Samschdigstour 15.04.2017 – Die ereignisreiche Ausfahrt

Von Kurt Kaiser

13 begeben sich auf die angesagte Ausfahrt. Eine Unglücks- oder Glückszahl? Es scheint, dass niemand abergläubisch ist. Auch wenn der wunderbare Sonnenschein der vergangenen Tage, ja Wochen, vorbei ist, haben wir mit dem Wetter Glück. Zwar tröpfelt es leicht beim Start, doch auf dem weiteren Weg werden wir vom Nass von oben verschont. Weniger Glück hatten wir mit der Defekthexe, doch von Unglück zu reden, wäre auch übertrieben.

In Aesch machen uns die Störche Konkurrenz. Die sind in einer weit grösseren Gruppe unterwegs. Wie kommen die nur zusammen und in so grosser Zahl, um die besten Futterplätze zu finden? Nach einer Fahrt fast ausschliesslich auf Neben- oder Radwegen kommt in Leymen der erste kurze Aufstieg Richtung Hagenthal. Ein paar Wenige lassen ihre Muskeln spielen, allen voran Markus und Gianni. Sie bewältigen den Anstieg zweimal, während einige noch am Kämpfen sind. Oben wird anständig auf einander gewartet. Aus dem Nichts erhöht Peter die Teilnehmerzahl auf 14. Vorbei ist es mit der Unglückszahl 13. Ein gutes Omen? Die kurzen Zwischenabfahrten werden von Daniela und Andy genutzt um mit ‚Speed‘ in die Gegensteigung zu fahren. Doch der Schwung reicht bei Weitem nicht aus, auf die nächste Kuppe zu kommen.

Folgensbourg der höchste Punkt unserer heutigen Tour. Allerdings fehlen zwei. Defekt oder gar Sturz? Letzteres eher unwahrscheinlich. Es gab ja keine schwierigen Hindernisse oder Abfahrten. Urs trifft einen Bekannten. Gesprächig wie er ist, dauert es etwas länger… und ausser Sichtweite ist das Peloton. Während wir von Hagenthal direkt Folgensbourg ansteuern, nimmt er die Steigung Hagenthal-Bettlach-Césarhof unter die Räder. Mit etwas Verspätung trifft auch er auf der Höhe ein. Sonja hat nochmals umgekehrt. Diese Besorgnis hätte sie sich sparen können, was sie allerdings für ihr Gruppendenken ehrt. Gemeinsam nehmen wir die Abfahrt Richtung Rheinebene in Angriff. Flott geht es voran. In Barthenheim ein Aufschrei ‚Defekt‘. Peter ist der Unglücksrabe. Eine Lücke zwischen Strassenbelag und Schachtdeckel wurde ihm zum Verhängnis. Es dauert doch einige Zeit bis der Defekt behoben ist. Endlich geht es weiter. Urs schlägt vorne ein zügiges Tempo an und es dauert bis La Chaussée, bis die Meldung zur Spitze durchdringt, dass Vier fehlen. Haben sie eine Abzweigung verpasst oder hat die Defekthexe wieder zugeschlagen? Ein liebenswerter Elsässer-Automobilist hält an und informiert, dass ein paar gleich Bekleidete in Bartenheim einen Defekt beheben. René, Gianni, Peter und Urs begeben sich auf die Suche der Vermissten, während die Anderen beschliessen, die Fahrt via Kraftwerk Kembs bis zum Hafenbeizli fort zu setzen. Die Routenplanung erweist sich insofern als richtig, weil man auf der Rheinstrasse in Rosenau in den Startvorbereitungen für einen Strassenlauf ist. Man erlaubt uns nur die Weiterfahrt Richtung Kembs. Gemütlich sitzen Daniela, Christine, Nina, Andy, Martin und Kurt bei Kaffee und Kuchen, als uns die Mitteilung, über Natel, zukommt, man befände sich an der Grenze in St. Louis. Also fahren wir getrennt nach Hause. Was war geschehen? Sonja erlitt einen Speichenbruch. Bei der Wegfahrt in Bartenheim verklemmt sich die Speiche mit Kette und Rad. Ein Sturz war die Folge. Nur, vorne wurde das nicht wahrgenommen und die Rufe blieben ungehört. Markus konnte endlich beweisen, dass seine prall gefüllte Satteltasche einen Sinn macht. Mit einer mitgeführten Zange wurde der Schaden notdürftig behoben. Danach kam es, wie es kommen musste. Beim nächsten Kreisel wurde abgebogen, Richtung Blotzheim. Die Gruppe Urs vermutete dies und so fand man sich wieder, ausser René. Der war etwas zurück und weil der nächste Kreisel kam, mit ‚multiple choice‘-Fahrtrichtungen, traf er die falsche Wahl und somit resultierte eine einsame Rückfahrt nach Riehen.

Das Positive an dieser ‚Samschtigtour‘, ausser ein paar wenigen Tropfen zu Beginn, hatten wir keinen Regen, während in Weil und Riehen offenbar einiger Regen gefallen ist. Trotz allem, eine erlebnisreiche und schöne Tour. Nur so nebenbei: Strecken- resp. Kartenstudium vor der Ausfahrt kann sich lohnen…

TeilnehmerInnen: Christine, Daniela, Nina, Andy, Martin und Kurt (via Hafenbeizli), Sonja, Johanna, Gianni, Peter, Heinz, Markus, Urs (via St. Louis), René (via Village-Neuf). Strecke:Riehen-Aesch-Leymen-Hagenthal-Folgensbourg-Bartenheim-Rosenau-Haltingen-Riehen. 77 km, 486 hm.