Pfingsttour

08.06.2019 09:30 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Für die Pfingsttour 2019 planen wir eine für alle machbare Tour. Das Mittagessen im Gasthof Hirschen wird Mitgliedern vom Club offeriert.

Route
Riehen – Rosenau – Hard – Kembs – Bantzenheim – Neuenburg – Steinenstadt – Obereggenen – Kandern – Binzen – Märkt – Riehen
Strecke
100 km / 340 hm
Mittagessen
Obereggenen (ca. km 65)
Ausklang
Hafenbeizli Märkt
Leitung
Hanspeter Brack / Kurt Kaiser

13. Samschdigstour 08.06.19 – Pfingstdreieck

Von Hanspeter Brack, Fotos von André Fürbringer

Die dreizehnte Samschdigstour des Jahres war gleichzeitig auch die jährlich stattfindende Pfingstausfahrt. Indem uns zwischen regnerischem Donnerstag / Freitag, ab Sonntag gefolgt von weiteren niederschlagsreichen Tagen, ein Schönwetterfenster zur Verfügung gestellt wurde, waren uns auch sämtliche Wettergötter durchaus wohlgesonnen. Derweil ich dies Zeilen schreibe regnet es Bindfäden und man kann nur hoffen, die Bauernregel die da besagt „Regnets am Pfingstmontag so regnets noch sieben Sonntag“ möge nicht zutreffen.

Angesichts des Grossereignisses teilte sich die Tourenleitung an diesem Tag auf den wiedererstarkten Kurt und mich auf und so trafen wir, wie es sich für Rädelsführer gehört, als erste am Treffpunkt ein. Wir waren natürlich gespannt, wer sich alles einfinden würde und trotz Sonnenplatz war die Wartezeit bis zur Beantwortung dieser Frage eine durchaus erfrischende Angelegenheit. Zur Startzeit um 9:30 Uhr war dann klar mit André, Claude, Gianni, Heinz, Mike, Peter, René Geiser, Urs, und dem uns einen Teil des Weges begleitenden Bruno, sowie den beiden Leitwölfen, würde sich ein 11-köpfiges Feld die bevorstehenden gut 100 Km durchs Dreiland einverleiben wollen. René Gysi wird die Verpflegungsstelle auf direktem Weg ansteuern und dort zu uns stossen. Eine durchaus legitimes Vorgehen, mit Rücksicht auf die eigenen Möglichkeiten, teilzunehmen. Mit Carmelo wird ein weiteres Mitglied ennet der Palmrainbrücke zu uns stossen.

Zurück zu Chronologie. Die in Riehen gestarteten hatten schon bei der Brücke nach dem Eisweiher eine erste Schrecksekunde zu überstehen. Unvermittelt stellte sich aus dem Nichts ein Hund in den Weg,. Ausweichen, bremsen, dem Vordermann nicht ins Hinterrad fahren, Reaktion war gefragt. Alles gut gegangen. Die Halter, ein älteres Paar, sind mir aus ähnlichen Situationen durchaus bekannt. Mit bis zu sieben Hunden, welche sie frei und unbeaufsichtigt laufen lassen, sind sie völlig unbelastet jeglichem Verantwortungsbewusstseins und der Meinung, absolut im Recht zu sein, häufig anzutreffen. Glücklicherweise war dies für den Rest des Weges die einzige brenzlige Situation. Nach der Palmrainbrücke nahm die Gruppe Fahrt auf. Der tiefergelegte Dohlendeckel vor Rosenau, welcher mich vor Jahresfrist beinahe noch meine Reputation als Tourenleiter, von der ich damals allerdings auch noch gar nichts wusste, gekostet hätte, wurde diesmal souverän umschifft. Verbesserungspotential ausgenutzt. Auf Anweisung von Kurt wurde im ersten Kreisel bei Rosenöi links abgebogen, so eine Fahrt soll ja bilden und so wollte er uns in dem nachfolgenden Quartier, auf anschauliche Weise, leben und wohnen im Elsass näher bringen. Nach diesem kurzen Abstecher ging es weiter nach La Chaussée, von wo aus die Elsässer Hard befahren werden sollte. Was sonst als Bauarbeiten machte diese Absicht zunichte und so kam Plan B zum Einsatz. Fahrt nach Kembs und dort zum Rhein-Rhone Kanal. Flott ging es dem Kanal entlang, bis zum Beginn eines Kriegsgedenkweges an den 2.-Weltkrieg. Bei sowas befällt mich immer ein ungutes Gefühl. Flott ging es voran, dass wir beinahe die Abzweigung über die Brücke, bei welcher wir die Kanalseite wechseln mussten, verpasst hätten. Danke Kurt. Nach der Brücke kurzer Halt zwecks Orientierung. Dank Kurts unbestrittener Kompetenz im Kartenlesen war der schmale, pfeilgerade Weg nach Ottmarsheim bald gefunden. Dass der Abstand zu einem vor uns fahrenden Velofahrer, die Haltung liess erahnen es handelt sich nicht um ein Rennvelo, liess Gianni keine Ruhe. Er sah sich genötigt, nach das Loch zuzufahren, um den Velotyp zu eruieren. Leicht frustriert musste er feststellen, es handelt sich nicht um ein E-Bike, sondern um ein ganz normales Velo auf dem ein Fahrer mit Strohhut sitzt. Damit war auch das geklärt.

Der von links kommende Wind verführte, noch vor Bantzenheim, zu einem verfrühten Abbiegen nach Chalampé bzw. Neuenburg. Die Verlockung mit Rückenwind zu fahren war zu gross, sorry Kurt. Er hatte nämlich geplant erst von Bantzenheim Neuenburg anzusteuern, um dem Verkehr auszuweichen.

Zwischen Neuenburg und Steinenstadt, ich war gerade mit Urs an der Spitze fahrend in ein Gespräch vertieft, kam von hinten der Zuruf links abbiegen. Urs, reaktionsschnell wie immer, bog sofort in die gewünschte Richtung ab und fand sich vor einem Geröllweg wieder. Leute das war nicht nett (der ursprüngliche Ruf von Kurt war, bei nächster Strasse nach links. Die Wiedergabe nach vorne klappte nicht ganz, aber es war ja nur ein Weg und nicht eine Strasse…).

Via die nächsten Stationen, Steinenstadt, Schliengen erreichten wir, weit vor der errechneten Marschtabelle unseren Verpflegungspunkt Obereggenen, wo wir von René Gysin bereits erwartet wurden. Es wurde aber nicht, wie sonst an einem Verpflegungspunkt üblich, Bidons und Musetten gereicht, sondern wir setzten uns zu einem gepflegten Essen ins Restaurant Hirschen.

Die Wiedergabe der Sprüche oder das generelle Geflachse am Mittagstisch wiederzugeben würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, nur so viel, es war eine tolle Stimmung.

Mit vollen Wänsten schleppten wir uns anschliessend, in wirklich gemütlichem Tempo, zu St. Johannisbreite hoch. Die nachfolgende Abfahrt nach Kandern verleitete dann doch noch zur Tempobolzerei, welche mit warten bis zum Zusammenschluss, auch umgehend geahndet wurde. In einem Tempo, welche auch wirklich alle mitzugehen vermochten, absolvierten wir im Anschluss die Fahrt durchs sonnige Kandertal nach Binzen und Eimeldingen. Dank Veloweg abseits von jeglichem Verkehr, doch recht zügig., war auch Märkt, wo wir die diesjährige Pfingstausfahrt ausklingen lassen wollten, eigentlich viel zu früh erreicht. Aber bekanntlich soll man ja aufhören wenn’s am schönsten ist. Bei einem Glas, jeder was er mochte, kam dann doch noch etwas Neid auf. Am Nebentisch wurde nämlich ein 1. Geburtstag gefeiert, die Torte sah sündhaft gut aus und war für ein einjähriges Kind viel zu gross. Leider wurden wir in die Vernichtung derselben nicht mit einbezogen. So trösteten wir uns mit der Tatsache „wo nichts zugeführt wird, muss hinterher auch nichts abgestrampelt werden“.

Gefahren: 102 km / 487 km / reine Fahrzeit 4 Std.