Emmental Rundfahrt 25.07.2015

Von Kurt Kaiser

Warum denn in die Ferne schweifen? Ja, die Frage ist sicher berechtigt. Doch, die Fahrt im und um das Emmental begeistert schlicht weg. Dies nicht nur Fahrer vom VCR. Nein, aus der ganzen Schweiz kommen Velorennfahrer und Biker, um diese wunderbare Gegend zu erfahren und zu erleben. Wer nicht nur Augen auf den Strassenbelag oder das Hinterrad des Vordermannes hat, kann sich an vielen wunderbaren Ausblicken verschiedenster Art ergötzen. Schöne alte Bauernhöfe, mit einer Blumenpracht geschmückt, die entzücken. Gepflegte Blumen und Gemüsegärtchen, alte sehenswerte Heimetli, die Landschaft, verkehrsarme Nebensträsschen. Was will man noch mehr.

Nach den sehr heissen Tagen konnte die Rundfahrt bei idealer Temperatur gefahren werden, um die 20 Grad. Der Ausläufer des Sturmtiefes ‚Zeljko‘ fegte die drohenden Gewitterwolken Richtung Ostschweiz und machte sich allerdings durch einen böigen starken Wind unangenehm bemerkbar. Einziger Wermutstropfen, die grossen Berge wie Eiger, Mönch und Jungfrau liessen sich nicht blicken. Sie waren noch in Wolken gehüllt.

Am Startort in Koppigen fanden sich um 8 Uhr einige VCR- und Gastfahrer ein. Nebst Urs, Peter, Kurt, Mike auch Tobias und Gianni (Teilnehmer der VCR-Ferienwoche), Volker und Sabine. Die ersten Kilometer wurden in gemütlicher Fahrt abgespult. Man hatte sich ja einiges zu erzählen. In Wynigen verabschiedeten sich Peter, Tobias, Gianni und Sabine. Sie wollten die lange Strecke von 150 Km fahren (Haupthindernisse Fritzenfluh und Schallenberg, total 20000 Hm). Die Restlichen der Truppe begnügten sich mit der 120 Km Strecke und 1500 Höhenmeter). Eine immer noch recht fordernde Strecke, je nach gefahrenem Tempo. Ab und an wurde die Grenze des Ertragbaren erreicht, dies die Meinung des ‚Alten‘. Vorbildlich blieb die Gruppe zusammen und man orientierte sich auch nach hinten. Volker opferte sich uneigennützig, um dem ‚Leidenden‘ mit seinem breiten Rücken Windschatten zu geben und den Anschluss zur Gruppe zu halten.

Die Stopps an den Verpflegungsorten waren sehr willkommen, gut organisiert und mit ausreichender Verpflegung und Getränke versehen. Die Eindrücke der Fahrt liessen sich kommentieren und kurze Gespräche und Sprüche mit anderen Teilnehmer austauschen.

Verbesserungsfähig wäre sicherlich das taktische Fahrverhalten im böigen Seitenwind, so die Meinung des ‚Alten‘. Mit einer Gruppe von 4 Mann sollte das Staffelfahren möglich sein, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern, insbesondere auf den verkehrsarmen Nebenstrassen. Mit dem vorhandenen Platz zum rechten Strassenrand wurde es ab und zu recht eng.

Die 150Km-Gruppe kam auch gut über die Runde. Gegen Schluss der Fahrt machte der böige Seitenwind recht Mühe, die Gruppe zusammen zu halten. Oder wurden die Anforderungen, bei den herrschenden Verhältnissen, etwas unterschätzt? Begeistert über die schöne Fahrt waren sie alle mal.

Einmal mehr war diese Emmental-Rundfahrt ein Erlebnis. Die Landschaft, Die Bauernhöfe, die Blumen wahrlich eine Augenweide.

Bild: RV Ersigen