3. Samschdigstour 02.03.2019 – Licht und Schatten

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Nach täglich wechselnder Wettervorhersage während der ersten Wochenhälfte, stellte sich die Frage Samstagstour ja oder nein, ohne abschliessende Beantwortung. Zumal ich nach Konsultation von sechs Webseiten zum Thema Wetter sieben Möglichkeiten zur Auswahl hatte. Uneinigkeit hilft auch nicht wirklich weiter.

Dann halt einfach auf Risiko eine Tour ausschreiben, absagen kann man sie ja immer noch. Nachdem es im Verlauf des Morgens eher nach Aufhellung aussah, bedeckte sich der Himmel gegen Mittag in kürzester Zeit mit einem dunklen Grauschimmer. Da wird wohl das beste Waschmittel nichts helfen. Trotzdem, für eine Absage ist es nun zu spät. Also Kleidung montieren, Reifen pumpen und ab zum Treffpunkt. Wird wohl überhaupt wer kommen? Mit der Sichtung des bereits wartenden Bruno ist auch diese Frage beantwortet. Wären wir schon zwei. André, Claude, Volker und erstmals in dieser Saison Werner, (als Gast) erhöhen die Gruppe zum Sextett.

Der besorgte Blick nach oben lässt die Frage nach einer Alternativroute unweigerlich aufkommen. Die Aussicht, auf der vorgesehenen Strecke, womöglich vierzig Kilometer oder mehr in strömendem Regen absolvieren zu müssen, ist, um diese Jahreszeit, tatsächlich wenig verlockend.

In der Annahme möglicherweise nicht weit zu kommen sind wir dann erstmal Richtung Fischingen aufgebrochen. Vorgesehen war nun kurz vor Riedlingen nach Tannenkirch abzubiegen, um hoffentlich auch noch trocken nach Bamlach zu gelangen.

Wettertechnisch wurden wir erneut mit einer Kehrtwende überrascht. Umso näher wir Riedlingen kamen umso mehr erhellte sich der Himmel. Das schreit nach einer Verlängerung der Strecke, aus Tannenkirch wird nun Feuerbach. Kurz vor Riedlingen lobt mich Bruno für die gute «Domestikenarbeit». Als alter Hase weiss er natürlich auch auf welcher Seite des Hinterrades man am wenigsten dem Wind ausgesetzt ist. Ist doch schön, neben Kritik auch mal ein Lob zu hören.

Nachdem die «Mur von Feuerbach» überwunden war ging es dann stetig abfallend bis Schliengen. Nach einem weiteren kurzen Aufstieg nach Bad Bellingen bzw. vor Bamlach waren alle nennenswerten Steigungen absolviert. Von Bamlach aus fuhren wir nun definitiv wieder auf der vorgesehenen Alternativroute nach Efringen und anschliessend, über freies Feld, nach Fischingen. Verlief die Fahrt von Schliengen bis Fischingen in einer, angeregte Gespräch zulassenden, entspannten Atmosphäre, kam vor Binzen doch nochmals Hektik auf. Unser Gast Werner hatte noch ein paar Körner übrig. Die war er nun bereit grosszügig zu verschiessen indem er das gemächliche Tempo auf den letzten Kilometern nochmals deutlich anzog. Nach knapp 65 Kilometern verabschiedeten wir uns im Erlensträsschen.