19. Samschdigstour 04.08.2018 – Hitzefahrt

Von Kurt Kaiser

Was für ein Sommer, heiss, heiss! Seit mehreren Wochen kaum ein Regentropfen. Die für Samstag angesagten 36 Grad Wärme führen dazu, dass wir die Ausfahrt auf 08 Uhr verlegen, sodass wir vor Mittag wieder zu Hause sind. Eine weise Massnahme. Auf der Fahrt zum Dorfplatz, den Kohlistieg hoch, könnte man meinen, dass wir im tiefen Herbst sind. Unglaublich was da an Laub am Strassenrand liegt. Wie ich später vernehme, wurde der Kohlistieg auch in der Tagesschau des Fernsehens gezeigt. Alles leidet unter der Hitze. 8 Velozipeden, -zipedinnen, finden sich dennoch zur samstäglichen Ausfahrt ein. Die Frauen geben offensichtlich die Antwort, auf die Frage im letzten Bericht ‚wo bleiben die Radsportdamen‘? Johanna, Daniela und Sonja geben den männliche Fahrern Geleit, welches sind: Bruno, Hanspeter, Martin, Kurt und als Gast Daniel (VC Spalen).

In Anbetracht der Hitze wurde ein schattiger Parcours ausgewählt. Wir fahren über Weil auf die französische Seite, Richtung Kembs, dem Rhein-Rhône Kanal entlang, danach zurück durch die Elsässer Hard. Schon bald übernimmt die ‚Lokomotive‘ Hanspeter das Kommando, heute mit einem Nostalgie-Stahlrahmen. Wunderschön! Die feinen Stahlröhrchen eine Augenweide. Das Tempo auf dieser topfebenen Strecke nicht langsam, was natürlich zu befürchten war. Oder war dies die moderate Geschwindigkeit, welche seitens des Tourenleiters gebeten wurde? Weil ein zügiges Fahren doch auch Spass macht, hat sich niemand beschwert. Hektik kam nur einmal kurz auf. Ein Schachtdeckel, mit etwas viel Niveauunterschied, wurde nicht angezeigt. Es schepperte, aber zum Glück kein Reifenschaden.

Weiter voraus kommt eine Radfahrergruppe in Sicht, dahinter ein einzelner Fahrer, mit weiss/blauem Trikot. Carmelo wartete auf der Strecke auf uns. Kurz danach schliessen wir zur vorderen Gruppe auf, Der VC Paloma Basel ist auch auf einer Ausfahrt. Einige Gesichter sind uns bestens bekannt, u.a. auch unser Doppelmitglied Ronald. Entlang des immer wieder wunderschönen Radweges entlang des Rhein-Rhône-Kanal fahren sie mit uns mit. Doch hinten hinaus dürften wohl einige Probleme gehabt haben, mit zu halten. Sie haben Habsheim angesteuert und danach den Rückweg, wohl entlang der Strasse Mülhausen-St.Louis, gefahren. Unsererseits haben wir den Rückweg, im Schatten der Bäume, in der Elsässer Hard gewählt, in weiser Voraussicht. In der Hard kommen wir zu einer ungeplanten Verschnaufpause. Hanspeter fehlt. Die Defekthexe hat bei ihm zugeschlagen.

Über das Stauwehr Kembs peilen wir das Hafenbeizli am Kanal an und beschliessen die Ausfahrt mit einem kühlen und verdienten Erfrischungstrunk. In Haltingen zeigt uns Gastfahrer Daniel eine neue Variante, um unter der Eisenbahnbrücke durchzukommen. Diese Variante, auch wenn verkehrstechnisch für Radfahrer vorgesehen, dürfte kaum in zukünftigen Streckenplänen Aufnahme finden. Daraus resultierte letzten Endes noch eine kurze Fahrt Naturweg, um auf den Friedhofweg zu gelangen, sehr zum Unverständnis von Johanna. Ihr sauberes Rennrad hätte staubig werden können. Gastfahrer Daniel gönnte sich noch eine Zusatzschlaufe nach Kandern. All die Anderen nach der 75 km Fahrt wohlbehalten in Riehen zurück.

Schweisstreibend, aber schön war's.