Samschdigstour

06.04.2019 13:00 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
teils bewölkt bis 17 Grad
Strecke
ca. 70 Km / 470 Hm
Route
Riehen – Fischingen – Tannenkirch – Bamlach – Schliengen – Obereggenen – Kandern – Steinen - Riehen
Leitung
Hanspeter Brack

7. Samschdigstour 06.04.2019 – Stichtag

Von Hanspeter Brack

Der heutige Tourenbericht handelt von Bienen- und anderen Stichen. Er- und durchlebt wurden die nachfolgend beschriebenen Geschehnisse von Bruno, der uns leider wieder nicht lange begleiten konnte, Claude, Gianni, Hansjörg, Heinz, Martin, Martin, Urs, Volker, mir selbst und als einziger weiblicher Teilnehmerin, meine persönlichen Begleiterin, der Defekthexe. Da weder Kameramann Mike, noch unser Fotograf André, der das Fotoknipsen bei fahrendem Velo wie kein Zweiter beherrscht, anwesend waren, gibt es weder bewegte noch andere Bilder.

Nach dem Wintereinbruch der vergangenen Woche waren die Temperaturen deutlich kühler wie noch vor Wochenfrist. Dies veranlasste Hansjörg zu einem spontanen Hosenkauf. Er hatte Angst vor Unterkühlung seiner unter der Gürtellinie liegenden Region und wollte diese mit einem paar kurzer Hosen, welche er über die langen überzog, zusätzlich schützen. Modisch wird das wohl keinen neuen Trend setzen, aber geholfen hat es allemal.

Die Tour führte uns zu Beginn, über Fischingen auf die parallel zum Feuerbach verlaufende Kanderner Strasse. Auf der Höhe von Holzen verliessen wir diese. um über einen Wirtschaftsweg Gupf, wo uns eine erste kurze, ruppige, Steigung erwartete, zu erreichen. Beim nachfolgenden Umlegen der Kette auf das grosse Kettenblatt verweigerte mir diese ihren angestammten Verwendungszeck, nämlich das Velo anzutreiben, indem sie einfach runtersprang. Ein erstes Schulterklopfen meiner Defekthexe. Das Problem war schnell und dank neuer Kette, ohne schwarze Finger, behoben.

Weiter nach Kaltenherberge und kurz darauf gleich wieder hoch zum Golplatz. Etwa Mitte der Steigung macht sich ein schleichender Luftverlust an meinem Vorderrad bemerkbar. Zum Hochfahren hat es noch gereicht. Oben biegen wir rechts auf einen weiteren Wirtschaftsweg ein, über welchen wir Schliengen ansteuern möchten. Doch zuerst wird mit vereinten Kräften mein Schlauch gewechselt.

Die Weiterfahrt über die folgende Anhöhe erlaubt uns einen freien Blick auf die frisch verschneite Bergkette des badischen Blauens. Hansjörg möchte gerne hochfahren, wohl um Schnee zu schaufeln? Wahrscheinlich handelt es ich beim neu erstandenen Beinkleid um eine Thermohose.

Wo es raufgeht geht es irgendwann wieder runter und so stand vor Schliengen eine nicht ganz unproblematische Abfahrt auf dem Programm, führt sie doch durch eine Art hohle Gasse, ohne seitliche Ausweichmöglichkeiten. Wenn einem dann noch ein Traktor entgegenkommt kann es durchaus eng werden. Mit dem Hinweis auf die gebotene Vorsicht wird die Abfahrt ohne Zwischenfall von allen Teilnehmern gemeistert. In Schliengen biegen wir, wie vorgesehen, auf die, moderat steigende, Strasse nach Mauchen ab. Kurz vor Mauchen eiere ich plötzlich sehr eigenartig um eine Kurve. Nun hat es auch mein Hinterrad erwischt. Mit zwei benötigten Ersatzschläuchen und zwei CO2 Kartuschen ist meine Satteltasche nun endgültig ausgeschossen. Glücklicherweise kommt uns in Feldberg eine grössere Gruppe Rennvelofahrer entgegen. Meine Defekthexe wittert frischen Gummi und verabschiedet sich von mir um sich dieser Gruppe anzuschliessen. Vielleicht wollte sie sich auch nur um die bevorstehende Überquerung der Scheideck drücken.

Zuerst ging es aber noch über Schallsingen zur Johannishöhe. Auf der leicht fallenden Strasse nach Kandern setzte Gianni, von hinten, mit Claude im Schlepptau, plötzlich eine seiner gefürchteten Attacken. Auf dem letzten Drücker erwischte ich diesen Schnellzug nach Kandern. Nichts von Dampfeisenbahnromantik. Auf die restliche Gruppe, welche den Abgang verpasst hatte, wurde in Kandern natürlich artig gewartet. Aus Zeitgründen verabschiedete sich Martin Schmutz bei dieser Gelegenheit von uns. Die nun Verbliebenen nahmen die Steigung auf die Scheideck gemeinsam in Angriff. Gianni und Claude machten das Tempo und schon bald tat sich hinter mir eine Lücke auf.

Nach den steileren Teilstücken liess ich meine beiden Gefährten ziehen um auf das Grupetto zu warten. Unser Ü80-Senior Heinz schnappte sich mein Hinterrad und gemeinsam konnte wir uns erneut von der restlichen Gruppe absetzen. Oben angekommen schlich sich ein verschmitztes Lächeln über das Gesicht von Heinz. Zu Recht, Chapeau! Sogar auf der Scheideck lag noch vereinzelt Schnee. Hansjörgs Wunsch nach Schneeschippen hätte also, in abgeschwächter Form, unter Zuhilfenahme eines Esslöffels, auch noch in Erfüllung gehen können. Nach der Abfahrt führte uns die, ab Schlächtenhaus, leicht abfallende Strasse in zügigem Tempo nach Steinen. Da unsere gewohnte Beiz an der Wiese geschlossen war, liessen wir die Ausfahrt bei Kaffee und Bienenstich, ich, da ich für heute genug von Stichen hatte, entschied mich für Apfelküchle, in einem Kaffee mitten in Lörrach ausklingen.

Für die Statistik, es wurden 75 km und 846 hm bewältigt.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache und nur für Insider, herzliche Grüsse an den «Gümmeler ennet dem Berg» und viel Spass beim Lesen.