Schwarzbuebe-Rundfahrt 27.05.2017

Von Kurt Kaiser

Der Tag soll schön und sehr warm werden. Christine, Sonja, Mike, Urs R., Klaus treffen sich in Riehen und fahren gemeinsam nach Dornach. In Dornach wartet Kurt auf die Gruppe, während René sich bereits anschickt, auf die kleine Runde von 70 km zu begeben. 115 km In einer Gruppe mit sehr guten Bergfahrern? Wenn das nur gut geht. In Anbetracht der für Kurt immer steiler werdenden Bergen… meint er, nicht warten, zufahren. Während der ganzen Fahrt als Bremsklotz zu wirken, kann es ja auch nicht sein. Der erste Aufstieg nach Seewen treibt bereits den Schweiss kräftig aus den Poren. Vorerst kann Kurt die entstandene Lücke in der Abfahrt hinunter nach Büren schliessen. Gleiches Bild nach dem Übergang von Lupsingen nach Ziefen. Die Baselbieter Landschaft im Morgenlicht fantastisch schön. Als nächstes Hindernis die Steigung von Reigoldswil nach Bretzwil, ohne jeglicher Schatten, voll der Sonne ausgesetzt. Es ist sehr warm und anstrengend. Zum Glück sind die «Starken» auf der Höhe zugefahren, so kann ich meinen eigenen Rhythmus fahren. Die Abfahrt von Fehren hinunter nach Büsserach gibt etwas frischen Wind und Erholung. Beim Kontrollposten in Büsserach findet sich die Gruppe wieder. Gemeinsam fahren wir über Laufen ins Lützeltal. Klaus übernimmt die Führungsarbeit. Doch bald muss der «Alte» einsehen, dass das Tempo einen Zacken zu schnell ist. «Fährt zu und wartet nicht mehr auf mich». Es kann über die Gesamtdistanz nicht gut gehen, immer mit dem Messer am Hals zu fahren.

Ist es danach besser geworden? Am Brunnen in Kleinlützel läuft kein Wasser. Zum Glück gibt es kurz danach ein kleiner Brunnen, am rechten Strassenrand. Der hat immer Wasser. Der Halt kommt KK sehr gelegen. Bidons auffüllen, Kopf unter das kühle Nass, entledigen des Odlo-Trikots und es kann weitergehen. Das Treten macht Mühe. Bald stellt sich die Frage, die Strecke abkürzen und über den Blochmont fahren? Nein, ich habe mir doch vorgenommen, die 115 km zu fahren. Mit dem Gedanken, dass in Lucelle eine Beiz kommt, wo ein Erfrischungshalt möglich ist, wird weitergefahren. Zugegeben, ich habe schon angenehmere Fahrten durch das Lützeltal gemacht. Ich bin am Leiden. Auf der Beiz-Terrasse in Lucelle eine Person mit weiss-blauem Trikot. Mike gönnt sich ebenfalls eine Pause. So finden sich zwei Leidensgenossen wieder und machen sich bald daran die Kamelbuckel resp. Aufstieg Richtung Winkel unter die Räder zu nehmen. Dass Mike relativ grosse Gänge würgt ist zwar bekannt. Doch mit der Kette auf dem grossen Blatt sind die Kamelbuckel schwierig zu meistern. Er ist schlussendlich froh, dass ich ihn darauf aufmerksam machte, dass er ja noch ein kleines Kettenblatt zur Verfügung hat.

Die Abfahrt nach Winkel braucht volle Konzentration. Das Tempo sehr hoch, gegen 80 km/h. Hat man im Aufstieg Mühe, muss man doch wenigstens die Abfahrten geniessen. Ich glaube beide sehnen sich nach dem Kontroll- resp. Verpflegungsposten in St. Hyppolite. Zwei Becher Bouillon sollen die Kräfte wieder wecken und mit 2 Bananen wende ich den drohenden Hungerast ab. Die restlichen 25 km waren aber deswegen kaum weniger anstrengend. Bei der Ankunft in Dornach finden wir keine Riehener mehr vor. Verständlich, dass sie nicht so lange auf die Nachzügler warten konnten. Ein Erfrischungstrunk weckt nach Ankunft die Geister. Doch die Geister können heimtückisch werden, wie Mike konstatieren muss, wenn der Most nicht ganz alkoholfrei ist. Dadurch verlängerte sich die Pause. Bleibt zu hoffen, dass er dennoch gradlinig nach Riehen gefahren ist. Für mich war, nach dieser anstrengenden Fahrt, der Aufstieg nach Pfeffingen steiler als üblich.

René, im nächsten Jahr wirst Du einen Begleiter auf der kleinen Tour haben!