Samschdigstour

12.10.2019 13:00 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
Sonnig bis 22°
Strecke
81 Km / 930 Hm
Route
Riehen – Aesch – Nenzlingen – Blauen – Zwingen – Büsserach – Fehren – Gempen – Dornach – Arlesheim - Riehen
Leitung
Hanspeter

30. Samschtigstour 12.10.2019 – Neuland und Tunnelblick

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Mit André, Claude, Gianni, Martin S, Martin W., Peter und Urs hatte sich nochmals ein hochkarätiges Feld um den Tourenleiter versammelt. Wie sich später herausstellen sollte, alle, trotz einer langen Saison, noch immer in bestechender Form. Als Ehrenstarter machte uns Bruno, der verletzungsbedingt noch immer nicht mittun konnte, seine Aufwartung. Seinen Aussagen war zu entnehmen, dass er gedanklich schon in der nächsten Saison ist. Er drohte uns an, im nächsten Frühling wie Phönix aus der Asche aufzusteigen um uns alle platt zu fahren. Da werden wir uns wohl warm anziehen müssen. Vorerst aber schickte er uns mit seinem gefürchteten, markdurchdringenden Pfiff auf die Strecke.

Mit lockerem Tritt und munteren Gesprächen näherten wir uns der ersten Steigung, welche uns schon bald nach Grellingen hoch nach Nenzlingen bringen sollte. Ein Ort übrigens an dem Urs noch nie war. Diese ersten Höhenmeter wurden noch recht verhalten gefahren. Zu diesem frühen Zeitpunkt wollte keiner die Karten auf den Tisch legen. Hoch über dem Laufental ging es anschliessend nahezu verkehrsfrei weiter nach Blauen. Irgendwo müsste hier doch der Schmiernippel der Erdachse sein. Schon bald befanden wir uns, nach kurzer Abfahrt, in Zwingen. Wie Urs richtig bemerkte, hätte man das auch einfacher haben können. Aber dann wäre er eben auch immer noch nicht in Nenzlingen gewesen. Zur Erweiterung seiner geographischen Kenntnisse ist uns eben nichts zu viel. Ausserdem hätten wir die bewundernden Ausrufe, welche wir kurz vor Blauen von zwei MTBler-innen erhielten, nicht einstreichen können. Soll also keiner sagen die extra Kehre habe sich nicht gelohnt.

Nehmen sie bitte beim nächsten Kreisel, gemeint war der in Zwingen, die erste Ausfahrt rechts und folgen sie der Strasse für 5.5 Kilometer. Und schon waren wir in Büsserach und damit am Fusse der nächsten Steigung. Nun war es vorbei mit jeglicher Zurückhaltung. Jeder warf in die Waagschale was er zu bieten hatte. Der Anstieg nach Fehren wurde in gefühlter Rekordzeit absolviert. Allerdings bezahlte Peter diesen Effort mit dem berüchtigten Tunnelblick* — Zitat «ich sehe nur noch den Ar… von Hampe». In der Folge wurden wir, nach kurzer Wartezeit in Fehren, mit einer schönen Fahrt über das Hochplateau rüber nach Seewen belohnt.

Kurz vor Seewen wurde das ohnehin schon flotte Tempo durch Peter, wohl immer noch auf der Suche nach dem Ausgang des Tunnels, drastisch angezogen. Da wollte Gianni natürlich nicht hintenanstehen und setzte seinerseits nochmals einen obendrauf. So kam es wie es kommen musste, in die Steigung nach Hochwald wurde reingedonnert als gäbe es kein Morgen. Die letzten Körner wurden verschossen. Nicht ganz. Auf der sanften aber eher unangenehmen Steigen zwischen Hochwald und Gempen holte Peter, der nun Licht am Ende des Tunnels sah, mit einer letzten Attacke den vorausfahrenden Claude ein und liess ihn sogleich stehen.

In der Abfahrt wurde für einmal der Tourenleiter abgehängt. In Anbetracht der teilweise feuchten Strasse und in Erinnerung an erst kürzlich gemachte Erfahrungen absolvierte dieser diese Teilstrecke mit genügend Sicherheitsreserven.

Nach einem Umtrunk in Dornach trennten sich die Wege. Während Gianni, Martin W. und Peter Richtung Therwil weiterzogen, kehrten die Verbliebenen, für Urs erneut auf unbekannter Strecke, nach Riehen zurück. Für Urs insgesamt gesehen also ein lehrreicher Tag. So wäre denn also (hätten wir denn einen) auch dem Lehrauftrag genüge getan.

Gefahrene Kilometer 81 / Höhenmeter 1040

* Tunnelblick bei Ausübung einer sportlichen Tätigkeit: Ein tranceähnlicher Zustand in den man entweder durch starke Ausschüttung von Glückshormonen oder durch übermässige Anstrengung verfallen kann. Was es bei Peter konkret war wissen wir nicht.