10. Samschdigstour — Riehen–Nordschwaben–Wieslet–(Endenburg)–Schlächtenhausen–Steinen–Riehen

Von Kurt Kaiser

Via Hörnli Radweg gelangen wir direkt nach Grenzach. Der Quartierverkehr hält sich in Grenzen. So kommen wir recht gut voran. In Degerfelden sind die Baustellen im Dorf aufgehoben. Die Durchfahrt schaffen wir diesmal ohne Problem, wenn da nicht der Autofahrer gewesen wäre, der recht knapp an der Gruppe vorbei wieder eingebogen ist. Hat er vergessen, dass er an seinem Auto noch einen Anhänger angehängt hat? Es war lediglich ein Fast-Problem, Glück gehabt. Die Steigung hinauf nach Nordschwaben eigentlich gut zu bewältigen. In der noch ungewohnten Wärme wird man dennoch gefordert. Brav wird auf der Höhe der Steigung gewartet, bis auch das Grupetto aufgeschlossen hat. Danach die schöne Abfahrt nach Schopfheim. Ohne Autos wäre es noch schöner gewesen.

Einmal mehr kam die Einsicht, dass es nicht wichtig ist, was A sagt, sondern was B versteht. Die Abmachung, wir stoppen beim Brüggli, war nicht für alle klar. Welches Brüggli? Grund der Stopps waren Ankündigungen im Vorfeld, dass gewisse Verpflichtungen warten, weshalb nicht die ganze Tour mitgefahren werden kann. Die Direttissima, das Wiesental hinunter wurden von René, Isabelle und Alice, wie auch von Mike wahrgenommen. Alice muss doch noch ihren Marc Dumoulin im Fernsehen resp. Giro verfolgen. Sorry, Alice. Es hat nicht gereicht. Fromme konnte nicht vom Thron gestossen werden. Verglichen mit dem umstrittenen Froome hat Dumoulin sicher nicht nur wegen seines Aussehens, sondern insbesondere wegen seiner ästhetischen Fahrweise den Schönheitspreis gewonnen. Wir vergeben ihm diesen Preis unumstritten.

In Wieslet wird die Gruppe nochmals gesprengt. Daniela und Kurt schenken sich den Aufstieg nach Endenburg und steuern via Schlächtenhausen Steinen an. Mit Ausnahme von Martin fährt die Gruppe von Hofen hoch nach Endenburg. Martin fährt ihnen via Scheideck von der anderen Seite entgegen. Die zügige Fahrt nach Steinen wird abrupt gestoppt. Daniela hat wieder einen Hinterraddefekt. Für etwas hat man ja schliesslich einen Domestiken bei sich. So übt man sich wieder im Schlauchwechseln. Dabei wird einem bewusst, in was für einem Tempo auf dieser Strasse Autos und Motorräder vorbei rasen. Es ist einem am Strassenrand unheimlich und sehr ungemütlich.

Auf dem Rückweg der Wiese entlang kommen wir zum kleinen Beizli. Hier machen wir einen Halt und warten auf die Berggeister. So wurde es vor der Trennung abgemacht. Nach einiger Zeit kommen sie daher geradelt und sind mehr als froh, eine Ruhepause einschalten zu können und etwas Kühles zu trinken. Danach die gemeinsame, zügige Rückfahrt nach Riehen, zum Zollhaus, an der Wiesebrücke.

Eine schweisstreibende und schöne Ausfahrt!

Wetter
sonnig, warm bis 30°C
TeilnehmerInnen
Daniela, Sonja, Alice, Isabel, René A., Urs, Peter, Gianni, Martin, Bruno, Hanspeter, Mike und Kurt.