Samschdigstour

15.02.2020 13:00 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
Schön bis 14°C
Strecke
ca. 72 Km / 450 Hm
Route
Riehen – Efringen – Steinenstadt – Neuenburg – Müllheim – Schliengen – Riedlingen – Eringen – Binzen - Riehen
Leitung
Hanspeter

7. Samschtigstour 15.02.2020 – Kaum ausgesprochen ist’s ausgebrochen

Von Hanspeter Brack, Bilder von Sonja Nafzger

Erneut lud der bisher unglaubliche Winter, der noch gar keiner war, zu einer Ausfahrt bei nahezu frühlingshaften Bedingungen zu einer Ausfahrt ein. Allerdings ist der Fahrtwind immer noch sehr kalt und so ist nach wie vor fahren in vorwiegend ebenem Gelände angesagt. Es geht um’s Kilometer sammeln.

Die Kilometer vom vergangenen Samstag gutsschreiben lassen wollten sich Sonja, Martin S., Martin W., Urs Z., erneut als Gast Werner und natürlich der Tourenleiter. Die Strecke zeigte eine ähnliche Charakteristik wie schon vor Wochenfrist. Erneut ging es zum Wendepunkt nach Neuenburg, diesmal jedoch auf der deutschen Rheinseite. Gedacht war eine Rückkehr über Müllheim, Schliengen, mit ausfechten eines kleinen Bergpreises zwischen Liel und Riedlingen und anschliessendem geordnetem Rückzug entlang dem Feuerbach nach Egringen.

Aber eben nur gedacht. Zwar lief, bei schönstem Sonnenschein, zunächst alles wie geplant und Neuenburg wurde zügig erreicht. Ausgangs Neuenburg erzählte Sonja Martin W. irgendetwas über Platten, so genau hatte ich das nicht mitbekommen. Jedenfalls sass Martin, kaum war es ausgesprochen, unverzüglich auf der Felge. Unter dem aufmunternden Kommentar von Urs machten wir uns an die Behebung des Defektes.

Urs behält den Überblick

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Martin ein ganzes Arsenal von Pumpen auspackte, wäre dieses Vorhaben durchaus als erfolgreich zu bewerten gewesen. Martin aber wählte ausgerechnet diejenige Pumpe aus, bei der ein Adapter auf das Ventil zu schrauben war. Also aufschrauben, Pumpe aufsetzen und Patrone in den Schlauch entleeren. Soweit war noch immer alles im grünen Bereich, OK vielleicht etwas kalte Finger, die Patrone war halt nicht isoliert. Pumpe abnehmen, Adapter abschrauben, Pffff…. Martin hatte mit dem Adapter auch gleich wieder das Ventil herausgeschraubt und beides war nun zuverlässig miteinander verschraubt. Daran änderte auch das ungläubige Gesicht von Martin wenig. Verzweifelt aber mit umso mehr Ausdauer gesegnet versuchte er die beiden Teile voneinander zu trennen.

Martin kann es nicht glauben

An den beiden Fingern mit denen er das Ventil zu halten versuchte zeichnete sich schon bald ein lehrbuchmässig gerolltes Gewinde ab, lösen lies sich nichts. Derweil Martin seine vergeblichen Versuche unermüdlich fortsetzte wechselten wir den Schlauch nochmals und mit einem anderen Pumpenmodell gelang die Schadensbehebung letztendlich dann doch.

Martin kann es immer noch nicht glauben

Frohen Mutes wurde die Fahrt, für immerhin 500 Meter, fortgesetzt. Nun sah sich Martin S. genötigt auch noch seinen Beitrag, zu einer kurzweiligen Ausfahrt von der man etwas erzählen kann, zu leisten. Zuerst roch es nach verbranntem Gummi, dann stieg Martin vom Velo. Sein Hinterrad steckte völlig schief im Rahmen und streifte an der Bremse. Man konnte es zwar richten aber so richtig anziehen liess sich der Schnellspanner nicht mehr. Der erste Gedanke war ab Bahnhof Müllheim den Zug nehmen. Der zweite Gedanke, das Rad irgendwie so herzurichten um eine Heimfahrt erfolgreich abschliessen zu können, war doch noch von Erfolg gekrönt. Zwar mussten wir die hintere Bremse durch komplettes lösen des Bowdenzuges ausser Funktion setzen, konnten aber die Fahrt gemeinsam fortsetzen. Auch der Defektteufel musste nun einsehen, dass wir für diesen Tag nicht aufzuhalten waren und schlich sich von dannen. In Schliengen entschied sich der Tourenleiter, um Martins Velo nicht über zu strapazieren, von der vorgesehen Tour abzuweichen. Die Überquerung des Hügels hinüber nach Riedlingen hätte das Problem möglicherweise verschärft. So wurde der Hinweg auch zum Rückweg, sich richtig gemerkt hat es kaum einer. Die Rückfahrt verlief in der Folge bis Altweil ohne weitere Zwischenfälle. Dort gerieten wir beim Lindenplatz unvermittelt in die Zeremonie des Narrenbaums setzen. Obwohl abgestiegen und zu Fuss durch die Menschenmenge unterwegs, mussten wir uns doch das eine oder andere Mal „anpflaumen“ lassen. Da half nur freundlich lächeln, uns konnte sowieso nichts mehr erschüttern.

Zum Abschluss offerierte uns André, der an dieser Ausfahrt wegen Grilldienst nicht teilnehmen konnte, eine Bratwurst vom Grill. Die neuste Eigenkreation aus der Manufaktur Henz entpuppte sich als echtes Meisterwerk und stellte damit einen würdigen Abschluss der 
siebten Tour 2020 dar.

Strecke 76 km / 300 hm