Erfolgreicher Start in die Clubmeisterschaft 2018 mit dem Bergzeitfahren Muttenz-Wartenberg

Von Emanuel Müller

Wie schon letztes Jahr machte auch dieses Jahr das kurze, steile Bergzeitfahren auf den Wartenberg den Auftakt unserer Clubmeisterschaft. Wiederum galt es, eine 1.3 km lange Strecke mit 130 Hm zu absolvieren. Mit 18 Teilnehmenden (16 Männer, 2 Frauen) war das Starterfeld nur halb so gross wie letztes Jahr, was wohl mit der kühlen Witterung, als auch der Terminsetzung nahe Ostern zusammenhängen dürfte.

Der Mit-Organisator (Emanuel Müller, Avoras Racing Team) liess es sich nicht nehmen, gleich selber anzutreten und dabei sein Heimrennen erstmals bestreiten zu können. Er eröffnete mit seinem Einzelstart um 18:58 das Rennen, sowie auch die Clubmeisterschaft 2018, aber ohne gewertet zu werden. Die Fahrzeit von 3 Minuten, 52 Sekunden anerkennen wir aber trotzdem als neue offizielle Bestzeit, da es sich um einen geregelten Start mit Zeitmessung handelte und der Start nur 2 Minuten vor offiziellem Rennbeginn erfolgte.

Im 1-Minuten Takt wurden danach die anderen FahrerInnen auf die Strecke geschickt. Dabei realisierte Jean-Martin Wiederseiner (Avoras Racing Team) den Tagessieg mit einer Fahrzeit von 4 Minuten 12 Sekunden. Er war damit genau gleich schnell wie Vorjahrssieger Tom Dufner aus Zürich. Bei den Frauen ging der Tagessieg an Eva Lindskog (Avoras Racing Team) mit einer Fahrzeit von 5 Minuten, 27 Sekunden. Eva und Jean-Martin führen damit die Clubmeisterschaftswertung an und dürfen am nächsten Rennen mit dem Leadertrikot fahren!

Interessanterweise waren die FahrerInnen, die bereits letztes Jahr teilgenommen haben, dieses Jahr im Durchschnitt fast 6 Sekunden schneller als letztes Jahr. Es kann nun spekuliert werden, ob diese zeitliche Verbesserung auf die bessere Form jener FahrerInnen, einem besseren Pacing, schnellerem Material oder bessere Fahrbedingungen zurückgeführt werden kann. Letzteres ist aber unwahrscheinlich, da mit kühlen Temperaturen um 5°C und leichtem Gegenwind keine optimalen Bedingungen für schnelle Zeiten herrschten. Unbestritten ist aber, dass die Einteilung der Energiereserven bei diesem Bergzeitfahren ein nicht zu unterschätzender Faktor für eine schnelle Fahrzeit ist. Im Wissen, bei einem kurzen Bergzeitfahren eine kurze „Leistungs-Baisse“ nur begrenzt korrigieren zu können, wird schon zu Beginn an Vollgas gefahren. Durch das erste steile Renndrittel ist die Gefahr entsprechend gross, über seinen Verhältnissen zu fahren und dann auf den letzten steilen 450 m (15% Steigung!) einzubrechen. Eine bereits gemachte Rennerfahrung ist da sicher von entscheidendem Vorteil. Fakt ist aber auch, dass das Leistungsniveau an Hobby-Rennen, trotz eher rückläufigen Teilnehmerzahlen, eher zunimmt. Diese Meinung wird inzwischen von vielen Rennveranstaltern geteilt.

Neu bei diesem Rennen haben wir einen Wattberechnungs-Service durchgeführt. Anhand des Gewichts (Körpergewicht, Systemgewicht) und der Renn-Fahrzeit konnte die individuelle Leistung bzw. gewichtsbezogene Leistung berechnet und mit der gemessenen Leistung verglichen werden. Von den drei Wertepaaren, die wir haben, zeigt sich eine gute Übereinstimmung (nur wenige Watt Abweichung) zwischen berechneter und gemessener Leistung.

Erfreut hat uns auch, dass das regnerische Wetter am Nachmittag rechtzeitig noch von freundlicherem Wetter mit Sonnenschein abgelöst wurde. Das Rennen konnte sogar bei nahezu trockenen Bedingungen durchführt werden.
Bereits am 7. April geht es weiter mit dem nächsten Clubrennen: Dem Rundstreckenrennen Egringen.

Rangliste BZF Muttenz – Wartenberg