Velo-Club Riehen

Ein frohes neues Jahr!

Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern und Velo-Fans ein frohes neues Jahr mit einzigartigen Höhenflügen und genussvollen Touren.

Samschdigstouren 2021 — Ein Rückblick

Von André Fürbringer

Die Samschdigstouren der Saison 2021 im Video-Rückblick. Viel Spass!

35. Samschtigstour 18.12.21 – Endspurt

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Tatsächlich ist schon wieder ein Jahr vergangen und die 35. Samschtigstour war, nach drei düsteren Wochenenden, denn auch gleichzeitig der Endspurt der Tourensaison 2021. Trotz einstelligen Temperaturen, allerdings bei herrlichem Sonnenschein, liessen sich eine Dame und sechs Herren diese Gelegenheit nicht entgehen. Johanna, André, Ed, Hansjörg, Martin S., Sascha und Hanspeter reihten sich gut verpackt ein. Martin W. wäre normalerweise sicher auch mit von der Partie gewesen wären da nicht die leicht traumatischen Erinnerungen an die letzte Samstagstour vom Vorjahr.

Hansjörg, aufgewärmt vom Schlauchwechsel auf der Fahrt zum Treffpunkt, musste sich bevor es los ging erst einiger Kleidungsstücke entledigen. Wir dachten schon, jetzt zieht er auch noch die Beinlinge ab, das liess er dann aber doch bleiben.

Den kühlen Temperaturen geschuldet, war eine Strecke über rund 55 Km mit wenig Höhenmetern ausgeschrieben. Sie führte durch Weil über Binzen nach Fischingen an die erste Steigung des Tages. Über den abgeernteten Rebberg , mit Eiswein wird es anscheinend nichts in diesem Jahr, erreichten wir Egringen. Hätten die Reben noch Laub gehabt hätten sie dieses wohl geschüttelt und sich gedacht wie kann man bloss um diese Jahreszeit auf ein Rennvelo sitzen.

Die wissen natürlich auch nicht wie mühsam es ist nach einem Kilometerlosen Winter wieder in Form zu kommen.

Als wir das Tal Richtung Riedlingen befuhren, zweifelte ich denn auch bereits an meiner Form. Irgendwie hatte ich das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen. Es war aber doch die Bremswirkung eines forschen Gegenwindes, der so gleichmässig blies, dass er kaum wahrzunehmen war. So richtig bewusst wurde uns das erst auf der Rückfahrt, die nach den beiden letzten Tagessteigungen begann. Die Erste stellte sich uns kurz vor Riedlingen in den Weg, die Zweite katapultierte uns, über den Golfplatz, in die Nebel von, nein nicht Avalon, in Bamlach können die zuweilen auch auftreten warum hat bloss hatte keiner daran gedacht den Nebelspalter mitzunehmen.

Wenigstens war der Wind nun auf unserer Seite. Mit ihm im Rücken gelang es uns wieder zügig ins Sonnenstudio zurück zu gelangen. In Efringen war es nämlich mit dem Spuk wieder vorbei und die selbsttönenden Sonnenbrillen nahmen ihre Arbeit wieder auf.

Kurz bevor der erste Gefrierbrand zu beklagen war konnte wir uns ins Sängerstübli retten. Auf den letzten Drücker gelang es uns die Anzahl der Touren gegenüber dem Vorjahr doch noch um eine zu steigern.

Es war trotz, vor allem im Frühjahr, anhaltendem Regenwetter wiederum ein gutes Tourenjahr. Vor allem auch weil es ein Jahr ohne Stürze und Verletzungen war, ein Jahr also wie es sich sicher jeder Tourenleiter wünscht. Die Anzahl der gesamthaft gefahrenen Kilometer konnte gegenüber dem Vorjahr um 20% auf 22135 Km gesteigert werden. Dies ist vor allem in der durchschnittlich höheren Teilnehmerzahl begründet welche sich sogar um 23% erhöht hat.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für das Vertrauen, aber vor allem auch für die Disziplin und das Verantwortungsbewusstsein aller Mitstreiter/-innen. Gepaart mit guter Laune konnten wir so auch im bald zu Ende gehenden Jahr viele tolle Ausfahrten geniessen.

Ich wünsche Allen eine schöne Weihnacht, einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf die kommenden Touren mit Euch. Bleibt Gesund und hungrig auf die kommenden Ausfahrten.

Ein ganz spezieller Gruss richtet sich aus gegebenem Anlass an KK. Einen Tag vor Weihnachten feiert er nämlich seinen 80igsten Geburtstag. Kurt, Du gehörst zu Denen die uns ein wenig die Angst vor dem drohenden Alter nehmen. Blacky Fuchsberger sagte einst «alt werden ist nichts für Feiglinge» Du kannst dem hinzufügen «aber es gibt Hoffnung». Den Beweis dafür erbringst Du immer wieder aufs Neue. Sei es bei den leider selten gewordenen Gelegenheiten an denen Du wieder einmal an einer Tour teilnimmst, oder mit der Ferienwoche welche Du Jahr für Jahr in Eigenregie organisierst. Für die Samschtigstouren siehst Du Dich mittlerweile selbst als zu grossen Bremsklotz an, allerdings siehts Du als Einziger das so. Ich habe mal analysiert. Auf der Strecke Büren – Hochwald verlorst Du um die 5 Minuten auf mich. Umgelegt auf die 17 Jahre die Du älter bist, sind das gerade mal 17 Sekunden pro Jahr und auf der Ebenen hältst Du, mit Deiner hervorragenden Technik noch immer jedes Hinterrad. Ich hoffe dereinst auch auf so hohen Niveau jammern zu dürfen, möge Dir das noch lange vergönnt sein.

Im Namen der ganzen Samschtigstourengruppe wünsche ich Dir alles Gute, gute Gesundheit und noch viele schöne Ausfahrten.

Jahresbericht Lena Schulenburg MTB U15, Saison 2021

Von Lena Schulenburg

Nach einer langen und guten Rennvorbereitung ging es endlich los. Mit dem Startschuss am ersten Proffix Bike Cup in Leukerbad am 1. Mai hat die Saison endlich angefangen. Ich war sehr nervös. Das Wetter war anfangs ganz ok. Mit Nieselregen, wenig Sonne, ein bisschen Nebel und nicht wirklich kalt hat das Rennen gegen die Teilnehmerinnen, die Zeit und mein eignes Ego angefangen. Die Strecke kannte ich noch nicht. Sie war technisch und körperlich sehr schwierig mit Steinen, Sprüngen, Wurzeln, alles das was eine gute Rennstrecke braucht. Am Anfang gab es einen langen Aufstieg, welcher für viel Höhenmeter gesorgt hat. Aber trotzdem nicht wirklich meine Strecke. Als die Sicht immer schlechter und immer nebliger wurde und man kaum noch seine eigene Hand vor Augen sehen konnte war der Kampf schon fast wieder vorbei.  Mit einem ganz guten 22. Platz von 33 ist somit der Saisonstart geglückt.  

 
Allerdings begleitete mich der Schutzengel nicht über die ganze Saison… Nach zweieinhalb Stunden Autofahrt, als wir dann um ca. 06.30 Uhr am Morgen in Gstaad, dem zweiten Wettkampf der Proffix Bike Cup Serie am 29. Mai, die Strecke besichtigt haben, ist es schon passiert. Ich war perfekt auf das Rennen vorbereitet, fühlte mich topfit, war nicht so nervös und auch sonst waren es die besten Umstände um ein top Rennresultat einzufahren. Die Strecke kannte ich bereits vom letzten Jahr, sie ist recht schnell, trocken und nicht sehr technisch. Ich hatte eine gute Startposition… alles war perfekt. Ich hatte sogar seit neustem einen neuen Bikerahmen von ARC8, welcher Florian von Veloemotion noch schnell montiert hat, weil ich im Trainingslager davor einen Rahmenbruch erlitten habe. Doch die Glückssträhne war wohl vorbei, bereits nach 20 Minuten auf der Streckenbesichtigung bin ich gestürzt. Nichts Grosses oder doch? Ich bin aufgestanden und es war alles gut dachte ich, als ich dann mein Velo genommen habe, ist mir aufgefallen, dass ich kaum noch meine Hand ohne Schmerzen bewegen konnte. Das Rennen wollte ich trotzdem fahren, aber Nein ich wurde ins Auto gesetzt und es ging zurück nach Basel. Nach 2,5 Stunden Autofahrt und einem Nachmittag in der Notaufnahme im Merian Iselin wussten wir was Sache ist.  
 
Handwurzelbruch (Kopfbein links)! Ich dachte alles war umsonst, die Saison gelaufen… Nach dem ich den ersten Schock verdaut habe und nach zahlreichen Untersuchungen war klar: Gips; also mindestens 6 Wochen Ausfall. Aber da mich das Pech noch weiter begleitete, wurden dann auf die 6 Wochen Gips noch 3 Wochen Schiene mit nur leichter Belastung draufgesetzt. Nach dann gut 2 Monaten Pause mit leichtem Training, viel Koordination und Krafttraining und noch ein paar einfachen Bike Ausfahrten, konnte ich endlich wieder an ein Rennen gehen. Ich war gerade so gut trainiert (auch wenn man meiner Meinung nach nicht von trainiert sprechen kann), dass ich ein Rennen fahren konnte und nicht mehr grosse Schmerzen hatte. 
 

Ich bin trotzdem am Proffix Bike Cup in Basel gefahren. Zur Strecke muss ich nichts sagen, denn die meisten die das lesen kennen hoffentlich die Strecke. Naja aber etwas Erwähnenswertes ist der neu gebaute Sprung am oberen Teil vom letzten Streckenabschnitt vom Gempen Nord Trail, dort geht die Rennstrecke ja auch lang, welcher viel Mut braucht. Das Wetter war sehr heiss, kein Regen, keine Wolken einfach richtig heiss, dazu kam ja auch, dass ich am Nachmittag gestartet bin und das hat das Ganze nicht zwingend besser gemacht… Als ich mich dann auf die Stecke begeben habe und nicht wirklich trainiert habe, habe ich schon am Anfang festgestellt das es einfach nicht läuft, es ging einfach nicht, also war auch das Resultat eine Katastrophe für sich.  
 
Der Swiss Cycling Talentsichtungstag steht kurz bevor und ich bereite mich, so gut es mit meiner Hand geht, darauf vor. Mit viel Elan übe ich den technischen Parcour und beriete mich physisch auf das bevorstehende Bergfahren vor. Eine der Swiss Cycling Talent ID Teststrecken ist am Anstieg von Dornach nach Hochwald.  Sie ist 1.33 Km lang und hat eine Steigung von 10.0% = 133 Höhenmeter. Dann kam der Tag der Entscheidung und ich stand alleine kurz vor dem Startpunkt des Bergfahrens. Ich sammelte mich und Atmete das letzte Mal tief ein und wieder aus. Und dann hiess es alles geben bis zum Umfallen. 6:20 Minuten, 12.5 Km/h. Ich bin mega zufrieden. Ein paar Wochen später kam dann der technisch anspruchsvolle Parcour in Gränichen. Ich konzentrierte mich und will Das unbedingt schaffen. 18.5 von 24 möglichen Punkten. Es ging viel besser als ich geglaubt habe. Im November ist dann das Resultat gekommen: Ich bekomme wieder die Lokal Talent-Card von Swiss Olympic und kann weiter in Gränichen in das MTB-Stützpunkttraining. Im technischen Parkour gehöre ich sogar zu den besten 25%. Als ich dann immer mehr Trainieren konnte und meine Hand wieder das meiste vertragen hat, habe ich beschlossen, dass ich noch den Argovia Cup in Langendorf fahren werde. Und siehe da, das war das beste Resultat dieser Saison. Mit einem fünften Platz bin ich sogar auf dem Podest gestanden.  

  
Nachdem ich dann eine heftige Erkältung hatte und zwei Wochen Pause machen musste, konnte ich auch den letzten Proffix Bike Cup in Schaan Liechtenstein nicht fahren. 
 
Um ein bisschen Rennerfahrung zu sammeln, folgten nur noch ein paar einfache Quer & Bike Cup Rennen im Kanton Aargau auf sehr einfachen Strecken. Die Kategorien U13-U17 fahren alle zusammen mit Handicap. Zur 4. Etappe stand auch ich an der Startlinie. Das Wetter war ganz gut und relativ warm. Es ging ein kleines Stück durch den Wald und hauptsächlich auf Kuhwiesen entlang. Mit einer Renndauer von ca. 25 min war das ein kurzes Rennen. Das Ergebnis 22. von 31. durchs Ziel gekommene ganz ordentlich. Darauf die Woche das Rennen Balsthal. Eine Strecke mehr nach meinem Geschmack. Das Wetter war wieder gut und wieder relativ warm. Der Startschuss ist gefallen und ich bin immer weiter nachvorne gefahren, die Kraft hat mich nicht verlassen, bis ich dann in der dritten von vier Runden auf dem 16. Platz von 37 war. Allerdings war auch dort das Glück schnell vorbei, denn ich hatte einen Defekt und zwar dort wo niemand gestanden ist der mir hätte helfen können. Also musste ich rennen bis jemand mir helfen konnte und die verklemmte Kette gelöst hat. Doch dann war es schon zu spät. Trotzdem bin ich noch ins Ziel gefahren auch wenn nur als zweitletzte…

Eine Woche darauf, das Rennen in Möriken das Wetter regnerisch, die Strecke richtig seifig. Eigentlich mein Wetter aber es nicht so gelaufen wie geplant. Also ging ich mit viel Eigendruck in mein letztes Rennen im Oekingen. Die Strecke kannte ich noch vom letzten Jahr. Das Wetter war gut, kein Regen kein Nebel, dafür richtig kalt. Als der Startschuss gefallen ist, konnte ich lange dranbleiben und konnte dann auch mit zwei anderen eine Gruppe bilden. Aber weil ich diejenige war, die alles im Wind fahren musste, konnten die anderen Zwei aus dem Wind angreifen und nach dem ich noch ein wenig dranbleiben konnte, habe ich in der letzten Runde den Anschluss verloren. Trotz allem bin ich als 25. von 43 ins Ziel gekommen. Ich finde das war ein gelungener Saisonabschluss und hoffe, dass ich nächste Jahr wieder mehr Glück in den Rennen haben werde.  
 
Nächste Saison werde ich das erste Jahr U17 fahren und es wird daher recht schwierig werden für mich, weil ich zu den jüngeren gehöre. Wenn alles gut läuft, geht es bereits am 12. März 2022 mit dem ersten Proffix Bike Cup in Rickenbach LU los. Es wäre schön, wenn auf den Rennstrecken vielleicht der Eine oder die Andere vom Verein anzutreffen sind. 
  
Vielen Dank fürs Lesen!
Lena Schulenburg                      

René Gysin 06.09.1936 – 09.12.2021

Leider müssen wir informieren, dass René Gysin, ein sehr verdientes Mitglied am 09. Dezember 2021 von uns gegangen ist.

René ist 1955 dem VC Riehen beigetreten. Als lizenzierter Amateur (B/A) bestritt er erfolgreich Strassenrennen. Auch auf der Basler Winterrennbahn bestritt er einige Rennen. Nach Aufgabe des Rennsportes Mitte 60er-Jahre widmete er sich insbesondere dem Tourenradsport. Als ‘Cyclotouriste’ war er vorwiegend auf Frankreichs Strassen unterwegs und war in den Reihen des VCR und dem Tourenradsport viele Jahre eine grosse Stütze.

Dem VC Riehen stellte er sich immer wieder für verschiedenste Aufgaben zur Verfügung, u.a. Rennchef und Hallen-Konditionstrainer. Bis vor wenigen Jahren nahm er noch regelmässig an den Ausfahrten und Veloferienwochen teil.

Leider hat er eine heimtückische Krankheit nicht besiegen können. Seiner Gattin Gerda und den Angehörigen entbieten wir seitens des VC Riehen unser herzlichstes Beileid.

René beim Konditionstraining in der Bäumlihofhalle und im grün-blauen Trikot vor Tourbeginn

33. Samschtigstour 13.11.21 Jeder für sich allein…

Von Hanspeter Brack

… wäre an diesem Samstag wohl kaum aufs Velo gestiegen, darin waren wir uns einig. Schon kurz vor elf Uhr stellte sich mir, nach Konsultation diverser Wetter- und Regenradarwebsites die Frage absagen oder nicht. Da die meisten Vorhersagen Regen erst gegen Abend ankündigten entschied ich mich zur Durchführung.

Gespannt darauf ob überhaupt noch jemand auf die Idee kommt sich auf zwei Räder zu schwingen verliess ich pünktlich mein warmes trockenes zu Hause Richtung Treffpunkt. Tatsächlich konnten sich mit Claude, Martin und Volker tatsächlich noch drei weitere Mitstreiter zu dieser Ausfahrt aufraffen.

Aber bereits an Kurts heiss geliebtem Stutz in Altweil waren erste Regentropfen zu spüren und als es kurz vor Haltingen ernsthaft zu Nieseln begann zeigte der Tourenleiter wenig Lust auf eine Weiterfahrt. Die Aussicht bei den herrschenden Temperaturen möglicherweise bis auf die Haut durchnässt zu werden war wenig verlockend. Kurzer Halt, kurze Besprechung. Der Blick nach Kandern zeigte einen etwas helleren Himmel und gab Anlass zur Hoffnung. Nach gut schweizerischer Art wurde demokratisch entschieden weiterzufahren, umkehren gehe immer noch. Tatsächlich wurde kurz vor Rümmigen der Wasserhahn zugedreht und die Feuchtigkeitszufuhr beschränkte sich auf das Spritzen der Räder.

In gepunkteten Trikots erreichten wir Kandern. Allerdings waren die Punkte in unserem Fall braun und hatten nichts mit Bergpreis zu tun. Die überall herumliegenden Erdschollen hinterliessen sichtbar ihre Spuren. Über den Golfplatz ging es in die Abfahrt nach Riedlingen. Das Anfahren der Kurven erfolgte kontrolliert und eher verhalten. Nochmals ein kurzer Anstieg entlang der Lieler Strasse bis zur Siedlung am Holz. Auf der ebenfalls nach dieser Siedlung benannten Strasse fuhren wir dem Hügel entlang weiter nach Tannenkirch.

Da der Blick nach Basel die Hoffnung auf weiterhin trockenes Durchkommen sinken liess schenkten wir uns den Hügel nach Bamlach und steuerten Efringen auf direktem Weg an. Wie sich später herausstellen sollte ein guter Entscheid. Je näher wir Riehen kamen desto nasser wurden nämlich die Strassen.

Martin spendierte zum Abschluss noch eine Runde Kaffee mit Cremeschnitten. Und Schwups waren sie wieder da, die Kalorien.

Strecke: Riehen – Binzen - Kandern – Riedlingen – Siedlung am Holz – Tannenkirch – Efringen – Riehen / 48 Km / 265 Hm

32. Samschtigstour 06.11.21 – Gegen den Winterblues

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Nicht nur die Umstellung unserer Uhren vom vergangenen Wochenende, sondern auch die, im Verlauf der Woche, spürbar gesunkene Temperaturanzeige sprechen eine deutliche Sprache, wir gehen unaufhaltsam dem Winter entgegen. Währendem sich die Einen nun bereits auf Tage irgendwo im Schnee freuen und Andere sich einfach der ruhigeren Jahreszeit hingeben, gibt es noch die, die vom Winterblues heimgesucht werden. In der Schweiz sollen jährlich rund 160'000 Menschen von dieser milden Form der Winterdepression betroffen sein. Zwei bis drei Prozent der Bevölkerung sehen sich also plötzlich mit Stimmungsschwankungen und allen damit einhergehenden Auswirkungen konfrontiert. Wenn sich also jemand plötzlich nicht mehr so gut fühlt wie noch vor ein paar Wochen kann es durchaus auch daran liegen.

Ein probates Mittel dem zu begegnen ist einmal mehr die Bewegung. Natürlich kostet es, im Vergleich zur Sommerausrüstung, entschieden mehr Überwindung sich in enganliegende Velohosen und mehrere Schichten Oberbekleidung zu zwängen, ist man aber erst mal drinnen ist die halbe Schlacht schon geschlagen. Erfreulicherweise schreckten, mit André, Ed, Harald, Kumar, Martin S., Martin W, Sascha und Volker, nebst mir noch weitere acht Teilnehmer nicht vor dieser Prozedur zurück. Ein, für diese Jahreszeit, doch ansehnliches Feld welches sich auf den Weg Richtung Aargau machte. Via Grenzach und Kraftwerk Augst ging es Richtung Mumpf dem Wendepunkt des Tages.

Kraftwerk Augst ist eigentlich nur halb richtig handelt es sich doch um die zwischen 1908 und 1912 gemeinsam mit Grenzach-Wyhlen erbauten Laufwasserkraftwerke Augst und Wyhlen mit je zehn Turbinengruppen. Die Liste der Zulieferer liest sich wie das «Who is who» der damaligen schweizerischen Industrie. Escher & Wyss, Buss AG, von Roll, BBC, Maschinenfabrik Oerlikon, Kabelwerke Brugg, da erstaunt es wenig, dass von den ursprünglich zwanzig eingebauten Turbinengruppen sieben noch immer zuverlässig ihren Dienst verrichten.

Nach Passage dieses Bauwerkes, welches das vorhanden sein eines überregionalen Gedankens schon vor mehr als hundert Jahren dokumentiert, erwartete uns in Rheinfelden mit dem Fabrikareal der Feldschschlösschen AG schon der nächste geschichtsträchtige Bau. Erbaut 1880-1910 fällt die Entstehung beider Gebäude in den gleichen Zeitraum.

Mit leichtem Rückenwind läuft es, trotz erstem Anstieg in Zeiningen, gut und wir erreichten den Wendepunkt in Mumpf recht zügig. Über 8°C stieg die Temperaturanzeige auf dem Bordcomputer allerdings nie, daran vermochte auch der Sonnenschein der uns über die ganze Strecke begleitete nichts zu ändern. Auf der mittlerweile gut bekannten Anhöhe zwischen Wallbach und Möhlin mussten sich dann aber doch der Eine oder der Andere zu viel montierter Kleidungsstücke entledigen.

Ausserhalb Möhlin ging es, vorbei an der Saline Riburg, zu nächsten Rheinüberquerung. Über das neue Wasserkraftwerk Rheinfelden, ein ebenfalls ein überregionales Projekt erbaut 2003 – 2012, wechselten wir erneut auf die deutsche Rheinseite. Durch das Areal des Schlosses Beuggen näherten wir uns allmählich der Hauptsteigung des Tages. Gleich nach der Holzbrücke verkniffen wir uns die direkte Rückfahrt entlang des Rheines um nahmen noch die Fahrt über den Dinkelberg unter die Räder zu nehmen. Eine Steigung wie gemacht für kältere Jahreszeiten. Die Steigung verfügt doch über eine gewisse Länge kann aber, dank moderaten Steigungsprozenten, so gestaltet werden, dass man sich nicht völlig verschwitzt in die Abfahrt stürzen muss.So wurde das Ganze denn auch gestaltet und erst nach Mitte der Steigung, nachdem unser Drang nach oben durch ein Baustellenrotlicht jäh gebremst wurde, zog sich das Feld etwas in die Länge. Nach kurzem, dem Zusammenschluss dienenden Halt, folgte noch die Abfahrt nach Maulburg bevor es, bei nunmehr lediglich noch 5°C und leichtem Gegenwind, der Wiese entlang nach Hause ging.

Dem Winterblues erfolgreich ein Schnippchen geschlagen hiess es nun sich erfolgreich und möglichst unfallfrei wieder der zweiten Haut, die sich Winterausrüstung nennt, zu entledigen.

Strecke: Riehen – Grenzach – Augst – Zeinigen – Mumpf – Wallbach – Möhlin – Minseln – Maulburg – Riehen / 74 Km / 445 Hm

31. Samschtigstour 23.10.21 – Animationskünste

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Animation kennt man heute eher im Zusammenhang mit Filmen und oder virtuellen Darstellungen. Es geht aber auch verbal, einfach nur so von Mensch zu Mensch. Vom lateinischen animare abgeleitet bedeutet das so viel wie zum Leben erwecken.

Wie das gehen kann, demonstrierten Urs und André auf eindrückliche Art. Edith, schon des Öfteren am Treffpunkt präsent, allerdings nie im Renndress, liess sich erneut mit Stadtvelo und Alltagskleidern blicken. Einmal mehr versprach sie demnächst an einer Ausfahrt teilzunehmen. Im Nebensatz fügte sie gleich noch an am Sonntag selbst auch aufs Rennvelo zu wollen. Für Urs der gefundene Aufhänger um Edith zu überreden, unverzüglich nach Hause zu gehen, sich blitzartig umzuziehen und das Velo zu pumpen, um bereits an dieser Ausfahrt teilzunehmen. André griff ebenfalls in die Motivationskiste und gemeinsam schafften sie es tatsächlich Edith zur Teilnahme zu animieren.

Um ganz sicher zu sein, dass Edith sich die ganze Sache nicht doch noch anders überlegt, holte die komplette Gruppe bestehend aus André, Ed, Martin, Sascha, Urs und Hanspeter Edith zu Hause ab. Nach kurzer Wartezeit schob sich ein silbriges Giant Rennvelo, eine jugendliche Dame, gekleidet in eine nostalgisch VCR Winterjacke, hinter sich herziehend, um die Ecke. Die ganze Aktion wurde in der Rekordzeit von 16 Minuten abgewickelt.

Vom Wettergott wurde uns ein Herbsttag bereitgestellt wie er im Bilderbuch steht. An der Sonne noch beinahe warm, im Schatten halt eben «schattig». Genau richtig für eine Fahrt durch die Rebberge der näheren Umgebung. Zu diesem Zweck fuhren wir bis Hammerstein durchs Kandertal um dort nach Holzen ins Paralleltal zu wechseln. Da zwischen zwei Tälern meist ein Hügel steht waren somit auch die ersten Höhenmeter des Tages absolviert. Bis nach Riedlingen, dem Ende des Tales, ging es flach weiter um anschliessend, bis nach Feuerbach, sanft aber stetig zu steigen. Der Wald hatte innert Wochenfrist sein Herbstkleid angezogen und zeigte sich nun in allen erdenklichen Rot- und Gelbtönungen. Eine weitere typische Herbstsituation erwartete uns, nach kurzem knackigem Aufstieg, beim Waldparkplatz Stelli. Eine Gruppe Jäger feierte bei Wein und Bier ihren Tageserfolg.

Nach Bezwingung des nächsten Hügels, dem Übergang von Obereggenen nach Feldberg, erwartete uns die schon tiefer stehende Sonne mit flachen, lediglich durch die Rebstöcke gebrochenen, Strahlen. Ein kurzer Halt um alle aufschliessen zu lassen und die Atmosphäre zu geniessen. Nach Feldberg nochmals eine kurze Gegensteigung bevor es auf der langgezogenen Abfahrt via Mauchen nach Schlingen ging.

Zur Stärkung für den letzten Aufstieg wurde einmal mehr in Bad Bellingen für Kaffee und Kuchen Halt gemacht. Zum vielleicht letzten Mal für diese Saison konnten wir nochmals das Gartenrestaurant dazu in Beschlag nehmen. Für die Einen war es der willkommene Kaffee für die anderen der kälteste Radler aller Zeiten. Jeder nach seinem Gusto.

Frisch gestärkt konnten so die beiden letzten Anstiege in Angriff genommen werden. Erst durch die Rebberge Bamlachs hoch zum Golfplatz und anschliessend die kurze Steigung über die Siedlung Fohrenwald mit anschliessender Abfahrt nach Mappach und Egringen.

Eine schöne Ausfahrt endete für Edith, die sich hervorragend geschlagen hatte und gut mithalten konnte, mit dem Problem nun nicht zu wissen was sie am Sonntag, anstelle der geplanten Ausfahrt mit der nun freien Zeit anstellen soll.

Strecke: Riehen – Hammerstein – Holzen – Feuerbach – Feldberg – Mauchen – Schliengen – Bamlach – Kalter Herberge – Fohrenwald – Mappach – Fischingen – Riehen / 68 Km 540 Hm

29. & 30. Samschtigstour 09.10.21 & 16.10.21 – Zwischen Arbeit und Baustelle…

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

… ist es manchmal nicht so einfach auch noch Berichte zu Verfassen. Vor allem wenn es zu Komplikationen wie bei unserem Projekt Erdsondenheizung kommt, kann die Kapazität schon mal nicht mehr ausreichen. Aber Ende gut (fast) alles gut, die Heizung läuft. Alle bösen Mails an Luci waren deshalb unberechtigt.

Nun aber zum Geschehen. Am 09.10.21 lockte das schöne Wetter nochmals zu einer längeren Ausfahrt nahe der 100 Km Grenze. Ausgeschrieben war nochmals eine Fahrt über die östlichste Gemeinde das Baselbiets Anwil. Wie heisst es so schön im Baselbieter Lied « mer wei luege», in unserem Fall wer sich das nochmals antun will; Ganz Viele. Um es genau zu nehmen Zehn – André, Hansjörg, Harald, Ed, Kumar, der sich schon zu Beginn ein grosses Stück des Weges sparte indem er an der Kilchgrundstrasse auf uns wartete, Martin & Martin, Volker, Bruno und Hanspeter. Im Gegensatz zum letzten Mal, als Anwil via Oltingen angefahren wurde, wurde für dieses Mal der direkte Weg über Rothenfluh, mit dem kurzen aber ruppigen Aufstieg, gewählt. Bis zu diesem Aufstieg hiess es, wie die Italiener so schön sagen, gruppo completo. Damit ist in Wirklichkeit ereignislos und langweilig gemeint, sieht man vom stattlichen Schnitt, der zu diesem Zeitpunkt unsere Tachos zierte ab, war es das auch. Allerding im durchaus positiven Sinn, kein Ärger, keine hupenden Automobilisten, keine Defekte. Alles genauso wie man es gerne immer hätte. Einzig die kühle Bise hätte einem warmen Föhn weichen und auch mal von hinten kommen können dürfen. Etwas zu jammern findet man doch immer, wenn auch auf hohem Niveau.

Wie gewohnt fuhr in diesem einzigen nennenswerten Aufstieg jeder sein Tempo. Da aber jeder am Ende dieser Saison noch auf eine beachtliche Form zurückgreifen konnte, fielen die Abstände sehr moderat aus. Vielleicht verlieh das Wissen um die kommende Tempobolzerei, bis Frick auf leicht abfallendem Gelände, einigen auch Flügel. Damit ist es bereits vorweggenommen, es folgte ab Kienberg das bereits obligate Mannschaftszeitfahren. Einreihen, Kopf runter, Hinterrad halten und für zehn Kilometer höchste Konzentration.

Normalerweise ist danach das Kind im Manne wieder zufriedengestellt und der Affe gezähmt. Bis kurz nach Eiken schien das auch für dieses Mal genauso zu laufen. Tja wäre da nicht dieser andere Velofahrer gewesen der keck «Achtung hinten» rufend links an uns vorbeizog. Als sein Vorsprung bereits um die 400 Meter betrug erwachte auch der Affe in uns zu neuem Leben. André setzte als erster nach um dann doch wieder auf uns zu warten. Für unseren Herausforderer nochmals Gelegenheit seinen Vorsprung auszubauen. Nun erwachte auch in meinem Inneren der Ehrgeiz und verleitete mich meinerseits zum Nachsetzen. Als ich beinahe dran war, knallte mit einem noch nie gesehenen Energieschub Hansjörg an mir vorbei. Im Gegensatz zur Verfolgergruppe in der parallel laufenden Lombardeirundfahrt waren wir uns nun einig und neutralisierten diesen Angriff eingangs Mumpf endgültig.

Zeit zur Bestandesaufnahme, zwei fehlten. Martin W. hatte uns ausgetrickst und den offenbar kürzeren Weg untenrum dem Rhein entlang gewählt. Auf mirakulöse Weise erreichte er die Anhöhe zwischen Wallbach und Möhlin nämlich vor uns und erwartete uns bereits. Ob das mit rechten Dingen zugegangen war bleibt wohl für immer ein Rätsel. Kumar hingegen konnte das Tempo nicht halten und meinte nach kurzem Anruf er kenne den Weg nach Basel und wir sollen zufahren.

Es war ein würdiger Abschluss der langen Ausfahrten bei dem nochmals so richtig die Post abging und so ganz nebenbei wurde bei dieser Ausfahrt die Kilometerleistung des Vorjahres überboten.

Ein völlig anderes Profil zeigte die Tour vom 16.10.21. Mit einem kurzen Abstecher ins Elsass gefolgt von einem Wechsel in Badische war eine richtige Regiotour ausgeschrieben. Mit jedem Grad welches es nun in Zukunft kühler werden wird sinken erfahrungsgemäss auch die Teilnehmerzahlen. Umso erfreulicher, dass mit André, Gianni, Ed, Pascal, Volker, Bruno, Martin und mir selbst wiederum acht Teilnehmer den Weg zum Treffpunkt fanden. Von der kurzen über die ¾ bis zur langen Hose war alles vertreten. Damit ist auch alles zur Witterung gesagt. Schönster Sonnenschein, irgendwo zwischen noch warm und schon kühl.

Bei Gegenwind führte das erste Teilstück vorbei an Rosanöi bis Kembs Löchle wo mit einer Spitzkehre zum Kraftwerk gewendet wurde um wieder gut neun Kilometer rheinaufwärts nach Märkt zu fahren. Wer kommt denn auf so eine Schnapsidee. Gut, man will halt auch mal Rückenwind haben. Genau dort wo sich der Rhein in Rhein und Grand canal d’Alsace teilt wechselten wir in die badische Hügellandschaft. Ein erneuter Richtungswechsel führte uns nun wieder Rheinabwärts. Diese Variante kannte Bruno noch nicht. Efringen – Istein – Bamlach - Bad Bellingen – Schliengen hiessen die folgenden Dörfer.

Bei Schliengen war ein erneuter Richtungswechsel angesagt. Via Liel, der Name stammt vom keltischen Liela und bedeutet der Ort wo viele Weinstöcke stehen und die stehen auch heute noch, führte die Ausfahrt über die letzten zwei Hügel nach Kandern. Kandern, noch bis vor einigen Jahren bekannt für seine Tonziegelfabrik, entstand vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit genau wegen der für die Ziegel benötigten Tonvorkommen. Heute erinnert nur noch ein Museum an die Herstellung der Tonwaren. Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik entstanden inzwischen Wohnungen. Lediglich ein kleines Backsteinhäuschen ist als verschämter Zeitzeuge noch übriggeblieben.

All Dies liessen wir unbeachtet links liegen um rechts auf den Veloweg durchs Kandertal abzubiegen. Auf nahezu eigenem Weg, vorwiegend Velofahrern und Bauern vorbehaltenem, kann man in der Regel stressfrei bis Binzen durchfahren. Aber genau so ein Bauer musste an diesem ansonsten friedlichen Tag dann doch noch für etwas Unruhe sorgen. Mit seinem Gefährt, welches die gesamte Strassenbreite einnahm, kam er uns ziemlich provokant entgegen und machte keinerlei Anstalten ausweichen zu wollen. Zu Zeiten von Raumschiff Enterprise hätten wie uns auf die andere Seit beamen lassen können, da das aber keine Option war, blieb ihm am Schluss doch nichts anderes übrig als anzuhalten damit wir uns irgendwie an ihm vorbeiquetschen konnten.

Im Sportplatzrestaurant Binzen genossen wir zum Abschluss die letzten Sonnenstrahlen bevor wir uns Richtung warme Dusche verabschiedeten.

Grillfest 2021 — Ein Rückblick

Von Katrin Leumann

Mitte September trafen sich bei wunderschönem Spätsommerwetter etliche VC Riehen-Mitglieder von jung bis alt zum bereits traditionellen Grillfest im Eisweiher.

Das Wetter bat förmlich darum den lauen Abend nochmals draussen zu geniessen und so liessen es sich die Rund 40 Velobegeisterten nicht nehmen beim gemütlichen Zusammensein etwas Feines vom Grill zu essen. Dank fleissigen Helfern gab es auch noch eine Auswahl an Beilagen und Desserts was zum Verweilen einlud.

Die zahlreichen Kinder hatten jedoch kaum Zeit ihr Abendessen einzunehmen, denn ein kleiner Veloparcours mit Paletten, Holzlatten und einer Rampe fanden grossen Anklang. Kleinkinder auf dem Laufvelo, Kinder und Jugendliche bis zu den bikebegeisterten Väter liessen es sich nicht nehmen mit ihrem Velo das eine oder andere auszuprobieren. Als es dann jedoch dunkel wurde und der ankommende Herbst die Temperaturen sinken liess löste sich das gemütliche Beisammensein mit vielen helfenden Händen auf. Ich bin überzeugt, dass jeder mit einem Lächeln davon radelte und sich die eine oder andere Szene nochmals als Erinnerung im Kopf durchspielte.

Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr…

28. Samschtigstour 02.10.21 – Sommerausklang und Erleuchtung

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Tagsüber noch einigermassen warm wird ist es am morgen nun doch schon wieder merklich kühler. Grund genug die Startzeit der Samschtigstouren bereits wieder auf 13:00 Uhr zu legen. So gelingt es vielleicht dem nahenden Winter noch ein, zwei Ausfahrten in «kurz» abzutrotzen. Für die 28. Ausfahrt 2021 ist dies auf jeden Fall gelungen. Bei rund 22 Grad fand sich nochmals eine grössere Gruppe, namentlich Fanny, André, Bruno, Claude, Ed, Martin, Sascha, Volker, Urs und Hanspeter, zusammen.

Schon im ersten Aufstieg nach Brombach stöhnten die ersten über zu warm gewählte Bekleidung. Bruno hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeklinkt und auch André fühlte sich nicht gut und machte sich in Adelhausen gleich wieder auf den Rückweg. Glücklicherweise ging es ihm aber am Abend schon wieder besser.

Für uns gab es in der Abfahrt Richtung Rheinfelden erstmals Gelegenheit zur Erholung. Umso mehr wir vor Minseln auf einen Traktor auffuhren an dem es kein Vorbeikommen gab. Da wurde der Begriff mit angezogener Handbremse veranschaulicht.

Nachdem via Kraftwerk Rheinfelden auf die Schweizer Seite gewechselt wurde und Möhlin durchfahren war, verabschiedete sich in Zeiningen Martin ebenfalls. Damit waren die Aufgaben für diesen Tag abgehakt.

Nach einer herrlichen Fahrt bei besten äusseren Bedingungen erreichten wir als kompakte Gruppe Wegenstetten. Damit war es im Anstieg zum Asphof fürs Erste aber vorbei. Das warme Wetter verlockte nochmals dazu mit vollem Schub dem Kulminationspunkt entgegen zu stürmen. Währendem also vorne die Post abging jagten Fanny und Urs das Feld vor sich her.

Dass Fanny mit Schaltungsproblemen zu kämpfen hatte, der Umwerfer beförderte die Kette nicht mehr auf das grosse Kettenblatt, blieb Urs, ganz Gentleman, an ihrer Seite. Beim Halt auf dem Asphof wurde Fannys Problem mit ein paar magischen Drehungen an der Stellschraube gelöst. Es ereignete sich aber auch noch anderes Grosses. Urs wurde von der Erleuchtung heimgesucht, wusste er nämlich plötzlich die Aufschrift HPB auf meinem Velo Marke Eigenbau zu deuten.

Erleuchtet und mit grossem Gang ging es anschliessend in die Abfahrt. Die Pace konnte bis Muttenz aufrechterhalten werden, ausgebremst wurden wir nur durch die unzähligen Kreisel die auf dem Rückweg zu durchfahren waren. Einmal mehr fand der verdiente Abschlusstrunk in Muttenz statt.

Strecke: Riehen – Brombach – Adelhausen – Schloss Beuggen – Möhlin – Wegenstetten – Asphof – Sissach – Liestal – Muttenz - Riehen / 80 Km / 560 Hm

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