Velo-Club Riehen

14. Samschtigstour 12.06.21 – Gfunde – Verloore – Gfuunde (nimme Gfunde)

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Zum Start „gfunde“ haben sich André, Bruno, Ed, Pascal, Roland, Sascha, Urs, Volker und Hanspeter. Nach einem Frühling der kühleren Sorte, vor allem im Mai behielt die Kälte hartnäckig die Oberhand, sahen sich die Teilnehmer, sozusagen von heute auf morgen, mit Temperaturen knapp unter 30° konfrontiert. Lange angekündigt, fand das Debut 2021 von Bruno nun tatsächlich statt.

Mit der Teilstrecke Kandern – Badenweiler war eine Klassiker angesagt, auf dem sich diverse Gelegenheiten zum Abkürzen anbieten. Vorerst aber ging es via Binzen ins Kandertal welches wir bei schönstem Sonnenschein, wie auch die gesamte restliche Tour, absolvierten. An das Gefühl einer gleichmässig mit frischem Schweiss bedeckten, nie abtrocknenden Hautober-fläche konnten wir uns schon beinahe nicht mehr erinnern. Nun war es plötzlich wieder da. Endlich, war man versucht zu sagen. In Verbindung mit der am Freitag erhaltenen zweiten Impfung fühlten sich zwei Teilnehmer allerdings nicht unbedingt in Topform.

Als ersten „verloore“ haben wir Bruno der sich in Kandern verabschiedete. Er gehörte zur Kategorie „nimme gfunde“. Schon vor Sitzenkirch kam Roland kurz nach vorne um zu informieren, dass er gedenke gemütlich die St. Johannishöhe zu erklimmen um dann via Obereggenen auf direktem Weg nach Schliengen zu fahren. Beim kurzen Halt auf der Höhe verabschiedete sich Urs ebenfalls in dieselbe Richtung, auch ihn haben wir „nimme gfunde“.

Nachdem wir sämtliche Auf und Abs bis Badenweiler hinter und gelassen hatten, die letzte Rampe knackt doch immerhin die 10% Grenze, verabschiedete sich, um noch den Blauen zu erklimmen, auch Pascal. Logisch – „nimme gfunde“.

Für die restliche Gruppe stand die Abfahrt mit 12% Gefälle bevor, in die sich Volker stürzte als gäbe es kein Morgen. In jüngeren Jahren kam ich auf dieser Abfahrt durchaus auch schon mal über 90 Km/h. Heute setzt die Bremse im Kopf deutlich früher ein und gibt sich auch schon mit 70 Km/h zufrieden. Auch der Rest des Feldes, teilweise mit frischen Sturzer-fahrungen unterwegs, gab sich damit zufrieden.

Auf der Strecke zwischen Müllheim und Schliengen blies uns ein kräftiger Wind ins Gesicht und jeder war bemüht sich hinter dem Vordermann so klein wie möglich zu machen. Schliengen hinter uns gelassen, fix noch die Steigung nach Bamlach hinter uns gebracht und die Abfahrt nach Rheinweiler absolviert befanden wir uns im Radumdrehen in Kleinkems.

Plötzlich von hinten ein Pfiff. Ein Defekt, gerade jetzt wo es so schön lief? Nein es war Roland den wir in Kleinkems oben herum überholt hatten. Er gehörte also zu Kategorie wieder „gfunde“. So fand er wieder Unterschlupf im Feld und konnte mit uns gemeinsam die Ausfahrt beenden.

Der Rest war ein Klacks und der Abschlusstrunk im Sängerstübli wohlverdient.

Strecke: Riehen – Binzen – Kandern – Badenweiler – Schliengen – Bamlach – Efringen – Fischingen – Haltingen - Riehen / 78 Km / 530 H

13. Samschtigstour 29.05.21 – Grossaufgebot

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Mit Teilnehmerauflistung der 13. Ausfahrt 2021, Sonja, André, Christoph, Claude, Ed, Gianni, Kumar, Kurt, Luci, Martin, Mike, Roland, Sascha, Urs, Volker und mir selbst, wäre der Bericht nun beinahe schon lang genug.

Man kann festhalten, die 13 hatte keine abschreckende Wirkung. Aberglauben hält sich bei den VCR Mitgliedern demnach in engen Grenzen. Schön, hatte auch ein lange nicht mehr gesehener Tourenfahrer wieder einmal den Weg in unsere Reihen gefunden. Roland hatte nämlich am Morgen noch das Feldschiessen bestritten und dabei das schlechtere Licht der frühen Morgenstunden in Kauf genommen. Soll ihn zwei Punkte gekostet haben. Zu hören bekam diese Geschichte – Jeder.

Schon kurz nach dem Start, noch in der neutralisierten Zone, wurde das Feld bereits ein erstes Mal in zwei Teile gespalten. Für so viele Fahrer reicht die Grünphase vor der Einfahrt in das Erlensträsschen einfach nicht. Nach dem Eisweiher, früher wurde da im Winter tatsächlich noch Eis gemacht, war die Gruppe wieder komplett.

Entlang den Rebbergen nahm der Zug gegen Haltingen so allmählich Fahrt auf und erreichte in Fischingen geschlossen die erste Steigung. Oben angekommen reichte eine kurze Tempodrosselung um alle wieder aufschliessen zu lassen. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur ging es weiter nach Riedlingen wo die nächste Steigung bereits auf uns wartete. Vorbei an Leuten die sich einen Spass daraus machen mit einem Eisenschläger kleine harte Bälle über grünen Rasen zu dreschen, hat ja irgendwie auch was von Feldschiessen, erreichten wir Kandern.

Damit waren die kurzen Steigungen abgehakt und für jeden galt es nun, zu Beginn des Anstieges nach Endenburg, primär mal den eignen Rhythmus zu finden. Physische Voraussetzungen, der Zahn der Zeit der nagt, Tagesform etc. all das führt naturgemäss dazu, dass dieser Rhythmus nicht deckungsgleich sein kann. So wurde den auch in verschiedenen Gruppen gegen die Topographie angekämpft.

Im Wissen, dass wahrscheinlich ein paar Teilnehmer der Abfahrt von der Scheideck den Vorzug geben werden, wurde bei der Abzweigung nach Endenburg zwecks Lagebesprechung gewartet. Apropos warten, es muss einfach wieder einmal erwähnt werden, die Wartezeiten sind jeweils weniger wie gering. Auch Kurt, der sich selbst ja immer als Bremsklotz und unzumutbar bezeichnet, war im Handumdrehen oben. Nichts von Old Man.

Während Martin und Kurt dann tatsächlich über die Scheideck abkürzten, hiess es für den Rest – nächster Halt Endenburg. Gleich zu Beginn etwas steil, flacht dieser Abschnitt nach oben hin mehr und mehr ab, beinahe schon ein „Tempostutz“. Passage Endenburg, kurze Abfahrt, kurze Gegensteigung, kurze Abfahrt nach Kirchhausen und schon stand der letzte Anstieg des Tages, hinauf nach Lehnacker, bevor. Roland stellte mit Schrecken fest dass dieser Aufstieg nicht mehr auf seiner Routenbeschreibung stand. Da die Abfahrt nach Hofen aber noch immer gesperrt ist, kämpfte er sich auch noch wacker über diesen Berg. Zur Belohnung liess sich der Tourenleiter zu einer kleinen Streckenänderung überreden. Statt ins kleine Wiesental hinunter und über Niedertegernau nach Wieslet zu fahren wurde die Variante via Eichholz gewählt. Eine dem Tourenleiter bis dato unbekannte, aber sehr schöne, Variante. Man hat nie ausgelernt und es gibt immer wieder neues zu entdecken.

Ab Schopfheim ging es wie schon so oft der Wiese entlang nach Hause. Wie wir später erfahren sollten hatten Martin und Kurt kurz zuvor denselben Weg gewählt. Ab der Scheideck direkt nach Steinen zu fahren war ihnen denn doch zu einfach. Sie fuhren ab Schlächtenhaus via Hofen ebenfalls nach Wieslet. Gemäss Kurt musste Martin, entlang der Wiese, ein horrendes Tempo angeschlagen haben, das erklärt natürlich auch weshalb die Beiden bei unserem Eintreffen im Sängerstübli bereits vor leeren Gläsern sassen.

Zum Abschluss erhielt Kumar von Kurt noch den Ratschlag „next time with a clean bike“ worauf Urs mit „listen to the old man“ oder so nachdoppelte. Der Ausklang war also wiederum humorvoll. So soll es doch sein.

12. Samschtigstour 22.05.21 - Wieder mal bei Nachbarn

Von Hanspeter Brack / Bilder André Fürbringer

Aus bekannten Gründen waren Ausfahrten ins Badische während des letzten halben Jahres nicht möglich bzw. verboten. Als Jagdrevier verblieb nur noch das Baselbiet, wo es irgendwann irgendwo immer steil nach oben geht.

Seit Auffahrt nun ist die Grenze wieder für alle offen. Gelegenheit also wieder mal eine Tour auszuschreiben die von Jedermann/frau zu bewältigen sein sollte. So war sie denn auch deklariert. Als Tour für Einsteiger, Rekonvaleszente, frisch Geimpfte, Roller und Sprinter. Mit 65 Km und gleichmässig über die ganze Strecke verteilten 470 Hm die Gelegenheit wieder mal an einer «Samschtigstour» teilzunehmen.

Wie ich aber immer wieder feststellen muss locken gerad die anspruchsvollen Strecken ein grösseres Teilnehmerfeld an. Neue oder lange nicht mehr gesehene Gesichter waren nicht zu sehen. Einzig Kurt gab sich am Start ein Stelldichein und wäre auch mitgekommen, hätte es ihm nicht kurzfristig einen Kindergeburtstag reingeschneit.

Es blieb bei den üblichen Verdächtigen, André, Gianni, Ed, Kumar, Martin, Volker und Hanspeter. Damit war eigentlich schon klar, es dürfte wieder eine eher zügige Fahrt werden.

Trotz Sonnenschein, lag die Temperatur infolge eines kühlen Westwindes, nach wie vor auf der eher frischeren Seite. Ein Grund mehr die Motortemperatur mit einem etwas kräftigeren Tritt anzukurbeln. So registrierte denn der Tacho, nach einer durch Rückenwind begünstigten Fahrt durchs Kandertal, vor der ersten Steigung in Kandern, eine Ø-Geschwindigkeit von gut 25 Km/h.

Ausgangs Riedlingen bogen wir ab Richtung Feuerbach wo uns der einzig nennenswerte Aufstieg der Tour erwartete. Der Übergang nach Niedereggenen. Kurz aber knackig. Zuwenig um das Feld grossartig auseinanderzureissen. Nach kurzer Abfahrt war der Wendepunkt der Tour erreicht und bei nunmehr flottem Gegenwind ging es weiter nach Liel und Schliengen. Den Veloweg zwischen Niedereggenen und Liel liessen wir links liegen, so wirklich velotauglich für eine ganze Gruppe ist er nicht.

Nach Bad Bellingen wählten wir den Weg über Bamlach was uns nochmals einige Höhenmeter bescherte. Auf der Ebene zwischen Rheinweiler und Kleinkems blies uns noch immer ein kräftiger Gegenwind ins Gesicht der sich uns dann, irgendwo zwischen Istein und Efringen, seitlich von hinten in den Rücken drehte. Via Fischingen, Binzen und Haltingen wurde die Tour beendet und der Tacho zeigte, nach Überquerung der Wiese, einen Schnitt von 26,2.

Rennkalender 2021

Der Rennkalender ist ab sofort wieder aktuell. Ihr findet darin eine Übersicht über die geplanten Rennen in der Region. Das Organisations-Komitee vom Grand Prix Oberbaselbiet sucht ausserdem dringend Helferinnen und Helfer (beispielsweise für Streckenposten) für den Renntag am 08.08.2021. Für mehr Informationen oder bei Interesse melde dich bei info@vcriehen.ch.

Info Pfingsttour 2021

Liebe Vereinsmitglieder, erfreulicherweise stabilisieren sich die Corona Fallzahlen derzeit. Tendenziell sind sie sogar leicht sinkend. Wir hatten sogar bereits ein erstes Mal wieder die Möglichkeit zum Besuch einer «Gartenbeiz». Allerdings aufgrund der derzeitig gültigen 4er-Regel (max. 4 Personen pro Tisch) halt noch an getrennten Tischen.

Da auf den kommenden Samstag kaum mit weiteren Lockerungen zu rechnen ist und deshalb nach wie vor Restaurantbesuche nur mit Beeinträchtigungen möglich sind findet auch in diesem Jahr keine Pfingsttour statt. Wir müssen uns nach wie vor in Geduld üben, was auch durchaus Sinn macht. Mit einem Blick auf das derzeit angesagte Pfingstwetter dürfte diese Absage etwas leichter fallen. Es ist nämlich mal wieder klassisches Pfingstwetter, wie es viele noch aus früheren Pfingstlagern kennen dürften, angesagt.

Allerdings soll eine Ausfahrt in Verbindung mit leiblichem Wohl in diesem Jahr nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Sofern sich die Entwicklung so einstellt wie allgemein vorhergesehen sollte es nach den Sommerferien wohl wieder möglich sein eine Ausfahrt mit Mittagessen, auch in grösserem Rahmen, durchzuführen.

Eine Information wird wieder rechtzeitig stattfinden.

An Alle herzliche Grüsse und weiterhin gute Gesundheit

Hanspeter

11. Samschtigstour 08.05.21 Zwischenhoch

Von Hanspeter Brack / Bilder André Fürbringer

Nachdem das Wetter noch zu Wochenbeginn auch für dieses Wochenende wenig verheissungsvoll aussah kündigte sich am Donnerstag doch noch ein Zwischenhoch an. Die Temperaturen liessen zur Abwechslung sogar kurze Hosen und kurzes Trikot zu.

Am Treffpunkt eingefunden hatten sich die VCler André, Gianni, Ed, Martin und meine Wenigkeit, ergänzt durch unseren noch Gastfahrer Sascha. Die nachfolgenden Sendungen ... bzw. seine definitive Aufnahme als Aktivmitglied verzögert sich leider aufgrund der aktuellen Coronalage bis auf weiteres.

Einmal mehr führte die Strecke erstmal nach Liestal. Trotz, in Muttenz, frisch gesplitteter Strasse, eine glorreiche Unterhaltsmassnahme für einen offiziellen Veloweg, wurde dieses erste Teilstück gut gelaunt absolviert. Wie das Wetter so die Stimmung – sonnig und heiter. Nach einem kurzen Stück Oristal ging es links weg in die erste Steigung nach Lupsigen. Zu Beginn noch sanft steigend erhöhten sich die Steigungsprozente Ausgangs Lupsigen bis hoch zum Kleckenberg mit beinahe jedem Meter. Genau so steil ging es, nach kurzer Verschnaufpause, hinunter nach Ziefen.

Das Einfachste wäre nun gewesen auf direktem Weg via Bubendorf den Rückweg anzutreten, aber einfach kann jeder. Deshalb bogen wir auf halbem Weg, bei der Holzbrücke, ab um uns noch den Aufstieg nach Arboldswil zur Brust zu nehmen. Eine Steigung die gar nicht so aussieht es aber doch in sich hat und auf der man nach der Rechtskurve vor dem Dorf meist von Gegenwind in Empfang genommen wird. Die kurze Fahrt nach Titterten liess unsere Muskulatur sich kurz erholen bevor ihr auf dem ersten steilen Abschnitt der Liedertswilerstrasse nochmals alles abverlangt wurde. Entschädigt wurden wir mit einer herrlichen Abfahrt hinunter nach Oberdorf, für diese Ausfahrt das Tor zum Waldenburgertal.

Alle Steigungen hinter uns, freuten wir uns auf eine rasante Heimfahrt durch dieses stetig leicht abfallende Tal. Weit gefehlt. Der Begriff «Redlight District» bekam auf diesem Teilstück für uns eine völlig neue Bedeutung. Statt verrucht verschleppt, verschleppt wurde nämlich das Tempo. Infolge begonnener Bauarbeiten für die neue Waldenburgerbahn wurden wir durch die gefühlt hundert Baustellenampeln, natürlich alle auf Rot, immer wieder ausgebremst. Kaum in Schwunge gekommen, nächstes Rotlicht.

Unterhalb Hölstein, wieder auf eigenem Trasse unterwegs, hatte auch das ein Ende. Nachdem wir eingangs Pratteln noch einen «Chäpplifahrer», das sind die, die noch immer ohne Helm unterwegs sind, aufgerollte hatten, gönnten wir uns in Muttenz, den nunmehr wieder offenen Gartenbeizen sei Dank, einen kurzen Abschlusstrunk.

Strecke: Riehen - Muttenz - Liestal - Lupsigen - Ziefen - Titterten - Oberdorf - Liestal - Muttenz Riehen / 74 Km / 770 Hm

10. Samschtigstour 24.04.21, rasierte Wädli

Von André Fürbringer

Endlich schien die Sonne in voller Pracht und die Temperaturen stiegen auf Satte 21c. Was für ein Samstag haben wir mal wieder gewählt um unsere Ausfahrt zu zelebrieren. Auf jeden Fall waren wir nicht Alleine unterwegs und viele Automobilisten inklusive Motorradfahrer waren uns heute nicht so freundlich gesinnt!

Apropos zelebrieren, klar Hanspeter hatte am Mittwoch seinen Geburtstag gefeiert, vielleicht auch etwas zu heftig, klagte er heute doch immer über Zementbeine und keine Power und liess uns an den Steigungen meistens den Vortritt, aber trotzdem suchte er eine schöne Route aus; mit von der Partie Sascha, Volker, Gianni, Ed, Claude, Martin S., ich und später dann noch Kurt.

Sogleich sah man die ersten VCR’ler in kurzen Hosen, schön rasierten Beinen, glänzende stramme Oberschenkel und kurzes oder lockeres Oberteil. Die ersten starken Sonnenstrahlen liessen auch schon die ersten Abdrücke zu Hause erahnen. In flottem Tempo ging es Richtung Aesch dann Büsserach bevor die erste knackige Steigung anfing. Gianni unser Bergfloh hielt es nicht lange bei uns aus und verabschiedete sich bald von uns für ein kurzes Austreten. Nicht lange brauchte er um hinter einem Traktor im Windschatten an uns zum zweiten Mal vorbei zu fliegen. Ende Zuwillerstrasse an der Bushaltestelle war unser Sammelpunkt und schon bald waren wir wieder komplett. Kurzer Schluck, Riegel, Banane und Wasser und schon ging es weiter über Nunningen flott am Basler Weiher vorbei den die Meisten links gar nicht beachteten bei guten 40km/h, also da kann man keinem einen Vorwurf machen.

Der Baslerweiher ist ein künstlicher See. Er wurde 1870 von der Stadt Basel zwecks der Sicherung der Trinkwasserquellen geschaffen, indem der Seebach mit einem rund 80 Meter breiten und 10 Meter hohen Damm gestaut wurde. Mit dem Wasser wurden die Trinkwasserquellen der Stadt Basel bei Trockenheit versorgt. Diese Nutzung dauerte 70 Jahre.

Im Jahr 2008 gingen der See und die umliegenden Grundstücke in den Besitz des Kantons Solothurn über, auf dessen Kantonsgebiet der See liegt. Er ist nicht zu verwechseln mit dem bereits im späten 16. Jahrhundert trockengelegten Seewener See.

In Seewen hat uns Martin S. verlassen und wählte die Variante über Grellingen retour nach Riehen ohne nochmals Höhenmeter zu absolvieren. Wir nahmen die Route über Hochwald wo wir nun endlich wieder einmal Kurt vor uns fahrend erkannten. So pirschten wir uns wie 7 Leoparden von hinten an Kurt heran ohne uns bemerkbar zu machen. Kurt war so vertieft, konzentriert und strampelte in seinem runden Tritt die letzten Höhenmeter zum Gempen hoch. Keinen Blick nach links, rechts, zurück? Merkte er überhaupt er wird verfolgt? Wir nützten natürlich jedes Auto-Motorrad Geräusch aus um zu schalten, niessen oder zu husten. Mein Gott, fährt Kurt vielleicht mit Kopfhörer? Das kann doch gar nicht sein, er lässt sich durch nichts beirren und erst kurz vor dem Plateau zeigte er mit der rechten Hand schön an, er möchte rechts ranfahren. Nun waren wir aufgeflogen und nach 1.4km Verfolgung war die Aktion vorbei. Herrlich war’s und Kurt sagte uns dann er habe mal rechts ein Velo kurz gesehen dann links aber dachte weiter geht’s. Ja nicht zurückschauen nichts anmerken lassen.

Kurzer Schwatz und ab gings in die Abfahrt nach Dornach. Mit dem richtigen Respekt meisterten wir auch diese Hürde und konnten uns dann entspannt auf den Rückweg nach Riehen machen wo wir noch von Hanspeter herzlich zu Bier, Kaffee und hervorragender Schwarzwälder Kuchen von Trix eingeladen wurden.

Schön besuchte uns auch noch Martin W. kurz. Wie immer herzlichen Dank Hanspeter, nochmals happy Birthday, bleib gesund und fit und wir freuen uns auf weitere Touren.

Von Riehen über Aesch, Duggingen, Grellingen, Zwingen, Brislach,Breitenbach, Büsserach, Fehren, Seewen, Hochwald, Gempen, Dornach, Arlesheim, Riehen, 75km 755 Hm.

Die 10. Samschdigstour auf Relive

MTB-Tourenwochenende im Oberengadin

Andi, Patrick und Rainer organisieren am Wochenende vom 13. – 15. August 2021 ein MTB-Tourenwochenende im Oberengadin. Du findest alle Informationen in der Ausschreibung.

Um dich fürs Wochenende anzumelden, schreibe eine E-Mail an info@vcriehen.ch. Anmeldeschluss ist der 24. April 2021.

Serie Europa-Kriterium

Heute geht's weiter mit der Serie «Europa-Kriterium»: 5. Europa-Kriterium Basel 1950. Alle bisherigen Artikel zur Serie findest du in der Chronik.

09. Samschtigstour 17.04.21 – Besuch aus Österreich

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Bei nach wie vor, für diese Jahreszeit, frostiger Temperatur von gerade so um die ±9°C fanden sich doch wieder sieben Teilnehmer ein. Fürs Protokoll und Contact Tracing namentlich - André, Claude, Ed, Gianni, zum ersten Mal im laufenden Jahr René, Sascha und Hanspeter.

Laut Österreichischer UWZ (Unwetterzentrale) ist es nun auch amtlich, wir befinden uns im kältesten April seit 1997. Hat uns Österreich aufgrund Dessen für diese Ausfahrt gar einen Gesandten geschickt?

Schon bald fühlten wir uns nämlich irgendwie verfolgt, denn irgendwo zwischen Birsfelden und Rheinfelden hatte sich ein achter Pedaleur an unsere Gruppe angehängt. Vorerst als stiller Beifahrer.

Erst nachdem René, der sich die anstehenden Steigungen noch nicht zutraute, in Magden eine Kehrtwende Richtung Liestal vollzog, hörte ich von hinten, vom Fahrtwind etwas verrauscht, einen bayrischen oder sogar noch etwas weiter östlich liegenden Dialekt nach vorne dringen.

Zur restlosen Klärung der genauen Herkunft sollte es aber noch eine Weile oder genauer gesagt einen, durch eine kurze Abfahrt geteilten, Aufstieg dauern. Nachdem wir uns zuvor von Maisprach kommend die leichte Steigung, einmal mehr natürlich gegen den Wind, nach Buus warm gefahren hatten, ging es gleich Ausgangs Buus richtig zur Sache. Beginnend mit ordentlichen Steigungsprozenten flachte dieser erste Abschnitt gegen oben zur Zwischenabfahrt erstmal ab. Nur um im zweiten Abschnitt ins genau Gegenteil zu wechseln. Zum Schlegel, so heisst nämlich der mit 595m höchste Punkt der Tour, zeigte der Bordcomputer bis zu 13% Steigung an.

Nachdem sich sämtliche Pfeiff- Keuch- und andere Geräusche gelegt hatten, stellte sich dann heraus unser Begleiter wurde direkt aus der Steiermark eingeflogen. Er ist erst seit Anfang des Monats in Basel und war sichtlich erfreut über die Gelegenheit sich uns anschliessen zu können. Die Topographie bereite ihm zwar keine Probleme, sei sie in Steiermark doch in etwa gleich, aber mit den Ortskenntnissen hapere es natürlich schon noch etwas.

Übrigens von der anderen Seite, also von Hemmiken her kommend, findet sich für die 1.41 Km lange Steigung auf Strava eine Bestzeitenliste.

Ab Hemmiken ging es nur noch runter. Dementsprechend zügig wurde dieser Streckenabschnitt denn auch zurückgelegt. Eine klassische Rollerstrecke halt. Kurz nach der Hülftenschanze wurden wir von René bereits erwartet und so gelangten wir denn auch alle 7 (8) gemeinsam wieder nach Hause.

Urs, den es erwischt haben soll, wünschen wir baldige und vollständige Genesung.

Strecke: Riehen – Rheinfelden – Buus – Hemmiken – Ormalingen – Sissach – Muttenz - Riehen / 66 Km / 490 Hm

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