Konditionstraining – Gymnastik – Pilates – Erlebnisbericht eines «Wiedereinsteigers»

Von Roland Wüthrich

Motto: Lieber spät als Nie!

Nach 3 Jahren Unterbruch vom Turnen (so hiess das früher!) traf ich H.J.K. aus B. Wir tauschten so die üblichen Floskeln aus. Und auf die Frage: Wie geht es Dir? legte er los. Er sei in Superform am Berg, Kraft wie noch nie im Leben, dank dem Fitnesstraining im Veloclub mit Sonja. Wie ich ihm so zuhörte, musste Federico Bahamontes – der «Adler von Toledo» (6facher Gewinner der Bergwertung TdF) ein Huhn mit gestutzten Flügeln gegen ihn sein.

Ich hatte die Begegnung bereits wieder vergessen und traf U.Z. aus R.« Kommst Du nicht mehr ins Konditionstraining?» fragte er mich. «Du meinst Turnen und Spielen?». Vergiss es, Wir haben Sonja – eine knallharte Fitnesstrainerin mit Waschbrettbauch. Da würde sich Daniela Ryf direkt bei den Weight Watchers anmelden, wenn sie Sonja sieht!!!.

Aha, so etwas oder ähnliches habe ich doch schon gehört. Da meine beiden Kollegen eher die Tendenz zum Übertreiben haben, wollte ich mir doch ein eigenes Bild vor Ort machen. Die Woche danach machte ich mich mit neuen Turnschuhen im Sportgepäck auf den Weg ins Bäumlihof. In der Garderobe die Begrüssung. Die Meisten kennen mich noch, in der Turnhalle dann die Begrüssung durch Sonja.

Ich will auf keinen Fall auffallen. Daher diskret die Matte im «toten Winkel» von Sonja legen. Die Musik wird gestartet und los geht’s mit Hampelmann, Rumpfbeugen etc. Keine 30 Sekunden Pause und Sonja, immer mit einem Lachen im Gesicht, macht die ganzen Übungen vor und mit. Mir bleibt das Lachen langsam weg. Ich mache kurz Pause (bin ja im «toten Winkel») – schon tönt es: Roland, Beine im rechten Winkel und keine Pause! Sch...... Wie konnte sie das sehen??? Und vor allem: Sonja weiss schon meinen Namen.

Meine 400 Diensttage sagen mir: Das ist nicht förderlich, wenn Du jetzt schon auf dem Radar deines Vorgesetzten und Ausbildners bist. Also Beine hoch, keine Müdigkeit vortäuschen und das Ganze mit Haltung durchziehen – es dauert ja nur noch 45 Minuten bis zum Spielen.

Es folgen noch diverse Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur. Sonja ist unerbittlich und ohne Pause voll dabei, beobachtet Jeden und Jede und korrigiert bei falscher Ausführung.

Ich bin froh, dass es endlich 20 Uhr wird, denn ich bin fix und foxi. Trotzdem spiele ich noch eine halbe Stunde Unihockey. Das gehört für mich dazu und macht mir grossen Spass.

Nun besuche ich wieder regelmässig das Fitnesstraining und kann Alle nur dazu ermuntern. Ein Einstieg ist jederzeit möglich und vor allem wäre es sehr toll, wenn auch junge Mitglieder/innen teilnehmen würden. Ich vermisse sie hauptsächlich beim Spielen im Unihockey, weil viele Kollegen die Dusche dem Spiel vorziehen.

Natürlich gehört der anschliessende Treff zu einem Drink oder einer Pizza dazu, um den Abend gemütlich abzuschliessen.

Der Wiedereinsteiger, Roland Wüthrich