Velo-Club Riehen

Veloferienwoche 2019: Jetzt anmelden!

1. Samschdigstour 16.02.2019 — Sonne in den Speichen

Von Hanspeter Brack

Bei für die Jahreszeit mehr als milden 15 Grad blockierten bei meiner Ankunft bereits André, Bruno, Volker und der von Aesch „angestrampelte„ Kurt die Sitzbank vor der Kan(to)albank. Wenig später gesellte sich auch noch Claude dazu.
Nach einem kurzen Wortwechsel mit Bruno war klar, seine Strategie würde in diesem Jahr nicht aufgehen. Heimlich still und leise wollte er nämlich, während wir anderen tagsüber arbeiten müssen, Kilometer um Kilometer in sich hineinfressen um dann bereits in Topform zum Saisonstart antreten zu können. Da hatte in der unangekündigte Saisonstart vom vergangenen Samstag wohl kalt erwischt.

Währendem sich Kurt, der verständlicherweise noch sein eigenes Aufbauprogramm betreibt, wieder auf den Rückweg Richtung Aesch machte, brechen wir zu fünft, auf die zuvor abgesprochene Strecke Riehen – Binzen – Kandern – Tannenkirch – Bamlach – Efringen – Märkt – Weil – Riehen, auf. Mit einem Auge immer Ausschau haltend ob nicht, von irgendwoher, doch noch Gianni anzuhetzen kommt.

Irgendwie fühlt man sich bei diesem Sonnenschein einfach wieder lebendiger und dementsprechend gut gelaunt rollen wir vor uns hin. Kurz vor Binzen wollte Bruno uns, die wir alle brav auf dem Veloweg geblieben sind, mit einem vorzeitigen Vorstoss über die Autostrasse austricksen. Mit herausgestreckter Zunge rollte er, auf der Einspurstrecke Richtung Fischingen, ans uns vorbei.
Dabei hatte er die Rechnung allerdings ohne den Tourenleiter gemacht, dessen Plan sah nämlich vor durch Binzen durchzufahren und erst ca. in der Mitte der Ortschaft links auf den Veloweg nach Kandern abzubiegen. Pech gehabt aber doch ein Beitrag zur ohnehin schon guten Stimmung.

Mit einem relativ konstanten Tempo um die +/- 25 km/h näherten wir uns Kandern. In gemächlichem Tempo absolvierten wir die Steigung in Kandern. Bei Erreichen der nächsten Ortschaft Riedlingen nahm Bruno, wie abgesprochen, die „Diretissima“ ins Ziel. Wie man von Mailand – San Remo weiss, für Fahrer die das Rennen nur trainingshalber bestreiten, eine durchaus gängige Praxis. Dort wird nämlich auch der „Poggio“ rechts liegen gelassen um gemütlich am Meer entlang ins Ziel zu rollen. In Unserem Fall ist der Poggio die Steigung nach Riedlingen Richtung Liel. In diesem Aufstieg liess erstmals Claude, schlauchlos unterwegs, seine Klasse aufblitzen. Mit einer kaum zu bemerkenden Tempoverschärfung riss er in kürzester Zeit ein Loch von 30, 40 Meter auf. Das muss doch zuzufahren sein, Hust… Keuch… Ächz… ja… ist zu.

Statt die Abfahrt nach Liel unter die Räder zu nehmen traversierten wir am Hang entlang, nicht vergessen immer den Talski belasten, hinüber nach Tannenkirch. Von dort weiter via kalte Heerberge nach Bamlach und weiter nach Efringen. In Efringen kurzer Halt, Lagebesprechung und Entscheid im Yachthafen die Ausfahrt ausklingen zu lassen.

Im Yachthafen angekommen mussten wir zu unserer Verwunderung feststellen, es hat freie Plätze in Hülle und Fülle, das war eigentlich nicht zu erwarten. Die Tür war zwar offen aber ein Blick ins Innere zeigte uns einen leeren, dafür aber nach frischer Farbe riechenden, Raum. Wegen Renovation bis am 03.03.19 geschlossen. Freundlicherweise waren aber draussen doch einige Tische und Stühle aufgestellt. So setzten wir uns denn doch hin und bewiesen uns mit den mitgeführten Bidon’s als Selbstversorger.

Die abschliessende Fahrt durch das verstopfte Weil forderte dann nochmals einiges an Velobeherschung und Gleichgewichtsgefühl, aber auch das wurde von Allen mit Bravour absolviert.

Ein sonniger Auftakt wie er kaum schöner hätte sein können — wir hatten Sonne in den Speichen.

Jäh aus dem Winterschlaf gerissen…

Von Hanspeter Brack

Nachdem während fast der ganzen Woche, die ja mehrheitlich mit frostigen Temperaturen aufwartete, für Samstag zwar deutlich mildere Temperaturen, aber leider begleitet von Regenfällen, vorhergesagt wurden, hatte ich eine Ausfahrt eigentlich bereits abgehakt.

So sass ich dann also am Samstag gemütlich bei Morgenessen als mich eine SMS und vor allem deren Inhalt abrupt aus meinem Winterschlaf riss. Bei Mike machte sich offenbar eine unruhige Beinmuskulatur bemerkbar, welche sich nur durch eine möglichst runde Tretbewegung besänftigen lassen würde. So suchte er also mit dem Hinweis auf die milden Temperaturen, die er gar als Frühlingserwachen interpretierte, nach Gleichgesinnten, um sich wie gehabt, um 13.00 Uhr, an bekanntem Treffpunkt, einzufinden. Mit einem Blick nach draussen war ich schnell überredet und so rollte ich meinen Stein vor der Höhle weg, um mich Mike anzuschliessen. Am Treffpunkt warteten bereits Kurt, Mike und André, wenig später hat sich auch Pascal noch eingefunden. Kurt allerdings aufgrund Rekonvaleszenz noch in ungewohnter Touristenkleidung, wir wünsche an dieser Stelle weiterhin gute und baldige Genesung. Er überbrachte Grüsse von Harald, allerdings aus der Birshofklinik. Er ist auf Glatteis, auf der Fahrt zur Arbeit, unglücklich gestürzt. Gute und schnelle Besserung!

Als Quartett sind wir dann via Binzen, Fischingen Riedlingen zum Wendepunkt Schliengen losgefahren. Vor allem Pascal war immer wieder für ein flottes Tempo besorgt, welches auch relativ mühelos zu halten war. Wo Sonne ist, ist bekanntlich aber auch Schatten und so liess mich die Beobachtung der Windverhältnisse für die Rückfahrt eine andere Situation erahnen. So kam es dann auch, bereits auf der Geraden, zwischen Liel und Schliengen, hatte man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da hilft nur Kopf runter, ignorieren und durch. Ausgangs Schliengen freute ich mich über die plötzlich hohen Dämpfungseigenschaften meines Velos. Leider entpuppte sich dies wenig später als schleichender Plattfuss oder andersherum gesagt, ich sass auf der Felge. Mit vereinten Kräften wurde schnell depaniert und schon bald war Bad Bellingen durchfahren, worauf wir uns noch den kurzen Aufstieg durch den Rebberg nach Bamlach gönnten. Eingangs Istein ging erneut ein verdächtiges Pfff.. duch das kompakte Feld, diesmal hatte es Mike erwischt. Der überall herumliegende Splitt forderte erneut seine Tribut, aber auch dieses Malheur war, optisch festgehalten durch André, schnell behoben und der baldigen Ankunft in Riehen stand, mit Ausnahme des heftigen Gegenwindes, nichts mehr im Wege.

Nach gefahrenen 60 km, übrigens Danke Mike für Deine Initiative, waren wir uns zum Schluss einig, wir würden die Saison 2019 für eröffnet erklären und momentan sieht es wettertechnisch so aus, wie wenn bereits am nächsten Samstag eine Fortsetzung folgen könnte.

75. Ordentliche Generalversammlung — Generationenwechsel

Von Lucius Humm

Nach 15 Jahren im Vorstand gab an der gut besuchten 85. Generalversammlung Kurt Kaiser (Vizepräsident und Sekretär) sein Amt ab. In seiner Laudatio würdigte Bruno Wüest Kaisers sportliche, sehr erfolgreiche Rennkarriere in den 60er-Jahren und sein Schaffen für den Verein mit markanten Worten. Unter anderem war Kurt Kaiser jahrelang verantwortlich für die Ausrich- tung des bei Radsportlern schweizweit bekannten und beliebten Riehener Amateur-Kriteriums. Neuer Sekretär wird Sven Schulzke.

Urs Zwahlen übergibt nach 9 Jahren grossen Engagements im Vorstand die Führung der Bücher an Svenja Amrhein. Ebenfalls zurückgetreten ist Ben Klenk (Rennsport), sein Amt übernimmt Marco Bisonni (bisher Nachwuchs). Für mehr Präsenz in der Presse wird neu Marc Fink (Medien) sorgen.

Die MTB-Europameisterin und mehrfache Schweizermeisterin Katrin Leumann wurde für ihre Erfolge und Verdienste im Radsport zum Ehrenmitglied ernannt. Leumanns Bruder und ebenfalls langjähriges VCR-Mitglied Christof Leumann wurde zum Vizepräsidenten gewählt.

Die Jahresberichte der Ressortverantwortlichen wurden allesamt gut geheissen. Der frisch gewählte Vorstand startet hochmotiviert in die neue Saison. Ein Schwerpunkt wird auf den Aus- bau der Jugendabteilung gelegt. Umso erfreulicher, dass mit Sven Rizzotti für die Leitung der Nachwuchsabteilung ein «J+S-Experte Radsport» gewonnen werden konnte.

Vorstand: Lucius Humm (Präsident), Christof Leumann (Vizepräsident), Sven Schulzke (Sekretär), Svenja Amrhein (Kassierin), Marion Schemmelmann (Material), Marc Fink (Medien), Sven Rizzotti (Nachwuchs), Mauro Bisonni (MTB), Marco Bisonni (Rennsport), Martin Schmutz (Beisitzer).

MTB Waldweihnacht 2018

Von Andreas Zeller

32. Samschdigstour 17.11.2018 — Drei Muske(l)tiere

Von Hanspeter Brack

Bei angenehmen 6 Grad fanden sich Mike, Volker und der Schreibende beim Gemeindehaus ein, um dem nahenden Winter doch nochmals eine Ausfahrt abzutrotzen. Volker war als erster vor Ort und hielt sich mit Fahren im Kreis auf Betriebstemperatur.

Nach kurzer Besprechung wurde die vorgeschlagene Route, Riehen – Fischingen – Holzen – Tannenkirch – Bamlach – Efringen –Fischingen – Riehen, unter die Räder genommen. Zeigte sich die Stimmung in Riehen eher noch in Form eines diesigen Herbsttages, lichtete sich der Himmel bereits ausgangs Weil und begleitete unser Vorhaben mit herrlichem Sonnenschein. Auf Höhe des Sportplatzes Binzen lahmte dann das «Carbonross» von Muskeltier Mike, in Form eines schleichenden Plattfusses, wie schon vor Wochenfrist, auf dem Hinterrad. Vielleicht sollte er das mal neu beschlagen lassen, oder ist die Aufschrift BMC als versteckter Hinweis zu verstehen und heisst in Wirklichkeit «besser mit Collé». Jedenfalls hat Muskeltier Mike unverzüglich die Heimreise angetreten.

Zu zweit ging es dann weiter, über den Rebberg Fischingen, nach Egringen. Auf dem Teilstück Egringen – Holzen setzte sich Volker an die Spitze des Feldes, welches da bestand aus dem Schreibenden, und übernahm grosszügig die Führungsarbeit. Vor Holzen wurde dann auf den Radweg eingebogen und der Fahrstil, der Jahreszeit angemessen, auf kleinere Gänge höhere Kadenz gewechselt. Schliesslich sollen Fahrten zu dieser Jahreszeit der aktiven Erholung dienen. Kurz vor Riedlingen ging es links weg in die Steigung nach Tannenkirch, welche in gemütlichem Tempo absolviert wurde. Nach einer kurzen Abfahrt zur kalten Heerberge stand noch der letzte kurze Aufstieg über den Golfplatz nach Bamlach auf dem Programm, bevor es auf flachem Gelände via Istein, Efringen, Fischingen und Haltingen zurück nach Riehen ging, wo der Tacho bei 53 gefahrenen Kilometern stehen blieb.

31. Samschdigstour 10.11.2018 — Fremdgesteuert

Von Hanspeter Brack

Vorgesehen hatte ich eigentlich eine Fahrt rheinabwärts auf mehrheitlich flachem Gelände. Dieses Vorhaben löste sich aber schlagartig auf, als Kurt uns mit seinen aktuellen Erkenntnissen, zur Lage des Wetters, konfrontierte. Bereits um 15.00 Uhr könnte es nämlich auf der vorgesehenen Route beginnen zu regnen. Obwohl „November Rain“ wohl einer der grössten Hits von Guns’n’Roses ist, wollten wir diesen dann doch lieber nicht zu spüren bekommen.

Da die Aussicht auf ein trockenes Durchkommen rheinaufwärts deutlich besser stand, wurde kurzum umdisponiert und als erstes Ziel, von den für die Jahreszeit erfreulicherweise zahlreich erschienenen Teilnehmer/-innen Alice, Nina, Hanspeter, Kurt, Claude und Mike, Rheinfelden angesteuert. Wohl alle unter dem Motto meines früheren Trainers, die Kilometer die du jetzt absolvierst, musst du im Frühling schon nicht machen.

Über das Kraftwerk steuerten wir die Hard an, wo ich es plötzlich hinter mir ziemlich hässlich krachen hörte. Dem mit seinem wintertauglichen Velo erschienenen Claude hatte herumliegendes Geäst, welches er in die Kette bekam, den Wechsel vom Rad gerissen. Damit war die Fahrt für ihn leider beendet und er musste sich von seiner Frau abholen lassen.

Kurt, der mit dem Velo von Peffingen nach Riehen gekommen ist und bereits im Vorfeld angekündigt hatte, von Augst direkt nach Hause zu fahren, sowie Nina, die ebenfalls nicht zu weit fahren wollte, beschlossen gemeinsam weiterzufahren und die Anderen ziehen zu lassen. So fuhren dann Alice, Mike und ich in Richtung Rheinfelden weiter. Die kurze Steigung am Römertheater nahmen wir natürlich mit. Um den „Wurstkessel“ Rheinfelden zu umfahren beschlossen wir, via Feldschlösschengelände, Möhlin anzusteuern, um dort über das Kraftwerk die Rückfahrt anzutreten. Die Fahrt über Minseln haben wir uns, angesichts des immer grauer werdenden Himmels, geschenkt. Ausgangs Herten musste Mike, der plötzlich über einen schleichenden Platten am Hinterrad klagte, noch depaniert werden. Nach 51 gefahrenen Kilometern wurden wir am Grenzübergang von den ersten Regentropfen in Empfang genommen. Allerdings war das nur die Ankündigung auf das später Kommende, doch dürften alle trockenen Hauptes nach Hause gekommen sein. Das Resümée von Alice beim Abschied ‚das war eine coole Ausfahrt‘ kann ich nur bestätigen. Claude wohl eher weniger und ich hoffe für ihn, der Schaden möge nicht allzu gross sein.

51 km und rekordverdächtige 277 Höhenmeter standen am Ende zu Buche.

(30.) Samschdigstour 03.11.2018 — Aus dem Hochnebel an die Sonne

Von Kurt Kaiser

Eigentlich ist die Tourenfahrer-Saison abgeschlossen. Doch für das erste November-Wochenende ist die Wettervorhersage: trocken, 11 Grad, nicht so, dass man nicht Velofahren könnte. Die Ausschreibung auf der Webseite wird auf eine Distanz von 50/60 km ausgelegt. Strecke wird vor Ort bestimmt. Am bekannten Ort finden sich ein: Hanspeter, Gianni, Pascal (in kurzen Hosen, Brrrr), Mike, Kurt und Gast Volker. Schnell war man sich einig für eine Fahrt Richtung Kandern/Riedlingen. Die Weiterfahrt kann alsdann über Liel/Schliengen oder Tannenkirch/Mappach erfolgen. Zudem gibt die Streckenführung die Möglichkeit, die Fahrt mehrheitlich auf Nebenwegen, sprich Radwegen, zu absolvieren.

Schon bei der Wegfahrt in Riehen liegt bei 4 Fahrern bereits die Kette auf dem grossen Kettenblatt. Das kann ja noch heiter werden. Bei Hanspeter ist man das allmählich gewohnt. Der grosse Gang bei Volker… na ja, wenn man die Kraft dazu hat?

Es liegt teils viel Laub auf der Strasse. Da kann es kaum verwundern, dass ein dickerer Holzbengel von Hanspeter übersehen wurde. Sein Wintervelo, robust gebaut, hält dem Hindernis stand und die Nachfolgenden können glücklicherweise ausweichen. Die Sonne versucht krampfhaft den Nebelschleier zu durchbrechen, was auch mehr und mehr gelingt. Die Umgebung erscheint in den schönsten Herbstfarben. Der kurze Aufstieg von Kandern in Richtung Riedlingen darf Kurt an der Spitze absolvieren. Seinem Tempodiktat können alle folgen… Man hält sich vornehm zurück. Der Hauptharst beschliesst die Weiterfahrt über Liel, Schliengen und Bad Bellingen. Währenddessen KK entscheidet, über Tannenkirch/ Mappach weiter zu fahren und somit den Altersbonus einlöst.

Wäre die Weitsicht auf der Anhöhe von Tannenkirch nach Mappach gut gewesen, wäre die Fahrt kitschig geworden. Sonnenschein, einfach herrlich, in dieser schönen Gegend Rad zu fahren. Die Alpensicht wird hoffentlich ein anderes Mal möglich sein.

Die Hauptgruppe ist ohne Zwischenfall durchgekommen. Das Tempodiktat war offensichtlich auch so, dass man gemeinsam in Riehen angekommen ist.

Wir hätten etwas verpasst, wenn wir diesen schönen Herbsttag nicht zum Velofahren genutzt hätten. Bleibt uns das Wetter weiterhin gut gesinnt, wird es wohl zu weiteren Ausfahrten kommen. Webseite beachten!

29. Samschdigstour 20.10.2018 — Fahrt der fallenden Blätter

Von Hanspeter Brack

Zugegeben der Titel ist geklaut, aber nachdem die Wälder vor Wochenfrist, trotz des langen und trockenen Sommers, noch mehrheitlich grün waren, beginnen nun doch die Herbstfarben zu dominieren. Drei der fünf Teilnehmer, Bruno, Pascal, René A., Claude und Werner (Gast), hatten für die anstehenden 75 km ein Zeitfenster von 3 h zur Verfügung. So war dann, zum Leidwesen von Bruno, von Beginn weg ein zügiges Tempo angesagt. Steinen war in Kürze erreicht und der erste Anstieg zur Scheideck wurde in Angriff genommen. Um den Bergpreis lieferten sich Pascal und Claude ein Duell auf Augenhöhe, derweil René hinten mit Atemproblemen zu kämpfen hatte.

Gemeinsam wurde unverzüglich die Abfahrt Richtung Kandern, Riedlingen, zur nächsten Rampe nach Feuerbach, in Angriff genommen. Auch auf der Höhe, zwischen Feuerbach und Niedereggenen, hat die Stimmung von Spätsommer zu Herbst, deutlich wahrnehmbar, umgeschlagen. Die mehrheitlich getroffene Bekleidungswahl, unten kurz oben lang, war nicht verkehrt, Pascal scheint da noch etwas von der härteren Sorte zu sein. Via Obereggenen geht es dann weiter Richtung Feldberg, im Anstieg wiederholt sich das bereits zuvor an der Scheideck beschriebene Szenario. Pascal und Claude vorne, hinten der noch immer mit Atemproblemen kämpfende, aber immer besser in Fahrt kommende, René.

Beim kurzen Halt nach Feldberg beschlossen wir, aus Zeitgründen, Müllheim rechts liegen zu lassen und gleich in die Abfahrt nach Auggen einzubiegen. Trotz rasanter Abfahrt war auf den vorbeiziehenden Wiesen, welche von der Sonne nicht mehr so ausgiebig beschienen wurden, ein leichter Bodennebel zu erkennen. Nach Schliengen und Bad Bellingen stand dann der letzte Anstieg des Tages, von Bamlach über den Golfplatz zur kalten Heerberge, auf dem Programm. In Bamlach hat sich der vorausfahrende Pascal noch etwas «verfranst», konnte aber den Anschluss wiederherstellen. Auf der bis Efringen leicht abfallenden Strecke nach Eimeldingen hat mehrheitlich Pascal das Zepter übernommen, so dass wir uns nach knapp drei Stunden Fahrt, am Weiler Zoll, verabschieden konnten.

28. Samschdigstour 13.10.2018 — Gruppenbild mit Damenquartett

Von René Altorfer

Eine stattliche Gruppe fand sich bei angenehmen Temperaturen auf dem Gemeindeplatz ein und diejenigen, welche sich die Strecke vorgängig auf der Webseite angeschaut hatten wussten, dass Einiges auf sie zukam. Speziell erfreulich war der hohe Frauenanteil: 4 von 13 StarterInnen waren Damen, und hätte eine Bordsteinkante der Frau des Schreiberlings keinen Strich durch ihre Bänder gemacht, wäre es gar ein Quintett geworden. Aber was nicht war, kann ja noch werden.

Nach einem kräftigen, in Bariton und Tenor gesungenen, «Happy Birthday» an die Adresse von Alice, fuhren wir gemütlich und entspannt entlang der Wiese bis Brombach, wo uns die erste Steigung in Empfang nahm. Auf mir und auch anderen Kollegen bislang verborgenen Wegen gewannen wir die ersten Höhenmeter in Richtung Adelhausen. Und das ist mitunter auch immer wieder etwas Schönes an den Ausfahrten mit dem VCR: Selbst alten Hasen wie dem Schreiberling werden immer wieder neue Wege aufgezeigt, selbst wenn man felsenfest überzeugt ist, jede Bordsteinkante in der Region zu kennen. Auch die Fahrt von Adelhausen über Eichsel nach Herten führte durchwegs über lauschige, verborgene und verkehrsarme Seitenstrassen durch teils romantische Waldabschnitte.

Kurz vor Wyhlen meinten dann wohl einige, die Tour wäre bald beendet und man könne noch in Ruhe auf Alice’s Geburtstag anstossen. Weit gefehlt. Knapp bevor die Silhouette der eigenen Terrasse sichtbar wurde, bogen wir übers Kraftwerk Kaiseraugst links ab und nahmen den Abschnitt über Magden nach Wintersingen unter die Räder. Danach gings dann richtig zur Sache: Bei sommerlich heissen Temperaturen und guten 10% Steigung nahmen wir Kurs auf die Sissacherfluh. Gianni warf seinen «Motor» an und hatte gar noch die Energie ein paar Fotos zu schiessen, während die Anderen, jeder in seinem Rhythmus, gutgelaunt die Fluh erreichten.

Auf dem nach Hause Weg kreuzten wir auf Höhe Itingen mal wieder unseren Vereinskollegen Hanruedi Buser, und rollten dann zügig und mehrheitlich geführt von userer gewohnten Rollerlokomotive Hanspeter ins Restaurant Waage in Muttenz, wo Alice anlässlich ihres Geburtstags eine Runde schmiss, und der Gesangsverein VC Riehen nochmals sein Bestes gab.

Eine durchwegs gelungene Tour mit folgenden Daten:
77 km / 820 hm in 3 h 15 min

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Alice, André, Bruno, Christine, Gianni, Hanspeter, Heinz, Johanna, Martin, René, Sonja, Urs, Volker (Gast).

27. Samschdigstour 06.10.2018 — Laufental/Schwarzbubenland

Von Kurt Kaiser

Webeintrag für den Samstag: bewölkt/sonnig, 23 Grad. Strecke: 75 km / 660 hm; Route: Riehen-Grellingen-Nenzlingen-Blauen-Laufen-Wahlen-Fehren-Roderis-Grellingen-Aesch-Riehen.

Das tolle Herbstwetter lockt offenbar, nochmals auf das Rad zu steigen. So finden sich 11 Personen beim Dorfplatz ein, wovon 3 Gäste. Zwei waren schon früher in Kontakt mit dem VCR. Aus persönlichen Gründen kamen sie nicht zu Ausfahrten. Martin dagegen ist uns bestens bekannt. Zwei bisherige Gästefahrer sind es seit gestern nicht mehr. Hanspeter und André wurden an der gestrigen Monats-versammlung als Mitglieder bestätigt. Auf dem Dorfplatz eingefunden: Bruno, Hanspeter, André, Harald, Gianni, Urs R., Marco, Mike, Pascal; Gäste: Martin, Werner & ? (sorry das ich den Namen nicht weiss, leider war noch ein Gespräch in Pfeffingen nicht mehr möglich, hoffentlich bald ein nächstes Mal…). Kurt nimmt sich das Privileg, von Pfeffingen kommend, in Aesch auf die Truppe zu warten.

Einigen ist die Strecke, vom Laufental, hinauf nach Nenzlingen und weiter nach Blauen nicht bekannt. Sie sind überrascht vom tollen Weitblick ins Schwarzbuben-land und dahinter Passwang und Hohe Winde. Die Abfahrt von Blauen wieder hinunter ins Laufental ein purer Genuss. Gute Strasse, ein paar schöne Kurven. Es fegt richtig. Marco legt sich abwärts richtig in die Riemen. Bei 68/69 km/h begnügen sich die Anderen mit einer erholsamen Talfahrt.

Bruno legt sich noch Schonung auf und fährt in Nenzlingen zurück. Während Pascal sich, wie angekündigt, in Laufen verabschiedet. Wegen Trainingsmangel verzichtet auch Marco auf den Aufstieg Richtung Fehren.

Vorerst fahren wir auf einem schönen Veloweg von Laufen, über das offene Gelände, nach Wahlen. Danach der Aufstieg nach Fehren. Was vorne an der Spitze ablief, ist mir nicht möglich zu beschreiben. Hoffentlich wurde der Ausblick von der anderen Seite der Hügel, Richtung Blauen, wahrgenommen. Oben in Fehren haben alle gewartet, ausgeruht und auf den Letzten gewartet. In der Abfahrt Richtung Grellingen hat Hanspeter seine Qualitäten ausgespielt. Die geschlossene Barriere ausgangs Grellingen brachte eine zusätzliche Verschnaufpause.

Auf dem Radweg Richtung Angenstein, plötzlich ein lauter Knall. Ein unangenehmes Geräusch. Von einem Rad spickt ein Stein, wie ein Geschoss, gegen das Tretlager eines anderen Rades. Kurz danach sitzt Harald auf einem platten Vorderradreifen. Hanspeter hat Übung und hilft bei der Dépannage. Beim Bahnhof Aesch ein neuerlicher befohlener Halt. Doch zu einem Stopp wäre es ohnehin gekommen. Harald hat erneut einen Plattfuss. Er behebt dieser mit einem ausgeliehenen Schlauch. Er soll danach gut zu Hause angekommen sein. Wer fährt noch mit nach Pfeffingen hoch? Leider mussten einige wegen Verpflichtungen den direkten Weg Richtung Riehen einschlagen. Fünf Kollegen führte Kurt, über den AHV-Weg (Namensgebung durch KK, weil weniger steil) via Klus nach Pfeffingen hinauf. Im Garten bei Kurt geniessen wir nicht nur die wärmende Sonne, sondern auch kühle Getränke und feine Wähen.

Wieder ein super Velotag!

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