Samschdigstour

27.07.2019 09:00 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
Am Morgen voraussichtlich noch schön bis 28°
Bei schlechtem Wetter findet die Tour nicht statt
Strecke
ca. 75 Km / 626 Hm
Route
Riehen – Grenzach – Nollingen – Minseln – Steinen – Kandern – Tannenkirch – Efringen – Binzen - Riehen
Leitung
Hanspeter Brack

20. Samschtigstour 27.07.19 – Kleinholz

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Vorab eine Korrektur zum letzten Bericht, bei der Ausfahrt vom 20.07.19 handelte es sich bereits um die 19. Ausfahrt 2019 und nicht wie ursprünglich betitelt um die 18.

Nun aber zu den aktuellen Ereignissen. Aufgrund der Wettervorhersage war der Start wiederum auf 9:00 in der Früh angesagt. Auf den Nachmittag waren nämlich Gewitter und Regenfälle vorhergesagt, was dann ja auch zutreffen sollte. Mit dem sorgenvollen Blick auf die Wetterkarte ergeben sich doch tatsächlich Gemeinsamkeiten zwischen Velofahrern und Bauern. Beide haben irgendwie den Traum vom optimalen Wetter.

Nun denn, nach dem vorübergezogenen Sturm vom Vorabend durften wir uns einmal mehr über das unserer Tour zugeteilte Wetter nicht beklagen. Die Spuren des Sturmes, der immerhin einen 400 Tonnen Kran im Birsfelderhafen zum Einsturz brachte, sollten auch wir im Verlaufe unserer Tour noch zu Gesicht bekommen.

Vorerst aber führte unsere Tour durch unbehelligtes Gebiet. Mit André, Martin, Renè, Samira und dem Schreibenden stellte sich für diese Tour ein Quartett mit Dame zusammen. Die ersten Kilometer, die uns durch die Dörfer Grenzach, Herten, Degerfelden und Nollingen zu den ersten Höhenmetern des Tages brachten, waren zum Einrollen geradezu ideal. So konnten wir die moderate Steigung nach Adelhausen mit bestens vorgewärmter Muskulatur in Angriff nehmen. Klimatisch fühlte sich das Ganze allerdings an wie nach einem Aufguss in der Sauna, gefühlte Luftfeuchtigkeit 200%. Die Nässe welche sich auf der Hautoberfläche bildete war den wohl auch in erster Linie diesem Umstand geschuldet. Die Abfahrt nach Maulburg liess uns auch nicht wirklich abtrocknen, war aber trotzdem wie immer schön.

Mit dieser Abfahrt hatten wir die Strecke der ausgeschriebenen Tour bereits auch verlassen. Das gute Wetter und die Aussicht auf einen verregneten Sonntag liess uns die Tour etwas ausdehnen. Statt wie geplant die Scheideck via Steinen zu erreichen stiegen wir vor Schopfheim ins kleine Wiesental ein um über Wieslet und Weitenau, Endenburg zu erreichen. Nach Hofen war mit der Steigung nach Endenburg erstmals bewaldetes Gebiet zu durchfahren wo die Spuren des Vorabends sichtbar waren. Dürres herunter gewehtes Geäst bedeckte immer wieder die Strasse. Zum Durchkommen noch kein Problem. Martin, der an diesem Tag mit der hohen Luftfeuchtigkeit so seine Probleme hatte wurde kameradschaftlich ins Schlepptau genommen und so war auch dieser Aufstieg schon bald Geschichte. Nach einem kurzen Rundblick ging es denn auch gleich in die Abfahrt nach Kandern. Mit aufmerksamem Blick das hier ebenfalls herumliegende Gehölz umfahrend war auch diese Abfahrt ein Genuss. Eingangs Riedlingen erschallte Renès Warnruf „defekt“ und es hiess André zu Dritten. Es hatte in tatsächlich zum dritten Mal in Folge mit einem Plattfuss am Hinterrad erwischt.

Nach erfolgter Depanierung war noch die Höhe über Tannenkirch zu überwinden womit die Steigungen allesamt absolviert waren und uns quasi als Dessert nur noch die leicht abfallende Strecke nach Eimeldingen bevorstand. Gut eingefahren wie wir nun waren wurde das Tempo trotz leichtem Gegenwind jenseits die 30 km/h Grenze hochgezogen. Hinterradfahren war angesagt. Im Badischen Hof Haltingen liessen wir die Tour gemütlich ausklingen noch nicht ahnend, dass der Braten noch nicht ganz gegessen ist.

Auf der restlichen Heimfahrt wurden uns nämlich noch etliche Steine bzw. Bäume in den Weg gelegt. Schon bei der Einfahrt zur Brücke über den Krebsbach dachte ich falsch abgebogen zu sein stand ich doch unvermittelt vor einer grünen Wand. Es dauerte wirklich einen Moment bis ich realisierte dass da ein ganzer Baum über der Brücke lag. Kein Durchkommen. Es blieb uns nur die Weiterfahrt zum Otterbach. Für Samira, die wir bei der Einfahrt in die Langen Erlen verabschiedeten, hatte das den Vorteil ein längeres Stück des Nachhauseweges begleitet zu werden. Für das Quartett, nun ohne Dame unterwegs, hiess es, bei der nachfolgenden Fahrt durch die grüne Lunge Basels, Lenker festhalten. Die Wege waren mit Kleinholz förmlich übersät. Ausweichen unmöglich. Auf der Höhe des Entenweihers trennten sich die Wege erneut André und René verabschiedeten sich Richtung Niederholz, derweil ich mit Martin nach Riehen Dorf weiterfuhr. Ein weiser Entschluss, wie ich nach Erhalt der Fotos von André feststellen musste. Auch am Entenweiher mussten sich Bäume dem Sturm beugen und unsere beiden Weggenossen waren wohl gezwungen sich noch durchs darniederliegende Gehölz kämpfen. Am Ende der Tour standen 91 km und 774 hm zu Buche.