Velo-Club Riehen

Grüsse aus Gran Canaria

Von Marco Bisonni

Marco Bisonni auf Gran Canaria

Liebe Vereinsmitglieder

Zurzeit befinde ich mich für 10 Tage auf Gran Canaria. Bei angenehmen 25–30 Grad kann ich intensiv an meiner Form arbeiten.

Durch die langen Anstiege und tollen Abfahrten sind die langen Trainingseinheiten abwechslungsreich und kurzweilig. Es macht unglaublichen Spass mit meinem neuen Koba R31 Disk Rennvelo die Insel unsicher zumachen.

Ich hoffe ich kann etwas Sonne mit auf Riehen bringen.

Liebe Grüsse, Marco

Jahresrückblick Samschdigstouren 2019

Von André Fürbringer

6. Samschtigstour 08.02.2020 – Neue Jacken verleihen Flügel

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

André, Gianni, Martin S., Martin W., Peter, Werner (Gast) und Hanspeter hiessen die Protagonisten der 6.-Samschtigstour 2020. Eine tempofeste siebenköpfige Gruppe die sich da, mehrheitlich in den kurz zuvor erhaltenen neuen Winterjacken, am Treffpunkt versammelte. Martin W. nach gut zwei Wochen Skihöhentraining bis in die Zehennägel vollgepumpt mit Sauerstoff, seinen Hämatokritwert wollten wir gar nicht wissen.

In dieser Mannschaftszusammenstellung war zum Vornherein klar, in dieser Ausfahrt wird Pfeffer drin sein und so kam es auch. Auf dem Boulevard d’Alsace, wo schon Generationen von Velofahrern jeglicher Couleur ihre Reifenabdrücke verewigt haben, nahm der Zug Fahrt auf. Im 30 Km/h Tempo flogen wir Niffer entgegen. Die grössten Erhebungen die es auf dieser Strecke zu meistern galt waren die Querbalkenmarkierungen die sich auf der Höhe des Kraftwerkes Kembs (aus für mich unerfindlichen Gründen) befinden.

Im Gegensatz zu vergangenem Jahr konnte die Brücke bei Niffer passiert werden und so konnten wir wie geplant bis zum „Memorial Combats de la Hardt“ entlang des Rhein-Rhone-Kanals fahren. Über die D108 gelangten wir wieder auf die andere Kanalseite um unmittelbar nach der Brücke auf die D55 einzubiegen. Auf diesem stark befahrenen Teilstück war diszipliniertes hintereinanderfahren angesagt, auch klare Handzeichen waren zur eigenen Sicherheit von Vorteil.

Bereits nach einigen hundert Meter konnten wir wieder auf eines der vielen durch den Hardwald führenden Strässchen, welche vornehmlich Velofahrern vorbehalten sind, einbiegen. Dieses leitete uns schnurgerade, lediglich durch einen nahezu rechtwinkligen Knick unterbrochen, nach Ottmarsheim. Nun schlug Giannis Stunde. Unwiderstehlich drückte er das Tempo Richtung 40 Km/h, irgendwie beflügelten einen diese neuen Jacken. So bekamen diejenigen welche noch nicht im Besitz dieser Geheimwaffe sind denn auch zunehmend Mühe das Tempo zu halten. Bei Gianni verhält es sich halt wie mit einem Sportwagen, einmal pro Ausfahrt muss der Auspuff durchgeblasen werden. Um die Kompaktheit der Gruppe zu gewährleisten wurde das Tempo durch den Tourenleiter schon bald wieder gedrosselt und über Radiotour wurde vermeldet „Gruppo completo“.

Beim Zollübergang Neuenburg gerieten wir in eine Polizeikontrolle. Kontrolliert wurden vornehmlich Lastwagen, da aber keiner von uns überladen hatte liess man uns anstandslos passieren.

Nachdem wir nun mit dem Wechsel auf die deutsche Rheinseite auch die Fahrtrichtung gewechselt hatten zeigte sich uns eine weitere Ursache welche für das forsche Tempo bis Schàlàmpi (Chalampé) verantwortlich war. Der Wind, welcher uns zuvor förmlich rheinabwärts trieb, blies uns nun entgegen und dementsprechend sank nun auch das Tempo merklich. Vor allem auf freiem Feld zwischen Neuenburg und Steinenstadt war Dies deutlich spürbar. Auf dem nachfolgenden Teilstück Bad Bellingen, Istein, Efringen sorgte der parallel verlaufende Hügelzug bereits wieder für etwas mehr Windschutz. Ihren Ausklang erlebte diese Ausfahrt im Restaurant Rebstock in Haltingen, wo man das soeben Erlebte mit viel Witz und Humor nochmals Revue passieren liess.

Strecke 85 km / 246 hm

5. Samschtigstour 01.02.2020 – Nur die Harten kommen in den Garten

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Getreu dieser Gärtnerweisheit fanden sich trotz bedenklich trübem Himmel André, Volker und Hanspeter pünktlich am Treffpunkt ein. Natürlich wollten wir in keinen Garten, aber bis zum nächsten Samstag mochten wir auch nicht warten. Der Zweckoptimismus von André erhielt mit dem, quasi mit Startschuss, einsetzenden Regen einen ersten Dämpfer. Trotzdem machten wir uns, statt gleich umzukehren, Richtung Erlensträsschen auf den Weg. Wenigstens wollten wir uns noch für ein paar Meter der Illusion hingeben zu den ganz Harten, zu denen die Nichts und Niemand aufhalten kann, zu gehören. Umdrehen kann man ja dann, wenn es Keiner mehr sehen kann, immer noch.

Aber es kam anders. Einmal in Fahrt gekommen war das Trio nicht mehr aufzuhalten. Wahrscheinlich machte ein jeder für sich die Rechnung 1 x Regen / 3 = ist ja auch nur noch 1/3 so schlimm. So ging es in gemächlichem Tempo, man konnte sogar die diversen Orts- bzw. Hinweisschilder lesen, Richtung Binzen – Fischingen. Einmal mehr kamen uns irgendwo Johanna und Heinz entgegen. Hallo was soll das? Falsche Zeit falsche Richtung.

Durch Fischingen hinauf die erste Steigung. Hopp, vorne kleine Scheibe auflegen, hinten Grosse. Auf keinen Fall den Motor überdrehen. Zwischenzeitlich hatte auch der Himmel ein Einsehen mit uns und den Wasserhahn zugedreht. Mit lockerem Tritt absolvierten wir anschliessend das Teilstück Egringen – Riedlingen. Auf der folgenden Anhöhe zwischen Riedlingen und Liel wurden wir von leichtem Niesel in Empfang genommen. Aha, in den höheren Regionen regnete es.

Schnell wieder… Falsch. Verhalten und mit gebotener Vorsicht wieder hinab in hoffentlich trockenere Regionen. Tatsächlich wurde es dann Ausgangs Liel wieder zusehends trockener, dafür blies uns Richtung Bad Bellingen ein teilweise kräftiger Wind ins Gesicht. Da kam man gar nicht in Versuchung schnell zu werden. Windstaffel (oder sowas ähnliches) bilden war angesagt. Um nicht auszutrocknen wurden wir in regelmässigen Abständen durch leichten Niesel angefeuchtet. Wir sind doch keine tropischen Pflanzen die man besprühen muss! Nach Bamlach hinauf die letzte Steigung des Tages. Nochmals Kette runter und schön auf den Puls achten. Auch dieses Stück in moderatem Tempo hinter uns gebracht. Der Rest war nur noch entspanntes und unangestrengtes nach Haus rollen. So kamen wird denn kurz vor Wolkenbruch total ausgeruht wieder in Riehen an.

Strecke 61 km / 358 hm

4. Samschtigstour 25.01.2020 – Im Januar… im Januar…

Von Hanspeter Brack

… ist nicht immer alles still und starr denn es war tatsächlich schon die vierte «Samschtigstour» im unlängst angebrochenen 2020.

Kurzer Rückblick.

Mit der 1. Tour vom 04.01.20 statteten André und ich dem Laufen Tal einen Besuch ab und waren dabei nicht unglücklich über die zutreffende Vorhersage der diversen, zuvor besuchten, Regenradarseiten im Internet. Vor allem ab Laufen, wo wir zum Wendepunkt Büsserach abbogen zeigte uns der Himmel doch ein eher bedrohliches Gesicht. Umso erhellender dann die Sonne die sich auf dem Rückweg gegen Ende der Tour doch noch zeigte.

Bei der 2. Tour vom 11.01.20, nun immerhin schon mit einem Dreierteam bestehend aus André, Volker und mir absolvierten wir die Runde Binzen, Kandern, Schliengen und über Bad Bellingen und Bamlach retour. Eine gemütliche Ausfahrt bei der André, angesichts der Sonne mit sehr viel Optimismus ohne Schuhüberzüge angetreten, im wahrsten Sinn des Wortes kalte Füsse bekam. Volker hingegen brillierte, indem er in die Waagschale warf was er zu bieten hatte, mit seinen überragenden Abfahrerqualitäten. Zitat Volker «letztes Jahr waren es 5 Kilo die ich abnehmen musste jetzt sind es nur noch acht».

Am 18.01.20, dem Tag der dritten Tour, erhielt ich schon am Morgen von André eine Absage für diesen und kommenden Samstag. Wahrscheinlich hatte er allmählich genug vom Veloputzen nach jeder Ausfahrt oder war immer noch am Füsse auftauen. So machte ich mich dann, in der Annahme wohl alleine meine Runde drehen zu müssen, auf zum Treffpunkt. Erfreulicherweise wurde ich dort schon von Peter, der den weiten Weg von Schönenbuch nicht gescheut hatte, bereits erwartet. Auf unserer lockeren Ausfahrt nach Müllheim und zurück stellte sich heraus, dass wir nebst dem Velofahren, mit unserer Vorliebe für gute Musik aus guten Anlagen, durchaus noch weitere Leidenschaften teilen. Leidensgefährten auf mehreren Ebenen also. Die Fahrt selbst mehrheitlich von der Sonne begleitet war einmal mehr einfach nur schön.

Unter dem Strich könnte man die ersten drei Ausfahrten mit «die können es einfach nicht lassen» abhaken.

Ganz anders die 4.-Tour von vergangenem Samstag. Mit dem Erscheinen von Martin, um eine Titanplatte ärmer und wohl auch ein paar Schmerzen reicher hatte ich so halbwegs gerechnet und auch das Erscheinen von Mike, direkt aus Thailand eingeflogen, war nicht ganz unerwartet. Schon eher überraschend und natürlich auch erfreulich die Teilnahme von Pascal und unserem bereits bekannten Gastfahrer Werner. Mit einer, für diese Jahreszeit, stattlichen Teilnehmerzahl von fünf könnte man die Saison 2020 schon fast als lanciert bezeichnen und auch das sonnige Wetter liess, trotz kalten Windes, einen Hauch von Frühling erahnen. Und genau gegen diesen, konstant gleichmässig blasenden, Wind hatten wir auf dem ersten Teil der Strecke anzukämpfen. Rheinaufwärts, via Grenzach, Augst, vorbei am Feldschlösschen Areal in Richtung Zeiningen zum Wendepunkt Mumpf fahrend, stellte sich uns einmal mehr nicht nur die Topographie, sondern auch ein gemässigter Möhlin Jet entgegen. Via den, über die Anhöhe zwischen Wallbach und Möhlin verlaufenden, Radweg erreichten wir das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt. Für die Rückfahrt hatten wir nun, nach dem Wechsel auf die deutsche Rheinseite, definitiv den Wind im Rücken. Was uns zuvor bremste beschleunigte uns nun gleichermassen und so war die Heimfahrt vorbei an Nollingen, Degerfelden und Grenzach mehr oder weniger ein Selbstläufer.

Strecke: 62 km / 317 hm.

34. Samschtigstour 30.11.2019

Von André Fürbringer

Am heutigen sonnigen 🌞 Samstag erschienen wieder einmal 5 VCR’ler zum Treffpunkt. Nur kam René G. und Hanspeter in Zivil und wollten sich uns nicht anschliessen. Im Velo Dress kam Mike nach fast 5-monatiger Abwesenheit, Martin S., Martin W. und meine Wenigkeit. Der erste Gesprächsstoff lieferte natürlich die ausgeschriebene Route, wo man den Gempen unbedingt umfahren wollte 🤗. Also einigten wir uns schnell auf eine Sonnenfahrt Richtung Binzen, Kandern, Golfplatz und retour nach Riehen 🚲.

Kurz vor Kandern verliess uns Mike und fuhr über Bad Bellingen zurück. Sein Formstand nagte einfach an Ihm und so kehrte er kurz um, wobei am Schluss nur eine Differenz von 9 km resultierte. Immer der Sonne entgegen genossen wir die warmen Strahlen und der Distanzanzeiger blieb bei 48.48 km und 348 hm für dieses Mal stehen. Martin S. lud uns noch zu sich nach Hause ein. Einhändig kontrolliert fahrend brachte er die Torte vom Dorf nach Hause 🤣 und mit einem Café schmeckte es natürlich vorzüglich. Vielen herzlichen Dank an Martin, dass wir die Kalorien wieder füllen konnten 🤣.

33. Samschtigstour 23.11.2019

Von André Fürbringer

Eigentlich dachte ich das Thermometer ist unter die magische Grenze von Martin und Hanspeter gefallen😄. Wenn ich etwas schräg geschaut hätte so wäre es knapp über 3 Grad gegangen. Als ich gegen 1 Uhr Richtung Gemeindeplatz fuhr machte ich schon die Rechnung Alleine dazustehen und sofort ins Café zu verschwinden, niemand würde es merken. Doch weit gefehlt, da kommt doch wirklich Matin S. schon angebraust und machte mir einen Strich durch die Rechnung. Zuerst erklärte ich Ihm, dass leider Hanspeter nicht kann und wir halt wieder ein 2 er Team bilden müssten. Weit gefehlt jetzt gesellte sich noch Martin W. dazu und schon waren wir die 3 Musketiere nur hiessen die Athos, Porthos und Aramis🤣

Also spannten wir halt einfach unsere Muskeln zusammen, ja nichts anmerken lassen und machten uns auf den Weg eine kleine Tour im Eisschrank zu absolvieren. Die Strecke führte uns über Lörrach–Brombach–Hüsingen–Adelhausen–Nollingen–Degerfelden–Herten–Wylen zurück nach Riehen. Knappe 43 km und 350 hm waren doch genug für uns und auch ein heisser Kaffee mit Schwarzwälder Torte auf dem Sportplatz liess sich Martin S. nicht entgehen🍰. Leichte kleine «Eisschollen» an der Nase schmolzen wie Glacé davon da wir nun richtig auf Betriebstemperatur waren. Eine gelungene Runde also wie gesagt keine «Weicheier» und jetzt aber schnell unter die Dusche…🚿

32. Samschtigstour 09.11.2019 - Die 2…

Von Hanspeter Brack

… hat, für diejenigen die sich überhaupt noch daran erinnern mögen, nichts mit der 70er Jahre Krimiserie zu tun, in welcher Roger Moore und Tony Curtis mit sehr unkonventionellen Methoden ungeklärte Fälle lösten.

Wer sich also, und da besteht gleichzeitig der einzige Zusammenhang, in den hintersten Hirnwindungen, noch bruchstückhaft Bilder zu dieser Serie vor Augen zu führen vermag, muss definitiv zur Altersgruppe der am Treffpunkt erschienen Martin und Hanspeter gehören. Urs wäre auch dazu zu zählen leider stieg er aber, nach kurzem Small Talk, wieder in sein warmes Auto und fuhr von dannen.

Immerhin machten sich die 2 auf den Weg die sich auch für ein Durchfahren (durch den Winter) stark gemacht hatten. Ich für meinen Teil habe mir, mit meiner Einschränkung bis 4°C, noch einen Notausgang zum Kneifen offengehalten. Unter dieser Temperatur werde ich dann wohl eher meinen Wahoo Kickr malträtieren.

Ausgeschrieben war eine Tour in die Elsässer Hard. Wenn sich aber zwei gut verstehen, haben sie entweder lange Arbeit, oder so eine Tour ist auch schnell mal gekippt. So blieben wir also, nach kurzer Absprache, zu Formkonservierungszwecken diesseits des Rheins. Auf vorwiegend flacher Strecke absolvierten wir denn auf bestens bekannten Wegen unsere Trainingseinheit. Die 60 Kilometerrunde (Binzen – Kandern – Riedlingen – Schliengen – Bad Bellingen) waren mit moderatem Tempo, wer will um diese Jahreszeit schon ins Schwitzen kommen, nach gut zweieinhalb Stunden absolviert.

Fazit des Tages: Es hat gut getan und wir kamen in jeder Beziehung frisch nach Hause, zur Nachahmung empfohlen.

31. Samschtigstour 26.10.2019 – Letztes Aufbäumen?

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Es war herrliches Velowetter angesagt. Es dürfte aber zugleich das letzte Aufbäumen des Sommers 2019 gewesen sein und über kurz oder halblang wird die Wahl der Kleidung künftig Richtung lang und warm tendieren. So wollten denn André, Gianni, Kurt, Martin S., Martin W. Urs, Volker und Hanspeter die Gelegenheit zu einer nochmals von wärmender Sonne begleiteten Tour auch Nutzen.

Wie schon so oft überquerten wir die Landesgrenze über die Wiese wo, nach einer kurzen Fahrt entlang des Krebsbaches, mit dem Teichrain die erste kurze aber ruppige Steigung zu bezwingen war. Eine von KK so kurz nach dem Start heiss geliebte Rampe. Noch nicht warm gefahren kann in die Muskeln schiessendes Laktat durchaus schon ein erstes Mal für brennende Oberschenkel sorgen. Auf der anschliessend bis Fischingen flachen Fahrt hatte dann die Muskulatur genügend Zeit dieses «Salz der Milchsäure» wieder abzubauen. Einigermassen warm gefahren war die Überquerung des Rebberges ausgangs Fischingen deutlich angenehmer zu absolvieren. Natürlich auch immer eine Frage des Tempos, ein jeder nach seinem Gusto. Nachdem in Egringen alle wieder aufgeschlossen hatten konnten wir die Fahrt nach Riedlingen mit leichtem Rückenwind in vollen Zügen geniessen. Leicht steigend ging es ab der Abzweigung Feuerbach weiter. Gelegenheit um uns auf die bald folgende Steigung, die Feuerbach mit Niedereggenen verbindet, einzustellen. Niedereggenen verlassen heisst in Obereggenen ankommen und schon befanden wir uns am Fusse der nächsten Steigung nach Feldberg. Das angeschlagene Tempo zog das Feld zwar etwas in die Längen führte aber zu keinen grossen Abständen. Die nennenswerten Steigungen des Tages waren dann mit einer kurzen unmittelbar nach Feldberg folgenden Welle allesamt absolviert.

Über eine etwas verwinkelte Abfahrt führte uns der Veloweg nun nach Müllheim, wo wir uns für einen kurzen Abschnitt über die Hauptstrasse zum nächsten, Zweiradfahrern vorbehaltenen, Streckenabschnitt kämpfen mussten. Nunmehr mit Gegenwind fuhren wir parallel zur B3 nach Schlingen und weiter nach Bad Bellingen. Die Steigung nach Bamlach liessen wir für dieses Mal links liegen um untendurch direkt nach Rheinweiler zu fahren. Die etwas knifflige Einfahrt auf den Radweg sorgte dann (nicht zum ersten Mal) noch für etwas Aufregung im Feld, in der Fomel 1 würde es heissen «hat den Notausgang genommen». Zu guter Letzt haben dann aber doch alle wieder auf den richtigen Weg zurückgefunden.

Ausklingen liessen wir die Ausfahrt in der neu errichteten Sportgaststätte Binzen, die Zeche wurde durch Martin S. beglichen. Nochmals vielen Dank.

30. Samschtigstour 12.10.2019 – Neuland und Tunnelblick

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Mit André, Claude, Gianni, Martin S, Martin W., Peter und Urs hatte sich nochmals ein hochkarätiges Feld um den Tourenleiter versammelt. Wie sich später herausstellen sollte, alle, trotz einer langen Saison, noch immer in bestechender Form. Als Ehrenstarter machte uns Bruno, der verletzungsbedingt noch immer nicht mittun konnte, seine Aufwartung. Seinen Aussagen war zu entnehmen, dass er gedanklich schon in der nächsten Saison ist. Er drohte uns an, im nächsten Frühling wie Phönix aus der Asche aufzusteigen um uns alle platt zu fahren. Da werden wir uns wohl warm anziehen müssen. Vorerst aber schickte er uns mit seinem gefürchteten, markdurchdringenden Pfiff auf die Strecke.

Mit lockerem Tritt und munteren Gesprächen näherten wir uns der ersten Steigung, welche uns schon bald nach Grellingen hoch nach Nenzlingen bringen sollte. Ein Ort übrigens an dem Urs noch nie war. Diese ersten Höhenmeter wurden noch recht verhalten gefahren. Zu diesem frühen Zeitpunkt wollte keiner die Karten auf den Tisch legen. Hoch über dem Laufental ging es anschliessend nahezu verkehrsfrei weiter nach Blauen. Irgendwo müsste hier doch der Schmiernippel der Erdachse sein. Schon bald befanden wir uns, nach kurzer Abfahrt, in Zwingen. Wie Urs richtig bemerkte, hätte man das auch einfacher haben können. Aber dann wäre er eben auch immer noch nicht in Nenzlingen gewesen. Zur Erweiterung seiner geographischen Kenntnisse ist uns eben nichts zu viel. Ausserdem hätten wir die bewundernden Ausrufe, welche wir kurz vor Blauen von zwei MTBler-innen erhielten, nicht einstreichen können. Soll also keiner sagen die extra Kehre habe sich nicht gelohnt.

Nehmen sie bitte beim nächsten Kreisel, gemeint war der in Zwingen, die erste Ausfahrt rechts und folgen sie der Strasse für 5.5 Kilometer. Und schon waren wir in Büsserach und damit am Fusse der nächsten Steigung. Nun war es vorbei mit jeglicher Zurückhaltung. Jeder warf in die Waagschale was er zu bieten hatte. Der Anstieg nach Fehren wurde in gefühlter Rekordzeit absolviert. Allerdings bezahlte Peter diesen Effort mit dem berüchtigten Tunnelblick* — Zitat «ich sehe nur noch den Ar… von Hampe». In der Folge wurden wir, nach kurzer Wartezeit in Fehren, mit einer schönen Fahrt über das Hochplateau rüber nach Seewen belohnt.

Kurz vor Seewen wurde das ohnehin schon flotte Tempo durch Peter, wohl immer noch auf der Suche nach dem Ausgang des Tunnels, drastisch angezogen. Da wollte Gianni natürlich nicht hintenanstehen und setzte seinerseits nochmals einen obendrauf. So kam es wie es kommen musste, in die Steigung nach Hochwald wurde reingedonnert als gäbe es kein Morgen. Die letzten Körner wurden verschossen. Nicht ganz. Auf der sanften aber eher unangenehmen Steigen zwischen Hochwald und Gempen holte Peter, der nun Licht am Ende des Tunnels sah, mit einer letzten Attacke den vorausfahrenden Claude ein und liess ihn sogleich stehen.

In der Abfahrt wurde für einmal der Tourenleiter abgehängt. In Anbetracht der teilweise feuchten Strasse und in Erinnerung an erst kürzlich gemachte Erfahrungen absolvierte dieser diese Teilstrecke mit genügend Sicherheitsreserven.

Nach einem Umtrunk in Dornach trennten sich die Wege. Während Gianni, Martin W. und Peter Richtung Therwil weiterzogen, kehrten die Verbliebenen, für Urs erneut auf unbekannter Strecke, nach Riehen zurück. Für Urs insgesamt gesehen also ein lehrreicher Tag. So wäre denn also (hätten wir denn einen) auch dem Lehrauftrag genüge getan.

Gefahrene Kilometer 81 / Höhenmeter 1040

* Tunnelblick bei Ausübung einer sportlichen Tätigkeit: Ein tranceähnlicher Zustand in den man entweder durch starke Ausschüttung von Glückshormonen oder durch übermässige Anstrengung verfallen kann. Was es bei Peter konkret war wissen wir nicht.

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