Velo-Club Riehen

26. Samschtigstour 14.09.2019 — Tour des Elsässischen Kreisels

Von André Fürbringer

Unsere heutige Tour ging dieses Mal ins Elsass und ich wollte nach dem letzten Wochenende eher eine flache Etappe ausschreiben. Zu aller Überraschung erschien auch Hanspeter nach seinem fürchterlichen Sturz wieder und versuchte sich wieder aufs Velo um seinen Kopf zu lüften und alles vergessen zu machen. Obwohl er meinte vielleicht früher auszusteigen war dies gar nie ein Thema. Super gemacht trotz kleineren körperlichen Schmerzen noch. Weiter war Kurt, Martin S., Hansjörg, Martin W., Reinhardt (Gast) und ich dabei. 🚲

Die Etappe führte uns zuerst von Riehen durch eine kleine Kleinbasler Tour ohne aber in den Z Schiefen Eck oder Schmale Wurf einzukehren, obwohl Hansjörg das Schade fand. Dann über die Mittlere Brügge runter an den Rhein und weiter auf dem schönen Veloweg bis ins Elsass. So konnten wir natürlich Werbung in eigener Sache betreiben und einige waren sicher schon lange nicht mehr mit dem Velo im Kleinbasel. Hansjörg meinte dann der Slow Up sei aber erst am Sonntag. 🤣

Weiter ging es durch Saint Louis, Bartenheim, Sirentz, Rantsweiler, Landser, Rixheim, Kembs, Weil am Rhein zurück nach Riehen. Nach 89.25 km und doch noch 545 Hm waren wir wieder am Ziel. 👍

Doch die ganze Fahrt war nicht ohne. Gekennzeichnete Velowege rauf und runter von der Strasse mit zum Teil schlechtem Belag forderten unser Material. 😉 Anschliessend wurden wir auf den besseren Velowegen von festinstallierten Bremsgittern zum Slalomfahren gezwungen, geschweige dann von den unzähligen Kreiseln bis nach Rixheim wo leider mein GPS meistens nicht schnell genug war mir den Weg zu weisen. Dies führte auch einmal zu einem heiklen Bremsmanöver wo Hansjörg kurz seine Bremsen quietschen liess. 😁 Sorry nochmals, dass mich die Kreisel so verwirrten obwohl ich versucht habe die Strecke nach einer Besichtigung einzuprägen (wollte natürlich keine Ortsunkundige Schwäche zeigen mit 6 Spitzenfahrer im Rücken) 😎; GPS im Elsass war einfach zu langsam. Kurt gab mir dann auf den Weg einfach durchzufahren und anschliessend zu bremsen. 👌 Ja die lieben Kreisel, ich glaube der Kopf dreht sich im Kreise. 😏

Eine schöne Fahrt durch verschiedene Elsässische Ebenen, Hügeln, Dörfer und Strassen bei schönstem Wetter immer dem Tempo der Leute angepasst; 🤞 liessen wir dann beim Yacht Club, Weil am Rhein in einer gemütlichen Pause ausklingen. 🍻 Dabei hat Reinhardt (Gast) sich spontan erklärt die Runde zu übernehmen als Dank fürs mitkommen. Wir haben zu danken. 😉

Rennbericht Schwarzwald Bike Marathon Furtwangen

Von Mara Bisonni

Bei nicht ganz so schönem Wetter (6 Grad und Regen) startete ich in das letzte Rennen der Saison. Ich startete im Mittelfeld des ersten Blockes. Auf den ersten Kilometern konnte ich schon einige Fahrer überholen, bevor es dann in den ersten und längsten Anstieg ging. Ich konnte ein konstantes Tempo fahren und duellierte mich immer wieder mit andern Fahrern aus andern Kategorien. Ich hatte mein Ziel fest im Blick die 42km unter 2h zu absolvieren. Kurz nach dem Verpflegungsposten hatte ich eine totale Krise, die ich aber zum Glück schnell überwunden hatte. Ständig hatte ich die Zeit im Blick und es sah verdammt knapp aus.

Nach der letzten langen Abfahrt, kam dann eine wellige Passage bis ins Ziel. Ich gab die letzten 5km noch mal alles um noch rechtzeitig ins Ziel zukommen. Über die Platzierung dachte ich gar nicht nach für mich war klar, dass ich auf dem zweit letzten Platz war, da ich nur ein Mädchen aus meiner Kategorie überholte und die anderen vor mir gestartet sind, wie ich dachte. Ich erreichte dann das Ziel mit 2h 2min, aber es waren auch 44km statt 42. Also war ich definitiv mehr als zufrieden mit meiner Leistung. Als ich dann noch erfuhr, dass ich zweite wurde, konnte der Tag nicht mehr besser werden. Genau so wollte ich die erfolgreiche Saison 2019 beenden. Jetzt heisst es erstmal entspannen und erholen, bevor es dann mit der Vorbereitung für die Saison 2020 losgeht.

Rennbericht Argovia Cup Hägglingen 01.09.19

Von Mara Bisonni

Bei angenehmen Temperaturen standen Marco und ich zusammen am Start. Wir haben uns dafür endschieden beide in der Kategorie Plausch zu fahren, da es für uns beide nur ein Trainingsrennen war. Direkt nach dem Start ging es in einen kurvenreichen Grasanstieg. Am Ende dieses Anstiegs fiel mir dann die Kette heraus (nach Innen), bis ich dieses Problem wieder gelöst hatte, war die ganze Gruppe schon am Ende der Startrunde. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Sekunden Rückstand auf die letzte Fahrerin. Mir gelang es jedoch ziemlich schnell die Lücke zu schliessen. Ich konnte auch noch andere Fahrer überholen. Runde für Runde lief es besser und meine Beine fühlten sich immer besser an. Doch bis ich richtig im Renngeschehen angekommen bin, war das Rennen schon vorbei. Schlussendlich fuhr ich als 25. Fahrerin in Ziel. Dies zeigte mir wieder, dass Rennen über so eine kurze Zeit (50 min) einfach nicht mein Ding sind.

25. Samschtigstour, 07.09.2019, Hochprozentig (max. 21.6%)

Von André Fürbringer

Unsere heutige Tour, Riehen, Rheinfelden, Magden, Olsberg, Arisdorf, Liestal, Gempen, Dornach, Riehen, startete nach dem Grillfest vom Freitag fast wieder mit einem Fest in Riehen. Leider war aber das Ganze nicht für uns bestimmt und die Leute liessen uns links liegen ohne grosse Beachtung. 🤣

Auch gut dachten wir und machten uns auf den Weg Richtung Rheinfelden. Volker, Martin S., Bruno und ich nahmen mal die ersten Kilometer unter die Räder, da wir wussten Martin W. erwartet uns Anfangs Veloweg in Magden und Kurt hatte schon einen gewaltigen Vorsprung da wir gar nicht wussten wo er genau aufkreuzte. Im Gebiet Grenzach pfiff uns Bruno zum Start auf eine schnellere Trittfrequenz und verabschiedete sich gleichzeitig. Unter herrlichem Sonnenhimmel strampelten wir über Deutschland dem Rhein entlang zum ersten Etappenziel. Aber schon auf der Höhe von Feldschlösschen irritierte mich das Bier bereits, dass ich direkt auf den Bauernhof fuhr, statt die Rampe hoch zu Feldschlösschen. Klar ich wollte natürlich den Kameraden die erste Hürde ersparen. 😎

Zum Glück fuhr Martin hinter mir und gab mir so die Regieanweisungen damit ich die richtige Strasse erwischte. Nun war alles wieder im Lot und Martin gesellte sich zu uns vor Magden. Der erste Hügel Olsberg mit einer hochprozentigen Steigung erwartete uns bereits. Als ich oben ankam wollte ich natürlich sofort einige Bilder schiessen von den Strapazen in den Gesichtern. Nun war Allen klar warum Kurt direkt einen anderen Weg gefahren ist und diese Steigung nach einem grossen Dessert am Grillabend ausliess. Sein Schmunzeln bekamen wir dann noch auf dem Gempen zu sehen.

Doch VCR wäre nicht VCR wenn wir dies nicht geschafft hätten und so konnten wir unseren Weg nach einer kurzen Pause weitergehen. Eine rasante Abfahrt nach Arisdorf liess uns nur kurz verschnaufen und schon wartete der nächste Hügel Richtung Chrüz/Büpplirank. Oben angekommen genossen wir das sommerliche warme Wetter und eine Weitsicht in den Schwarzwald und Umgebung entschädigte uns für die Aufstiege. Wieder ging es jetzt kurz runter und der nächste Aufstieg entlang der Arisdörferstrasse brachte uns zum nächsten Top mit der nächsten Abfahrt nach Liestal. Volker meinte da schon kurz jetzt reichts mit den Hügeln, aber leider war dies noch nicht alles vom Tourenplaner. Durch das Oristal mit flottem Tempo erreichten wir bald Neu-Nuglar von wo es nun die letzte richtige Steigung über Nuglar der Gempenstrasse entlang auf den Gempen ging. Nun hatten wir das Top der Samstagstour wirklich erreicht. ✌

Kurt wartete da oben bereits auf uns und konnte ein Lächeln nicht verkneifen als Martin S. meinte sein Vorderrad in der Steigung Olsberg wäre fast in den Himmel geschossen so steil war es. Kalt und trocken meinte Kurt «siehst Du, darum bin ich aussen rum». 🤣

Der Vorschlag von Kurt einzukehren war natürlich Allen recht, nur Volker hatte noch etwas vor und musste gehen. Das Café auf dem Gempen hatte zu und so fuhren wir fast so schnell wie die Tour de Suisse runter nach Dornach wo wir kurz einkehrten um unseren Durst zu stillen. Wie immer war es Zeit nach Hause zu gehen und so liessen wir Kurt und Martin W. ihren Weg gehen. Martin S. und ich nahmen noch die letzten Kilometer nach Riehen in Angriff.

Zu Hause angekommen zeigte der Kilometerstand eine Fahrt von 65.95 km und 1004 hm. Ein gelungener Tag neigt sich nun zu Ende und wir geniessen den lauen Sommersamstagabend. Ihr habt es wirklich verdient, danke für’s mitkommen. Sali Zämme und gute Erholung bis bald. 😆

24. Samschtigstour 31.08.19 – Komoot hatte keine Chance

Von André Fürbringer

Am Donnerstag klingelte plötzlich mein Telefon als ich auf einer Deutschland Tour war in Reute und sah, dass Hanspeter mich anrief. Da dachte ich was ist denn jetzt los? Am anderen Ende war er und meinte er sei soeben aus dem Spital nach Hause gekommen da er einen fürchterlichen Sturz mit dem E-Bike auf dem Weg zur Arbeit hatte und einen kleinen Filmriss hätte. Unglaubliches Glück und einen Schutzengel muss er gehabt haben, wenn man seinen Schilderungen folgte. Mir lief gerade der Schweiss runter und dachte einfach nur keine Brüche. Nein meinte er denn seine Statur sei einfach wie Stahl und hätte nur einige starke Prellungen und eine Gehirnerschütterung davongetragen. Da kann man wirklich nur noch gute Besserung wünschen.

Somit war klar, ich musste wieder ran. Kurt hatte im Vorfeld bereits einigen E-Mail-Verkehr mit Hanspeter und hatte ihm eine Route durchgegeben die er gefahren sei. Somit übertrug Hanspeter diese ins Komoot und schickte mir diese. Unsere heutige Tour ging mit Volker, Gianni, Peter, Harald, Bruno, Hansjörg, mir und Kurt (stieg in Folgensbourg ein) von Riehen über Allschwil, Hagenthal, Folgensbourg, Knöringen, Jettingen, Knöringen, Obermüspach, Oltingen, Wolschweiler, Biederthal, Rodersdorf, Biel-Benken, Oberwil zurück nach Riehen. Gefahrene Kilometer: 84.76 und 787 Höhenmeter.

Die Tour ging flott los und Komoot zeigte den Weg. Doch bereits in Hagenthal le Bas, wollten die ersten nicht mehr nach Komoot fahren. Ich und Hansjörg fanden dann einen kleinen Weg nach der Anweisung des GPS und führte uns wieder auf dem Aufstieg mit den anderen zusammen. Ja wenn halt nicht Alle wollen, dann findet man sich auch so wieder. Oben in Folgensbourg wartete Kurt auf uns und Bruno drehte ab und machte sich auf den Heimweg.

Nun ging es zu siebt weiter neben dem Golfplatz runter über Jettingen-Knöringen weg von Autos auf kleinen Strassen. Kurt meinte dann ab und zu, also diese Woche konnte ich diese Tour richtig geniessen und die Landschaft anschauen, seht ihr eigentlich auch etwas? Ja wir geniessen es auch, meinten wir. Doch Komoot meinte mehrheitlich wir sollen rechts dann links etc. aber Kurt liess der Route nach GPS keine Chance und so verstummte auch diese Stimme im Nirgendwo.

Weiter ging es in zügigem Tempo (vor allem Peter avancierte immer wieder als Pace-Maker) weiter Richtung Biederthal wo uns Hansjörg zu einem Umtrunk einlud. Herzlichen Dank nochmals. Er war Gotten froh endlich seinen Durst zu stillen, da er sich auf eine Flachetappe eingestellte hatte!

Jetzt waren wir wieder auf der Höhe und strampelten noch die letzten Kilometer zurück nach Basel, bzw. Kurt, Peter und Harald verliessen uns dann Richtung Pfeffingen, Leymen respektive Münchenstein. Eine schöne Ausfahrt bei sommerlichen Temperaturen freute jedes Bikerherz und bis auf wenige traten alle mit weissen Socken an wie Kurt das gerne hat. In diesem Sinne freuen wir uns bereits wieder auf die nächsten Kilometer ob mit oder ohne Komoot, für heute verabschiedet sich das GPS.

Davos 2019 — Traumhafte Trails

Von Rainer Büchele

Nachdem wir in den letzten Jahren vor allem im Mittelgebirge auf unserer jährlichen Zweitagestour unterwegs waren, ging es in diesem Jahr alpiner, nach Davos.

Nach der Anreise am Freitagabend, ging es für uns (Svenja, Jonas, Kai, Luzi, Sven S., Patrick und ich) am Samstag früh mit der Parsennbahn Richtung Weissfluhjoch los. An der Talstation gesellten sich auch Sven R. und Sandra dazu. Obwohl unsere Gruppe normalerweise eher CC-lastig unterwegs ist, hatten sich die meisten mit ordentlich Federweg «hochgerüstet». Dies zahlte sich beim eher beschwerlichen Einstieg mit einigen Schiebepassagen und folgendem, langgezogenem Anstieg auf schmalen Trails entlang dem Panoramaweg zum Chörbschhorn noch nicht aus. Wohl aber dann bei der abwechslungsreichen Abfahrt hinab nach Davos Frauenkirch. Diese, wie alle noch am Wochenende folgenden Abfahrten, verlangte von fast allen von uns das maximale Fahrkönnen ab.

Mit einer etwas kleineren Gruppe, Jonas und Luzi nahmen sich eine Auszeit, ging es am Nachmittag dann auf der anderen Talseite zum Jakobshorn hoch. Auf über 2600 m.ü.M. startet der mit einem Singletrail-Anteil von über 80% bekannte Alps Epic via Rinerhorn und Monstein nach Filisur. Eine hervorragende Tour durch eine sich immer wieder verändernde, alpine und subalpine Landschaft. Leider war der letzte Abschnitt gesperrt, sodass wir nicht unter dem berühmten Landwasserviadukt hindurchfahren konnten, dafür aber pünktlich zum Abendessen zurück in Davos waren, wo wir uns ein fantastisches Abendessen gönnten.

Am Sonntag ging es dann wieder aufs Jakobshorn und von dort via Ischalp und einem anschliessenden Flowtrail zurück nach Davos Platz, von wo wir auf die Weissfluhjoch-Seite wechselten und dieses Mal Richtung Davos Wolfgang auf schmalen Pfaden ins Tal fuhren. Nach diesen ersten beiden Touren verkleinerte sich das Hauptfeld: Svenja, Jonas, Kai und Sandra verabschiedeten sich am Mittag zur Heimfahrt.

Wir anderen steuerten nochmals das Jakobshorn an, um von dort die Abfahrt nach Sertig und wieder zurück aufs Jakobshorn und schliesslich via einem schmalen Gratweg hinunter ins Dischmatal zu fahren. Dort ging das Wochenende mit der Rückkehr nach Davos zu Ende. Euphorisiert durch viele neue Fahrerlebnisse und mit der Erkenntnis, dass auch mehrheitlich Abfahrtshöhenmeter jede Menge Spass mit sich bringen können, machten wir uns auf den Heimweg.

Vielen Dank an dieser Stelle an Sven Rizzotti, der uns durch seine Ortskenntnis und sein Fahrkönnen ein super Wochenende in Davos mitermöglicht hat. Ganz nebenbei wissen wir nun auch, wo in der Region Davos es den besten Apfel- und Blaubeerkuchen gibt.

Fahrdaten:
Samstag – 61 km und 2700 Hm (mit Bahnfahrten)
Sonntag – 53 km und 2600 Hm (mit Bahnfahrten)

23. Samschtigstour 24.08.19 – Premierentag

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Nachdem ich die ausgeschriebene Tour bei Komoot sicherheitshalber nochmals nachgescheckt hatte, spuckte das Programm unter Anforderungen folgendes aus: Schwere Rennradtour, sehr gute Kondition erforderlich, überwiegend gute Strassenbeläge, einfach zu fahren. Liegt ja alles immer im Auge des Betrachters.

Umso mehr erstaunte, dass mit der extra aus der Umgebung von Thun angereisten Margrit sowie Alice und dem wieder genesenen Harald gleich drei Mitglieder ihr Debüt für die laufende Saison gaben. Komplettiert wurde die Gruppe durch Johanna, André, Bruno, Heinz, Kurt, Martin S, Martin W und Hanspeter. Eine stattliche elfköpfige Truppe die sich also dieser Herausforderung ganz oder teilweise gewachsen fühlte. Die nahezu topfebene Anfahrt bis Müllheim gestaltete sich dann doch nicht so ganz einfach wie gedacht. Strassenbauarbeiten in Kleinkembs, die auch den gewohnten Veloweg betrafen sorgten für einiges an Verwirrung. Plötzlich standen wir nämlich vor einem Schotterweg über welchen wir unsere Fahrt fortsetzen sollten. Die noch aus „Collézeiten“ stammende notorische Angst vor solchen Abschnitten liess uns wenden um die zweite mögliche Variante, oben gleich unterhalb der Bahnlinie, zu nutzen. Kaum zu glauben auch dieses Strässchen war gesperrt. Es kam aber noch besser. Nachdem wir uns entschlossen hatten halt doch die Hauptstrasse zu benutzen standen wir auch dort vor einer Absperrung. Die Annahme mit dem Velo würde man schon durchkommen erwies sich als ebenso trügerisch wie falsch, standen wir doch zu guter Letzt vor einer Brücke ohne Strassenbelag. Bruno gab endlich zu diese Sperrungen in Auftrag gegeben zu haben und somit Verursacher des ganzen Chaos zu sein. Für ihn wäre diese Distanz nämlich bereits ausreichend gewesen und mit dieser Massnahme glaubte er sich eine Weiterfahrt ersparen zu können. Da hatte er die Rechnung ohne den unerschütterlichen Vorwärtsdrang von Velofahrern gemacht. Mit geschultertem Velo wurde auch diese Hürde gemeistert. Einer ist natürlich immer schlauer. In diesem Fall war es André der doch die Schotterstrecke gewählt hatte und uns auf der anderen Seite der Brücke bereits entgegenkam.

In Schliengen reichte es, trotz deutlich aufsteigender Form, Bruno endgültig und gemeinsam mit Martin S, der aus Zeitgründen nicht die ganze Tour absolvieren konnte, machte er sich via Liel auf den Rückweg.

Bei Kilometer 40 war Müllheim erreicht und kaum merklich fing es stetig zu steigen an. Kurt verabschiedete sich ebenfalls um via Feldberg und Scheideck „s’Beizli“ an der Wiese, wo er auf uns warten würde, anzupeilen.

Zu acht ging es nun also dem Wanderparkplatz Kreuzweg oder auch Sirnitzpass, welcher mit 1079 m.ü.M. den Kulminationspunkt der Tour darstellte, entgegen. Je nachdem wo man nun den Beginn der Steigung definiert, ob bereits in Müllheim oder erst in Badenweiler beträgt deren Länge 16 oder immerhin immer noch 10 Kilometer mit durchschnittlich 6.8% Steigung und maximal 10% einmal im unteren, einmal im oberen Bereich. Es handelt sich nach dem Notschrei um die zweithöchste Passstrasse im Landkreis Lörrach.

Die Wartezeit bis alle oben ankamen betrug lediglich um die 14 Minuten angesichts der Altersunterschiede innerhalb der Gruppe mehr als respektabel. Nach kurzer Verschnaufpause ging es in die Abfahrt welche uns durch das kleine Wiesental nach Schopfheim führen sollte. Eigentlich hätte es „Gruppo completo“ heissen sollen und auch müssen. Leider hatte Martin den Abgang verpasst, bis er nämlich Helm und Brille aufhatte war bereits keiner mehr da und auch keiner hat’s gemerkt. Irgendwie lag der Fokus auf Margrit die sich vor der Abfahrt als eher schlechte „Downhillerin“ geoutet hatte. Tut uns leid Martin hätte nicht passieren dürfen, da haben wir Dich um das Vergnügen eines Mannschaftszeitfahrens gebracht.

Wie abgemacht erwartete uns Kurt in bereits erwähntem Beizli an der Wiese. Gemeinsam verprassten wir die, noch auf die Ferienwoche zurückgehende, Spende von René Gysi. René vielen Dank es hatte noch selten so gut getan. Auch Martin gelang es so den Anschluss wieder herzustellen und „tutti insieme“ also alle gemeinsam trudelten wir in Riehen wieder ein.

Gefahrene Strecke 99 km / 970 hm

22. Samschdigstour – Durch's Elsass

Von André Fürbringer

Dieses Wochenende habe ich den Job von Hanspeter übernommen, da er 2 Wochen in den Ferien weilte meinte ich. Als ich auf den Dorfplatz eingetroffen bin waren da bereits, Hanspeter (früher von den Ferien nach Hause gekommen, da er dem Verkehr ausweichen wollte), Martin, Bruno, Pascal, René und Urs Zwahlen (was für eine Überraschung, mal nicht mit Zügeln beschäftigt!) und meine Wenigkeit.

Meine Planvorbereitung für diese Tour hatte ich schon vor 2 Wochen gestartet und bin diese mit dem Roller zur Besichtigung abgefahren. So konnte ich es vermeiden auf irgendwelche Irrleitungen zu treffen. Unsere Tour führte uns über Allschwil-Busschwiller-Folgensbourg-Jettingen-Heimersdorf-Bisel-Moernach-Ferrette-Raedersdorf-Rodersdof-Leymen-Bättwil-Biel-Benken-Oberwil-Binningen wieder nach Riehen.

Bruno begleitete uns bis nach Hégenheim und verliess uns dann in anderer Richtung. Pascal musste aus Zeitgründen nach Heimersdorf ebenfalls den Rückweg antreten. Da waren's nur noch fünf, die die Fortsetzung der Route in Angriff nahmen. Das kupierte Gelände war herrlich zu fahren und auch die Strassen waren fast Autofrei. Urs wollte zwar schon früh einen weiteren Frühschoppen zu sich nehmen und kommentierte es meistens mit den Worten, alles Klasse, herrlich ausser dieser Tour… Spass musste natürlich sein und bis zum Café Halt in Ferrette waren es doch gegen 60 Kilometer.

Nun folgte die nächste Rampe hoch und hinab Richtung Sondersdorf bevor wir nach Kiffis kamen wo uns der Blochmont erwartete, hier noch eine Anmerkung:

Die Belagerung durch die Basler



Der Rat Basels wollte die laufenden Friedensverhandlungen in Breisach nicht gefährden und zögerte Blochmont zu belagern. Schon der vorangegangene Überfall war nicht im Sinne vieler Ratsherren. Die Zünfte strebten aber die Einnahme der Burg an und übten Druck auf den Rat aus. Am 27. April 1449 schufen die Zünfte schliesslich vollendete Tatsachen und hängten nach der Messe die Zunftfahnen auf ihren Zunfthäusern aus - das militärische Aufgebot für die Zunftbrüder.

Die Metzger, die sich schon beim Auszug nach St. Jakob 1444 hervorgetan hatten, sollten auch hier unter den ersten sein die zu den Waffen griffen. Ihnen folgte die Zunft zu Weinleuten und die Zunft zu Spinnwettern und weitere. Der Rat rief vergebens zur Ruhe, die Zünfte wollten und forderten den Ausmarsch gegen Blochmont. Schliesslich liess auch der Rat am Abend das Banner aushängen. Gegen drei Uhr früh zogen die Basler aus um die Burg Blochmont zu belagern.

Um zu verhandeln und allenfalls Hermann von Eptingen zur Aufgabe zu bewegen, sei am zweiten Tag der Belagerung Rudolf von Ramstein (gestorben 1459) bei den Baslern erschienen. Diese waren einer gütlichen Lösung offenbar nicht geneigt. Sie seien gekommen um sich Leib und Gut des Eptingers zu holen. Auch von den breisacher Verhandlungen kamen Boten die nichts auszurichten vermochten. Die Belagerer untergruben die Burgmauern um sie zum Einsturz zu bringen.

Blochmont ergibt sich

Hermann von Eptingen erkannte seine aussichtslose Lage. Auch wusste er dass er und seine Burgbesatzung Gefahr liefen umgebracht zu werden wenn die Burg erst einmal gefallen war, so wie dies damals häufig üblich war. Unter der Bedingung, dass sein Leben geschont würde ergab er sich am dritten Tag der Belagerung den Baslern. Diese forderten jedoch mehrheitlich seinen Tod, so dass es nur mühsam einigen Besonneneren gelang ihn und seine Männer zu retten.

Vor ihrem Auszug nach Blochmont hatten die Basler Bern und Solothurn um Hilfe gebeten. Ein solothurner Kontingent war im Anmarsch, traf dann aber erst kurz nach der Kapitulation ein. Die Basler hatten bereits beschlossen den Eptinger und seine Leute leben zu lassen und es den Sechsern des Rats in Basel zu überlassen ein Urteil zu fällen. Wären die Solothurner etwas früher gekommen, hätte sich sehr wahrscheinlich eine sofortige Hinrichtung durchgesetzt.

Ihren Zorn liessen die Basler jedoch an der Burg Blochmont aus, die sie in Brand setzten und zerstörten. Hermann von Eptingen habe angeblich mit Tränen in den Augen zugesehen und sich gewünscht nie geboren worden zu sein um solches Leid sehen zu müssen. Immerhin wurde sein Leben und das seiner Männer geschont. Anstatt sie hinzurichten, habe man sie in einem demütigenden Zug nach Basel geführt wo sie in "zwo kefi" in den Kerkern des Spalenturms eingesperrt wurden.

Keiner der Tourenfahrer wollte sich natürlich ergeben und die Meisten hatten gar keine Zeit sich so etwas durch den Kopf gehen zu lassen. Alle meisterten den Aufstieg mit Bravour. Dafür wurden wir jetzt mit einer rasanten Abfahrt belohnt bevor es nochmals eine kleine Rampe nach Wolfschwiller hochging.

Jetzt gab's kein Halten mehr und die Abfahrt belohnte uns für die Strapazen. In einer zügigen Fahrt ging es Richtung Leymen bis Urs noch ein paar Höhenmeter einbauen und nicht den Weg direkt nach Therwil fahren wollte. Auch okay dachte ich mir. Mit dieser kleinen Zusatzschlaufe schafften wir es nach 105.75 km, 1249 hm, 2:36 h. Aufstieg, 1:35 h. Abstieg und 26:18 min in der Ebene wieder nach Riehen.

Glücklich und mit schönen Eindrücken vor allem Landschaftlich, Häuserbau und wie hügelig das Elsass ist, erreichten wir das Café Suter im Rauracherzentrum zusammen. Da war auch Urs happy und freute sich, dass keine weitere Organisation von meiner Seite ansteht mit dem Kommentar, alles Klasse gewesen aber diese Tour war…..(schmunzelnd).

21. Samschtigstour 03.08.19 – Auf und Ab … auf allen Ebenen

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Am gewohnten Treffpunkt fanden sich um 9.00 Uhr Johanna, André, Mike, Martin S., und Hanspeter ein. Da Johanna noch den Auftritt von Alice ankündigte, die dann letztendlich doch nicht erschien, verschob sich der Zeitpunkt der Abfahrt auf 9:10 Uhr. Der von Therwil her kommende Martin W. liess ausrichten, er werde an der Brücke in Aesch auf uns warten. Von Kurt wusste ich dass er sich die ersten Bergpreispunkte in Nunningen gutschreiben lassen wollte und zur Erreichung dieses Zieles bereits vorausgefahren war. Nachdem es mit Alice wie bereits erwähnt nicht geklappt hatte und uns auf der Einrollstrecke entlang der Birs ein VCR Mitglied entgegenkam (falsche Richtung) landeten wir mit dem bereits wartenden Martin den ersten Volltreffer des Tages. Nun zu sechst passierten wir Duggingen und wurden bei unserer Aufholjagd auf Kurt erst von der Bahnschranke in Grellingen, welch zugleich den Fuss des ersten Aufstieges markierte, gestoppt. Nochmals Zeit zum Durchschnaufen, zu einem letzten Schluck aus der Flasche oder zu einem letzten Biss in was auch immer.

Das Heben der Bahnschranke kam einem Startschuss gleich und ab ging es in die gleich nach dem Bahnübergang beginnende bis zur ersten Haarnadelkurve durchaus anspruchsvolle Steigung. Hat man diese ersten 700 m erst mal absolviert werden die restlichen 8 km gegen oben hin (gefühlt) immer flacher. Bereits eingangs Nunningen kam mir Kurt entgegen um die Formation des Tages zu komplettieren. Da er schon etwas länger am Warten war wusste er nicht so recht ob er nun zu früh losgefahren oder zu schnell hochgefahren sei. Wir einigten uns auf zu schnell hochgerattert. Hinter dem als Dritten eintreffenden André hatten sich Johann und die beiden Martin zu einem Grupetto zusammengefunden. Allerdings wurde Johanna auf ihrem Mietvelo irgendwie immer kleiner. Dies führte auf der Höhe nach Bretzwil, mit knapp 700 m der Höchste Punkt der Tour, zu einem etwas windigen Halt. Leider konnte der nach unten rutschende Sattel, mangels passendem Werkzeug, weder neu positioniert noch fixiert werden. Es blieb nichts anderes übrig als wie mit den Knien bis zum nächsten Veloladen weiter zu fahren. Glücklicherweise stand die Abfahrt bis Reigoldswil bevor und da wäre ein Veloladen direkt an der Strasse und hätte er nicht Betriebsferien gehabt, hätte er sich sicher hilfsbereit gezeigt.

Zwischenzeitlich fragte ich mich ob Kurt, der sich in die Abfahrt gestürzt hatte als gäbe es kein Morgen, nun auch noch in den Speed-Disziplinen auf sich aufmerksam machen will. Hat er da etwas durcheinander gebracht? Der Alpine Abfahrtsweltcup beginnt doch erst im November. In Bubendorf konnte dann ein Bekannter von Johanna das Problem mit der Sattelstütze fürs Erste lösen und mit deutlich gesteigertem Überblick konnte sie die Fahrt fortsetzen. Da ich weiss dass Kurt der Fahrt von Liestal nach Basel nicht viel abgewinnen kann hatte ich die Variante über den Asphof verbunden mit ein paar extra Kilometern gewählt. Bei besten äusseren Bedingungen erreichten wir schon bald Sissach und standen im Handumdrehen vor der zweiten nennenswerten Steigung des Tages hinauf zum Asphof. Vor Rothenfluh also links abbiegen, Kette vorne runter und wenn möglich Kadenz halten. Auf dem Asphof angekommen ein kurzer Halt, Mike betätigte sich als „Wasserschmöcker“ und kam mit immerhin halb gefülltem Bidon wieder zurück. Die Anderen machten sich das, indem sie nach absolvierter Abfahrt die Dorfbrunnen in Wegenstetten nutzten, etwas einfacher. Mit vollen Tanks ging es anschliessend das Tal hinunter nach Möhlin. Ein kurzes Verfahren des Tourenführers sorgte kurzfristig für etwas Verwirrung, ansonsten wurde auch diese Teilstrecke so zügig absolviert dass, nach eigenen Aussagen, nicht alle viel gesehen haben.

Johanna hatte ein anderes Problem, sie wurde nun stetig wieder kleiner. Es hatte zwar Gegenwind aber ob das langsame absenken der Sattelstütze ein probates Gegenmittel darstellt ist wissenschaftlich nicht belegt. Also bitte nicht nachmachen, die Knie danken es. Man kann sich auf dem Velo auch anders klein machen. Nachdem wir das Möhlintal verlassen hatten macht sich auf der freien Strecke zwischen Möhlin und Rheinfelden nun ein deutlicher Temperaturanstieg bemerkbar. Dies und die Tatsache dass unsere Fahrt noch über das Gelände einer Gerste verarbeitenden Firma Namens Feldschlösschen führte liess bei Mike die Zunge wohl in die Kette rutschen. Zaghaft kam er nach vorne um nachzufragen ob ich gedenke die Fahrt in einem Rutsch durchzuziehen. Natürlich nicht und so sassen wir denn kurz darauf im Restaurant Bahnhöfli in Kaiseraugst unter Kastanienbäumen. Bestellt wurde ausschliesslich in Halblitergebinden dazu eine Pizza für Alle. Mike übernahm dankenswerterweise die Rechnung. In gemütlicher Runde wurden unter anderem bereits Pläne für die Velowoche 2020 geschmiedet.

Der Rest der Strecke bis Birsfelden wurde zum Ausrollen genutzt. Ende Hard verabschiedeten sich Kurt und Martin, sie werden bis zu ihren jeweiligen Wohnorten den „Hunderter“ wohl auch noch vollgemacht haben.

Gefahrene Kilometer 100 / Höhenmeter 910

Schlammschlacht im Murgtal

Von Mara Bisonni

Nach fast 6 Wochen Rennpause stand ich am Sonntag wieder an der Startlinie. Die vorherigen Wochen habe ich viele Stunden auf dem Bike verbracht und somit war ich auch gespannt, was für eine Leistung ich erbringen konnte. Nur leider spielte das Wetter nicht so mit.

Schon am Abend davor fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf. Fast das ganze Rennen fuhr ich mit einer anderen Fahrerin aus meiner Kategorie. Nach ca. 15 km konnten wir dann zu einer weiteren Fahrerin aufschliessen und so fuhren wir als Trio weiter. Als dann nach ca. 20 km eine ziemlich steile Abfahrt kam, konnte ich leider mit den anderen zwei Fahrerinnen mithalten.

Die letzten 5 km gab ich dann nochmal alles um die Lücke zu schliessen, was mir leider aber nicht gelang und so landete ich auf dem undankbaren 4. Platz. Nun freue ich mich schon auf das nächste Rennen, die Schweizermeisterschaft in Alpnach.

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