Samschdigstour

22.02.2020 13:00 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
Schön bis 14°C
Strecke
ca. 82 Km / 520 Hm
Route
Riehen – Inzlingen – Degerfelden – Nollingen – Schwörstadt – Bad Seckingen – Laufenburg – Stein – Zeiningen – Rheinfelden – Birsfelden - Riehen
Leitung
Hanspeter

8. Samschtigstour 22.02.2020 – Geschüttelt nicht gerührt

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Im Frühling, also demnächst, wird er in die Kinos kommen, der neue James Bond. Jeder wird wohl wissen welche Zubereitungsart Bond, James Bond, für seinen Martini bevorzugt. Und genau so sollten wir uns für ein Teilstück der Strecke fühlen. Nur wussten das André, Gianni, Heinz, Martin, Peter, Volker und Werner (noch Gast) noch nicht. Und auch der Tourenleiter, dem die Strecke von einem Arbeitskollegen empfohlen wurde, hatte keine Ahnung was auf die stattliche Gruppe zukommen würde.

Aber der Reihe nach, mit der Fahrt hoch nach Inzlingen stand, unmittelbar nach dem Start, zum ersten Mal in der laufenden Saison eine nennenswerte Steigung im Programm. Gleich zu Beginn der Steigung bildete sich vorneweg ein erstes kompaktes Feld. Dahinter bildeten Heinz und der Tourenleiter ein gut harmonierendes Duo, welches sich in gleichmässigem Tempo nach oben schraubte und auf Höhe des Inzlinger Schlosses sogleich an der wartenden Spitzengruppe vorbeizog. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur wurde die Abfahrt nach Degerfelden in zügigem Tempo absolviert. Bei Rheinfelden wurde, der am Start vermisste, Martin eingeholt. Zeitgleich verabschiedete sich Heinz der, nach Rücksprache, die Gruppe zufahren lassen wollte. Bei wiederum traumhaftem Wetter fuhren wir auf dem Veloweg Schwörstadt entgegen. Bei der Wehramündung dann ein erstes Stück Naturweg. Soweit alles OK, das wurde mir auf “Komoot“ auch so angezeigt. Kein Grund zur Beunruhigung, nach ca. 500 Meter wieder befestigte Strasse. Nach Schwörstadt glaubte ich dann meinem Arbeitskollegen, der mir versichert hatte am Rhein entlang fahren zu können, mehr wie der auf dem Navi abgespeicherten Streckenführung. Da wird am Montag wohl gleich ein Mitarbeitergespräch fällig. Nun begann nämlich die nicht enden wollende „Martinistrecke“. Der Weg am Rhein entlang entpuppte sich als veritable Holperpiste und wir wurden, während die Getränke in unseren Bidons überschäumten, ein ums andere Mal von oben bis unten durchgeschüttelt. Power Plate braucht da kein Mensch mehr, hoffentlich endet das nicht noch im Kiesbett. Aber alles ging gut, Defekte waren keine zu verzeichnen und im Gegensatz zu Paris Roubaix war das wohl immer noch eine Autobahn. Zur langsamen Angewöhnung war der anschliessende Veloweg durch Wallbach, immer noch deutsche Rheinseite, mit Betonsteinen besetzt. Zwar immer noch besser wie das nachfolgende Kopfsteinpflaster durch Bad Seckingen aber eben die Rüttelpartie hatte noch kein Ende.

Erst nach Überquerung der Holzbrücke hörte das Zähneklappern auf und der Schaum in den Bidons bildete sich wieder vom gasförmigen in den angestammten flüssigen Zustand zurück. Bei Mumpf wurde die Autobahn überquert. Richtig gehört es gibt tatsächlich nicht nur eine Unter- sondern auch eine Überführung, die einem sogar ein gewisses Mass an Fahrtechnik abfordert. Finden tut man sie wenn man einfach zu früh links abbiegt. Als Nächstes stand die Steigung vor Zeiningen zu Buche. Eine Steigung für die es irgendwie einfach nicht den richtigen Gang gibt.

An der Tankstelle eingangs Rheinfelden wurden wir von einem „netten Herrn“ in einem blubbernden Amischlitten der uns, rücksichtslos, auf dem Veloweg quer vor unsere Velos fuhr, abrupt zum Stillstand gebracht. Um nicht zu stürzen musste ich mich sogar kurz auf der Kofferraumhaube abstützen. Es zeigte sich, das Auto hat doch Bremsen, denn nun konnte der Fahrer, wohl aus Angst um sein Auto, plötzlich anhalten. Wir hatten allerdings keinen Gesprächsbedarf und liessen ihn kurzum stehen.

Zu guter Letzt schoss, auf der Anfahrt zum Kraftwerk, auf der Sternenfeldstrasse eine Zeitfahrmaschine (natürlich mit Fahrer) an uns vorbei. Gianni zeigte, mit den Worten siehst du was die Felgen ausmachen, auf die Räder. Das muss doch auch ohne gehen, also aus dem Sattel und hinterher. Das Loch wurde nicht grösser aber auch nicht kleiner. Dann bekam er aber die Kurve bzw. Ecke bei der Delica überhaupt nicht in den Griff und wir waren wieder vorbei. Gianni siehst Du was Fahrtechnik ausmacht?

Das Kind im Mann war nun auch befriedigt und mit lachenden Gesichtern verabschiedeten wir uns an der Schleuse von Gianni und Peter.

Strecke 66 km / 440 hm