EZF Kembs — schnell, schneller, am schnellsten…

Von Ivo Chiavi

9 km französischer Asphalt, flach, verkehrsarm, mit leichten Kurven, damit es nicht langweilig wird, und einen französisch gigantesk gehaltener Kreisel zum Wenden…

Was mehr kann frau/mann sich wünschen für ein Rennen gegen die Uhr?

Gutes Wetter, ja, auch dies wurde geliefert, obwohl es fast schon etwas zu warm war, trotz des erst knapp nach 19:00 Uhr gestarteten Kräftemessen. 14 verwegene Kombatanden stellten sich der Herausforderung, ausgerüstet in ganz unterschiedlicher Manier. Es fanden einerseits die hochgezüchteten Zeitfahrstühle, besessen von tropfenförmige Helme und enganliegende oder besser engeinquetschende Lycra-Einteiler tragende Streithennen und -hähne genauso wie , zum Glück, andrerseits mit normalen Rennrädern ausgestattete Recken, die sich nicht haben lassen abschrecken. Besonders ins Auge stach die in den Schwedischen Farben startende Eva Lindskog, die alleine schon durch diese Kleiderwahl dem ganzen Anlass einen internationalen Touch verliehen hat.

Die tolle Truppe trudelte von allen Seiten am Startort ein, es fehlten schliesslich nur noch Luzi, the time machine und der, man könnte Wetten auf seine Siege abschliessen und würde selten verlieren, haushohe Favorit Emanuel "Lapierre" Müller, der durch seine verspätete Anreise auch noch einen Schuss Koffein verpasst hatte. Ob dies der Grund war dafür, dass Emanuel die 11 Minuten-Marke nicht unterbieten konnte, trotz einem Schnitt von über 48 km/h? Oder der in seinem Fall etwas weniger tropfenförmige Helm? Wir werden es nie herausfinden, Fakt bleibt, er hat gewonnen, auch wenn er als letzter an den Start gegangen ist.

Erwähnen möchte ich die entspannte und gemütliche Stimmung in der Gruppe, viele zufriedene Gesichter waren zu sehen, es hat allen grossen Spass gemacht, zu rasen wie besessen! Und grosser Dank gilt Luzi, der wieder einmal, seelenruhig und gelassen, dafür gesorgt hat, dass alle Zeiten erfasst wurden und so eine aussagekräftige Rangliste erstellt werden konnte, die in den nächsten Tagen hier einzusehen sein wird. Nach der Siegerehrung vor Ort, Eva und Emanuel jeweils zuoberst auf dem Podest dem Gruppenfoto, das neben weiteren Fotos sicher noch hier hochgeladen werden wird, machte sich die Gruppe zufrieden auf den Heimweg, wobei an einzelnen Stellen in der Stadt, an welchen sich lange, gerade Strassen fanden, sie ihrem Übermut und ihren nach Tempo lechzenden Gefährten nochmals freien Lauf liessen!

Rangliste als PDF