Kappelen bevor uns Barthenheim mit herrlich blühenden japanischen Kirschbäumen empfängt. Über Rosenau und die Palmrainbrücke fahren Björn, Jean-Claude, Kurt (bis Sondersdorf), Martin, Peter, René und Urs zurück an den Ausgangspunkt. Eine sehr schöne Tour, die etwas besseres Wetter verdient hätte (es hat nur zwei-, dreimal kurz getröpfelt).

Hoffe einfach für alle zukünftigen Autoren, dass Martin jedesmal mitfährt, liefert er doch garantiert bei jeder Ausfahrt (Schmutz-)Stoff für den Tourenbericht.

Flandern Rundfahrt

Von Siggi Schörlin

Zwei Tage vor der grossen Tour machte ich auf einer Rundstrecke durch die flämischen Ardennen, bei Sonnenschein, aber mit stürmischem Wind meine ersten Erfahrungen mit dem berühmt berüchtigten Kopfsteinpflaster – den Kasseien – und den kurzen, aber sehr knackigen Steigungen – den Hellingen. Die Kopfsteinpflaster hatten mit dem, was bei uns bekannt ist, ausser dem Namen nicht viele Gemeinsamkeiten. Mit möglichst gleichmässiger, höherer Trittfrequenz und kraftvollen Pedalumdrehungen ging es relativ gut. Durch ein kurz wegrutschendes Hinterrad sollte man sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. In den steileren Passagen, bis 22%, ist es die grosse Kunst, das Hinterrad so zu belasten, dass es nicht durchdreht und gleichzeitig das Vorderrad zu belasten dass es nicht vom Boden abhebt.

Am Samstagmorgen um 05:00 Uhr ging es los. In Oudenaarde, dem Zielort luden wir die Velos in den Shuttle Bus ein, der uns nach Brügge, dem Startort brachte. Erste Regentropfen auf der Busfahrt verhiessen nichts Gutes für den kommenden Tag. In Brügge am Start traute ich meinen Augen nicht. Soweit das Auge reichte, nur Velofahrer, die sich ohne Hektik und Stress in die Startschlange stellten (es sollen 4000 Velofahrer gewesen sein, die die grosse Runde fuhren).

Bei Dunkelheit und Regen fuhren wir aus der Stadt hinaus. Gesittet und gemütlich rollten wir teils über Strassen, teils über Velowege die ersten Stunden dahin. Etliche Kilometer wie ein Band aus lauter Velofahrern. Nach 2 Stunden waren Hände und Füsse nass und ich begann zu frieren. Die ersten 90 Km verliefen ausser der Kälte, dem Regen und dem aufkommenden Wind ereignislos.

Dann wurde es spannender. Die ersten Hellinge tauchten auf und ich musste erschreckend feststellen dass meine Finger den Dienst versagten. Ich konnte die Schalthebel nicht mehr herumdrücken, musste absteigen und im Stand einen kleineren Gang einlegen. Später griff ich dann mit der einen Hand an die andere Seite um den Hebel umzulegen. Diese Technik funktionierte auch relativ gut, aber auf den Kopfsteinpflasterpassagen war dies in den Steigungen nicht möglich, weshalb ich immer sehr früh in einen kleinen Gang schaltete. Gegen Mittag wurde es etwas wärmer und der Regen hörte auf. Nun tauten meine Finger wieder auf und auch das Schalten funktionierte wieder. Ich konnte endlich wieder «befreit» Velofahren.

Es reihte sich eine Passage an der anderen. Das Kopfsteinpflaster schüttelte ordentlich am Velo und an meinen Knochen. Dass das Velo bei hoher Geschwindigkeit über das Pflaster «fliegt» kann ich nicht bestätigen. Gabel, Lenker und der gesamte hintere Teil des Velos verbiegen sich in alle Richtungen.

Fährt man wieder auf Asphalt, hat man das Gefühl, das Velo fährt alleine und wie auf Wolken. Bis auf den Koppenberg bin ich alles gefahren. Hier war es so rutschig wie auf Eis. Ich sah keinen der die Passage gefahren ist. Selbst oben auf der Ebene war es noch schwierig anzufahren, da die Räder nach allen Richtungen wegrutschten.

An den Hellingen war teils eine Volksfeststimmung, zum Teil sogar mit Musik und vielen anfeuernden Zuschauern an der Strecke. Während der ganzen Tour hörte ich kein einziges unfreundliches Wort und sah auch keinen Sturz. Die gesamte Strecke war hervorragend abgesichert und die Organisation verdient 5 Sterne. Waren doch 16'000 Leute am Start. Staus an den Hellingen habe ich aber nicht erlebt.

Nach 9,5 Stunden und 239 KM erreichte ich überglücklich das Ziel in Oudenaarde. Nun folgte der schönste Teil der Tour, eine heisse Dusche, eine grosse Portion Spaghetti, belgisches Bier und nur noch schlafen…

Geblieben sind mir ein wunderschönes Erlebnis, Stolz und Freude und immer noch taube, leicht schmerzhafte Fingerspitzen. Den Termin im nächsten Frühling werde ich mir wieder freihalten.

Premierentag

Von Urs Zwahlen

Gleich zwei Premieren waren an der vierten Ausfahrt zu beklagen. Neben den ersten Regentropfen hatten wir mit Martins Platten sieben Kilometer vor dem Ziel auch die erste Panne der Saison.

Wie von Heinz Kellers Frau, Monika, geahnt, steht heute seine 'Lieblingsstrecke' an. Öde und langweilig stuft er die französische Seite von Chalampé nach Village-Neuf ein. Doch leider kommt man an dieser Strecke nicht vorbei, will man den Ratschlägen der alten Radfüchse unter uns Glauben schenken, die ersten 1'000 Kilometer flach zu fahren. Gut, bis der Schreiberling 1'000 Kilometer geschafft hat, wird wohl der Sommer Einzug gehalten haben — aber das ist eine andere Geschichte. Interessant hingegen ist jedoch die Tatsache, wie wenige Möglichkeiten sich ergeben, will man in der Region nur flach fahren. Auf den meisten Strecken steht nämlich jeweils mindestens ein Hügel oder Berg im Weg.

Aufgrund der noch jungen Saison mit wenigen Kilo- und fast keinen Höhenmetern fahren wir die Chalampé-Strecke heute mal gegen den Uhrzeigersinn. Dies mit dem Hintergrund, einfach einige Kalorien einzusparen, denn der Versuchung eines Kaffee-/Kuchenhalts können wir problemlos widerstehen, da auf der französischen Seite die Gefahr klein ist, ein entsprechendes Café zu finden. Der Vorsatz wird jedoch bereits vor der Abfahrt durchkreuzt. Martin (Danke) offeriert eine Runde Kuchen, welche eine Mädchenklasse zur Finanzierung einer Reise anbietet. Die Sieben-Mann-Gruppe (eine Frau hat sich bisher leider noch nicht aufs Velo gewagt) fährt gestärkt bei 15° und sich langsam bedeckendem Himmel zügig nach Haltingen, Efringen und Istein, wo Martin ein erstes Mal zurückgepfiffen werden muss. Mit Bruno im Schlepptau fährt er, an der Spitze liegend, in die (sehr) steile Steigung Richtung Huttingen. In Kleinkembs fährt er zusätzlich einen Kreisel und in Schliengen nimmt er eine nicht vorgesehene Abzweigung. Kein Wunder also, dass Martin jeweils etwas schneller und fitter ist, macht er doch mit seinen Abstechern jährlich einige Kilometer mehr, als alle anderen. In Bad Bellingen werden wir ortsgetreu empfangen, spüren wir doch Wasser von oben in Form der ersten wenigen Regentropfen, die nach der Dorfausfahrt aber bereits wieder verschwinden. Auf der langen Geraden nach Steinenstadt geniessen wir mal kurz den Rückenwind, bevor wir in Neuenburg den Rhein nach Chalampé überqueren. Auf der Rückfahrt freuen wir uns dafür am heftigen Gegenwind. Dies, obwohl unser Wetterexperte Mike vorausgesagt hat, dass wir dort ständig vom Rückenwind profitieren können. Vor Kembs dann wird der Himmel etwas dunkler und es beginnt leicht zu regnen. Da auch die Temperatur um fünf Grad zurück geht, führt der Schreiberling die Gruppe mit einem schönen Dreissigerschnitt an — er möchte ja nur, dass alle warm haben und sich keiner erkältet. Überrascht stellen wir bei der Palmrainbrücke fest, dass anscheinend nicht nur die Schweizer dem Einkaufstourismus fröhnen, sondern auch die Franzosen scharenweise nach Deutschland pilgern. Ob die damit verbundenen bösen Gedanken der Grund für Martins Reifenschaden waren? Er beklagt einen Platten, welchen er jedoch unter sprücheklopfenden und zusehenden Radkollegen rasch beheben kann. An der schönen Ausfahrt beteiligten sich, neben dem Autor, Bruno, Heinz, Jean-Claude, Martin, Mike und René Gysin.

Gentlemenausfahrt 21.03.15

Von Urs Zwahlen

Einige Absagen sowie die unsichere Wetterprognose lassen die Gentlemen-Truppe auf drei Fahrer schrumpfen. So machen sich Martin, Florian und Urs bei kühlen 13° auf den Weg Richtung Birsfelden, Dornach, Aesch und Ettingen. In bekannter Manier fährt Martin, ohne Streckenkenntnisse, voraus, weshalb wir statt wie geplant über Witterswil und Bättwil, über Therwil und Biel-Benken nach Leymen fahren. Immerhin ist er dort beim Anblick der vielen weidenden Pferde nicht vom Velo gestiegen, sondern weiter auf seinem Stahlross mitgeradelt. Hätte nämlich durchaus sein können, da er soeben von einer Chilereise zurückgekehrt ist, wo er mit einem Freund auf dem Rücken eines Pferdes über die Anden geritten ist. Kurz vor Leymen die erste nennenswerte Aktion: ein Rotlicht stoppt uns - Grund??? Die Baustelle geschlossen, kein Problem mit dem Gegenverkehr - Frankreich halt. Zügig rollen wir weiter, bevor in Biederthal der zweite Aufreger folgt: Florian fehlt auf einmal in der überschaubaren Gruppe. Nichts Schlimmes zum Glück, er hat nur seinen Bidon verloren und sucht ihn kurz. Über Wollschwiller, Oltingue und Fislis fahren wir nach Werentzhouse, dem westlichsten Punkt, wo es rechts gleich in eine knapp zwei Kilometer lange Steigung reingeht. Im welligen Parcour bemerken wir, dass unsere Beine noch trainingsbedürftig sind. Entsprechend geniessen wir danach die Abfahrt von Folgensbourg Richtung St.Louis. Über die Palmrainbrücke, nach der uns Florian verlässt, gelangen wir nach Weil, von wo wir durch die Lange Erlen zurück zum Ausgangspunkte rollen. Eine landschaftlich schöne Ausfahrt mit immerhin zwei erwähnenswerten Vorfällen.

Zweiländerfahrt

Von Urs Zwahlen

Bei schönem, durch die Bise jedoch recht kühlem Wetter treffen sich Bruno, Heinz, Jean-Claude, Mike sowie die erstmals auf dem Rad sitzenden Alex, Manni, René G., sowie Urs zur zweiten Ausfahrt. Via Lange Erlen geht die Fahrt Richtung Rhein Center in Weil, wo jedoch kein Shopping-Stop eingelegt wird, sondern die Passerelle des Trois Pays nach Hüningen überquert wird. Das angenehme Tempo lässt angeregte Gespräche zu und bald schon ist das Stauwehr bei Kembs erreicht. Über die Kanalinsel führt uns der Weg zurück nach Märkt, Efringen, wo uns Bruno Richtung Fischingen verlässt, und Riedlingen. Mit Wehmut fahren wir am Mueseumscafé vorbei und schwelgen von den himmlischen selbstgebackenen Kuchen. Eine kurze Trinkpause legen wir dann aber doch noch ein - beim Italiener auf dem sonnigen Marktplatz in Kandern. Beim nächsten Mal besuchen wir dann das nebenan liegende Café - gemäss Heinz soll es dort guten Kuchen geben. Geschlossen und zügig geht’s zurück Richtung Riehen - unterwegs verlassen Manni und Alex die Gruppe, um auf direktem Weg nach Hause zu fahren. In guter Stimmung erreichen wir nach 62 Kilometer zufrieden den Ausgangspunkt Die ersten Höhenmeter sammeln René und Urs danach mit einer gemütlichen Fahrt auf die Chrischona.

Geglückter Prolog!

Von Christian Stöckli

Sieben Fahrer und eine Fahrerin haben sich beim Gemeindeplatz eingefunden um gemeinsam die Velosaison 2015 zu eröffnen. Die Wetterbedingungen waren gut und die Temperatur ganz leicht im zweistelligen Bereich. Es wurde vereinbart eine flache und nicht allzu lange Strecke zu wählen. Kurt liess es sich nicht nehmen die Gruppe kurz zu begleiten bevor er sich wegen einer wichtigen Sitzung verabschieden musste. Die gewählte Route führte uns via Grenzach nach Kaiseraugst und weiter nach Möhlin. In Möhlin drehten wir dann auf der Rennstrecke der Möhliner-Abendrennen noch eine Ehrenrunde bevor wir uns auf den Rückweg machten. Um die Rückfahrt etwas spannend zu gestalten nahmen wir den Veloweg linksseitig der Autobahn um via Liebrütti wieder den Rhein zu überqueren. Somit kamen die Teilnehmer auf der offiziellen Ausfahrt auf ca. 52 Kilometer. Einige prominente VCR TourenfahrerInnen haben leider gefehlt. Wer sich angesprochen fühlt ist auch gemeint!

Teilnehmer: Siehe Bild.