Samschdigstour 22.04.2017 – Kein Ereignis?

Von Kurt Kaiser

Da meint doch einer, heute ist es einfach einen Bericht zu schreiben, es hat ja keine Vorkommnisse gegeben. Dennoch zum Schreiben des Berichtes macht sich keiner stark…

So ganz ohne Ereignisse war es dann doch nicht! 13 FahrerInnen haben sich auf dem Gemeindeplatz eingefunden, obwohl das Wetter doch recht kühl geworden ist. Ein unbekanntes und doch bekanntes Gesicht findet sich ein. Sehr erfreulich! Sein Outfit rennmässig ausgerichtet und es täuscht nicht. Angeschrieben mit ‚RSC Aaretal Münsingen‘ bestärkt den Insider in dieser Annahme. Micha, sein Name. Er hat 2010 das Riehener Kriterium bestritten. Der Name richtig geschrieben? Auf der Rangliste 2010 findet sich ein Fahrer mit Namen, Micah. Schreibfehler? Hoffentlich können wir das bei einer der nächsten Ausfahrten klären.

Für die heutige Ausfahrt ist folgende Strecke vorgesehen: Riehen-Grenzach-Nollingen-Schwörstadt-Dosenbach-Schopfheim-Wieslet-Schlächtenhaus-Steinen-, ca. 70 km, mehrheitlich flach, sanfte Hügel. Um es vorweg zu nehmen, es wurden 69 km, 465 hm. Zur Fahrt angetreten sind: Sonja, Nina, René (der Ältere), Heinz, Micha/Micah, Urs Z., Urs R., Hansjörg, Marco V., Markus, Bruno, Jean-Claude und Kurt. In Grenzach schert Jean-Claude leider bereits aus der Gruppe aus. Schaltdefekt. Die Kette lässt sich nicht mehr auf das kleinere Kettenblatt umschalten. Die bevorstehenden Steigungen hätte er auch, zur Not, mit dem grossen Kettenblatt bewältigen können. Schade! Zum Glück konnten wir mehrheitlich auf Neben- oder Radwegen bis Schwörstadt fahren. Auf den Hauptstrassen sind die Autofahrer teils doch recht schnell unterwegs und die Velofahrer werden zum gefährlichen Hindernis.

In Schwörstadt kurze Verwirrung, um die Abzweigung hinauf Richtung Dossenbach zu finden. Eine sehr angenehme Steigung, die auch von den älteren Semestern oder schwächeren BergfahrerInnen, ohne grosses Leiden bewältigt werden kann. Eine kurze Verschnaufpause auf der Anhöhe benützt Bruno für einen Angrifft. In Riehen ist er wohl Solo angekommen. Über Wieslet gelangen wir zum Schillighof. Wen wundert‘s, dass die Frontfahrer die Bremsen ziehen. Der Halt wird geradezu erzwungen. Der Schillighof neuerdings bereits ab 14 Uhr geöffnet. Für die Grossgewachsenen ist die Einkehr mit Gefahren verbunden. Der Eintritt in die alte Gaststube ist nur in gebückter Haltung möglich. Nebst einem Erfrischungsdrink ist es naheliegend, dass in einem solchen Beizli auch hausgemachter Kuchen angeboten werden, was einen Hungerast vermeiden lässt. Für den Schreiberling ist dies allerdings etwas unverständlich. Nebst Ersatzschlauch, Pumpe gehört doch auch mindestens ein Riegel mit auf eine Ausfahrt resp. in die Verpflegungstasche. Etwas dazu gelernt?

Der Aufstieg hinauf nach Hofen, wenn auch nur kurz, ist nach einem Verpflegungshalt besonders unangenehm. Die Beine sind noch nicht richtig in Schwung. In Schwung scheint Hansjörg zu sein. Er nützt seine Frühform, geholt in einer Trainingswoche in der Toskana, als Vorbereitung auf die Veloferienwoche, aus und bestimmt an vorderster Front ein zügiges Tempo, in Richtung Riehen. Sprüche, dass er etwas langsam unterwegs sei, beirren ihn nicht. Jemanden mit einem so grossen Einsatzwillen soll man nicht bremsen, was von allen unwidersprochen akzeptiert worden ist. Bis zum nächsten Mal…