Velo-Club Riehen

Im Winter fit bleiben

Am Dienstag, 15.10.2019 startet das Konditions- und Fitnesstraining in der Bäumlihofhalle. Mit einem abwechslungsreichen Programm sorgt Sonja Nafzger dafür, dass wir fit in die nächste Radsaison starten können: Informationen zum Konditions- und Fitnesstraining

30. Samschtigstour 12.10.2019 – Neuland und Tunnelblick

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Mit André, Claude, Gianni, Martin S, Martin W., Peter und Urs hatte sich nochmals ein hochkarätiges Feld um den Tourenleiter versammelt. Wie sich später herausstellen sollte, alle, trotz einer langen Saison, noch immer in bestechender Form. Als Ehrenstarter machte uns Bruno, der verletzungsbedingt noch immer nicht mittun konnte, seine Aufwartung. Seinen Aussagen war zu entnehmen, dass er gedanklich schon in der nächsten Saison ist. Er drohte uns an, im nächsten Frühling wie Phönix aus der Asche aufzusteigen um uns alle platt zu fahren. Da werden wir uns wohl warm anziehen müssen. Vorerst aber schickte er uns mit seinem gefürchteten, markdurchdringenden Pfiff auf die Strecke.

Mit lockerem Tritt und munteren Gesprächen näherten wir uns der ersten Steigung, welche uns schon bald nach Grellingen hoch nach Nenzlingen bringen sollte. Ein Ort übrigens an dem Urs noch nie war. Diese ersten Höhenmeter wurden noch recht verhalten gefahren. Zu diesem frühen Zeitpunkt wollte keiner die Karten auf den Tisch legen. Hoch über dem Laufental ging es anschliessend nahezu verkehrsfrei weiter nach Blauen. Irgendwo müsste hier doch der Schmiernippel der Erdachse sein. Schon bald befanden wir uns, nach kurzer Abfahrt, in Zwingen. Wie Urs richtig bemerkte, hätte man das auch einfacher haben können. Aber dann wäre er eben auch immer noch nicht in Nenzlingen gewesen. Zur Erweiterung seiner geographischen Kenntnisse ist uns eben nichts zu viel. Ausserdem hätten wir die bewundernden Ausrufe, welche wir kurz vor Blauen von zwei MTBler-innen erhielten, nicht einstreichen können. Soll also keiner sagen die extra Kehre habe sich nicht gelohnt.

Nehmen sie bitte beim nächsten Kreisel, gemeint war der in Zwingen, die erste Ausfahrt rechts und folgen sie der Strasse für 5.5 Kilometer. Und schon waren wir in Büsserach und damit am Fusse der nächsten Steigung. Nun war es vorbei mit jeglicher Zurückhaltung. Jeder warf in die Waagschale was er zu bieten hatte. Der Anstieg nach Fehren wurde in gefühlter Rekordzeit absolviert. Allerdings bezahlte Peter diesen Effort mit dem berüchtigten Tunnelblick* — Zitat «ich sehe nur noch den Ar… von Hampe». In der Folge wurden wir, nach kurzer Wartezeit in Fehren, mit einer schönen Fahrt über das Hochplateau rüber nach Seewen belohnt.

Kurz vor Seewen wurde das ohnehin schon flotte Tempo durch Peter, wohl immer noch auf der Suche nach dem Ausgang des Tunnels, drastisch angezogen. Da wollte Gianni natürlich nicht hintenanstehen und setzte seinerseits nochmals einen obendrauf. So kam es wie es kommen musste, in die Steigung nach Hochwald wurde reingedonnert als gäbe es kein Morgen. Die letzten Körner wurden verschossen. Nicht ganz. Auf der sanften aber eher unangenehmen Steigen zwischen Hochwald und Gempen holte Peter, der nun Licht am Ende des Tunnels sah, mit einer letzten Attacke den vorausfahrenden Claude ein und liess ihn sogleich stehen.

In der Abfahrt wurde für einmal der Tourenleiter abgehängt. In Anbetracht der teilweise feuchten Strasse und in Erinnerung an erst kürzlich gemachte Erfahrungen absolvierte dieser diese Teilstrecke mit genügend Sicherheitsreserven.

Nach einem Umtrunk in Dornach trennten sich die Wege. Während Gianni, Martin W. und Peter Richtung Therwil weiterzogen, kehrten die Verbliebenen, für Urs erneut auf unbekannter Strecke, nach Riehen zurück. Für Urs insgesamt gesehen also ein lehrreicher Tag. So wäre denn also (hätten wir denn einen) auch dem Lehrauftrag genüge getan.

Gefahrene Kilometer 81 / Höhenmeter 1040

* Tunnelblick bei Ausübung einer sportlichen Tätigkeit: Ein tranceähnlicher Zustand in den man entweder durch starke Ausschüttung von Glückshormonen oder durch übermässige Anstrengung verfallen kann. Was es bei Peter konkret war wissen wir nicht.

29. Samschtigstour 05.10.2019 – Wir lassen keinen im Regen stehen

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Der Blick auf den Regenradar liess darauf hoffen bei entsprechender Streckenwahl trocken durchzukommen. Die Prognose für das voraussichtliche Einsetzen von Niederschlägen lautete auf ca. 16.00 Uhr. Für die Tour stand also eine Zeitfenster von +/- drei Stunden zur Verfügung. André, Gianni und Martin, die ihrerseits ebenfalls die entsprechenden Internetseiten konsultiert hatten, waren zum selben Schluss gekommen.

Um noch etwas zeitliche Reserve einzubauen wurde die ausgeschriebene Strecke sicherheitshalber eingekürzt. Statt wie vorgesehen Kandern via Efringen – Tannenkirch – Riedlingen anzufahren wählten wir ab Binzen den direkten Weg durch das Kandertal. Die dunkel über der Scheideck hängenden Wolken liessen bei Gianni Skepsis aufkommen. Optimismus war angesagt, es muss ja nicht immer zwangsläufig dort regnen wo die Wolken am dunkelsten sind. Beim Erklimmen der Scheideck machte sich wieder Hoffnung breit, hatte man doch das Gefühl die Sonne drücke sogar ein wenig durch das Gewölk. Martin hiess uns im Aufstieg zuzufahren. Er wollte Endenburg auslassen um bei der Kirche in Hofen auf uns zu warten.

Ungefähr dreihundert Meter nach der Abzweigung nach Endenburg wurden dann, mit Erfühlen der ersten Regentropfen, sämtliche Hoffnungen auf eine trockene Heimkehr zunichte gemacht. Wir entschlossen uns zur Kehrtwende um, wie Martin, die Abfahrt ebenfalls bereits ab der Scheideck in Angriff zu nehmen. Der Regen wurde nun immer heftiger und das montieren der Regenjacken war unausweichlich. In Schlächtenhaus standen wir vor der Frage war Martin, wie angekündigt, nach Hofen gefahren oder war er Angesichts des Regens direkt nach Steinen weitergefahren. Der Versuch ihn telefonisch zu erreichen scheiterte. So fuhren wir denn, nunmehr in strömendem Regen, nach Hofen weiter, denn im Regen stehen lassen wollten wir ihn auch nicht. Schon von weitem sahen wir ihn bei der Kirche unter einem Baum stehen; alles richtig gemacht. Beim Eintreffen erfuhren wir zu unserem Erstaunen, dass er es tatsächlich noch trocken bis zur Kirche geschafft hatte. Damit war es aber nun vorbei, es goss aus Kübeln. Die Hochzeitsgesellschaft, die sich nebst uns bei der Kirche befand, hatte sich das wohl auch anders vorgestellt. Unter dem Festzelt herrschte jedenfalls ein ziemliches Gedränge, für uns war da kein Platz mehr. Mit einem Hauch von Harrogate, wo ja bekanntlich die WM während sechs Stunden bei solcher Witterung ausgetragen wurde, machten wir uns auf die Abfahrt nur um schon bald in einer Scheune Unterschlupf zu suchen. Nach dem Öffnen des Tores standen wir unvermittelt vor einer improvisierten Bar mit Beheizungsmöglichkeit.

Leider war weder eingeheizt noch wurden wir bedient, so setzten wir unsere Fahrt beim erstem Nachlassen des Regens fort. Die nasse Strasse und das bereits niedergegangene Laub mahnten uns vorerst noch zu Vorsicht. Schon kurz vor Steinen liess der Regen nach und in Steinen selbst waren die Strassen bereits wieder trocken. Wir waren dem Regen davongefahren. Was aber half nun gegen die Kälte die sich breitmachen wollte? Richtig! Gas geben. Wetterbdingt war der Veloweg entlang der Wiese sozusagen frei und wir konnten gefahrlos Ü30, damit ist nicht das Alter sondern das Tempo gemeint, Riehen entgegenbolzen. Dass wir nicht zu früh zurück waren, dafür sorgte das bekannte Geräusch eines schlagartig Luft verlierenden Reifens. Jeder schaute erstmal an seinem eigenen Velo herunter. Getroffen hatte es Martin, sein Kommentar „Grad jetz wo s e so schön gräuelet isch“. Schnell war der Schaden behoben und nach kurzer Verabschiedung in Riehen wollte jeder nur so schnell wie möglich unter die warme Dusche.

Gefahrene Kilometer 52 / Höhenmeter 485

28. Samschtigstour 28.09.2019 — Herbstanfang

Von Hanspeter Brack

Zuerst noch kurz eine Anmerkung zur 27. Samschtigstour vom 21.09.2019. Die hatte tatsächlich stattgefunden, mündete aber in einer 1-Mann Show. Da ich nicht zur Selbstdarstellung neige hatte ich aber auf einen Bericht verzichtet.

Umso erfreulicher die Teilnehmerzahl von vergangenem Samstag. Mit Gianni, Kurt, Manfred, 2x Martin, Pascal, René, Urs, Volker und dem Tourenleiter bildete sich eine Gruppe von zehn. Im Falle einer totalen Erschöpfung hätte uns Dies für die Rückreise mit der SBB immerhin zu einer Ermässigung von 20% berechtigt.

Obwohl vor fast genau sechs Tagen, nämlich am 22.09.19 um 15:30 Uhr, der Herbst begonnen hatte, die Tage schon deutlich kürzer und die frühen Morgenstunden empfindlich kälter werden, zeigte sich dieser Samstag, nach zögerlichem Beginn, nochmals in schönster Spätsommerlaune. So war denn auch die Stimmung entsprechend fröhlich und aufgeräumt, es wurde gescherzt und gelacht. Irgendein Passant erzählte von einem „Rentier Bier“ welches er herstellen würde, wie viele Rentiere er für so ein Bier benötigen würde wollte er allerdings nicht verraten. Nach all der Blödelei wurde es dann doch ernst und wir starteten entlang der Wiese Richtung Brombach von wo aus wir uns durch den Tannengraben zum Waldparkplatz Kreuzeiche hochschraubten. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter nach Adelhausen wo Gianni, den Verpflichtungen riefen, bereits wieder den Heimweg antrat. Eigentlich ist er nur gekommen um zu sehen wie es dem Tourenleiter nach seinem Sturz geht. Danke der Nachfrage, es wird.

Die restlichen neun Teilenehmer nahmen die Abfahrt mit dem Wissen, dass man sich nun keinen Einbruch mehr leisten kann, denn mit Giannis Abgang war die Chance auf eine ermässigte Bahnrückreise nämlich vertan, unter die Räder. Nach der Passage der aus dem Jahr 1246 stammenden Schlossanlage Beuggen erreichten wir über das neue Wasserkraftwerk Rheinfelden Möhlin. Von da aus ging es entlang dem Möhlinbach nach Wegenstetten weiter. Trotz stetig steigendem Terrain lagen Zeinigen, Zuzgen, Hellikon schon bald hinter uns und im Handumdrehen befanden wir uns Ausgangs Wegenstetten in der Steigung zum Asphof welche ebenfalls sogleich geschluckt wurde. Pascal, in seinem vor Kraft strotzenden jugendlichen Alter, war ohnehin kaum zu bremsen. Pascal langsamer, ja ja und schon war er wieder zwanzig dreissig Meter voraus. So wurde denn auch die weitere Rückfahrt in flottem Tempo absolviert. Vor Lausen überredete uns René statt der Strasse durch Lausen den Radweg rechts über Itingen zu nehmen. Die grundsätzlich gute Idee wurde aber in einer unvorhersehbaren Sackgasse gestoppt und so landeten wir über sieben Ecken doch noch auf der Hauptstrasse durch Lausen. Nun stand uns noch Kurt’s Lieblingsstrecke bevor. Den Abschnitt Liestal - Muttenz via Frenkendorf liebt er ja über alles. Zu allem Überfluss inszenierte dann der Tourenleiter noch ein Hauseckenrennen durch Muttenz. Kurt brummelte irgendetwas von ich wäre geradeaus gefahren.

Der abschliessende Umtrunk fand für dieses Mal auf der Kraftwerkinsel statt und fiel angesichts der langsam aufkommenden kühlen Brise kürzer aus als auch schon.

Übrigens hatte die Teilnehmerzahl von Null des vergangenen Samstages für den Tourenleiter auch sein Gutes, so musste er sich nämlich nicht schon wieder eine neue Strecke einfallen lassen und konnte einfach nochmals die Gleich aus der Schublade ziehen.

Gefahrene Kilometer 78 / Höhenmeter 610

26. Samschtigstour 14.09.2019 — Tour des Elsässischen Kreisels

Von André Fürbringer

Unsere heutige Tour ging dieses Mal ins Elsass und ich wollte nach dem letzten Wochenende eher eine flache Etappe ausschreiben. Zu aller Überraschung erschien auch Hanspeter nach seinem fürchterlichen Sturz wieder und versuchte sich wieder aufs Velo um seinen Kopf zu lüften und alles vergessen zu machen. Obwohl er meinte vielleicht früher auszusteigen war dies gar nie ein Thema. Super gemacht trotz kleineren körperlichen Schmerzen noch. Weiter war Kurt, Martin S., Hansjörg, Martin W., Reinhardt (Gast) und ich dabei. 🚲

Die Etappe führte uns zuerst von Riehen durch eine kleine Kleinbasler Tour ohne aber in den Z Schiefen Eck oder Schmale Wurf einzukehren, obwohl Hansjörg das Schade fand. Dann über die Mittlere Brügge runter an den Rhein und weiter auf dem schönen Veloweg bis ins Elsass. So konnten wir natürlich Werbung in eigener Sache betreiben und einige waren sicher schon lange nicht mehr mit dem Velo im Kleinbasel. Hansjörg meinte dann der Slow Up sei aber erst am Sonntag. 🤣

Weiter ging es durch Saint Louis, Bartenheim, Sirentz, Rantsweiler, Landser, Rixheim, Kembs, Weil am Rhein zurück nach Riehen. Nach 89.25 km und doch noch 545 Hm waren wir wieder am Ziel. 👍

Doch die ganze Fahrt war nicht ohne. Gekennzeichnete Velowege rauf und runter von der Strasse mit zum Teil schlechtem Belag forderten unser Material. 😉 Anschliessend wurden wir auf den besseren Velowegen von festinstallierten Bremsgittern zum Slalomfahren gezwungen, geschweige dann von den unzähligen Kreiseln bis nach Rixheim wo leider mein GPS meistens nicht schnell genug war mir den Weg zu weisen. Dies führte auch einmal zu einem heiklen Bremsmanöver wo Hansjörg kurz seine Bremsen quietschen liess. 😁 Sorry nochmals, dass mich die Kreisel so verwirrten obwohl ich versucht habe die Strecke nach einer Besichtigung einzuprägen (wollte natürlich keine Ortsunkundige Schwäche zeigen mit 6 Spitzenfahrer im Rücken) 😎; GPS im Elsass war einfach zu langsam. Kurt gab mir dann auf den Weg einfach durchzufahren und anschliessend zu bremsen. 👌 Ja die lieben Kreisel, ich glaube der Kopf dreht sich im Kreise. 😏

Eine schöne Fahrt durch verschiedene Elsässische Ebenen, Hügeln, Dörfer und Strassen bei schönstem Wetter immer dem Tempo der Leute angepasst; 🤞 liessen wir dann beim Yacht Club, Weil am Rhein in einer gemütlichen Pause ausklingen. 🍻 Dabei hat Reinhardt (Gast) sich spontan erklärt die Runde zu übernehmen als Dank fürs mitkommen. Wir haben zu danken. 😉

Rennbericht Schwarzwald Bike Marathon Furtwangen

Von Mara Bisonni

Bei nicht ganz so schönem Wetter (6 Grad und Regen) startete ich in das letzte Rennen der Saison. Ich startete im Mittelfeld des ersten Blockes. Auf den ersten Kilometern konnte ich schon einige Fahrer überholen, bevor es dann in den ersten und längsten Anstieg ging. Ich konnte ein konstantes Tempo fahren und duellierte mich immer wieder mit andern Fahrern aus andern Kategorien. Ich hatte mein Ziel fest im Blick die 42km unter 2h zu absolvieren. Kurz nach dem Verpflegungsposten hatte ich eine totale Krise, die ich aber zum Glück schnell überwunden hatte. Ständig hatte ich die Zeit im Blick und es sah verdammt knapp aus.

Nach der letzten langen Abfahrt, kam dann eine wellige Passage bis ins Ziel. Ich gab die letzten 5km noch mal alles um noch rechtzeitig ins Ziel zukommen. Über die Platzierung dachte ich gar nicht nach für mich war klar, dass ich auf dem zweit letzten Platz war, da ich nur ein Mädchen aus meiner Kategorie überholte und die anderen vor mir gestartet sind, wie ich dachte. Ich erreichte dann das Ziel mit 2h 2min, aber es waren auch 44km statt 42. Also war ich definitiv mehr als zufrieden mit meiner Leistung. Als ich dann noch erfuhr, dass ich zweite wurde, konnte der Tag nicht mehr besser werden. Genau so wollte ich die erfolgreiche Saison 2019 beenden. Jetzt heisst es erstmal entspannen und erholen, bevor es dann mit der Vorbereitung für die Saison 2020 losgeht.

Rennbericht Argovia Cup Hägglingen 01.09.19

Von Mara Bisonni

Bei angenehmen Temperaturen standen Marco und ich zusammen am Start. Wir haben uns dafür endschieden beide in der Kategorie Plausch zu fahren, da es für uns beide nur ein Trainingsrennen war. Direkt nach dem Start ging es in einen kurvenreichen Grasanstieg. Am Ende dieses Anstiegs fiel mir dann die Kette heraus (nach Innen), bis ich dieses Problem wieder gelöst hatte, war die ganze Gruppe schon am Ende der Startrunde. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Sekunden Rückstand auf die letzte Fahrerin. Mir gelang es jedoch ziemlich schnell die Lücke zu schliessen. Ich konnte auch noch andere Fahrer überholen. Runde für Runde lief es besser und meine Beine fühlten sich immer besser an. Doch bis ich richtig im Renngeschehen angekommen bin, war das Rennen schon vorbei. Schlussendlich fuhr ich als 25. Fahrerin in Ziel. Dies zeigte mir wieder, dass Rennen über so eine kurze Zeit (50 min) einfach nicht mein Ding sind.

25. Samschtigstour, 07.09.2019, Hochprozentig (max. 21.6%)

Von André Fürbringer

Unsere heutige Tour, Riehen, Rheinfelden, Magden, Olsberg, Arisdorf, Liestal, Gempen, Dornach, Riehen, startete nach dem Grillfest vom Freitag fast wieder mit einem Fest in Riehen. Leider war aber das Ganze nicht für uns bestimmt und die Leute liessen uns links liegen ohne grosse Beachtung. 🤣

Auch gut dachten wir und machten uns auf den Weg Richtung Rheinfelden. Volker, Martin S., Bruno und ich nahmen mal die ersten Kilometer unter die Räder, da wir wussten Martin W. erwartet uns Anfangs Veloweg in Magden und Kurt hatte schon einen gewaltigen Vorsprung da wir gar nicht wussten wo er genau aufkreuzte. Im Gebiet Grenzach pfiff uns Bruno zum Start auf eine schnellere Trittfrequenz und verabschiedete sich gleichzeitig. Unter herrlichem Sonnenhimmel strampelten wir über Deutschland dem Rhein entlang zum ersten Etappenziel. Aber schon auf der Höhe von Feldschlösschen irritierte mich das Bier bereits, dass ich direkt auf den Bauernhof fuhr, statt die Rampe hoch zu Feldschlösschen. Klar ich wollte natürlich den Kameraden die erste Hürde ersparen. 😎

Zum Glück fuhr Martin hinter mir und gab mir so die Regieanweisungen damit ich die richtige Strasse erwischte. Nun war alles wieder im Lot und Martin gesellte sich zu uns vor Magden. Der erste Hügel Olsberg mit einer hochprozentigen Steigung erwartete uns bereits. Als ich oben ankam wollte ich natürlich sofort einige Bilder schiessen von den Strapazen in den Gesichtern. Nun war Allen klar warum Kurt direkt einen anderen Weg gefahren ist und diese Steigung nach einem grossen Dessert am Grillabend ausliess. Sein Schmunzeln bekamen wir dann noch auf dem Gempen zu sehen.

Doch VCR wäre nicht VCR wenn wir dies nicht geschafft hätten und so konnten wir unseren Weg nach einer kurzen Pause weitergehen. Eine rasante Abfahrt nach Arisdorf liess uns nur kurz verschnaufen und schon wartete der nächste Hügel Richtung Chrüz/Büpplirank. Oben angekommen genossen wir das sommerliche warme Wetter und eine Weitsicht in den Schwarzwald und Umgebung entschädigte uns für die Aufstiege. Wieder ging es jetzt kurz runter und der nächste Aufstieg entlang der Arisdörferstrasse brachte uns zum nächsten Top mit der nächsten Abfahrt nach Liestal. Volker meinte da schon kurz jetzt reichts mit den Hügeln, aber leider war dies noch nicht alles vom Tourenplaner. Durch das Oristal mit flottem Tempo erreichten wir bald Neu-Nuglar von wo es nun die letzte richtige Steigung über Nuglar der Gempenstrasse entlang auf den Gempen ging. Nun hatten wir das Top der Samstagstour wirklich erreicht. ✌

Kurt wartete da oben bereits auf uns und konnte ein Lächeln nicht verkneifen als Martin S. meinte sein Vorderrad in der Steigung Olsberg wäre fast in den Himmel geschossen so steil war es. Kalt und trocken meinte Kurt «siehst Du, darum bin ich aussen rum». 🤣

Der Vorschlag von Kurt einzukehren war natürlich Allen recht, nur Volker hatte noch etwas vor und musste gehen. Das Café auf dem Gempen hatte zu und so fuhren wir fast so schnell wie die Tour de Suisse runter nach Dornach wo wir kurz einkehrten um unseren Durst zu stillen. Wie immer war es Zeit nach Hause zu gehen und so liessen wir Kurt und Martin W. ihren Weg gehen. Martin S. und ich nahmen noch die letzten Kilometer nach Riehen in Angriff.

Zu Hause angekommen zeigte der Kilometerstand eine Fahrt von 65.95 km und 1004 hm. Ein gelungener Tag neigt sich nun zu Ende und wir geniessen den lauen Sommersamstagabend. Ihr habt es wirklich verdient, danke für’s mitkommen. Sali Zämme und gute Erholung bis bald. 😆

24. Samschtigstour 31.08.19 – Komoot hatte keine Chance

Von André Fürbringer

Am Donnerstag klingelte plötzlich mein Telefon als ich auf einer Deutschland Tour war in Reute und sah, dass Hanspeter mich anrief. Da dachte ich was ist denn jetzt los? Am anderen Ende war er und meinte er sei soeben aus dem Spital nach Hause gekommen da er einen fürchterlichen Sturz mit dem E-Bike auf dem Weg zur Arbeit hatte und einen kleinen Filmriss hätte. Unglaubliches Glück und einen Schutzengel muss er gehabt haben, wenn man seinen Schilderungen folgte. Mir lief gerade der Schweiss runter und dachte einfach nur keine Brüche. Nein meinte er denn seine Statur sei einfach wie Stahl und hätte nur einige starke Prellungen und eine Gehirnerschütterung davongetragen. Da kann man wirklich nur noch gute Besserung wünschen.

Somit war klar, ich musste wieder ran. Kurt hatte im Vorfeld bereits einigen E-Mail-Verkehr mit Hanspeter und hatte ihm eine Route durchgegeben die er gefahren sei. Somit übertrug Hanspeter diese ins Komoot und schickte mir diese. Unsere heutige Tour ging mit Volker, Gianni, Peter, Harald, Bruno, Hansjörg, mir und Kurt (stieg in Folgensbourg ein) von Riehen über Allschwil, Hagenthal, Folgensbourg, Knöringen, Jettingen, Knöringen, Obermüspach, Oltingen, Wolschweiler, Biederthal, Rodersdorf, Biel-Benken, Oberwil zurück nach Riehen. Gefahrene Kilometer: 84.76 und 787 Höhenmeter.

Die Tour ging flott los und Komoot zeigte den Weg. Doch bereits in Hagenthal le Bas, wollten die ersten nicht mehr nach Komoot fahren. Ich und Hansjörg fanden dann einen kleinen Weg nach der Anweisung des GPS und führte uns wieder auf dem Aufstieg mit den anderen zusammen. Ja wenn halt nicht Alle wollen, dann findet man sich auch so wieder. Oben in Folgensbourg wartete Kurt auf uns und Bruno drehte ab und machte sich auf den Heimweg.

Nun ging es zu siebt weiter neben dem Golfplatz runter über Jettingen-Knöringen weg von Autos auf kleinen Strassen. Kurt meinte dann ab und zu, also diese Woche konnte ich diese Tour richtig geniessen und die Landschaft anschauen, seht ihr eigentlich auch etwas? Ja wir geniessen es auch, meinten wir. Doch Komoot meinte mehrheitlich wir sollen rechts dann links etc. aber Kurt liess der Route nach GPS keine Chance und so verstummte auch diese Stimme im Nirgendwo.

Weiter ging es in zügigem Tempo (vor allem Peter avancierte immer wieder als Pace-Maker) weiter Richtung Biederthal wo uns Hansjörg zu einem Umtrunk einlud. Herzlichen Dank nochmals. Er war Gotten froh endlich seinen Durst zu stillen, da er sich auf eine Flachetappe eingestellte hatte!

Jetzt waren wir wieder auf der Höhe und strampelten noch die letzten Kilometer zurück nach Basel, bzw. Kurt, Peter und Harald verliessen uns dann Richtung Pfeffingen, Leymen respektive Münchenstein. Eine schöne Ausfahrt bei sommerlichen Temperaturen freute jedes Bikerherz und bis auf wenige traten alle mit weissen Socken an wie Kurt das gerne hat. In diesem Sinne freuen wir uns bereits wieder auf die nächsten Kilometer ob mit oder ohne Komoot, für heute verabschiedet sich das GPS.

Davos 2019 — Traumhafte Trails

Von Rainer Büchele

Nachdem wir in den letzten Jahren vor allem im Mittelgebirge auf unserer jährlichen Zweitagestour unterwegs waren, ging es in diesem Jahr alpiner, nach Davos.

Nach der Anreise am Freitagabend, ging es für uns (Svenja, Jonas, Kai, Luzi, Sven S., Patrick und ich) am Samstag früh mit der Parsennbahn Richtung Weissfluhjoch los. An der Talstation gesellten sich auch Sven R. und Sandra dazu. Obwohl unsere Gruppe normalerweise eher CC-lastig unterwegs ist, hatten sich die meisten mit ordentlich Federweg «hochgerüstet». Dies zahlte sich beim eher beschwerlichen Einstieg mit einigen Schiebepassagen und folgendem, langgezogenem Anstieg auf schmalen Trails entlang dem Panoramaweg zum Chörbschhorn noch nicht aus. Wohl aber dann bei der abwechslungsreichen Abfahrt hinab nach Davos Frauenkirch. Diese, wie alle noch am Wochenende folgenden Abfahrten, verlangte von fast allen von uns das maximale Fahrkönnen ab.

Mit einer etwas kleineren Gruppe, Jonas und Luzi nahmen sich eine Auszeit, ging es am Nachmittag dann auf der anderen Talseite zum Jakobshorn hoch. Auf über 2600 m.ü.M. startet der mit einem Singletrail-Anteil von über 80% bekannte Alps Epic via Rinerhorn und Monstein nach Filisur. Eine hervorragende Tour durch eine sich immer wieder verändernde, alpine und subalpine Landschaft. Leider war der letzte Abschnitt gesperrt, sodass wir nicht unter dem berühmten Landwasserviadukt hindurchfahren konnten, dafür aber pünktlich zum Abendessen zurück in Davos waren, wo wir uns ein fantastisches Abendessen gönnten.

Am Sonntag ging es dann wieder aufs Jakobshorn und von dort via Ischalp und einem anschliessenden Flowtrail zurück nach Davos Platz, von wo wir auf die Weissfluhjoch-Seite wechselten und dieses Mal Richtung Davos Wolfgang auf schmalen Pfaden ins Tal fuhren. Nach diesen ersten beiden Touren verkleinerte sich das Hauptfeld: Svenja, Jonas, Kai und Sandra verabschiedeten sich am Mittag zur Heimfahrt.

Wir anderen steuerten nochmals das Jakobshorn an, um von dort die Abfahrt nach Sertig und wieder zurück aufs Jakobshorn und schliesslich via einem schmalen Gratweg hinunter ins Dischmatal zu fahren. Dort ging das Wochenende mit der Rückkehr nach Davos zu Ende. Euphorisiert durch viele neue Fahrerlebnisse und mit der Erkenntnis, dass auch mehrheitlich Abfahrtshöhenmeter jede Menge Spass mit sich bringen können, machten wir uns auf den Heimweg.

Vielen Dank an dieser Stelle an Sven Rizzotti, der uns durch seine Ortskenntnis und sein Fahrkönnen ein super Wochenende in Davos mitermöglicht hat. Ganz nebenbei wissen wir nun auch, wo in der Region Davos es den besten Apfel- und Blaubeerkuchen gibt.

Fahrdaten:
Samstag – 61 km und 2700 Hm (mit Bahnfahrten)
Sonntag – 53 km und 2600 Hm (mit Bahnfahrten)

23. Samschtigstour 24.08.19 – Premierentag

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Nachdem ich die ausgeschriebene Tour bei Komoot sicherheitshalber nochmals nachgescheckt hatte, spuckte das Programm unter Anforderungen folgendes aus: Schwere Rennradtour, sehr gute Kondition erforderlich, überwiegend gute Strassenbeläge, einfach zu fahren. Liegt ja alles immer im Auge des Betrachters.

Umso mehr erstaunte, dass mit der extra aus der Umgebung von Thun angereisten Margrit sowie Alice und dem wieder genesenen Harald gleich drei Mitglieder ihr Debüt für die laufende Saison gaben. Komplettiert wurde die Gruppe durch Johanna, André, Bruno, Heinz, Kurt, Martin S, Martin W und Hanspeter. Eine stattliche elfköpfige Truppe die sich also dieser Herausforderung ganz oder teilweise gewachsen fühlte. Die nahezu topfebene Anfahrt bis Müllheim gestaltete sich dann doch nicht so ganz einfach wie gedacht. Strassenbauarbeiten in Kleinkembs, die auch den gewohnten Veloweg betrafen sorgten für einiges an Verwirrung. Plötzlich standen wir nämlich vor einem Schotterweg über welchen wir unsere Fahrt fortsetzen sollten. Die noch aus „Collézeiten“ stammende notorische Angst vor solchen Abschnitten liess uns wenden um die zweite mögliche Variante, oben gleich unterhalb der Bahnlinie, zu nutzen. Kaum zu glauben auch dieses Strässchen war gesperrt. Es kam aber noch besser. Nachdem wir uns entschlossen hatten halt doch die Hauptstrasse zu benutzen standen wir auch dort vor einer Absperrung. Die Annahme mit dem Velo würde man schon durchkommen erwies sich als ebenso trügerisch wie falsch, standen wir doch zu guter Letzt vor einer Brücke ohne Strassenbelag. Bruno gab endlich zu diese Sperrungen in Auftrag gegeben zu haben und somit Verursacher des ganzen Chaos zu sein. Für ihn wäre diese Distanz nämlich bereits ausreichend gewesen und mit dieser Massnahme glaubte er sich eine Weiterfahrt ersparen zu können. Da hatte er die Rechnung ohne den unerschütterlichen Vorwärtsdrang von Velofahrern gemacht. Mit geschultertem Velo wurde auch diese Hürde gemeistert. Einer ist natürlich immer schlauer. In diesem Fall war es André der doch die Schotterstrecke gewählt hatte und uns auf der anderen Seite der Brücke bereits entgegenkam.

In Schliengen reichte es, trotz deutlich aufsteigender Form, Bruno endgültig und gemeinsam mit Martin S, der aus Zeitgründen nicht die ganze Tour absolvieren konnte, machte er sich via Liel auf den Rückweg.

Bei Kilometer 40 war Müllheim erreicht und kaum merklich fing es stetig zu steigen an. Kurt verabschiedete sich ebenfalls um via Feldberg und Scheideck „s’Beizli“ an der Wiese, wo er auf uns warten würde, anzupeilen.

Zu acht ging es nun also dem Wanderparkplatz Kreuzweg oder auch Sirnitzpass, welcher mit 1079 m.ü.M. den Kulminationspunkt der Tour darstellte, entgegen. Je nachdem wo man nun den Beginn der Steigung definiert, ob bereits in Müllheim oder erst in Badenweiler beträgt deren Länge 16 oder immerhin immer noch 10 Kilometer mit durchschnittlich 6.8% Steigung und maximal 10% einmal im unteren, einmal im oberen Bereich. Es handelt sich nach dem Notschrei um die zweithöchste Passstrasse im Landkreis Lörrach.

Die Wartezeit bis alle oben ankamen betrug lediglich um die 14 Minuten angesichts der Altersunterschiede innerhalb der Gruppe mehr als respektabel. Nach kurzer Verschnaufpause ging es in die Abfahrt welche uns durch das kleine Wiesental nach Schopfheim führen sollte. Eigentlich hätte es „Gruppo completo“ heissen sollen und auch müssen. Leider hatte Martin den Abgang verpasst, bis er nämlich Helm und Brille aufhatte war bereits keiner mehr da und auch keiner hat’s gemerkt. Irgendwie lag der Fokus auf Margrit die sich vor der Abfahrt als eher schlechte „Downhillerin“ geoutet hatte. Tut uns leid Martin hätte nicht passieren dürfen, da haben wir Dich um das Vergnügen eines Mannschaftszeitfahrens gebracht.

Wie abgemacht erwartete uns Kurt in bereits erwähntem Beizli an der Wiese. Gemeinsam verprassten wir die, noch auf die Ferienwoche zurückgehende, Spende von René Gysi. René vielen Dank es hatte noch selten so gut getan. Auch Martin gelang es so den Anschluss wieder herzustellen und „tutti insieme“ also alle gemeinsam trudelten wir in Riehen wieder ein.

Gefahrene Strecke 99 km / 970 hm

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