Rennbericht vom Radklassiker Eschborn–Frankfurt

Von Gabriel Trickes

Nach der Regenschlacht von letztem Jahr schaute ich schon mit misstrauischem Blick auf die Wettervorhersagen. Der Sommer will wieder noch nicht so recht dieses Jahr. Es ist auch dieses Jahr wieder kühl: beim Start hat es auf dem grossen Feldberg gerade einmal windige 2 Grad, immerhin scheint die Sonne.

Wie immer geht es rasant durch die Hochhausschluchten des Frankfurter Bankenviertel. Das Feld ist sehr unruhig und es ist viel Sorg zu den vorausfahrenden Velofahrern zu geben. Bis zum Fusse des Feldberges fahre ich ohne Mühe vorne mit; im Anstieg falle ich leider aber doch vorne raus und finde mich im Niemandsland zwischen den Feldern und muss fortan mit drei bis vier anderen alleine den Taunus durchqueren. Nach dem Erklimmen des Feldbergs, welcher heute der höchste Punkt mit ca. 730 m ist, geht es mit einigen teils sehr steilen Stichen wieder zurück Richtung Frankfurt.

Leider hatte ich mich für die grösste Runde namens „Extrem“ entschieden und so heisst es nochmals links nach Mannolshain abzubiegen. Der Stich macht dem Namen alle Ehren und zeigt mir meinen Trainingsstand auf. Nach annähernd 90 km in deutlich unter 2 ½ h ziehen mir die 15% richtiggehend den Stecker. Hilft aber nichts: ich drücke, wenn auch mit schweren Beinen, den Stich hoch. Oben angekommen muss ich glücklicherweise nicht mehr überlegen, ob ich absteigen soll, denn es geht in rasanter Fahrt bergab Richtung Ziel, das ich bei Kilometer 100 nach 2:48 h erreiche.