Velo-Club Riehen

Veloferienwoche 2019: Jetzt anmelden!

4. Samschdigstour 16.03.2019 – Kehrausfahrt

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Sonnig bis 19 Grad lautete die Wettervorhersage. Am Fasnachtsmontag, dem Zeitpunkt der Streckenausschreibung, nach Rückkehr vom Cortège, noch beinahe unvorstellbar. Erfreulicherweise hatten die Wetterfrösche recht behalten und uns offenbarte sich schönstes Frühlingswetter. Bruno animierte das sogar in kurzen Hosen zu erscheinen. Na ja, Sonnenbrand war noch nicht zu erwarten.

Nach einer Fasnacht mit durchzogenem Wetter stand einer Kehrausfahrt bei schönstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen also nichts im Weg. Als aktiver Fasnächtler, hatte André Zoggeli nun wieder gegen Rennveloschuhe eingetauscht. Laufen tut sich übrigens in beiden ähnlich gut.

Nebst den üblichen Verdächtigen André, Bruno, Claude und Volker gesellten sich, zum ersten Mal in diesem Jahr, zwei Martin’s (Schmutz & Wüthrich) hinzu. Mit unserem Gast Werner machte sich also eine 8-er Gruppe auf den Weg Richtung Oberbaselbiet, wo als höchste Erhebung der Asphof auf dem Programm stand. Auf ausgefahrenen Pfaden, Kraftwerk – Muttenz – Pratteln etc. etc. näherten wir uns Liestal. Ausgangs Pratteln kreuzten wir Hansruedi, Eingangs Frenkendorf kam uns Kurt entgegen. Eigentlich war das zu erwarten, nur wie und wo genau er zuschlägt, war nicht vorhersehbar. Natürlich würde ein kurzer Begrüssungshalt eingelegt. Bruno, schon weitergekommen wie von ihm selbst erwartet, schloss sich nun Kurt an. Gemeinsam wollten sie Jagd auf Hansruedi machen. Den Ausgang dieser Geschichte wird Kurt sicher noch anfügen.

Ohne nennenswerte Ereignisse erreichten wir nach den Zwischenzielen Liestal, Sissach und Gelterkinden die Steigung hoch zum Asphof. Durch den Anstieg wurde das bis dahin kompakte Feld etwas in die Länge gezogen. Wie gewohnt wurde oben bis zum Zusammenschluss gewartet, was allerdings auch nicht lange dauerte. Selbst die Beiden rekonvaleszenten Martin, der eine nach einem Schlüsselbeinbruch, der andere immer noch mit Rückenbeschwerden kämpfend, schlugen sich wacker. Oben angekommen ergab sich ein Gespräch mit einem älteren Radler, der mit seinem E-Bike unterwegs war. Er beklagte das etwas hohe Gewicht seines Velos. Unseren Vorschlag den Akku, zwecks Reduzierung des Velogewichtes, im umgehängten Rucksack zu transportieren, befand er für wenig überzeugend. Auf der Abfahrt nach Wegenstetten kam uns, unser bereits vermisster, treuer Begleiter dieses Frühjahrs, entgegen. Ein satter Gegenwind zwang uns, auch talwärts. kräftig in die Pedale zu treten. In Möhlin verabschiedete sich Martin Wüthrich. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits gute 70 km in den Beinen und wollte direkt Muttenz ansteuern. Für die Anderen führte die Heimkehr, wie vorgesehen, über das Kraftwerk Möhlin nach Grenzach, wo sich die Gruppe, zufrieden und gutgelaunt, am Zoll, nach kurzer Verabschiedung, in ihre Einzelteile auflöste.

PS. Nach dem friedlichen Treffen bei der Hülftenschanze schickten sich Bruno und Kurt an, Hansruedi auf seiner Reha-Runde einzuholen.Ein Umweg in Pratteln brachte uns arg ins Hintertreffen. Die stetige Fahrweise von Hansruedi liess den beiden keine Chance. Er wurde erst nach dem Kraftwerk Birsfelden von Kurt eingeholt, während Bruno nach dem Grenzzollamt den Weg nach Riehen einschlug.

3. Samschdigstour 02.03.2019 – Licht und Schatten

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Nach täglich wechselnder Wettervorhersage während der ersten Wochenhälfte, stellte sich die Frage Samstagstour ja oder nein, ohne abschliessende Beantwortung. Zumal ich nach Konsultation von sechs Webseiten zum Thema Wetter sieben Möglichkeiten zur Auswahl hatte. Uneinigkeit hilft auch nicht wirklich weiter.

Dann halt einfach auf Risiko eine Tour ausschreiben, absagen kann man sie ja immer noch. Nachdem es im Verlauf des Morgens eher nach Aufhellung aussah, bedeckte sich der Himmel gegen Mittag in kürzester Zeit mit einem dunklen Grauschimmer. Da wird wohl das beste Waschmittel nichts helfen. Trotzdem, für eine Absage ist es nun zu spät. Also Kleidung montieren, Reifen pumpen und ab zum Treffpunkt. Wird wohl überhaupt wer kommen? Mit der Sichtung des bereits wartenden Bruno ist auch diese Frage beantwortet. Wären wir schon zwei. André, Claude, Volker und erstmals in dieser Saison Werner, (als Gast) erhöhen die Gruppe zum Sextett.

Der besorgte Blick nach oben lässt die Frage nach einer Alternativroute unweigerlich aufkommen. Die Aussicht, auf der vorgesehenen Strecke, womöglich vierzig Kilometer oder mehr in strömendem Regen absolvieren zu müssen, ist, um diese Jahreszeit, tatsächlich wenig verlockend.

In der Annahme möglicherweise nicht weit zu kommen sind wir dann erstmal Richtung Fischingen aufgebrochen. Vorgesehen war nun kurz vor Riedlingen nach Tannenkirch abzubiegen, um hoffentlich auch noch trocken nach Bamlach zu gelangen.

Wettertechnisch wurden wir erneut mit einer Kehrtwende überrascht. Umso näher wir Riedlingen kamen umso mehr erhellte sich der Himmel. Das schreit nach einer Verlängerung der Strecke, aus Tannenkirch wird nun Feuerbach. Kurz vor Riedlingen lobt mich Bruno für die gute «Domestikenarbeit». Als alter Hase weiss er natürlich auch auf welcher Seite des Hinterrades man am wenigsten dem Wind ausgesetzt ist. Ist doch schön, neben Kritik auch mal ein Lob zu hören.

Nachdem die «Mur von Feuerbach» überwunden war ging es dann stetig abfallend bis Schliengen. Nach einem weiteren kurzen Aufstieg nach Bad Bellingen bzw. vor Bamlach waren alle nennenswerten Steigungen absolviert. Von Bamlach aus fuhren wir nun definitiv wieder auf der vorgesehenen Alternativroute nach Efringen und anschliessend, über freies Feld, nach Fischingen. Verlief die Fahrt von Schliengen bis Fischingen in einer, angeregte Gespräch zulassenden, entspannten Atmosphäre, kam vor Binzen doch nochmals Hektik auf. Unser Gast Werner hatte noch ein paar Körner übrig. Die war er nun bereit grosszügig zu verschiessen indem er das gemächliche Tempo auf den letzten Kilometern nochmals deutlich anzog. Nach knapp 65 Kilometern verabschiedeten wir uns im Erlensträsschen.

2. Samschdigstour 23.02.2019 – Möhlin Jet

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Heute geht die Tour rheinaufwärts nach Mumpf. Die Strecke ist zwar als eher flach zu bezeichnen, allerdings ist um diese Jahreszeit, vor allem bei schönem Wetter, mit dem „Möhlin Jet“, einem kräftigen Südostwind, zu rechnen. Ein Wetterphänomen welches sogar mit einem Eintrag in die Wikipedia Enzyklopädie aufwarten kann.

Zu dieser Fahrt erscheinen André, Bruno, Daniel, Gianni, Mike, René Geiser, Rene Gysin und Hanspeter. Sowohl Bruno wie die beiden René meldeten an uns ein Stück zu begleiten, ebenso kündigte Daniel an uns in Rheinfelden zu verlassen um seiner eigenen Wege zu ziehen.

Irgendwie war es auch die Tour der verkehrten Vorzeichen da steht, übrigens zur Freude aller Teilnehmer, ein MTB-ler mit seinem Gravelracer am Start wohingegen Mike plötzlich mit einem MTB daher kommt. Wollte er wohl diesmal sicher sein keinen Plattfuss einzufangen? Nein sein Rennvelo befindet schlicht und einfach im Service.

So reihten wir uns zur Fahrt Richtung Grenzach ein. Den unbefestigten Weg am Hörnli haben wir uns angesichts der frisch geputzten und glänzenden Velos geschenkt. Dem Einkaufstumult in Grenzach sind wir durch das wenig befahren Industriegebiet ausgewichen. Als Erster liess uns in Grenzach-Wyhlen, wie angekündigt, René Gysin ziehen. Nach der Rheinüberquerung über das Kraftwerk Kaiseraugst verabschiedeten sich auch Bruno und René Geiser.

Als Quintett kämpften wir gegen den nun deutlich spürbaren Gegenwind weiter Richtung Rheinfelden wo der nächste angekündigte Abgang durch Daniel erfolgte. Auf der Ebene zwischen Rheinfelden und Möhlin blies dem verbliebenen Quartett der Gegenwind nun mit voller Wucht entgegen. Je näher wir Möhlin kamen desto klarer wurde uns weshalb dieser Wind Möhlin Jet heisst. Er bläst uns tatsächlich vor und um Möhlin herum mit der gefühlt stärksten Kraft entgegen. Eine Unterhaltung war bei diesem konstanten Rauschpegel fast nicht mehr möglich. Wir nehmen das als Einstimmung auf die schon bald wieder anstehenden belgischen Frühjahrs-klassiker, so muss sich das in den Ardennen wohl anfühlen.

Nach dem kurzen Anstieg vor Möhlin biegen wir rechts ab um nach Zeiningen zu gelangen. Im Schutz des Dorfes können wir uns etwas erholen und auch auf der Verbindungsstrecke nach Zeiningen befinden wir uns auf windgeschützterem Terrain. In Zeiningen klettern wir durch das Industriegebiet zur Anhöhe hoch wo wir uns direkt neben der Autobahn wieder voll im Wind befinden. Nicht mehr weit und wir haben unseren Wendpunkt Mumpf erreicht.

Dem Rhein entlang fahren nach Wallbach. Was hört eigentlich wo auf und was fängt wo an?

Zur eigenen Verwunderung fand der Tourenleiter in Wallbach den vorgesehenen Weg, über die weitgehend verkehrsfreie Anhöhe, nach Möhlin auf Anhieb. Auf freiem Gelände bekamen wir nun den Wind in angenehmer Weise von hinten zu spüren und sogar zur Anhöhe rollte es beinahe von selbst. Würde ein Rennvelo über einen Segelmast verfügen wären wir, nach setzen des Grosssegels, wohl ohne einen einzigen Tritt nach Hause gekommen. Aber auch so rollte es von der Anhöhe, in einer langgezogenen Abfahrt, in flottem Tempo Möhlin entgegen, wo wir am Batapark an einem Stück Schweizer Industriegeschichte vorbeifuhren. Über das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt verlagerten wir uns wieder auf die deutsche Rheinseite. Allerdings wurden wir auf dem Kraftwerk durch einen vor uns fahrendes Pace Car, in Form eines älteren Herrn auf einem Damenrad, welcher in einem als Sozius dienenden Korb, seinen Hund als Beifahrer mitführte, etwas ausgebremst. Immerhin hatten wir dabei die volle Aufmerksamkeit des Hundes. Schon bald war Rheinfelden erreicht. Nach Durchfahrt bestens bekannter Gefilde endete die Fahrt schliesslich wieder in Riehen.

Unseren besonderen Respekt hat sich sicher Mike, der die ganze Strecke mit seinem MTB absolviert hat, verdient. Vielleicht sollte man ihm ein paar extra Kilometer gut schreiben.

1. Samschdigstour 16.02.2019 — Sonne in den Speichen

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Bei für die Jahreszeit mehr als milden 15 Grad blockierten bei meiner Ankunft bereits André, Bruno, Volker und der von Aesch „angestrampelte„ Kurt die Sitzbank vor der Kan(to)albank. Wenig später gesellte sich auch noch Claude dazu.
Nach einem kurzen Wortwechsel mit Bruno war klar, seine Strategie würde in diesem Jahr nicht aufgehen. Heimlich still und leise wollte er nämlich, während wir anderen tagsüber arbeiten müssen, Kilometer um Kilometer in sich hineinfressen um dann bereits in Topform zum Saisonstart antreten zu können. Da hatte in der unangekündigte Saisonstart vom vergangenen Samstag wohl kalt erwischt.

Währendem sich Kurt, der verständlicherweise noch sein eigenes Aufbauprogramm betreibt, wieder auf den Rückweg Richtung Aesch machte, brechen wir zu fünft, auf die zuvor abgesprochene Strecke Riehen – Binzen – Kandern – Tannenkirch – Bamlach – Efringen – Märkt – Weil – Riehen, auf. Mit einem Auge immer Ausschau haltend ob nicht, von irgendwoher, doch noch Gianni anzuhetzen kommt.

Irgendwie fühlt man sich bei diesem Sonnenschein einfach wieder lebendiger und dementsprechend gut gelaunt rollen wir vor uns hin. Kurz vor Binzen wollte Bruno uns, die wir alle brav auf dem Veloweg geblieben sind, mit einem vorzeitigen Vorstoss über die Autostrasse austricksen. Mit herausgestreckter Zunge rollte er, auf der Einspurstrecke Richtung Fischingen, ans uns vorbei.

Dabei hatte er die Rechnung allerdings ohne den Tourenleiter gemacht, dessen Plan sah nämlich vor durch Binzen durchzufahren und erst ca. in der Mitte der Ortschaft links auf den Veloweg nach Kandern abzubiegen. Pech gehabt aber doch ein Beitrag zur ohnehin schon guten Stimmung.

Mit einem relativ konstanten Tempo um die +/- 25 km/h näherten wir uns Kandern. In gemächlichem Tempo absolvierten wir die Steigung in Kandern. Bei Erreichen der nächsten Ortschaft Riedlingen nahm Bruno, wie abgesprochen, die „Diretissima“ ins Ziel. Wie man von Mailand – San Remo weiss, für Fahrer die das Rennen nur trainingshalber bestreiten, eine durchaus gängige Praxis. Dort wird nämlich auch der „Poggio“ rechts liegen gelassen um gemütlich am Meer entlang ins Ziel zu rollen. In Unserem Fall ist der Poggio die Steigung nach Riedlingen Richtung Liel. In diesem Aufstieg liess erstmals Claude, schlauchlos unterwegs, seine Klasse aufblitzen. Mit einer kaum zu bemerkenden Tempoverschärfung riss er in kürzester Zeit ein Loch von 30, 40 Meter auf. Das muss doch zuzufahren sein, Hust… Keuch… Ächz… ja… ist zu.

Statt die Abfahrt nach Liel unter die Räder zu nehmen traversierten wir am Hang entlang, nicht vergessen immer den Talski belasten, hinüber nach Tannenkirch. Von dort weiter via kalte Heerberge nach Bamlach und weiter nach Efringen. In Efringen kurzer Halt, Lagebesprechung und Entscheid im Yachthafen die Ausfahrt ausklingen zu lassen.

Im Yachthafen angekommen mussten wir zu unserer Verwunderung feststellen, es hat freie Plätze in Hülle und Fülle, das war eigentlich nicht zu erwarten. Die Tür war zwar offen aber ein Blick ins Innere zeigte uns einen leeren, dafür aber nach frischer Farbe riechenden, Raum. Wegen Renovation bis am 03.03.19 geschlossen. Freundlicherweise waren aber draussen doch einige Tische und Stühle aufgestellt. So setzten wir uns denn doch hin und bewiesen uns mit den mitgeführten Bidon’s als Selbstversorger.

Die abschliessende Fahrt durch das verstopfte Weil forderte dann nochmals einiges an Velobeherschung und Gleichgewichtsgefühl, aber auch das wurde von Allen mit Bravour absolviert.

Ein sonniger Auftakt wie er kaum schöner hätte sein können — wir hatten Sonne in den Speichen.

Jäh aus dem Winterschlaf gerissen…

Von Hanspeter Brack

Nachdem während fast der ganzen Woche, die ja mehrheitlich mit frostigen Temperaturen aufwartete, für Samstag zwar deutlich mildere Temperaturen, aber leider begleitet von Regenfällen, vorhergesagt wurden, hatte ich eine Ausfahrt eigentlich bereits abgehakt.

So sass ich dann also am Samstag gemütlich bei Morgenessen als mich eine SMS und vor allem deren Inhalt abrupt aus meinem Winterschlaf riss. Bei Mike machte sich offenbar eine unruhige Beinmuskulatur bemerkbar, welche sich nur durch eine möglichst runde Tretbewegung besänftigen lassen würde. So suchte er also mit dem Hinweis auf die milden Temperaturen, die er gar als Frühlingserwachen interpretierte, nach Gleichgesinnten, um sich wie gehabt, um 13.00 Uhr, an bekanntem Treffpunkt, einzufinden. Mit einem Blick nach draussen war ich schnell überredet und so rollte ich meinen Stein vor der Höhle weg, um mich Mike anzuschliessen. Am Treffpunkt warteten bereits Kurt, Mike und André, wenig später hat sich auch Pascal noch eingefunden. Kurt allerdings aufgrund Rekonvaleszenz noch in ungewohnter Touristenkleidung, wir wünsche an dieser Stelle weiterhin gute und baldige Genesung. Er überbrachte Grüsse von Harald, allerdings aus der Birshofklinik. Er ist auf Glatteis, auf der Fahrt zur Arbeit, unglücklich gestürzt. Gute und schnelle Besserung!

Als Quartett sind wir dann via Binzen, Fischingen Riedlingen zum Wendepunkt Schliengen losgefahren. Vor allem Pascal war immer wieder für ein flottes Tempo besorgt, welches auch relativ mühelos zu halten war. Wo Sonne ist, ist bekanntlich aber auch Schatten und so liess mich die Beobachtung der Windverhältnisse für die Rückfahrt eine andere Situation erahnen. So kam es dann auch, bereits auf der Geraden, zwischen Liel und Schliengen, hatte man das Gefühl gegen eine Wand zu fahren. Da hilft nur Kopf runter, ignorieren und durch. Ausgangs Schliengen freute ich mich über die plötzlich hohen Dämpfungseigenschaften meines Velos. Leider entpuppte sich dies wenig später als schleichender Plattfuss oder andersherum gesagt, ich sass auf der Felge. Mit vereinten Kräften wurde schnell depaniert und schon bald war Bad Bellingen durchfahren, worauf wir uns noch den kurzen Aufstieg durch den Rebberg nach Bamlach gönnten. Eingangs Istein ging erneut ein verdächtiges Pfff.. duch das kompakte Feld, diesmal hatte es Mike erwischt. Der überall herumliegende Splitt forderte erneut seine Tribut, aber auch dieses Malheur war, optisch festgehalten durch André, schnell behoben und der baldigen Ankunft in Riehen stand, mit Ausnahme des heftigen Gegenwindes, nichts mehr im Wege.

Nach gefahrenen 60 km, übrigens Danke Mike für Deine Initiative, waren wir uns zum Schluss einig, wir würden die Saison 2019 für eröffnet erklären und momentan sieht es wettertechnisch so aus, wie wenn bereits am nächsten Samstag eine Fortsetzung folgen könnte.

75. Ordentliche Generalversammlung — Generationenwechsel

Von Lucius Humm

Nach 15 Jahren im Vorstand gab an der gut besuchten 85. Generalversammlung Kurt Kaiser (Vizepräsident und Sekretär) sein Amt ab. In seiner Laudatio würdigte Bruno Wüest Kaisers sportliche, sehr erfolgreiche Rennkarriere in den 60er-Jahren und sein Schaffen für den Verein mit markanten Worten. Unter anderem war Kurt Kaiser jahrelang verantwortlich für die Ausrich- tung des bei Radsportlern schweizweit bekannten und beliebten Riehener Amateur-Kriteriums. Neuer Sekretär wird Sven Schulzke.

Urs Zwahlen übergibt nach 9 Jahren grossen Engagements im Vorstand die Führung der Bücher an Svenja Amrhein. Ebenfalls zurückgetreten ist Ben Klenk (Rennsport), sein Amt übernimmt Marco Bisonni (bisher Nachwuchs). Für mehr Präsenz in der Presse wird neu Marc Fink (Medien) sorgen.

Die MTB-Europameisterin und mehrfache Schweizermeisterin Katrin Leumann wurde für ihre Erfolge und Verdienste im Radsport zum Ehrenmitglied ernannt. Leumanns Bruder und ebenfalls langjähriges VCR-Mitglied Christof Leumann wurde zum Vizepräsidenten gewählt.

Die Jahresberichte der Ressortverantwortlichen wurden allesamt gut geheissen. Der frisch gewählte Vorstand startet hochmotiviert in die neue Saison. Ein Schwerpunkt wird auf den Aus- bau der Jugendabteilung gelegt. Umso erfreulicher, dass mit Sven Rizzotti für die Leitung der Nachwuchsabteilung ein «J+S-Experte Radsport» gewonnen werden konnte.

Vorstand: Lucius Humm (Präsident), Christof Leumann (Vizepräsident), Sven Schulzke (Sekretär), Svenja Amrhein (Kassierin), Marion Schemmelmann (Material), Marc Fink (Medien), Sven Rizzotti (Nachwuchs), Mauro Bisonni (MTB), Marco Bisonni (Rennsport), Martin Schmutz (Beisitzer).

MTB Waldweihnacht 2018

Von Andreas Zeller

32. Samschdigstour 17.11.2018 — Drei Muske(l)tiere

Von Hanspeter Brack

Bei angenehmen 6 Grad fanden sich Mike, Volker und der Schreibende beim Gemeindehaus ein, um dem nahenden Winter doch nochmals eine Ausfahrt abzutrotzen. Volker war als erster vor Ort und hielt sich mit Fahren im Kreis auf Betriebstemperatur.

Nach kurzer Besprechung wurde die vorgeschlagene Route, Riehen – Fischingen – Holzen – Tannenkirch – Bamlach – Efringen –Fischingen – Riehen, unter die Räder genommen. Zeigte sich die Stimmung in Riehen eher noch in Form eines diesigen Herbsttages, lichtete sich der Himmel bereits ausgangs Weil und begleitete unser Vorhaben mit herrlichem Sonnenschein. Auf Höhe des Sportplatzes Binzen lahmte dann das «Carbonross» von Muskeltier Mike, in Form eines schleichenden Plattfusses, wie schon vor Wochenfrist, auf dem Hinterrad. Vielleicht sollte er das mal neu beschlagen lassen, oder ist die Aufschrift BMC als versteckter Hinweis zu verstehen und heisst in Wirklichkeit «besser mit Collé». Jedenfalls hat Muskeltier Mike unverzüglich die Heimreise angetreten.

Zu zweit ging es dann weiter, über den Rebberg Fischingen, nach Egringen. Auf dem Teilstück Egringen – Holzen setzte sich Volker an die Spitze des Feldes, welches da bestand aus dem Schreibenden, und übernahm grosszügig die Führungsarbeit. Vor Holzen wurde dann auf den Radweg eingebogen und der Fahrstil, der Jahreszeit angemessen, auf kleinere Gänge höhere Kadenz gewechselt. Schliesslich sollen Fahrten zu dieser Jahreszeit der aktiven Erholung dienen. Kurz vor Riedlingen ging es links weg in die Steigung nach Tannenkirch, welche in gemütlichem Tempo absolviert wurde. Nach einer kurzen Abfahrt zur kalten Heerberge stand noch der letzte kurze Aufstieg über den Golfplatz nach Bamlach auf dem Programm, bevor es auf flachem Gelände via Istein, Efringen, Fischingen und Haltingen zurück nach Riehen ging, wo der Tacho bei 53 gefahrenen Kilometern stehen blieb.

31. Samschdigstour 10.11.2018 — Fremdgesteuert

Von Hanspeter Brack

Vorgesehen hatte ich eigentlich eine Fahrt rheinabwärts auf mehrheitlich flachem Gelände. Dieses Vorhaben löste sich aber schlagartig auf, als Kurt uns mit seinen aktuellen Erkenntnissen, zur Lage des Wetters, konfrontierte. Bereits um 15.00 Uhr könnte es nämlich auf der vorgesehenen Route beginnen zu regnen. Obwohl „November Rain“ wohl einer der grössten Hits von Guns’n’Roses ist, wollten wir diesen dann doch lieber nicht zu spüren bekommen.

Da die Aussicht auf ein trockenes Durchkommen rheinaufwärts deutlich besser stand, wurde kurzum umdisponiert und als erstes Ziel, von den für die Jahreszeit erfreulicherweise zahlreich erschienenen Teilnehmer/-innen Alice, Nina, Hanspeter, Kurt, Claude und Mike, Rheinfelden angesteuert. Wohl alle unter dem Motto meines früheren Trainers, die Kilometer die du jetzt absolvierst, musst du im Frühling schon nicht machen.

Über das Kraftwerk steuerten wir die Hard an, wo ich es plötzlich hinter mir ziemlich hässlich krachen hörte. Dem mit seinem wintertauglichen Velo erschienenen Claude hatte herumliegendes Geäst, welches er in die Kette bekam, den Wechsel vom Rad gerissen. Damit war die Fahrt für ihn leider beendet und er musste sich von seiner Frau abholen lassen.

Kurt, der mit dem Velo von Peffingen nach Riehen gekommen ist und bereits im Vorfeld angekündigt hatte, von Augst direkt nach Hause zu fahren, sowie Nina, die ebenfalls nicht zu weit fahren wollte, beschlossen gemeinsam weiterzufahren und die Anderen ziehen zu lassen. So fuhren dann Alice, Mike und ich in Richtung Rheinfelden weiter. Die kurze Steigung am Römertheater nahmen wir natürlich mit. Um den „Wurstkessel“ Rheinfelden zu umfahren beschlossen wir, via Feldschlösschengelände, Möhlin anzusteuern, um dort über das Kraftwerk die Rückfahrt anzutreten. Die Fahrt über Minseln haben wir uns, angesichts des immer grauer werdenden Himmels, geschenkt. Ausgangs Herten musste Mike, der plötzlich über einen schleichenden Platten am Hinterrad klagte, noch depaniert werden. Nach 51 gefahrenen Kilometern wurden wir am Grenzübergang von den ersten Regentropfen in Empfang genommen. Allerdings war das nur die Ankündigung auf das später Kommende, doch dürften alle trockenen Hauptes nach Hause gekommen sein. Das Resümée von Alice beim Abschied ‚das war eine coole Ausfahrt‘ kann ich nur bestätigen. Claude wohl eher weniger und ich hoffe für ihn, der Schaden möge nicht allzu gross sein.

51 km und rekordverdächtige 277 Höhenmeter standen am Ende zu Buche.

(30.) Samschdigstour 03.11.2018 — Aus dem Hochnebel an die Sonne

Von Kurt Kaiser

Eigentlich ist die Tourenfahrer-Saison abgeschlossen. Doch für das erste November-Wochenende ist die Wettervorhersage: trocken, 11 Grad, nicht so, dass man nicht Velofahren könnte. Die Ausschreibung auf der Webseite wird auf eine Distanz von 50/60 km ausgelegt. Strecke wird vor Ort bestimmt. Am bekannten Ort finden sich ein: Hanspeter, Gianni, Pascal (in kurzen Hosen, Brrrr), Mike, Kurt und Gast Volker. Schnell war man sich einig für eine Fahrt Richtung Kandern/Riedlingen. Die Weiterfahrt kann alsdann über Liel/Schliengen oder Tannenkirch/Mappach erfolgen. Zudem gibt die Streckenführung die Möglichkeit, die Fahrt mehrheitlich auf Nebenwegen, sprich Radwegen, zu absolvieren.

Schon bei der Wegfahrt in Riehen liegt bei 4 Fahrern bereits die Kette auf dem grossen Kettenblatt. Das kann ja noch heiter werden. Bei Hanspeter ist man das allmählich gewohnt. Der grosse Gang bei Volker… na ja, wenn man die Kraft dazu hat?

Es liegt teils viel Laub auf der Strasse. Da kann es kaum verwundern, dass ein dickerer Holzbengel von Hanspeter übersehen wurde. Sein Wintervelo, robust gebaut, hält dem Hindernis stand und die Nachfolgenden können glücklicherweise ausweichen. Die Sonne versucht krampfhaft den Nebelschleier zu durchbrechen, was auch mehr und mehr gelingt. Die Umgebung erscheint in den schönsten Herbstfarben. Der kurze Aufstieg von Kandern in Richtung Riedlingen darf Kurt an der Spitze absolvieren. Seinem Tempodiktat können alle folgen… Man hält sich vornehm zurück. Der Hauptharst beschliesst die Weiterfahrt über Liel, Schliengen und Bad Bellingen. Währenddessen KK entscheidet, über Tannenkirch/ Mappach weiter zu fahren und somit den Altersbonus einlöst.

Wäre die Weitsicht auf der Anhöhe von Tannenkirch nach Mappach gut gewesen, wäre die Fahrt kitschig geworden. Sonnenschein, einfach herrlich, in dieser schönen Gegend Rad zu fahren. Die Alpensicht wird hoffentlich ein anderes Mal möglich sein.

Die Hauptgruppe ist ohne Zwischenfall durchgekommen. Das Tempodiktat war offensichtlich auch so, dass man gemeinsam in Riehen angekommen ist.

Wir hätten etwas verpasst, wenn wir diesen schönen Herbsttag nicht zum Velofahren genutzt hätten. Bleibt uns das Wetter weiterhin gut gesinnt, wird es wohl zu weiteren Ausfahrten kommen. Webseite beachten!

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