Samschdigstour 09.06.2018 – Hitze und Respekt vor Gewittern

Von René Altorfer

Es mag an der Hitze oder an den zu erwartenden Gewittern gelegen haben, dass sich nur gerade neun Radler um 13:00 auf dem Gemeindeplatz einfanden. Von den Neunen entschied sich einer dann noch anders, so dass sich deren acht Fahrer, nämlich Kurt, Claude, Harald, Hanspeter, Pascal, Mike, Marco und der Schreiberling (René) in gemächlichem Tempo hoch nach Inzlingen bewegten. Nach einem eher unangenehmen Stück auf der stark befahrenen Hauptstrasse bogen wir in die schöne Waldpassage in Richtung Adelhausen ab. Die Wegscheide vor Adelhausen bot ein erstes Mal einen Blick nordwärts in den Schwarzwald, wo wir eigentlich hinwollten. Doch was wir sahen war wenig erbaulich: Pechschwarze Wolken türmten sich über den Gipfeln und vereinzelt war Regen zu erkennen. Also schlägt der Schreiberling vor, lieber ins noch helle Rheintal runter zu fahren und via Möhlin den Sonnenberg in Angriff zu nehmen.

Nach der Traverse durch das wunderschöne Schlossareal Beuggen (bei Karsau) und der Überquerung des Rheins über das neue Kraftwerk bei Möhlin schwappte bei einer 3er Gruppe das erste Mal der Energielevel hoch, was zu einem veritablen Sprint Richtung Möhlin führte. Leider lagen dort auch ein paar Steine auf der Strasse, so dass Claude, einer der Mitsprinter, die Aktion mit kaputtem Schlauch und gerissenem Mantel abbrechen musste. Gottseidank waren wir unweit eines Radgeschäfts in Möhlin, und konnten nach einer kurzen Geldsammelaktion den Schaden reparieren lassen, und die Fahrt nach ca. 30 Minuten fortsetzen.

Auf der Rampe hoch zum Sonnenberg durften sich dann die Bergflöhe erstmals in Szene setzen, oder mit anderen Worten, Pascal und Harald flogen hoch, und der Schreiberling konnte den Abstand mit seinen letzten Energiereserven in Grenzen halten. Auf dem schönen Sonnenberg (siehe Foto) entschieden wir uns, uns in Maisprach zu teilen: Kurt, Mike und Marco sollten via Rheinfelden Riehen anpeilen, währen sich Hanspeter, Harald, Pascal, Claude und der Schreiberling für eine Zusatzrunde via Buus, Buuseregg, Gelterkinden und Sissach entschieden. Der Anstieg von Buus auf die Buuseregg, in der prallen Nachmittagssonne, und bei gefühlten 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit, war mörderisch. Zum Glück hatte Pascal ein Einsehen und belieferte den Schreiberling mitten in der Steigung mit frischem Brunnenwasser! Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle – ich glaube ohne Wasser hätte ich es nicht mehr geschafft.

Wer nun glaubt ab Buuseregg wäre eine gemütliche Heimfahrt gefolgt, täuscht sich gewaltig. Ab Gelterkinden wurde gebolzt was das Zeug hielt – und zwar bis quasi vor die Haustür. Unter dem Tempodiktat von Hampe und Pascal war die 4 auf dem Tacho eher die Regel als die Ausnahme. Ziemlich ausgepumpt kamen wir dann gesund und glücklich zu Hause an, und durften uns über 71 gefahrene Km, 800 überwundene Höhenmeter, einen Schnitt von knapp 25 Km/h und «last but not least» über eine ganz tolle Hochsommertour im Trockenen freuen.

Der Regen folgte dann auch noch, aber da waren wir alle schon in unseren guten Stuben, frisch geduscht und gepudert.