Samschdigstour 04.11.2017

Von Kurt Kaiser

Wird es die letzte Ausfahrt, in diesem Jahr, sein? Gewitterhaft, 16 Grad, sind vorausgesagt. Der Wetterfrosch zeigt auf dem Radar, kaum sichtbar, ein klein wenig Regen an. Mehr Regen soll erst nach 19 Uhr kommen. Eigentlich nochmals ein idealer Velotag, wenn…

Wer fühlt sich noch fit, nach dem tollen VCR-Saisonschlussessen vom Freitagabend? Von den Angetretenen sind es lediglich 3 Bruno, Heinz, Kurt sowie Martin und Hanspeter (Gastfahrer). Wir beschliessen Richtung Riedlingen zufahren und den Rückweg über Tannnenkirch zu nehmen. Alles Weitere wird sich dann ergeben.

Schon bei der Fahrt hinunter zur Wiese sieht man in weiter Entfernung leichte Striemen am Himmel. Das könnte Regen sein. In Fischingen spüren wir die ersten Tropfen im Gesicht und auf der Kleidung. Es kann nur ganz wenig Regen sein. Was den Bauer, mit Traktor und Anhänger, bewog sein Gefährt trotz nahenden Fahrzeugen vor der Kreuzung (Baselblick) und vor uns, auf dem Radweg, zu stoppen, wird wohl nur er wissen. Rücksicht sieht etwas Anders aus. Auf die Bemerkung ‚besten Dank‘ kam eine Schimpftirade zurück. In Egringen wird die Strasse doch schon leicht nass. Für Bruno eindeutig zu viel und er biegt rechts ab, in die Steigung zurück nach Fischingen. Zurück in Riehen liess sich sicher das Veloputzen dennoch nicht vermeiden. Ausgangs Egringen stoppt die Gruppe zur Beratung. Richtung Blauen eher dunkel und sieht nach Regen aus, nicht stark, jedoch genug um nass zu werden. Wir beschliessen die Räder zu drehen und Richtung Rhein zu fahren.

Die komplette Strecke der Tour

Tatsächlich, der Regen stoppt nach nur wenigen Metern und der Himmel hellt sich auf. Fahren wir noch nach Bad Bellingen und kehren alsdann. Doch das wird nicht zum Thema. Die Wettersituation verbessert sich derart, dass wir diskussionslos weiter fahren nach Schliengen, Liel und die Steigung hinüber nach Riedlingen und danach noch nach Kandern unter die Räder nehmen. Von Kandern zurück werden wir darin bestätigt, dass wir den richtigen Entscheid, in Richtung Rhein zu fahren, getroffen haben. Denn der Radweg in Richtung Binzen ist teils noch nass. Dass um diese Jahreszeit die Bauern die Felder bearbeiten und die letzten Erträge einbringen wird uns etwas zum Verhängnis. Bald sind unsere Rennräder verdreckt und an ein enges Hinterradfahren ist auch nicht mehr zu denken. Entsprechend sieht auch bald unsere Kleidung aus. Bei trockenen Strassenverhältnissen fahren wir über Binzen nach Riehen.

Doch wer denkt, dass wäre es gewesen, täuschte sich arg. Richtung Chrischona sehen wir eine Regenwand. Heinz nimmt bei der Wiesenbrücke gleich die Diretissima in Richtung Lange Erlen resp. Basel. Die übrigen drei fahren Richtung Dorf. Ein Kaffee zum Abschluss der Samschdigtour wäre doch angebracht. Bei leichtem Regen gelangen wir zum Sängerstübli, stellen die Räder unter die Sonnenschirme. Doch eigentlich wäre es wohl angebrachter gewesen, die Velos nicht unter ein schützendes Dach zu stellen. Denn was kam, noch bevor wir ins Lokal eingetreten sind, war ein heftiger Regenguss. Der hätte die schmutzigen Räder zumindest etwas abgewaschen. Armer Heinz, der jetzt wohl irgendwo in den Lange Erlen unterwegs ist…

Anstatt der angesagten 50 km haben wir doch 65 km zurückgelegt. Davon zumindest 60 km bei idealsten Bedingungen. Jetzt ist Veloputzen angesagt. Wird dies zur Saisonschlussreinigung?