Rennbericht Argovia Cup Langendorf 18.07.2015

Von Daniel Landmann

Nach zwei Enduro Rennen im April und Mai, die im Rahmen der französischen Cannondale Enduro Tour ausgetragen wurden, war es nun wieder einmal höchste Zeit ein Cross Country Rennen auf heimischen Boden zu fahren. In der Vorbereitung mischten sich jedoch auch der ein oder andere Zweifel unter die Zuversicht und Vorfreude. Es war für mich nun doch ein gutes Jahr seit der letzten Veranstaltung dieser Art vergangen. Egal; Velofahren verlernt man ja nicht.

So startete ich also am vergangen Samstag am Argovia Cup in im solothurnischen Langendorf. Die Strecke war durchaus attraktiv und mit gewissem technischen Anspruch versehen, wurden dort doch am nachfolgenden Sonntag die XC Schweizermeisterschaften ausgetragen. Nach der Streckenbesichtigung reihte ich mich am hintersten Ende des 34 Mann zählenden Feldes ein.

Nach dem Start ging es auf eine erste kurze Schlaufe bei der sich auf der Start/Ziel Geraden bereits ein übler Sturz ereignete. Ich war glücklicherweise nicht darin involviert und den betroffenen Mitstreitern ist dabei nichts Ernstes passiert, so wurde das Rennen unbeirrt fortgesetzt. Die Strecke schlängelte sich durch den Wald und über Wurzeln jeglicher Couleur mal an einem Bach und mal an Waldwegen entlang. Kleine, grosse, Längs-, Quer- und Diagonalwurzeln, alle waren sie in Hülle und Fülle vorhanden. Durch den vormittäglichen Regen war die Strecke dann doch recht knifflig. Sowohl in der Abfahrten als auch in den Anstiegen wurde einiges an Fahrkönnen verlangt, um den Parcours schnell zu umrunden.

Das Fahren machte riesigen Spass und so konnte ich wider Erwarten Fahrer um Fahrer kassieren und mich vorarbeiten. Auch in den künstlich angelegten Hindernispassagen (quergelegte Baumstämme) konnte ich Zeit auf Mitstreiter gut machen, die eine „chicken line“ wählten. Der freudige Vortrieb wurde von einem sich in der 4. von 5 Rennrunden ankündigenden Wadenkrampf jäh gebremst. Die Erwartungen an das eigene Rennen wurden sofort von „Mittelfeld“ auf „bloss nicht überrunden lassen“ zurückgestuft. Zu Unrecht, der Krampf verschwand und ich konnte auch die letzte Runde zügig zurücklegen. Nach 1:22:12 kam ich als guter 10. überrascht aber nicht minder erfreut ins Ziel.

Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden und werde dieses Jahr sicherlich noch das eine oder andere XC Rennen in der Region unter die Räder nehmen.

Bild: Melid Bildlik