Velo-Club Riehen

29. & 30. Samschtigstour 09.10.21 & 16.10.21 – Zwischen Arbeit und Baustelle…

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

… ist es manchmal nicht so einfach auch noch Berichte zu Verfassen. Vor allem wenn es zu Komplikationen wie bei unserem Projekt Erdsondenheizung kommt, kann die Kapazität schon mal nicht mehr ausreichen. Aber Ende gut (fast) alles gut, die Heizung läuft. Alle bösen Mails an Luci waren deshalb unberechtigt.

Nun aber zum Geschehen. Am 09.10.21 lockte das schöne Wetter nochmals zu einer längeren Ausfahrt nahe der 100 Km Grenze. Ausgeschrieben war nochmals eine Fahrt über die östlichste Gemeinde das Baselbiets Anwil. Wie heisst es so schön im Baselbieter Lied « mer wei luege», in unserem Fall wer sich das nochmals antun will; Ganz Viele. Um es genau zu nehmen Zehn – André, Hansjörg, Harald, Ed, Kumar, der sich schon zu Beginn ein grosses Stück des Weges sparte indem er an der Kilchgrundstrasse auf uns wartete, Martin & Martin, Volker, Bruno und Hanspeter. Im Gegensatz zum letzten Mal, als Anwil via Oltingen angefahren wurde, wurde für dieses Mal der direkte Weg über Rothenfluh, mit dem kurzen aber ruppigen Aufstieg, gewählt. Bis zu diesem Aufstieg hiess es, wie die Italiener so schön sagen, gruppo completo. Damit ist in Wirklichkeit ereignislos und langweilig gemeint, sieht man vom stattlichen Schnitt, der zu diesem Zeitpunkt unsere Tachos zierte ab, war es das auch. Allerding im durchaus positiven Sinn, kein Ärger, keine hupenden Automobilisten, keine Defekte. Alles genauso wie man es gerne immer hätte. Einzig die kühle Bise hätte einem warmen Föhn weichen und auch mal von hinten kommen können dürfen. Etwas zu jammern findet man doch immer, wenn auch auf hohem Niveau.

Wie gewohnt fuhr in diesem einzigen nennenswerten Aufstieg jeder sein Tempo. Da aber jeder am Ende dieser Saison noch auf eine beachtliche Form zurückgreifen konnte, fielen die Abstände sehr moderat aus. Vielleicht verlieh das Wissen um die kommende Tempobolzerei, bis Frick auf leicht abfallendem Gelände, einigen auch Flügel. Damit ist es bereits vorweggenommen, es folgte ab Kienberg das bereits obligate Mannschaftszeitfahren. Einreihen, Kopf runter, Hinterrad halten und für zehn Kilometer höchste Konzentration.

Normalerweise ist danach das Kind im Manne wieder zufriedengestellt und der Affe gezähmt. Bis kurz nach Eiken schien das auch für dieses Mal genauso zu laufen. Tja wäre da nicht dieser andere Velofahrer gewesen der keck «Achtung hinten» rufend links an uns vorbeizog. Als sein Vorsprung bereits um die 400 Meter betrug erwachte auch der Affe in uns zu neuem Leben. André setzte als erster nach um dann doch wieder auf uns zu warten. Für unseren Herausforderer nochmals Gelegenheit seinen Vorsprung auszubauen. Nun erwachte auch in meinem Inneren der Ehrgeiz und verleitete mich meinerseits zum Nachsetzen. Als ich beinahe dran war, knallte mit einem noch nie gesehenen Energieschub Hansjörg an mir vorbei. Im Gegensatz zur Verfolgergruppe in der parallel laufenden Lombardeirundfahrt waren wir uns nun einig und neutralisierten diesen Angriff eingangs Mumpf endgültig.

Zeit zur Bestandesaufnahme, zwei fehlten. Martin W. hatte uns ausgetrickst und den offenbar kürzeren Weg untenrum dem Rhein entlang gewählt. Auf mirakulöse Weise erreichte er die Anhöhe zwischen Wallbach und Möhlin nämlich vor uns und erwartete uns bereits. Ob das mit rechten Dingen zugegangen war bleibt wohl für immer ein Rätsel. Kumar hingegen konnte das Tempo nicht halten und meinte nach kurzem Anruf er kenne den Weg nach Basel und wir sollen zufahren.

Es war ein würdiger Abschluss der langen Ausfahrten bei dem nochmals so richtig die Post abging und so ganz nebenbei wurde bei dieser Ausfahrt die Kilometerleistung des Vorjahres überboten.

Ein völlig anderes Profil zeigte die Tour vom 16.10.21. Mit einem kurzen Abstecher ins Elsass gefolgt von einem Wechsel in Badische war eine richtige Regiotour ausgeschrieben. Mit jedem Grad welches es nun in Zukunft kühler werden wird sinken erfahrungsgemäss auch die Teilnehmerzahlen. Umso erfreulicher, dass mit André, Gianni, Ed, Pascal, Volker, Bruno, Martin und mir selbst wiederum acht Teilnehmer den Weg zum Treffpunkt fanden. Von der kurzen über die ¾ bis zur langen Hose war alles vertreten. Damit ist auch alles zur Witterung gesagt. Schönster Sonnenschein, irgendwo zwischen noch warm und schon kühl.

Bei Gegenwind führte das erste Teilstück vorbei an Rosanöi bis Kembs Löchle wo mit einer Spitzkehre zum Kraftwerk gewendet wurde um wieder gut neun Kilometer rheinaufwärts nach Märkt zu fahren. Wer kommt denn auf so eine Schnapsidee. Gut, man will halt auch mal Rückenwind haben. Genau dort wo sich der Rhein in Rhein und Grand canal d’Alsace teilt wechselten wir in die badische Hügellandschaft. Ein erneuter Richtungswechsel führte uns nun wieder Rheinabwärts. Diese Variante kannte Bruno noch nicht. Efringen – Istein – Bamlach - Bad Bellingen – Schliengen hiessen die folgenden Dörfer.

Bei Schliengen war ein erneuter Richtungswechsel angesagt. Via Liel, der Name stammt vom keltischen Liela und bedeutet der Ort wo viele Weinstöcke stehen und die stehen auch heute noch, führte die Ausfahrt über die letzten zwei Hügel nach Kandern. Kandern, noch bis vor einigen Jahren bekannt für seine Tonziegelfabrik, entstand vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit genau wegen der für die Ziegel benötigten Tonvorkommen. Heute erinnert nur noch ein Museum an die Herstellung der Tonwaren. Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik entstanden inzwischen Wohnungen. Lediglich ein kleines Backsteinhäuschen ist als verschämter Zeitzeuge noch übriggeblieben.

All Dies liessen wir unbeachtet links liegen um rechts auf den Veloweg durchs Kandertal abzubiegen. Auf nahezu eigenem Weg, vorwiegend Velofahrern und Bauern vorbehaltenem, kann man in der Regel stressfrei bis Binzen durchfahren. Aber genau so ein Bauer musste an diesem ansonsten friedlichen Tag dann doch noch für etwas Unruhe sorgen. Mit seinem Gefährt, welches die gesamte Strassenbreite einnahm, kam er uns ziemlich provokant entgegen und machte keinerlei Anstalten ausweichen zu wollen. Zu Zeiten von Raumschiff Enterprise hätten wie uns auf die andere Seit beamen lassen können, da das aber keine Option war, blieb ihm am Schluss doch nichts anderes übrig als anzuhalten damit wir uns irgendwie an ihm vorbeiquetschen konnten.

Im Sportplatzrestaurant Binzen genossen wir zum Abschluss die letzten Sonnenstrahlen bevor wir uns Richtung warme Dusche verabschiedeten.

Grillfest 2021 — Ein Rückblick

Von Katrin Leumann

Mitte September trafen sich bei wunderschönem Spätsommerwetter etliche VC Riehen-Mitglieder von jung bis alt zum bereits traditionellen Grillfest im Eisweiher.

Das Wetter bat förmlich darum den lauen Abend nochmals draussen zu geniessen und so liessen es sich die Rund 40 Velobegeisterten nicht nehmen beim gemütlichen Zusammensein etwas Feines vom Grill zu essen. Dank fleissigen Helfern gab es auch noch eine Auswahl an Beilagen und Desserts was zum Verweilen einlud.

Die zahlreichen Kinder hatten jedoch kaum Zeit ihr Abendessen einzunehmen, denn ein kleiner Veloparcours mit Paletten, Holzlatten und einer Rampe fanden grossen Anklang. Kleinkinder auf dem Laufvelo, Kinder und Jugendliche bis zu den bikebegeisterten Väter liessen es sich nicht nehmen mit ihrem Velo das eine oder andere auszuprobieren. Als es dann jedoch dunkel wurde und der ankommende Herbst die Temperaturen sinken liess löste sich das gemütliche Beisammensein mit vielen helfenden Händen auf. Ich bin überzeugt, dass jeder mit einem Lächeln davon radelte und sich die eine oder andere Szene nochmals als Erinnerung im Kopf durchspielte.

Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr…

28. Samschtigstour 02.10.21 – Sommerausklang und Erleuchtung

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Tagsüber noch einigermassen warm wird ist es am morgen nun doch schon wieder merklich kühler. Grund genug die Startzeit der Samschtigstouren bereits wieder auf 13:00 Uhr zu legen. So gelingt es vielleicht dem nahenden Winter noch ein, zwei Ausfahrten in «kurz» abzutrotzen. Für die 28. Ausfahrt 2021 ist dies auf jeden Fall gelungen. Bei rund 22 Grad fand sich nochmals eine grössere Gruppe, namentlich Fanny, André, Bruno, Claude, Ed, Martin, Sascha, Volker, Urs und Hanspeter, zusammen.

Schon im ersten Aufstieg nach Brombach stöhnten die ersten über zu warm gewählte Bekleidung. Bruno hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeklinkt und auch André fühlte sich nicht gut und machte sich in Adelhausen gleich wieder auf den Rückweg. Glücklicherweise ging es ihm aber am Abend schon wieder besser.

Für uns gab es in der Abfahrt Richtung Rheinfelden erstmals Gelegenheit zur Erholung. Umso mehr wir vor Minseln auf einen Traktor auffuhren an dem es kein Vorbeikommen gab. Da wurde der Begriff mit angezogener Handbremse veranschaulicht.

Nachdem via Kraftwerk Rheinfelden auf die Schweizer Seite gewechselt wurde und Möhlin durchfahren war, verabschiedete sich in Zeiningen Martin ebenfalls. Damit waren die Aufgaben für diesen Tag abgehakt.

Nach einer herrlichen Fahrt bei besten äusseren Bedingungen erreichten wir als kompakte Gruppe Wegenstetten. Damit war es im Anstieg zum Asphof fürs Erste aber vorbei. Das warme Wetter verlockte nochmals dazu mit vollem Schub dem Kulminationspunkt entgegen zu stürmen. Währendem also vorne die Post abging jagten Fanny und Urs das Feld vor sich her.

Dass Fanny mit Schaltungsproblemen zu kämpfen hatte, der Umwerfer beförderte die Kette nicht mehr auf das grosse Kettenblatt, blieb Urs, ganz Gentleman, an ihrer Seite. Beim Halt auf dem Asphof wurde Fannys Problem mit ein paar magischen Drehungen an der Stellschraube gelöst. Es ereignete sich aber auch noch anderes Grosses. Urs wurde von der Erleuchtung heimgesucht, wusste er nämlich plötzlich die Aufschrift HPB auf meinem Velo Marke Eigenbau zu deuten.

Erleuchtet und mit grossem Gang ging es anschliessend in die Abfahrt. Die Pace konnte bis Muttenz aufrechterhalten werden, ausgebremst wurden wir nur durch die unzähligen Kreisel die auf dem Rückweg zu durchfahren waren. Einmal mehr fand der verdiente Abschlusstrunk in Muttenz statt.

Strecke: Riehen – Brombach – Adelhausen – Schloss Beuggen – Möhlin – Wegenstetten – Asphof – Sissach – Liestal – Muttenz - Riehen / 80 Km / 560 Hm

27. Samschtigstour 25.09.2021

Von André Fürbringer

Wieder einmal konnten wir mit einem Grossaufgebot in Riehen zu unserer sommerlichen Rundfahrt im Schwarzwald starten. Bruno, Sascha, Martin W., Martin S., Harald, Ed, Hanspeter, Hansjörg, Pascal, Harald 2, Lilian und ich.

Wie immer durfte natürlich der obligate Pfiff von Bruno zum Start nicht fehlen und so machten wir uns auf den Weg Richtung, Weil. Die ersten warmen Sonnenstrahlen waren uns bereits auf sicher. Doch bereits an der ersten Bahnschranke wurden wir mal von unserem Tempo ausgebremst und erhielten eine kleine Pause.

Nichts desto Trotz konnten wir bald wieder unsere Fahrt aufnehmen und genossen die Wunderbaren Landschaften Richtung Fischingen, Egringen wo uns Bruno verlies, weiter über Gupf, Schliengen, Mauchen, Schallsingen, Sitzenkirch von wo uns dann auch Pascal verlies. Hanspeter’s Tour wäre dann nach Kandern Richtung Riehen gewesen aber die renommierten «älteren Herren « HJ. und Martin S. wollten unbedingt noch die Scheideck erklimmen. Klar konnten wir hier nicht nein sagen und so fuhr jeder in seinem Tempo auf den 2. Höchsten Punkt unserer Ausfahrt.

Oben angekommen warteten wir auf HJ, Martin, Harald und Lilian. Aber warum kamen die nicht? Ja HJ. und Martin bogen Richtung Endenburg ab und wollten nochmals Höhenmeter gewinnen, bzw. mit der Idee den «Jungen» zeigen wir es mal! Hanspeter musste zurück nach Riehen da noch weitere Verpflichtungen auf Ihn warteten und nahm im Schlepptau Harald und Lilian gerade mit. Nach einigem hin und her folgte Sascha, Martin W. Harald, Ed und ich den Ausreissern Richtung Endenburg. In einer rasanten Abfahrt nach Hofen sammelten wir uns anschliessend zum Mannschaftzeitfahren nach Weitenau und Steinen, wo uns HJ. noch ein Stück Pizza spendierte. Sogar Pascal timte seine Runde genau richtig und ergatterte noch das 8. Stück. Wie immer an dieser Stelle herzlichen Dank.

Jetzt war es nicht mehr weit zurück und 3 überholende Herren wollten uns zeigen wo der Hase begraben sei. Dies liessen wir uns natürlich nicht bieten und fingen sie kurzerhand mit der ganzen Gruppe im Mannschaftszeitfahren wieder ab. Spass muss einfach sein…

So erreichten wir unser Endziel nach knapp 80km und 910 Hm. Wie immer ein Dankeschön an ALLE Teilnehmenden für den Samstäglichen Velo-Plausch. In diesem Sinne, gute Erholung bis bald.

26. Samschtigstour 18.09.21 – Halbetappen

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Zu Zeiten Sepp Vögelis, Tour de Suisse Direktor von 1967 – 1992, war es noch durchaus üblich, dass ein Renntag auch mal in zwei Etappen ausgetragen werden konnte. Meist bedeutete Dies für die Fahrer am Morgen eine kurze Etappe mit Massenstart, gefolgt von einem Einzelzeitfahren am Nachmittag.

Für die Protagonisten der 26. Samschtigstour fing der Tag ebenfalls mit einem Massenstart an, das auf 17.00 Uhr anberaumte Zeitfahren beschränkte sich allerdings lediglich auf das Drehen von Runden um den Grill. Man kam sozusagen nie aus der Verpflegungszone heraus. So geriet man auch kaum in Gefahr wegen unerlaubter Verpflegungsaufnahme innerhalb der letzten zwanzig Kilometer ausgeschlossen zu werden.

Auch das mit dem Massenstart hielt sich zu Beginn für einmal in engen Grenzen. Mit André, Martin S., Sascha, dem in Muttenz wartenden Martin W. und Hanspeter sah es zunächst nach einem Quintett für das morgendliche Training aus. Im Wissen, wie gerne er die Strecke Seewen – Nunningen befährt, rechnete ich insgeheim damit irgendwo auf der Strecke noch auf Kurt zu treffen. Und tatsächlich wartete er am Eingang zum Oristal bereits auf unser Eintreffen. Zusammen mit Sohn Marc steigerte sich die Zahl der Mitspieler damit zum Septett. Damit ist auch schon Einiges zum Streckenverlauf preisgegeben. Über Büren sollte mit dem nachfolgenden Aufstieg Seewen erreicht werden von wo aus, über Bretzwil, der offizielle Wendepunkt in Nunningen angefahren werden sollte. Mit rund 65 Km fiel die Wahl der Streckenlänge eher moderat aus. Dies hatte damit zu tun, dass Martin S. und Hanspeter sich, in ihrem jugendlichen Leichtsinn, bereit erklärt hatten die Bereitstellung der Getränke für den Nachmittag zu übernehmen und Diese zeitnah in den Kühlschrank zu befördern.

Aber zurück zum Geschehen auf der Strecke. Wir befinden uns bereits Ausgangs Büren, als Marc mit den Worten «Em Bappe sy Lieblingsstigg» an mir vorbeifährt. Damit meint er dieses Erste, gut hundert Meter lange Stück der Steigung nach Seewen, welches den im Oristal gefahren, gelichmässigen Tritt, unbarmherzig killt. Man muss tatsächlich kurz Luft holen um sich auf die Steigung einzulassen und einen neuen, anderen Rhythmus zu finden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bekam auch noch der Letzte genug Wärme in seinen Körper.

In Seewen angekommen machte sich Martin S., um rechtzeitig mit den Getränken beim «Ysweier» einzulaufen, direkt via Grellingen auf den Heimweg. Zwei Dörfer weiter, in Nunningen, liess der Tourenleiter die Gruppe ebenfalls ihres Weges ziehen um Martin beim Ausladen behilflich zu sein. Derweil ich also ebenfalls Riehen entgegen hetzte und teilweise noch den verbrannten Gummi roch den Martins Reifen zuvor hinterlassen hatten, gönnte sich die nun wieder zum Quintett geschrumpfte Gruppe noch die Ecke über Fehren. Stimmt auch nicht ganz. Kurt nahm nämlich den Altersbonus in Anspruch, liess die letzte Rampe aus und ging bereits in Zullwil in die Abfahrtshocke. Die spätere Wiedervereinigung vollzog sich dann in Duggingen. Die anderen Vier sollen auf der Strasse Richtung Laufental, wegen zu schnellen Fahrens hinter einem Kleinlaster, mehrfach geblitzt worden sein. So wurde später zwischen Steak und Bratwurst jedenfalls berichtet.

Womit wir auch schon beim zweiten Ereignis des Tages angekommen sind, dem Grillplausch. Nachdem dieser coronabedingt vor einem Jahr ausgesetzt werden musste konnte man sich nun, mit einem doch etwas besseren Gefühl, wieder zusammen an einen Tisch, oder besser gesagt mehrere, setzen. Mit einem, entgegen den anfänglichen Vorhersagen, herrlichen Spätsommerabend herrschten für diesen Anlass beste Rahmenbedingungen. Mitgebrachte Salate und Grilliertes bildeten den Hauptgang welcher abschliessend mit diversen Kuchen abgerundet wurde. Herzlichen Dank an Alle die sich extra dafür an den Kochherd gestellt hatten und / oder am Backofen zugange waren. Es schmeckte hervorragend. Währendem sich Kinder und Jugendliche unermüdlich über den bereit gestellten Parcours, gegenseitig, zu Höchstleistungen antrieben, wurde an den Tischen angeregt diskutiert und geplaudert.

25. Samschtigstour 11.09.21 – Schichtwechsel

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Wie es heute in grossen Teams üblich ist trat zur 25. «Samschtigstour 2021» sozusagen die nächste Fahrerschicht an. Von der letzten wenig erbaulichen Tour waren nur Ed und ich selbst dabei. Dafür war mit André, Gianni, Martin und Sascha das eigentliche Kernteam wieder anwesend. Erweitert wurde die Gruppe durch Pascal.

Da einmal mehr die Wetterlage nicht so ganz klar vorhersehbar war und auch Regen ins Kalkül mit einbezogen werden musste wurde die Strecke so gewählt, dass wir uns nie allzu weit vom Ausgangspunkt entfernten. Trotzdem betrug die gesamte Streckenlänge 82 Km durchsetzt mit gut 700 Hm. Für Sascha, mit der Goldtour des am vergangenen Wochenende durchgeführten Alpenbrevets in den Beinen, sicher ein Klacks.

Nach den ersten flachen 15 Kilometern ging es nach Nollingen auch bereits in die erste Steigung die ihr endgültiges Ende erst in Nordschwaben finden sollte. Zwischendurch dienten flachere Abschnitte immer wieder zur Erholung. Bei einem Halt wähnten wir uns allerdings wieder um eine Woche zurückversetzt. Ein älterer Herr war der unumstösslichen Meinung das Trottoir gehöre an dieser Stelle zur Strasse und wir würden ihm eigentlich im Weg stehen. Pascal, am nächsten zur Strasse stehend, kam nur um Haaresbreite an einer Feindberührung vorbei.

Nachdem Ausgangs Norschwaben die letzten und zugleich steilsten 200 m dieses Tages absolviert waren folgte eine herrliche Schussfahrt hinunter nach Dossenbach wo bereits die nächste (kurze) Steigung in Warteposition bereitstand. Schnell erklommen näherten wir uns schon bald Schofpheim. Zuvor bogen wir aber auf Höhe der Motocross-Strecke rechts ab und genehmigten uns eine kleine Ehrenrunde auf diesem Hochplateau um der Hauptverkehrsachse zu entgehen.

Nachdem wir den Mittagsverkehr in Schopfheim hinter uns gelassen hatten setzten wir unsere Fahrt über Wieslet und Weitenau, bis zum Fuss der Steigung zur Scheideck die in Schlächtenhaus ihren Anfang nimmt, fort. Auch auf diesem Teilstück konnten wir uns über die Hügel welche die Dörfer trennen nochmals einige Höhemeter gutschreiben lassen.

So ist er halt der Schwarzwald. Ich habe kürzlich einen Bericht von zwei Hamburgern gelesen die, von Spanien kommend, mehrere Pässe der Pyrenäen und französischen Alpen befahren hatten und durch den Schwarzwald nach Haus gelangten. Beide waren sich einig, dass dieser Teil der Reise mit Abstand der Härteste war.

Mit Überquerung der Scheideck erhöhten wir die Anzahl an Höhenmeter nochmals um 170 und wurden dafür mit der immer wieder berauschenden Abfahrt nach Kandern belohnt. Die Rückfahrt durchs Kandertal konnten wir bei herrlichem Wetter und angenehmer Temperatur geniessen.

Die schon fast obligate Einkehr erfolgte im Gasthaus Schwanen in Binzen, dessen Gartenbeiz irgendetwas zwischen Kuhstall und Westernsaloon darstellen soll.

Tour: Riehen – Grenzach – Degerfelden – Nollingen – Minseln – Nordschwaben – Dossenbach – Schopfheim – Wieslet – Schlächtenhaus – Kandern – Binzen – Riehen / 82 Km / 710 Hm

24. Samschtigstour 04.09.21 – An Tagen wie diesen …

Von Hanspeter Brack

… geht manchmal gar nichts. Angefangen hatte es bereits am Mittwoch. Bei verlockender Wettervorhersage hatte ich bereits in der Früh die Tour eingestellt. Dachte ich. Eine Whatsapp Anfrage von Johanna am Freitagabend belehrte mich eines Besseren. Die Frage lautete nämlich, findet eine Ausfahrt statt. Da muss ich in der Eile wohl vergessen haben auf senden zu klicken.

Den Treffpunkt am Samstag mussten wir wegen des Dorfmarktes über den Hinterausgang, sprich über die Wettsteinanlage verlassen. In der Bahnhofstrasse nahm dann dieser seltsame Tag seinen Anfang. Ein Taxifahrer stoppte unmittelbar vor uns sein Fahrzeug in der Parkbucht vor der Post. Seiner, durch ihn, aufgestossenen Fahrertür konnte ich gerade noch so ausweichen. Das hätte auch schiefgehen können. In der nachfolgenden Diskussion zeigte er sich völlig uneinsichtig. Er habe wohl zurück geschaut aber wir seien zu schnell gefahren. Da erübrigt sich jeglicher weitere Kommentar.

Mit langsam sinkendem Adrenalinspiegel schraubten wir (Johanna, Gastfahrerin Fanny, Bruno, Claude, Ed, Volker und Hanspeter) uns Tritt für Tritt über Inzlingen der Abfahrt nach Degerfelden entgegen. Am Schloss Beuggen vorbei überquerten wir den Rhein nach Möhlin, wo dieser Tag seinen weiteren Verlauf nahm. Beim Anhalten an einer Kreuzung kam ich kaum aus dem linken Pedal. Wohl etwas verklemmt dachte ich mir. An der nächsten Kreuzung das gleiche Spiel nochmals. Das wäre zum zweiten Mal der Klassiker, Sturz im stehen gewesen. Nun war klar, etwas konnte nicht stimmen. Tatsächlich, die Schuhplatte am linken Schuh hielt noch mit einer Schraube, die restlichen zwei hatten sich gelöst und waren rausgefallen. Johanna erinnerte sich, das wir eingangs Möhlin an einem Veloladen vorbei gefahren sind. Also durch ganz Möhlin zurück, ganz schön lang dieses Dorf, zum Trekstore Manna. Gegen einen Obulus in die Kaffeekasse setzte er mir umgehend die fehlenden Schrauben ein.

Weiter gings. Eingangs Zeiningen wollten wir gleich nach der Autobahnbrücke auf den Veloweg nach Mumpf abbiegen. Vorbildlich zeigten wie unseren geplanten Richtungswechsel frühzeitig an und spurten anschliessend zur Fahrbahnmitte ein. Wums, ein Fiat 500 Abarth rauschte auf der Gegenfahrbahn Volldampf an uns vorbei und zeigte uns zum Abschluss der Aktion noch den Stinkefinger. Nett.

Die Weiterfahrt nach Mumpf auf dem Veloweg entlang der Autobahn, nicht wirklich schön aber wenigstens nahezu verkehrsfrei, gab uns etwas Zeit zum Verschnaufen. Es zeichnete sich ab, die Herausforderung an diesem Tag wird nicht die Strecke sein, sondern die anderen Verkehrsteilnehmer. Die Anfahrt zum Kaistenberg wählten wir ab Eiken über den Veloweg nach Oeschgen. So allmählich begannen wir den Tag doch noch zu geniessen und bereiteten uns auf die bevorstehende Überquerung des Kaistenbergs vor.

Man ahnt es wohl bereits, auch aus diesem Vorhaben wurde nichts. Zu beginn des Anstieges lachte uns ein rundes rot umrandetes Verkehrsschild, in dessen Zentrum sich ein Fahrrad befindet, an. Infolge Bauarbeiten war die Strasse für Velofahrer gesperrt. Als ob wir es nicht bereits gesehen hätten tönte es aus einem vorbeifahrenden Auto – do dürfet er nüüd faare. Danke.

Blieb nur noch die Kehrtwende nach Frick um von dort aus den Heimweg unter die Räder zu nehmen. Dieser verlief ohne weitere Zwischenfälle, an diesem Tag für uns keine Selbstverständlichkeit mehr. Volker brachte es bei der Verabschiedung auf den Punkt, nur noch nach Hause, Velo abstellen und für heute nicht mehr anrühren.

Strecke: Riehen – Inzlingen – Rheinfelden – Möhlin – Eiken – Oeschgen – Frick - Wallbach – Rheinfelden – Birsfelden – Riehen / 87 Km / 560 Hm

23. Samschtigstour 28.08.21 – Plan B - Kanalwärts

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Einmal mehr musste man, wegen unsicherer Wetterlage, lange auf die Bekanntgabe der Samstagsroute warten. Da noch am Donnerstag mit einer grossen Regenwahrscheinlichkeit zu rechnen war wählte ich eine Tour von ca. 68 Km in der näheren Umgebung mit vielen Abkürzungsmöglichkeiten. Sollte sich die Lage positiver entwickeln hatte ich noch einen Plan B im Hinterkopf.

Erfreulicherweise sah die Wetterlage am Samstagmorgen tatsächlich etwas besser aus und meine Mitstreiter André, Bruno, Claude, Ed, Harald, Martin S, Martin W, und Sascha waren schnell für Plan B zu Begeistern. Einzig Bruno, der sich für die ausgeschriebene Tour Chancen für die Absolvierung der ganzen Tour ausrechnete, verlor für kurze Zeit etwas den braunen Teint. Nach gutem Zureden kehrte dieser aber schnell zurück. Um es mit Angies Worten zu sagen – Bruno wir schaffen das.

Nachdem in Weil einige Hausecken umkurvt waren, befanden wir uns schon bald jenseits des Rheins auf französischem Territorium. Plan B sah nämlich, nach langer Corona bedingter Pause,vor via Elsass Neuenburg zu erreichen um dort für die Rückfahrt den Rhein zu überqueren.

Nach gut zwanzig Kilometer schnurgerader Fahrt entlang des Rheins war Niffer erreicht und damit begann einer der schönsten Abschnitte dieser Tour, entlang dem Rhein-Rhone-Kanal. Nach einer Bauzeit von 49 Jahren verband dieser Kanal ab 1833 die Küsten des Mittelmeeres mit denjenigen der Nordsee in Form einer schiffbahren Verbindung. Auch sonst veränderte der zu dieser Zeit gefürchtete Rhein sein Gesicht durch die von Johann Gottfried Tulla entworfenen Pläne zur Begradigung des Rheinverlaufes. Malaria und Hochwasser machten damals den Leuten das Leben entlang der Rheinauen schwer, heute kaum zu glauben.

Trotz den für diese Jahreszeit schattigen Temperaturen war die Fahrt entlang des Kanals, mit seiner ganz eigenen Ambiance, einmal mehr ein Genuss. Auf halber Strecke hörte ich wie der immer noch hinter mir fahrende Bruno Bedauern mit mir hatte. Er war nämlich der Meinung, der vorderste sei der einsamste Mensch in dieser Gruppe. Für mich fühlte sich das nicht so an, umgeben von Natur ist man nie einsam.

Nach Verlassen des Kanals und Fahrt quer durch Waldgebiete standen wir in Schalambi, wo wir auf die badische Seite zu wechseln gedachten, vor einer, wegen Bauarbeiten, gesperrten Brücke. Uff, Glück gehabt: Übersetzen zu Fuss ist möglich. Wir wählten eine Zwischenlösung- fahren auf dem Fussweg im Schritttempo. Die Schuhplatten ablaufen wollten wir uns ja auch nicht. Auf der anderen Seite angekommen wurden wir bereits von der deutschen Polizei erwartet, so schien es jedenfalls. Das sie sich dann doch nicht für uns interessierten kam uns sehr entgegen.

Mit Rückenwind und daraus resultierendem Tempo 30 ging es nun auf die Rückfahrt. Dem entsprechend schnell war die «Chuechbaiz» in Bad Bellingen, Bruno noch immer am Hinterrad, erreicht. Schnitt zu diesem Zeitpunkt 26,8 und keiner hatte es bemerkt.

Frisch gestärkt stand nun die einzige Steigung des Tages nach Bamlach und gleich weiter über den Golfplatz auf dem Programm, ein paar Prozente mussten es schon noch sein. Zur Belohnung ging es anschliessend bis Eimeldingen nur noch abwärts und ab da war sowieso nur noch Ausrollen angesagt.

Eines hatte Bruno am Ende des Tages mit Nino Schurter gemeinsam, auch er konnte sagen Ich hab’s noch drauf.

Strecke: Riehen – Weil – Rosenau – Niffer – Chalambé - Neuenburg – Steinenstadt – Bad Bellingen – Bamlach – Eimeldingen - Riehen / 83 Km / 160 Hm

MTB Wochenende im Engadin

Von Claude Mettler

Anreise

Unter dem herbert.bike Motto «Das Bett zum Trail» durften wir im Hotel Cresta Palace in feudalem Ambiente die Zimmer beziehen. Neben den Biker-Bedürfnissen wie Bike-Garage, Werkstatt und exzellenter Lage für die anstehenden Touren beinhaltete das Angebot die freie Fahrt auf allen Bergbahnen der Umgebung, was die früh Angereisten bereits zu Nutzen wussten. Beste Wetteraussichten, gute Küche am Abend und Fachgespräche über Velos, Ersatzteile und VO2 max. liessen die Vorfreude auf die anstehenden Tage noch wachsen.

Samstag

Das reichhaltige Frühstücksbuffet verleitete zu längerem Verweilen, die anstehende Bernina-Tour mit Ziel Poschiavo liess die Gruppe aber schon vor 8 Uhr ins Abenteuer aufbrechen. Der stetige Aufstieg durch eine atem(be)raubende Natur, mit Aussicht zum Morteratsch-Gletscher, liess manch eine Pulsfrequenz höher schlagen. Fast ununterbrochen auf Singletrails unterwegs, erreichten wir die Bernina-Passhöhe, genossen kurz die Lago Bianco- Atmosphäre, bevor sich die Abfahrt nach Poschiavo durch anspruchsvolle, steinige und durchflutete Wege in die Tiefe schlängelte.

Freitag der 13. war da schon gestern, aber hatte wohl verschlafen. Defekte Schaltung, platte Reifen und dies gleich mehrfach liessen die angestrebte Zugverbindung zurück auf den Berninapass in weite Ferne rücken. Immerhin ist bei einigen die Erkenntnis gereift, dass manch Millimeter mehr Federweg doch gut gewesen wäre oder wie bei den gemieteten Bikes, der Vermieter aus nachvollziehbaren Gründen die Dämpfer deshalb so prall gefüllt hat. Die altbewährten Fähigkeiten für Reparatur, Navigation und ich-lass-mir-die-Freude-nicht-nehmen haben uns dennoch durch die pittoreske Landschaft nach Poschiavo geführt.

Zwar haben wir den frühen Zug verpasst, uns dafür aber an dem doppelstöckigen Veloanhänger vom Postauto und der rasanten Extrafahrt zurück erfreut. Mit dem Ziel noch mit der Bahn auf den Piz Nair zu gelangen, war die Abfahrt getaktet mit schnellen Antritten, kurzen Pausen und direkter Linienwahl... Und tatsächlich sind wir quasi mit der letzten Bahn in mondähnlicher Umgebung aus Stein und Schotter angekommen.

Die Tour zur Trais Fluors hoch über Celerina war ein Singletrail-Feuerwerk sondergleichen. Der Aufstieg war zwar steil und streng, die Abfahrt nach Samedan inklusive dem wenig bekannten Trail von der Alp Muntatsch bot dann aber Flow-Spass, der seinesgleichen sucht. Die Rückfahrt mit wunderbarer Abendstimmung nach Celerina bot ein würdiger Abschluss der Bikeroute. Die lokale Kulinarik genossem wir mit Capuns, Pizokel und Hackbraten nach Nanni`s Art im Heimatli (https://rosatsch.ch/)

Sonntag

Bei besten Bedingungen und strahlendem Blau nutzten wir das Bahnticket für die weniger attraktiven Höhenmeter zugunsten der tollen Abfahrten. Ein Single-Trail-Aufstieg hoch zum Suvretta Pass und schon lag die genussvolle Abfahrt durch das malerische Val Bever vor uns. Langgezogene Wege, steinige Passagen bis hin zu engen Spitzkehren beglückten unsere Biker-Herzen und beanspruchten unsere Konzentration. Da kam die Einkehr im Chesa Spinas zur kurzen Verschnaufpause genau richtig, bevor wir die Suvretta-Loop Route fertig fuhren. Glücklicherweise blieben auch Mann und Material grösstenteils unbeschadet.

Die Gruppe hat sich am Nachmittag dann aufgeteilt und jeder hat nach Lust und Laune noch den einen und anderen gebauten Trail (Olympia Trail, WM Trail) genossen. Die aus den Hochglanz-Prospekten bekannten Anleger, Steilwandkurven und die Aussicht aufs Engadin haben geradezu verleitet, noch einige Tage anzuhängen. Es war aber auch gleichzeitig der würdige Abschluss für einen tollen VCR-Gruppenevent. Klar stand noch eine etwas längere Heimfahrt an, aber mit dem Wissen drei neue VCR-Mitglieder dazugewonnen zu haben, eine super Zeit verbracht zu haben und die schönen Momente mit nach Hause zu nehmen, können wir von einem bereichernden Wochenende berichten.

Drei neue Mitglieder für den VCR: Daniel, Thomas und Thomas

Teilnehmer: Thomas Berweger, Rainer Büchele, Patrick Hetzel, Lucius Humm, Claude Mettler, Sven Schulzke, Thomas Wolff, Daniel Trachsel, Andreas Zeller

22. Samschtigstour 21.08.2021

Von André Fürbringer

Heute hatte ich mal wieder das Vergnügen eine Tour zu führen, da 1. das Elsass angesagt war und 2. leider Hanspeter kurzfristig eh ausfiel, dies aber nichts zu Sache hatte. Gute Besserung von uns.

Wie immer pfiff uns Bruno zum Start, wo auch noch Ed, Gianni, Hans-Jörg, Martin W., Sascha, Claude und ich uns auf die Sättel schwangen und Richtung Lange Erlen davonzogen. Gemütlich bis Allschwil schlugen wir uns tapfer durch den Basler Morgenverkehr, wobei Hans-Jörg anmerkte, «am Morgen da ist die Welt noch in Ordnung».

Schon bald überquerten wir die F-Grenze und genossen die fast leeren Elsässerstrassen. Nach Buschwiler verliess uns Bruno der eine eigene Tour startete, wir folgten den Strassen weiter Richtung Folgensburg wo uns eine der vielen kleinen Steigungen erwartete. Auf der Höhe des Golfplatzes konnten wir dann endlich die erste Abfahrt geniessen und nahmen Tempo auf. Eigentlich ging es wie von alleine und bis nach Hundsbach waren wir wie im Tour de France Fieber.

Von nun an war es ein ständiges auf und ab über Bisel, wo die Meisten dachten, top schon wieder in Basel, einfach falsch geschrieben und leider nicht der Wahrheit entsprochen, Moernach, Koestlach, Vieux-Ferrette zum Café in Ferrette wo wir von Sascha zu einem Znüni eingeladen wurden. Herzlichen Dank nochmals.

In Ferrette ist übrigens Antony Eleveur de fromages, der seit 1979 Käse herstellt die in alle grossen Häuser und Länder verkauft resp. exportiert werden.

Nun waren die Batterien bei Hans-Jörg langsam im roten Bereich mit dem ständigen auf und ab und er wollte von nun an seinen eigenen Chef sein und verabschiedete sich von uns und fuhr seine eigene Strecke bis zum abgemachten Bierhalt, bei Gianni.

Da waren es nur noch 6 kleine VCR’ler die den Chemin Du Musenrain und den Blochmont meisterten. Damit wir nicht direkt auf der Strasse zum Blochmont hochfuhren, streute ich noch den Bogen durch die Rue de la Scierie ein, bevor wir dann auch die Strasse zum Blochmont Climb erreichten. Unter der Tempovorgabe von Sascha, kein Halten gab es mehr, zog er uns durch die schönen Wälder hoch zum höchsten Punkt. Da ich mich etwas zurückfallen liess und mit Martin auch den Kulminationspunkt erreichte ist es mir nicht möglich den Bergpreiskönig auszurufen.

Unterdessen kletterte das Thermometer auf gute 30c und der letzte Leymen Climb hatten wir easy geschafft bevor es über Rodersdorf, Leymen unter dem Tempo von Martin nach Benken ging. Irgendwie muss er gewaltig Durst bekommen haben, attackierte er doch noch an einem kleinen Hügel wie Pogacar und liess uns fast Alle stehen.

Richtung CH Grenze wussten wir, jetzt gibt es noch im Garten von Gianni ein Bier. Statt locker nach Basel zu fahren, wählte er absolute Insider Schleichwege zu sich und schaute, dass wir noch ein paar Kilometer und Höhenmeter mehr auf das Tacho bekamen. Aber es ist alles verziehen, zauberte er doch und seine Frau in einem wunderbaren Schattengarten, Bier, Wasser, Cola, Schinkengipfeli und eine hervorragende Wähe hervor.

Herzlichen Dank an Gianni und seine Frau Gemahlin für die tolle Verköstigung.

Ja das war’s mal wieder von einer von Eindrücken tollen Rundfahrt im Elsass, 107km, 1175 Hm.

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