24. Samschdigstour 15.09.2018 Sundgau-Fahrt

Von Kurt Kaiser

Wieder schönes Wetter für den Samstag, wenn auch nicht mehr ganz so warm (21-24 Grad), Ideales Velowetter! Eine Fahrt ins Elsass ist auf der Webseite des VCR angesagt, mit 74 Km. Strecke- Riehen-St.Louis-Hegenheim-Wentzwiller-Folgensbourg-Knoeringue-Willer-Franken-Magstatt-Sierentz-Kembs-Kraftwerk-Haltingen-Riehen. Das GPS-Gerät zeigt jedoch am Ende des Tages knapp 85 km (ab R.Wackernagelstr.) und 618 hm (angesagt waren etwas über 400 hm). Weshalb diese Differenz? Hatte es heute der Tourenleiter nicht im Griff?

Problemlos fahren wir durch die Lange Erlen, Dreirosenbrücke nach St.Louis, danach Richtung Hésingue/Hegenheim. Vehement hupend fährt ein Kurierfahrzeug an uns vorbei. Weshalb nur dieser Klamauk? Wir fahren doch alle im Bereich des Velostreifens. Weiter vorne hält er an, natürlich das Auto halbwegs auf dem Radstreifen. Die Tür geht auf. Jetzt wird er wohl ein ‚Theater‘ machen. Doch nichts dergleichen. Was geht nur so in einem Kopf vor? In Bourgfelden können wir die Tramlinienführung der Nr. 3 bestaunen. Sieht ganz gut aus, mit Ausnahme des nachfolgenden Kreisels. Nicht unbedingt radfahrerfreundlich angelegt.

In Hegenheim ein Schild, dass eine Strassensperrung in Richtung Hagenthal vorgibt. Wir sind zu schnell und anstatt nach Buschwiller und Wentzwiller fahren wir gerade aus in Richtung Hagenthal. Dem Tourenleiter soll es recht sein, denn die Steigung Hagenthal nach Folgensbourg ist angenehm zu fahren. Doch die Quittung bekommen wir vor Hagenthal präsentiert. ‚Deviation‘! Wir fahren hinauf zum Golfclub, was ein Teil der zusätzlichen Höhenmeter erklärt. Distanzmässig dürfte es nur gering ins Gewicht fallen. Golfsport ist nicht so das Ding der Radfahrer. Wo herrscht mehr ‚action‘?Auf dem Golfplatz oder beim ‚small talk‘ an der Clubbar? Nachdem keiner von uns diesem Sport frönt, lassen wir die Frage unbeantwortet. Wichtig, sie bewegen sich an der frischen Luft, haben Spass und hier sogar ohne Golfwägeli. Chapeau!

Das Höhenprofil der Samschdigstour

Nach dem ersten Teil der Steigung von Hagenthal nach Folgensbourg streicht Bruno die Segel? Warum bloss? Er kann es sicher besser einschätzen. Doch weshalb immer so schnell in die Steigung hinein? Der Schreiberling hat kein Problem, den letzten Platz in den Steigungen zu teilen.

In Knoeringue sollen wir links an der Kirche vorbeifahren, nicht dem weiteren Verlauf der Hauptstrasse folgen. Doch da steht das rote Schild mit dem weissen Querbalken. So fahren wir rechts um die Kirche. Zusatzdistanz keine 20 Meter. Dort ist ein Schild ‚Veloweg‘ meint Urs. Also fahren wir in dieser Richtung Ziel wäre der einsame Weg in Richtung Go kart-Piste (Sundgau Kart). Wir kommen zu einer Weggabelung und in beide Richtungen nur noch Naturstrasse, der übelsten Sorte. War das von Urs gesehene Hinweisschild vielleicht für Ochsengespanne? Ein Vergleich mit Paris-Roubaix ist nicht weit von der Wirklichkeit entfernt. Hatte man früher nicht auch vereinzelt Naturstrassen an den Rennen? Wir zeigen Härte und kommen ohne Defekt durch. Glück für Martin. Sein 3. strapazierter Hightech-Rahmen hielt noch zusammen.

Nach ca. 1 km ist uns das Gelände wieder bekannt. Wir kommen an die Strasse, welche von Muespach auf die Höhe führt. Wir finden den Einstieg auf das einsame Strässchen auf der Sundgauer Hochebene. Herrlich zu fahren, kein Verkehr! In Franken lernen wir eine komplett neue Gegend kennen. Doch die Fahrt endet auf einem Kehrplatz. Ein lieber Anwohner weist uns den Weg Richtung Zaessingue. Aber da gäbe es einen sehr steilen Aufstieg. Er könne uns mit einem E-Bike aushelfen… Wir meistern keuchend auch diesen Stutz und fahren über die Kamelbuckel vie Zaessingue und Magstatt und vermeintlich nach Sierentz. In Wirklichkeit haben wir erst Uffheim passiert. Anstatt ins Städtchen hineinzufahren wenden wir unsere Räder. Ganz nach dem Motto «für eine Abkürzung ist kein Umweg zu weit» gelangen wir dennoch auf die Strasse nach Kembs. Etwas zusätzliche km hat das wohl ausgemacht. Unangenehm viel Verkehr im Bereich des Autobahnanschlusses.

Die Route der Samschdigstour

Von Kembs geht es in rasanter Fahrt, am Ufer des Rhein-Kanals entlang, ins Hafenbeizli bei Märkt. Daselbst werden wir lautstark empfangen. Daniela ist mit einem ‚Konkurrenzunternehmen‘ resp. dem VC Spalen zur 125-Jahrfeier an den Gestaden des Rheinkanals. Sie haben u.a. Wasserskifahren auf dem Programm. Nach einem sehr gemütlichen Hock und Gespräch mit ‚Lokalen‘ meistern wir die letzten km bis Riehen. Dem Mike ein herzliches Dankeschön für die Übernahme der Zeche. Auch ihn hat es erwischt. Er wurde vor einigen Tagen auch ein Jahr älter.

Martin, Urs, Hanspeter, Mike waren einhelliger Meinung: eine SUPER Radtour, wundervolle Gegend und herrlichem Radwetter. 85 km, 618 hm.