14. Samschdigstour 15.06.19 – 4 – 3 – 4

Von Hanspeter Brack, Fotos von André Fürbringer

Ein geniales neues Spielsystem des FC Basel, derzeit von kreativer Vereinsführung nur so strotzend, ist damit gewiss nicht gemeint. Die Zahlenabfolge beschreibt lediglich die die Mannschaftsstärke vom vergangenen Samstag, vier minus eins gleich drei plus eins wieder vier. Als Quartett starteten in Riehen André, Bruno, Volker und ich.

Auf direktem Weg, sprich Grenzacherweg inklusive unbefestigtem Abschnitt, ging es über die grüne Grenze nach Grenzach, wo für wenige Kilometer deutscher Boden befahren wurde. Nach Überquerung des Kraftwerkes Kaiseraugst, welches nach Wartungsarbeiten wieder ohne Behinderung befahren werden kann, standen die ersten Höhenmeter an und damit ein Novum im Radsport.

Bruno trat die Rückfahrt an und wurde, das wussten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht, schon bald durch einen Ersatzfahrer ausgewechselt. Bereits in Füllinsdorf kam uns nämlich ein bekanntes Gesicht entgegen. Martin Wüthrich befand sich aufgrund eines kleinen Eingriffes auf Rehatour. Nach einem kurzen Boxenstopp mit Lagebesprechung erklärte er sich spontan bereit als Auswechselfahrer für Bruno einzuspringen.

Nun wieder zu viert wurde die Fahrt zum äussersten Zipfel des Baselbietes, welche uns in der Folge durch Sissach, Gelterkinden und Rothenfluh führen sollte, fortgesetzt. Mit der Steigung vor Ammel (Anwil) wartete eine nicht sehr lange aber doch respektable Wand auf uns. In Belgien würde man sie wahrscheinlich ehrfurchtsvoll mit Mur bezeichnen. Mit mächtig Druck auf den Pedalen war sie aber ohne nennenswerte Zeitabstände in Kürze bezwungen. Selbst Martin, noch zu dosiertem Krafteinsatz gezwungen, folgte unmittelbar hinter dem Spitzentrio.

Die Abfahrt nach Kienberg, bestehend aus einer Mischung von altem mit neuem Strassenbelag, wurde mit Augenmerk auf Sicherheit absolviert. Ab da ging dann aber die Post ab. Die bis Frick, das ganze Tal hinunter, leicht abfallende Strasse lädt geradezu zum Tempobolzen ein. So flog dann die Strecke, Vorderrad an Hinterrad, im 45 Km/h Tempo an uns vorbei. Zum Leidwesen eines Lastwagenfahrers liessen wir einen Veloweg von ca.500 m Länge, dessen Einfahrt in diesem Tempo einfach nicht zu bewältigen ist, rechts liegen. Sicher nicht ganz korrekt. Das gab man uns aus dem Fahrzeug heraus auch zu verstehen, wobei lediglich Veloweg der einzige zu verstehende Ausdruck war. Genügend Raum zum Überholen war vorhanden, gebracht hat es ihm nicht viel. Statt unmittelbar hinter uns befand er sich halt nun unmittelbar vor uns.

Ab Frick haben wir den Veloweg nach Eiken dann auch gerne wieder benutzt. Für André, der noch einen fixen Termin hatte, wurde die Zeit langsam knapp. Wir entschieden uns deshalb für den weiteren Heimweg die «Direttissima» über die Hauptstrasse von Eiken bis Möhlin zu nehmen. Dabei war die langgezogene Steigung vor Möhlin langsam deutlich zu spüren und vor allem Martin, der an diesem Tag weit über 100 Km hinter sich gebracht haben wird, konnte das Tempo nicht ganz halten.

In Möhlin riet ich André ohne uns zuzufahren um gemeinsam mit Volker auf Martin zu warten. Bis Schweizerhalle, wo sich Martin dann ausklinkte um via Muttenz nach Hause zu fahren, änderte sich an dieser Gruppenzusammensetzung nichts mehr. Volker, der noch über Reserven verfügen konnte, sorgte weiterhin für zügiges Tempo. Da konnte ich natürlich nicht nachstehen und so kam es, dass wir nach passieren des Kraftwerkes Birsfelden wieder zu André aufschliessen konnten.

Somit erreichten wir als Trio, nach 92 km und 816 hm unseren Ausgangspunkt.