Samschdigstour 07.10.2017 – Herbst

Von Kurt Kaiser

Es herbstet sehr. Die Temperatur soll auf maximal 14/15 Grad steigen, aber trocken bleiben. Wenigstens das. ‚Lang‘ ist dennoch, zum ersten Mal, angesagt.

Acht treffen sich zu dieser Herbstfahrt: Bruno, Mike, Andi (schön wieder einmal mitzufahren), Sonja (als Vertreterin der Frauenphalanx), Martin, Heinz, Gianni und Kurt. In gemässigtem Tempo, das lässt Einigen bei weitem genügend Luft für einen ausgiebigen Schwatz, fahren wir hinauf nach Inzlingen/Waidhof und danach die kurvenreiche, schöne Strecke Richtung Adelhausen. So bekommen wir schon auf den ersten km warm. Im Wald ist es allerdings etwas kühl. In der Abfahrt Aufpassen auf allfällige nasse Stellen und Laub auf der Strasse, sind mahnende Worte. Doch es bestanden keinerlei diesbezügliche Gefahren.

Via Steinen fahren wir ins Kleine Wiesental. Auf dem Radfahrweg in Richtung Weitenau macht Sonja vorne das Tempo und dies nicht zu wenig. Frauenpower! ‚Keiner löst mich ab!‘ Für das gibt es ungeschriebene Gesetze, wie eine Bewegung mit dem Ellbogen resp. Arm, und seitwärts Ausscheren und das Tempo zurücknehmen. Vorher ein kurzer Blick nach hinten, um sich über die Position des Nachfolgenden, zu orientieren, kann nicht schaden (nicht alle beherrschen das Windschattenfahren aus dem ‚ff‘). In einem Rennen hätte ich mich gefreut, dass jemand so lange führt und dies vor einer Steigung. Der greift in der Steigung sicher nicht mehr an…

Die anschliessende Steigung zum Kirchlein von Hofen und danach auf die Scheideck meistern alle sehr gut. Ein jeder hat seinen Fahrstil. Das starke Wippen mit dem Oberkörper, insbesondere in Aufstiegen, ist oft ein Indiz, dass die Kraft beim nach unten treten auf die Pedale gebracht wird. Ideal, wenn auch eine Kraftübertragung auf die Pedale beim hoch ziehen erfolgen würde. Nur so ist es möglich, einen runden, geschmeidigen Tritt, auch am Berg zu fahren. Das wirkt sich auch auf die Kadenz und Geschwindigkeit aus.

In Wollbach weichen wir von unserer üblichen Route ab. Wir fahren ins Tal nach Nebenau/Egerten, zum Kreiterhof. Dahinter fängt ein Paradies für MTB-Fahrer an, denn es ist das Ende der geteerten Strassen. Noch eine kurze steile Rampe und wir sind beim Kreiterhof. Eine Weinschenke, Museum, Trödler- oder Abfallsammelstelle? Man muss es gesehen haben. Unglaublich, was da an Gegenständen aus Ur- und Grossmutterszeiten zu sehen sind. Von der mobilen Schnapsbrennerei, Traktoren bis zu simplen Haushaltgegenstände ist alles zu bestaunen. Ein Besuch lohnt sich .

Offenbar hatten einige, noch viel Saft in den Beinen oder man hat sich beim Aufenthalt derart gut erholt, dass die Rückfahrt nach Riehen recht rasant verlaufen ist. Angekommen sind wir immerhin alle zusammen. Auch wenn wir leicht von der ursprünglich geplanten Strecke abgewichen sind, wurden doch noch 60 km zurückgelegt. Wichtig: es war schön und hat viel Spass gemacht.

Zwischenhalt im Kreiterhof