31. Samschdigstour 10.11.2018 — Fremdgesteuert

Von Hanspeter Brack

Vorgesehen hatte ich eigentlich eine Fahrt rheinabwärts auf mehrheitlich flachem Gelände. Dieses Vorhaben löste sich aber schlagartig auf, als Kurt uns mit seinen aktuellen Erkenntnissen, zur Lage des Wetters, konfrontierte. Bereits um 15.00 Uhr könnte es nämlich auf der vorgesehenen Route beginnen zu regnen. Obwohl „November Rain“ wohl einer der grössten Hits von Guns’n’Roses ist, wollten wir diesen dann doch lieber nicht zu spüren bekommen.

Da die Aussicht auf ein trockenes Durchkommen rheinaufwärts deutlich besser stand, wurde kurzum umdisponiert und als erstes Ziel, von den für die Jahreszeit erfreulicherweise zahlreich erschienenen Teilnehmer/-innen Alice, Nina, Hanspeter, Kurt, Claude und Mike, Rheinfelden angesteuert. Wohl alle unter dem Motto meines früheren Trainers, die Kilometer die du jetzt absolvierst, musst du im Frühling schon nicht machen.

Über das Kraftwerk steuerten wir die Hard an, wo ich es plötzlich hinter mir ziemlich hässlich krachen hörte. Dem mit seinem wintertauglichen Velo erschienenen Claude hatte herumliegendes Geäst, welches er in die Kette bekam, den Wechsel vom Rad gerissen. Damit war die Fahrt für ihn leider beendet und er musste sich von seiner Frau abholen lassen.

Kurt, der mit dem Velo von Peffingen nach Riehen gekommen ist und bereits im Vorfeld angekündigt hatte, von Augst direkt nach Hause zu fahren, sowie Nina, die ebenfalls nicht zu weit fahren wollte, beschlossen gemeinsam weiterzufahren und die Anderen ziehen zu lassen. So fuhren dann Alice, Mike und ich in Richtung Rheinfelden weiter. Die kurze Steigung am Römertheater nahmen wir natürlich mit. Um den „Wurstkessel“ Rheinfelden zu umfahren beschlossen wir, via Feldschlösschengelände, Möhlin anzusteuern, um dort über das Kraftwerk die Rückfahrt anzutreten. Die Fahrt über Minseln haben wir uns, angesichts des immer grauer werdenden Himmels, geschenkt. Ausgangs Herten musste Mike, der plötzlich über einen schleichenden Platten am Hinterrad klagte, noch depaniert werden. Nach 51 gefahrenen Kilometern wurden wir am Grenzübergang von den ersten Regentropfen in Empfang genommen. Allerdings war das nur die Ankündigung auf das später Kommende, doch dürften alle trockenen Hauptes nach Hause gekommen sein. Das Resümée von Alice beim Abschied ‚das war eine coole Ausfahrt‘ kann ich nur bestätigen. Claude wohl eher weniger und ich hoffe für ihn, der Schaden möge nicht allzu gross sein.

51 km und rekordverdächtige 277 Höhenmeter standen am Ende zu Buche.