Velo-Club Riehen

Corona-Virus: Sämtliche Vereinsaktivitäten bis 19.04.2020 abgesagt


Augrund der aktuellen Lage hat der Bundesrat per Verordnung sämtliche Vereinsaktivitäten verboten. Dies gilt sowohl für die Monatsversammlung vom 27.03. wie auch die Trainings (Samschdigstouren, MTB Trainings, MTB Ausfahrten, Hallentrainings, Jugendtrainings) und Läufe der Clubmeisterschaften.


Haltet Abstand und bleibt gesund!
Der Vorstand

11. Samschtigstour 14.03.20 – Elf zogen aus …

Von Hanspeter Brack, Bilder André Fürbringer

… namentlich André, Bruno, Gianni, Martin S., Martin W., Pascal, Peter, Urs R., Urs z., Ed als Gast und Hanspeter, sieben kamen durch. Mit Hansjörg wäre das dutzend sogar voll gewesen, er hatte aber bereits ein Einzeltraining hinter sich und stattete uns auf dem Heimweg lediglich einen kurzen Besuch ab.

Was wir zu Beginn noch nicht wussten, es sollte, wohl passend zur derzeitigen Situation, eine eher etwas kuriose Ausfahrt werden. Bis kurz nach Efringen ging zwar vorerst noch alles Gut. Ab da fing es aber an. Martin W., mit neuen Reifen bewaffnet, aber schon am Start über ein holperndes Vorderrad klagend, sprang beinahe der Pneu vom Vorderrad. Das Michelin Männchen hatte wohl einige seiner Ausschusspneus auf den Markt geworfen und Martin war nun der Leidtragende. Jedenfalls zwang ihn das Malheur zur Umkehr.

Kurz vor Bad Bellingen hatte auch Bruno (jeweils für den Startpfiff zuständig) sein Tagesziel erreicht. Nachdem er sich bis zu diesem Zeitpunkt wacker geschlagen hatte und wie immer mannschaftsdienlich fuhr, schlich er sich still und leise von dannen. In Schliengen galt es ein paar Ecken mehr wie üblich zu fahren, was umgehend zur Schlussfolgerung der Tourenleiter habe wohl eine Abzweigung verpasst führte. Dem war jedoch nicht so. Er lotste lediglich die Gruppe an einer Jahrhundertbaustelle mitten im Dorf vorbei und schon bald befand man sich auf der Anfahrt zum Weinanbaugebiet Mauchen. Vor der Abzweigung nach Feldberg wurde der Zusammenschluss des Feldes, welches sich in der Steigung zuvor etwas auseinandergezogen hatte, mit einer kurzen Verschnaufpause herbeigeführt. Hügelig ging es weiter, Feldberg war schnell passiert und der Schwung aus der nachfolgenden Abfahrt konnte voll in die kurze Steigung nach Schallsingen mitgenommen werden.

Unterhalb Schloss Bürgeln, bei der Abzweigung Richtung Kandern, war dann der nächste Abgang zu verzeichnen. Pascal verabschiedete sich, wie schon am Start angekündigt Richtung Badenweiler von wo aus er noch den Blauen erklimmen wollte. Wir machten uns in die entgegengesetzte Richtung, über die St. Johannesbreite, auf nach Kandern wo, mit Überquerung der Scheideck, die letzte Steigung des Tages zu Buche stand. Urs R. war mit dem bisher geleisteten vollauf zufrieden und trat deshalb die Heimreise bereits auf dieser Seite des Hügelzuges durchs Kandertal an. Daran konnte auch Martin S., der ihm Anbot gemeinsam gemütlich über die Scheideck zu fahren, nichts ändern. Kurz vor dem Kulminationspunkt sorgte Gianni für Chaos indem er André nach Endenburg leitete und uns, die wir auf der Scheideck warteten, animieren wollten ebenfalls noch nach Endenburg zu fahren. Dazu hatten wir aber keine Lust mehr. Gianni blieb also nichts Anderes übrig wie André hinterher zu hechten um ihn zurück zu holen was ihm aber erst kurz vor Endenburg gelingen sollte. Derweil beschlossen wir die Abfahrt gemütlich zu absolvieren um an einer etwas windgeschützteren Stelle auf die Beiden zu warten. Beim Wort gemütlich stellte jemand die Frage können wir das? Ja konnten wir und nach kurzer Wartezeit in Schlächtenhaus komplettierte sich die Gruppe wieder. Die Fahrt auf der leicht abfallenden Strasse nach Steinen war wie immer ein Genuss. Mit einer kontrollierten Fahrt entlang der Wiese wurde die Ausfahrt beendet.

Strecke 78 km / 650 hm

Es war wiederum eine schöne Ausfahrt obwohl jedem die Situation in welcher wir uns derzeit befinden irgendwo im Kopf herumgeistert. Wie sich die Situation in unmittelbarer Zukunft entwickeln wird ist derzeit nicht absehbar. Welche Massnahmen noch getroffen werden, werden müssen, wird sich zeigen und auch inwiefern wir unseren Aktivitäten nachgehen werden können. Vorerst können wir nur hoffen möglichst unbeschadet und gesund aus dieser Krise herauszukommen.

10. Samschtigstour 07.03.20 – Ab in den Faltenjura…

Von Hanspeter Brack, Bilder André Fürbringer

hiess es für André, Gianni, Martin S., Martin W., Urs, Hanspeter, unser bald Neumitglied Werner und unseren Gastfahrer Ed von der britischen Insel. Vor rund 188 Millionen Jahren ist er unter grossem Druck aus dem kalkhaltigen Meeresboden, Mitteleuropa war damals mehrheitlich vom warmen tropischen Ozean bedeckt, entstanden. Der kühlen Witterung geschuldet bewegten wir uns allerdings lediglich am Fusse der Falten ohne diese erklimmen zu wollen.

Via Muttenz, Dornach Aesch näherten wir uns der ersten Falte, dem Blauen, die sich zu unserer rechten Seite erhob. Zuerst mussten wir allerdings bei der Brücke in Aesch auf Martin W. warten der dort zu uns stossen wollte. Bei unserem Eintreffen weit und breit kein Martin. In guter Absicht fuhr er uns entgegen, allerdings hatte er für dieses Vorhaben die falsche Strasse ausgewählt. Auch nach Aesch führen halt viele Wege.

Einmal mehr fuhren wir (windtechnisch gesehen) in die falsche Richtung und freuten uns, da wir ab Zwingen denselben Rückweg haben sollten, auf einen satten Rückenwind. Diese Rechnung sollte nicht aufgehen. Eingangs Laufen wurden wir dann wieder einmal von einem laut hupenden Auto überholt, irgendwie gehört das im Laufental einfach dazu. Für gewisse Leute scheint da ein Velo an sich eine Provokation darzustellen. Auf der Ebene zwischen Walen und Büsserach präsentierte sich uns der Gebirgszug in Richtung Passwang im weissen Winterkleid. Im Laufe der Woche musste es doch noch weit hinunter geschneit haben. Kurz vor Büsserach ein vermeintlicher Antritt von André, er wollte einfach auch mal ein paar Bilder von vorne schiessen. Werner hatte das nicht mitbekommen und hechtete hinterher um das Loch zu schliessen. So kommt man natürlich nicht auf das Klassenfoto.

Die anschliessende Fahrt nach Zwingen wurde zu einem veritablen Mannschaftszeitfahren genutzt, leider wurde Martin W. im Kreisel in Breitenbach von einem Transporter ausgebremst und verpasste so für die nächsten paar Kilometer den Anschluss.

Ab Zwingen blies uns, wie erhofft, ein kräftiger Rückenwind Grellingen entgegen. Die Freude währte nur kurz. Schon bald nach Einbiegen auf die Baselstrasse empfing uns der Wind wieder von der anderen Seite und so sollte es dann auch bleiben.

Den Abschlusstrunk gab es allen Viren zum Trotz, nach langem, wieder einmal im Crazy Horse beim VCR besser bekannt als «Rossbollebaiz».

Strecke 65 km / 450 hm

9. Samschtigstour 29.02.2020 — Schwarzes Weekend mit lauter Verboten und Absagen, Corona Teufel!

Von André Fürbringer

Was für ein aufregendes Weekend nach dem Entscheid des Bundesrades sämtliche Veranstaltungen über 1000 Personen abzusagen wegen dem Coronavirus. Dies hat mich natürlich mit unserer Wagenclique auch hart getroffen und so mussten wir heute früh schon gut disponieren wo und wie wir, unser Material von fast 1 Tonne hinbringen. Dies hat aber gut geklappt und somit sind wir bereit für 2021.😉 Da die Wetteraussichten nicht gut aussahen, hat Hanspeter die Tour eigentlich schon im Web abgesagt. 😏 Als er dann mich noch angerufen hatte, dachte ich jetzt ist das Coronavirus wirklich auch in Riehen Dorf angekommen. Somit war jegliche Veranstaltung annulliert.

Als dann Volker ein trauriger Smiley in den Chat tat, dachte ich mir jetzt muss ich doch noch fragen ob er eine Runde drehen möchte, da ich wusste Hanspeter fühlte sich die ganze Woche nicht wohl und legt eine Pause ein. Klar möchte er eine Runde machen also beschlossen wir uns am Dorfplatz zu treffen. Bei der Anfahrt war mir natürlich schon klar, dass wir mit der Veranstaltung aus dem 1000 er Raster fallen und somit höchstens auf Kantonaler Ebene verhandeln müssten.

Schnell war aber klar auch dies wird kein Problem sein, da nur noch Bruno am Brunnen wartete und sehr wahrscheinlich gar nichts vom Virus mitbekommen hatte. So wiedersetzten wir uns eigentlich den Anweisungen aber wir dachten uns, dass es keine Konsequenzen zu befürchten gibt😏. Zu Dritt haben wir dann beschlossen, dass wir über Schopfheim, Scheideck, Kandern, Weil am Rhein wieder nach Riehen fahren. Wie so oft kamen uns an der Wiese Richtung Lörrach, Heinz und Johanna entgegen. 🚲😂

59km und 530 hm zuckten unsere Muskeln da wir wie gegen eine Wand fuhren. 🌬 Nach 15 km verliess uns Bruno und wollte, dass wir uns alleine weiter auf dem Weg machen damit wir einen guten Schnitt erreichen würden. Gleichzeitig schloss sich uns ein jüngerer ex. Velorennfahrer aus Deutschland an und freute sich mit uns mitzufahren. Im Cross-Selling versuchten wir natürlich sofort Ihn auch für den Club zu gewinnen mal schauen, er ist in Rheinfelden zu Hause. So erreichten wir dann Binzen wo wir uns verabschiedeten da er den Weg über Lörrach fuhr und wir über Weil am Rhein. Jetzt noch neben dem Coronavirus auch Windgeplagt erreichten wir aber wieder Riehen trotz allen Verboten. 🤣 Fasnächtler suchen nach Lösungen wir haben sie mit dem VC Riehen gefunden und brauchten nicht einmal Doggter FMH, ah jä, si .👍

8. Samschtigstour 22.02.2020 – Geschüttelt nicht gerührt

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Im Frühling, also demnächst, wird er in die Kinos kommen, der neue James Bond. Jeder wird wohl wissen welche Zubereitungsart Bond, James Bond, für seinen Martini bevorzugt. Und genau so sollten wir uns für ein Teilstück der Strecke fühlen. Nur wussten das André, Gianni, Heinz, Martin, Peter, Volker und Werner (noch Gast) noch nicht. Und auch der Tourenleiter, dem die Strecke von einem Arbeitskollegen empfohlen wurde, hatte keine Ahnung was auf die stattliche Gruppe zukommen würde.

Aber der Reihe nach, mit der Fahrt hoch nach Inzlingen stand, unmittelbar nach dem Start, zum ersten Mal in der laufenden Saison eine nennenswerte Steigung im Programm. Gleich zu Beginn der Steigung bildete sich vorneweg ein erstes kompaktes Feld. Dahinter bildeten Heinz und der Tourenleiter ein gut harmonierendes Duo, welches sich in gleichmässigem Tempo nach oben schraubte und auf Höhe des Inzlinger Schlosses sogleich an der wartenden Spitzengruppe vorbeizog. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur wurde die Abfahrt nach Degerfelden in zügigem Tempo absolviert. Bei Rheinfelden wurde, der am Start vermisste, Martin eingeholt. Zeitgleich verabschiedete sich Heinz der, nach Rücksprache, die Gruppe zufahren lassen wollte. Bei wiederum traumhaftem Wetter fuhren wir auf dem Veloweg Schwörstadt entgegen. Bei der Wehramündung dann ein erstes Stück Naturweg. Soweit alles OK, das wurde mir auf “Komoot“ auch so angezeigt. Kein Grund zur Beunruhigung, nach ca. 500 Meter wieder befestigte Strasse. Nach Schwörstadt glaubte ich dann meinem Arbeitskollegen, der mir versichert hatte am Rhein entlang fahren zu können, mehr wie der auf dem Navi abgespeicherten Streckenführung. Da wird am Montag wohl gleich ein Mitarbeitergespräch fällig. Nun begann nämlich die nicht enden wollende „Martinistrecke“. Der Weg am Rhein entlang entpuppte sich als veritable Holperpiste und wir wurden, während die Getränke in unseren Bidons überschäumten, ein ums andere Mal von oben bis unten durchgeschüttelt. Power Plate braucht da kein Mensch mehr, hoffentlich endet das nicht noch im Kiesbett. Aber alles ging gut, Defekte waren keine zu verzeichnen und im Gegensatz zu Paris Roubaix war das wohl immer noch eine Autobahn. Zur langsamen Angewöhnung war der anschliessende Veloweg durch Wallbach, immer noch deutsche Rheinseite, mit Betonsteinen besetzt. Zwar immer noch besser wie das nachfolgende Kopfsteinpflaster durch Bad Seckingen aber eben die Rüttelpartie hatte noch kein Ende.

Erst nach Überquerung der Holzbrücke hörte das Zähneklappern auf und der Schaum in den Bidons bildete sich wieder vom gasförmigen in den angestammten flüssigen Zustand zurück. Bei Mumpf wurde die Autobahn überquert. Richtig gehört es gibt tatsächlich nicht nur eine Unter- sondern auch eine Überführung, die einem sogar ein gewisses Mass an Fahrtechnik abfordert. Finden tut man sie wenn man einfach zu früh links abbiegt. Als Nächstes stand die Steigung vor Zeiningen zu Buche. Eine Steigung für die es irgendwie einfach nicht den richtigen Gang gibt.

An der Tankstelle eingangs Rheinfelden wurden wir von einem „netten Herrn“ in einem blubbernden Amischlitten der uns, rücksichtslos, auf dem Veloweg quer vor unsere Velos fuhr, abrupt zum Stillstand gebracht. Um nicht zu stürzen musste ich mich sogar kurz auf der Kofferraumhaube abstützen. Es zeigte sich, das Auto hat doch Bremsen, denn nun konnte der Fahrer, wohl aus Angst um sein Auto, plötzlich anhalten. Wir hatten allerdings keinen Gesprächsbedarf und liessen ihn kurzum stehen.

Zu guter Letzt schoss, auf der Anfahrt zum Kraftwerk, auf der Sternenfeldstrasse eine Zeitfahrmaschine (natürlich mit Fahrer) an uns vorbei. Gianni zeigte, mit den Worten siehst du was die Felgen ausmachen, auf die Räder. Das muss doch auch ohne gehen, also aus dem Sattel und hinterher. Das Loch wurde nicht grösser aber auch nicht kleiner. Dann bekam er aber die Kurve bzw. Ecke bei der Delica überhaupt nicht in den Griff und wir waren wieder vorbei. Gianni siehst Du was Fahrtechnik ausmacht?

Das Kind im Mann war nun auch befriedigt und mit lachenden Gesichtern verabschiedeten wir uns an der Schleuse von Gianni und Peter.

Strecke 66 km / 440 hm

7. Samschtigstour 15.02.2020 – Kaum ausgesprochen ist’s ausgebrochen

Von Hanspeter Brack, Bilder von Sonja Nafzger

Erneut lud der bisher unglaubliche Winter, der noch gar keiner war, zu einer Ausfahrt bei nahezu frühlingshaften Bedingungen zu einer Ausfahrt ein. Allerdings ist der Fahrtwind immer noch sehr kalt und so ist nach wie vor fahren in vorwiegend ebenem Gelände angesagt. Es geht um’s Kilometer sammeln.

Die Kilometer vom vergangenen Samstag gutsschreiben lassen wollten sich Sonja, Martin S., Martin W., Urs Z., erneut als Gast Werner und natürlich der Tourenleiter. Die Strecke zeigte eine ähnliche Charakteristik wie schon vor Wochenfrist. Erneut ging es zum Wendepunkt nach Neuenburg, diesmal jedoch auf der deutschen Rheinseite. Gedacht war eine Rückkehr über Müllheim, Schliengen, mit ausfechten eines kleinen Bergpreises zwischen Liel und Riedlingen und anschliessendem geordnetem Rückzug entlang dem Feuerbach nach Egringen.

Aber eben nur gedacht. Zwar lief, bei schönstem Sonnenschein, zunächst alles wie geplant und Neuenburg wurde zügig erreicht. Ausgangs Neuenburg erzählte Sonja Martin W. irgendetwas über Platten, so genau hatte ich das nicht mitbekommen. Jedenfalls sass Martin, kaum war es ausgesprochen, unverzüglich auf der Felge. Unter dem aufmunternden Kommentar von Urs machten wir uns an die Behebung des Defektes.

Urs behält den Überblick

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Martin ein ganzes Arsenal von Pumpen auspackte, wäre dieses Vorhaben durchaus als erfolgreich zu bewerten gewesen. Martin aber wählte ausgerechnet diejenige Pumpe aus, bei der ein Adapter auf das Ventil zu schrauben war. Also aufschrauben, Pumpe aufsetzen und Patrone in den Schlauch entleeren. Soweit war noch immer alles im grünen Bereich, OK vielleicht etwas kalte Finger, die Patrone war halt nicht isoliert. Pumpe abnehmen, Adapter abschrauben, Pffff…. Martin hatte mit dem Adapter auch gleich wieder das Ventil herausgeschraubt und beides war nun zuverlässig miteinander verschraubt. Daran änderte auch das ungläubige Gesicht von Martin wenig. Verzweifelt aber mit umso mehr Ausdauer gesegnet versuchte er die beiden Teile voneinander zu trennen.

Martin kann es nicht glauben

An den beiden Fingern mit denen er das Ventil zu halten versuchte zeichnete sich schon bald ein lehrbuchmässig gerolltes Gewinde ab, lösen lies sich nichts. Derweil Martin seine vergeblichen Versuche unermüdlich fortsetzte wechselten wir den Schlauch nochmals und mit einem anderen Pumpenmodell gelang die Schadensbehebung letztendlich dann doch.

Martin kann es immer noch nicht glauben

Frohen Mutes wurde die Fahrt, für immerhin 500 Meter, fortgesetzt. Nun sah sich Martin S. genötigt auch noch seinen Beitrag, zu einer kurzweiligen Ausfahrt von der man etwas erzählen kann, zu leisten. Zuerst roch es nach verbranntem Gummi, dann stieg Martin vom Velo. Sein Hinterrad steckte völlig schief im Rahmen und streifte an der Bremse. Man konnte es zwar richten aber so richtig anziehen liess sich der Schnellspanner nicht mehr. Der erste Gedanke war ab Bahnhof Müllheim den Zug nehmen. Der zweite Gedanke, das Rad irgendwie so herzurichten um eine Heimfahrt erfolgreich abschliessen zu können, war doch noch von Erfolg gekrönt. Zwar mussten wir die hintere Bremse durch komplettes lösen des Bowdenzuges ausser Funktion setzen, konnten aber die Fahrt gemeinsam fortsetzen. Auch der Defektteufel musste nun einsehen, dass wir für diesen Tag nicht aufzuhalten waren und schlich sich von dannen. In Schliengen entschied sich der Tourenleiter, um Martins Velo nicht über zu strapazieren, von der vorgesehen Tour abzuweichen. Die Überquerung des Hügels hinüber nach Riedlingen hätte das Problem möglicherweise verschärft. So wurde der Hinweg auch zum Rückweg, sich richtig gemerkt hat es kaum einer. Die Rückfahrt verlief in der Folge bis Altweil ohne weitere Zwischenfälle. Dort gerieten wir beim Lindenplatz unvermittelt in die Zeremonie des Narrenbaums setzen. Obwohl abgestiegen und zu Fuss durch die Menschenmenge unterwegs, mussten wir uns doch das eine oder andere Mal „anpflaumen“ lassen. Da half nur freundlich lächeln, uns konnte sowieso nichts mehr erschüttern.

Zum Abschluss offerierte uns André, der an dieser Ausfahrt wegen Grilldienst nicht teilnehmen konnte, eine Bratwurst vom Grill. Die neuste Eigenkreation aus der Manufaktur Henz entpuppte sich als echtes Meisterwerk und stellte damit einen würdigen Abschluss der 
siebten Tour 2020 dar.

Strecke 76 km / 300 hm

Grüsse aus Gran Canaria

Von Marco Bisonni

Marco Bisonni auf Gran Canaria

Liebe Vereinsmitglieder

Zurzeit befinde ich mich für 10 Tage auf Gran Canaria. Bei angenehmen 25–30 Grad kann ich intensiv an meiner Form arbeiten.

Durch die langen Anstiege und tollen Abfahrten sind die langen Trainingseinheiten abwechslungsreich und kurzweilig. Es macht unglaublichen Spass mit meinem neuen Koba R31 Disk Rennvelo die Insel unsicher zumachen.

Ich hoffe ich kann etwas Sonne mit auf Riehen bringen.

Liebe Grüsse, Marco

Jahresrückblick Samschdigstouren 2019

Von André Fürbringer

6. Samschtigstour 08.02.2020 – Neue Jacken verleihen Flügel

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

André, Gianni, Martin S., Martin W., Peter, Werner (Gast) und Hanspeter hiessen die Protagonisten der 6.-Samschtigstour 2020. Eine tempofeste siebenköpfige Gruppe die sich da, mehrheitlich in den kurz zuvor erhaltenen neuen Winterjacken, am Treffpunkt versammelte. Martin W. nach gut zwei Wochen Skihöhentraining bis in die Zehennägel vollgepumpt mit Sauerstoff, seinen Hämatokritwert wollten wir gar nicht wissen.

In dieser Mannschaftszusammenstellung war zum Vornherein klar, in dieser Ausfahrt wird Pfeffer drin sein und so kam es auch. Auf dem Boulevard d’Alsace, wo schon Generationen von Velofahrern jeglicher Couleur ihre Reifenabdrücke verewigt haben, nahm der Zug Fahrt auf. Im 30 Km/h Tempo flogen wir Niffer entgegen. Die grössten Erhebungen die es auf dieser Strecke zu meistern galt waren die Querbalkenmarkierungen die sich auf der Höhe des Kraftwerkes Kembs (aus für mich unerfindlichen Gründen) befinden.

Im Gegensatz zu vergangenem Jahr konnte die Brücke bei Niffer passiert werden und so konnten wir wie geplant bis zum „Memorial Combats de la Hardt“ entlang des Rhein-Rhone-Kanals fahren. Über die D108 gelangten wir wieder auf die andere Kanalseite um unmittelbar nach der Brücke auf die D55 einzubiegen. Auf diesem stark befahrenen Teilstück war diszipliniertes hintereinanderfahren angesagt, auch klare Handzeichen waren zur eigenen Sicherheit von Vorteil.

Bereits nach einigen hundert Meter konnten wir wieder auf eines der vielen durch den Hardwald führenden Strässchen, welche vornehmlich Velofahrern vorbehalten sind, einbiegen. Dieses leitete uns schnurgerade, lediglich durch einen nahezu rechtwinkligen Knick unterbrochen, nach Ottmarsheim. Nun schlug Giannis Stunde. Unwiderstehlich drückte er das Tempo Richtung 40 Km/h, irgendwie beflügelten einen diese neuen Jacken. So bekamen diejenigen welche noch nicht im Besitz dieser Geheimwaffe sind denn auch zunehmend Mühe das Tempo zu halten. Bei Gianni verhält es sich halt wie mit einem Sportwagen, einmal pro Ausfahrt muss der Auspuff durchgeblasen werden. Um die Kompaktheit der Gruppe zu gewährleisten wurde das Tempo durch den Tourenleiter schon bald wieder gedrosselt und über Radiotour wurde vermeldet „Gruppo completo“.

Beim Zollübergang Neuenburg gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Kontrolliert wurden vornehmlich Lastwagen, da aber keiner von uns überladen hatte liess man uns anstandslos passieren.

Nachdem wir nun mit dem Wechsel auf die deutsche Rheinseite auch die Fahrtrichtung gewechselt hatten zeigte sich uns eine weitere Ursache welche für das forsche Tempo bis Schàlàmpi (Chalampé) verantwortlich war. Der Wind, welcher uns zuvor förmlich rheinabwärts trieb, blies uns nun entgegen und dementsprechend sank nun auch das Tempo merklich. Vor allem auf freiem Feld zwischen Neuenburg und Steinenstadt war Dies deutlich spürbar. Auf dem nachfolgenden Teilstück Bad Bellingen, Istein, Efringen sorgte der parallel verlaufende Hügelzug bereits wieder für etwas mehr Windschutz. Ihren Ausklang erlebte diese Ausfahrt im Restaurant Rebstock in Haltingen, wo man das soeben Erlebte mit viel Witz und Humor nochmals Revue passieren liess.

Strecke 85 km / 246 hm

5. Samschtigstour 01.02.2020 – Nur die Harten kommen in den Garten

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Getreu dieser Gärtnerweisheit fanden sich trotz bedenklich trübem Himmel André, Volker und Hanspeter pünktlich am Treffpunkt ein. Natürlich wollten wir in keinen Garten, aber bis zum nächsten Samstag mochten wir auch nicht warten. Der Zweckoptimismus von André erhielt mit dem, quasi mit Startschuss, einsetzenden Regen einen ersten Dämpfer. Trotzdem machten wir uns, statt gleich umzukehren, Richtung Erlensträsschen auf den Weg. Wenigstens wollten wir uns noch für ein paar Meter der Illusion hingeben zu den ganz Harten, zu denen die Nichts und Niemand aufhalten kann, zu gehören. Umdrehen kann man ja dann, wenn es Keiner mehr sehen kann, immer noch.

Aber es kam anders. Einmal in Fahrt gekommen war das Trio nicht mehr aufzuhalten. Wahrscheinlich machte ein jeder für sich die Rechnung 1 x Regen / 3 = ist ja auch nur noch 1/3 so schlimm. So ging es in gemächlichem Tempo, man konnte sogar die diversen Orts- bzw. Hinweisschilder lesen, Richtung Binzen – Fischingen. Einmal mehr kamen uns irgendwo Johanna und Heinz entgegen. Hallo was soll das? Falsche Zeit falsche Richtung.

Durch Fischingen hinauf die erste Steigung. Hopp, vorne kleine Scheibe auflegen, hinten Grosse. Auf keinen Fall den Motor überdrehen. Zwischenzeitlich hatte auch der Himmel ein Einsehen mit uns und den Wasserhahn zugedreht. Mit lockerem Tritt absolvierten wir anschliessend das Teilstück Egringen – Riedlingen. Auf der folgenden Anhöhe zwischen Riedlingen und Liel wurden wir von leichtem Niesel in Empfang genommen. Aha, in den höheren Regionen regnete es.

Schnell wieder… Falsch. Verhalten und mit gebotener Vorsicht wieder hinab in hoffentlich trockenere Regionen. Tatsächlich wurde es dann Ausgangs Liel wieder zusehends trockener, dafür blies uns Richtung Bad Bellingen ein teilweise kräftiger Wind ins Gesicht. Da kam man gar nicht in Versuchung schnell zu werden. Windstaffel (oder sowas ähnliches) bilden war angesagt. Um nicht auszutrocknen wurden wir in regelmässigen Abständen durch leichten Niesel angefeuchtet. Wir sind doch keine tropischen Pflanzen die man besprühen muss! Nach Bamlach hinauf die letzte Steigung des Tages. Nochmals Kette runter und schön auf den Puls achten. Auch dieses Stück in moderatem Tempo hinter uns gebracht. Der Rest war nur noch entspanntes und unangestrengtes nach Haus rollen. So kamen wird denn kurz vor Wolkenbruch total ausgeruht wieder in Riehen an.

Strecke 61 km / 358 hm

4. Samschtigstour 25.01.2020 – Im Januar… im Januar…

Von Hanspeter Brack

… ist nicht immer alles still und starr denn es war tatsächlich schon die vierte «Samschtigstour» im unlängst angebrochenen 2020.

Kurzer Rückblick.

Mit der 1. Tour vom 04.01.20 statteten André und ich dem Laufen Tal einen Besuch ab und waren dabei nicht unglücklich über die zutreffende Vorhersage der diversen, zuvor besuchten, Regenradarseiten im Internet. Vor allem ab Laufen, wo wir zum Wendepunkt Büsserach abbogen zeigte uns der Himmel doch ein eher bedrohliches Gesicht. Umso erhellender dann die Sonne die sich auf dem Rückweg gegen Ende der Tour doch noch zeigte.

Bei der 2. Tour vom 11.01.20, nun immerhin schon mit einem Dreierteam bestehend aus André, Volker und mir absolvierten wir die Runde Binzen, Kandern, Schliengen und über Bad Bellingen und Bamlach retour. Eine gemütliche Ausfahrt bei der André, angesichts der Sonne mit sehr viel Optimismus ohne Schuhüberzüge angetreten, im wahrsten Sinn des Wortes kalte Füsse bekam. Volker hingegen brillierte, indem er in die Waagschale warf was er zu bieten hatte, mit seinen überragenden Abfahrerqualitäten. Zitat Volker «letztes Jahr waren es 5 Kilo die ich abnehmen musste jetzt sind es nur noch acht».

Am 18.01.20, dem Tag der dritten Tour, erhielt ich schon am Morgen von André eine Absage für diesen und kommenden Samstag. Wahrscheinlich hatte er allmählich genug vom Veloputzen nach jeder Ausfahrt oder war immer noch am Füsse auftauen. So machte ich mich dann, in der Annahme wohl alleine meine Runde drehen zu müssen, auf zum Treffpunkt. Erfreulicherweise wurde ich dort schon von Peter, der den weiten Weg von Schönenbuch nicht gescheut hatte, bereits erwartet. Auf unserer lockeren Ausfahrt nach Müllheim und zurück stellte sich heraus, dass wir nebst dem Velofahren, mit unserer Vorliebe für gute Musik aus guten Anlagen, durchaus noch weitere Leidenschaften teilen. Leidensgefährten auf mehreren Ebenen also. Die Fahrt selbst mehrheitlich von der Sonne begleitet war einmal mehr einfach nur schön.

Unter dem Strich könnte man die ersten drei Ausfahrten mit «die können es einfach nicht lassen» abhaken.

Ganz anders die 4.-Tour von vergangenem Samstag. Mit dem Erscheinen von Martin, um eine Titanplatte ärmer und wohl auch ein paar Schmerzen reicher hatte ich so halbwegs gerechnet und auch das Erscheinen von Mike, direkt aus Thailand eingeflogen, war nicht ganz unerwartet. Schon eher überraschend und natürlich auch erfreulich die Teilnahme von Pascal und unserem bereits bekannten Gastfahrer Werner. Mit einer, für diese Jahreszeit, stattlichen Teilnehmerzahl von fünf könnte man die Saison 2020 schon fast als lanciert bezeichnen und auch das sonnige Wetter liess, trotz kalten Windes, einen Hauch von Frühling erahnen. Und genau gegen diesen, konstant gleichmässig blasenden, Wind hatten wir auf dem ersten Teil der Strecke anzukämpfen. Rheinaufwärts, via Grenzach, Augst, vorbei am Feldschlösschen Areal in Richtung Zeiningen zum Wendepunkt Mumpf fahrend, stellte sich uns einmal mehr nicht nur die Topographie, sondern auch ein gemässigter Möhlin Jet entgegen. Via den, über die Anhöhe zwischen Wallbach und Möhlin verlaufenden, Radweg erreichten wir das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt. Für die Rückfahrt hatten wir nun, nach dem Wechsel auf die deutsche Rheinseite, definitiv den Wind im Rücken. Was uns zuvor bremste beschleunigte uns nun gleichermassen und so war die Heimfahrt vorbei an Nollingen, Degerfelden und Grenzach mehr oder weniger ein Selbstläufer.

Strecke: 62 km / 317 hm.

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