Gabriel Trickes mit Etappensieg an 9. Axpo Aare Rhein Classics!

Von Gabriel Trickes

Wenig Training in den vergangenen Wochen, müde und schlechtes Wetter: So ganz ist das nicht die ideale Kombination, wenn man an einem Rennen teilnehmen möchte. Aber angemeldet ist angemeldet und daher geht es nach Gippingen, um an der 9. Axpo Aare Rhein Classics – Light Etappe teilzunehmen. Am Start scheint zwar noch die Sonne, aber sehr dunkle Wolken lassen für die 3 Runden à 18.87 km, Total 56.6 km und den 708 Höhenmeter nichts gutes Erwarten. Schon am ersten Anstieg fängt es an zu regnen. Dementsprechend ist auch im weiteren Verlauf der ersten Runde das Tempo mäßig. Keiner scheint bei den schwierigen Verhältnissen einen Fluchtversuch wagen zu wollen.

Auch in der zweiten Runde kann ich sodann den Anstieg gemeinsam mit der Spitze des Feldes erklimmen. Oben kommt dann endlich Bewegung ins Feld. Zwei Fahrer setzen sich vom Feld ab. Als ein Dritter den Beiden nachsetzt, fasse ich mir ein Herz und hänge mich dran. Schnell können wir eine ordentliche Lücke zum Feld herausfahren. Trotz Nässe treten wir ordentlich in die Pedale und absolvieren die Abfahrt sehr zügig. Das Feld ist bereits nur noch auf sehr langen Geraden sichtbar. Ein Fluchtversuch könnte also glücken. Einer kann das Tempo jedoch nicht halten und fällt zurück. Bei uns Übrigen spielt sich schnell das Ablöse-Fahren ein. Mit der zweiten Zieldurchfahrt haben wir einen ordentlichen, aber nicht komfortablen Vorsprung. Dementsprechend müssen wir die letzte Steigung hochdrücken. Kurz unterhalb der Kuppe spüre ich zum ersten Mal meine Beine. Der Puls hämmert im Kopf und eigentlich würde ich am liebsten einfach vom Velo steigen. Ich muss fast abreissen lassen, kann mich aber nochmals motivieren und komme gemeinsam mit den beiden anderen Fluchtfahrern über den Berg. Auf der Abfahrt halbwegs erholt, nähern wir uns dem Ziel. Das Peloton ist schon lange nicht mehr sichtbar und hat über 2 Minuten Rückstand, sodass das Podium unter uns ausgemacht wird. Wir passieren (bei mittlerweile deutlich besserem Wetter) die Flamme Rouge. Als Dritter bin ich an idealer Position um den Sprint aus dem Windschatten lancieren zu können. 300m vor dem Ziel löse ich mich aus dem Windschatten und überhole beide. Ohne mich umzudrehen sprinte ich auf das Ziel zu und überquere mit explodierenden Beine die Ziel-Linie… Erster!

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