Samschdigstour

04.07.2020 09:30 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Achtung! Start um 9:30 Uhr

Wetter
Schön bis 26°C
Strecke
Ca. 84 Km / 950 Hm
Route
Riehen – Schopfheim – Kürnberg – Gersbach – Schwörstadt – Nollingen – Degerfelden – Grenzach - Riehen
Leitung
Hanspeter

16. Samschtigstour 04.07.20 – Experiment Vorhut

Von Hanspeter Brack / Bilder André Fürbringer

Vortrupp, Vortrab, Schrittmacher, Stosstrupp, Bahnbrecher, alles Synonyme für Vorhut. Tatsächlich könnte man auch von Allem etwas hinein interpretieren in diese erstmals umgesetzte Idee einer, zu einem früheren Zeitpunkt startenden, vorausfahrenden, langsameren Gruppe. Martin S. holte sich Kurt und Hansjörg ins Boot, oder eben aufs Velo, und initiierte so eine 3er Vorhut.

Den regulär um 9:30 Uhr gestarteten Fahrern, die mit André, Gianni, Martin W., Urs, Manfred und Hanspeter, sowie den Gästen Werner, Ed und Harald eine 10er Verfolgergruppe bildeten, oblag die Aufgabe der Einholung. Eines kann man gleich vorneweg nehmen, der Vortrab hatte seine Sache gut gemacht. Den Verfolgern präsentierte sich nämlich eine Strecke in hervorragendem Zustand. Sämtliche Hindernisse waren aus dem Weg geräumt, die Kurven mehrheitlich sauber ausgewischt und unser Kommen angekündigt. Anders kann ich mir die Ola Welle mit welcher wir an der Wiese bereits erwartet wurden nicht erklären.

Das wir auf dem ersten flachen Teil der Strecke entlang der Wiese eine Chance zur Einholung hätten war nicht zu erwarten. Vielmehr konnten wir uns doch Hoffnung machen unseren Stosstrupp gegen Ende des rund zwölf Kilometer langen Aufstieges zum ehemaligen, uns Baslern bestens bekannten, Wintersportort Gersbach einzuholen. Den Berg von Schopfheim via Kürnberg bezwingend kämpften wir uns Meter um Meter die wunderschöne Strasse, die man am sich am Wochenende mit zahlreichen Motorradfahrern teilen muss, dem höchsten Punkt auf rund 900 M.ü.M. entgegen. Hat man erst Mal seinen Tritt gefunden, eine, wegen ihrer Gleichmässigkeit, gut zu fahrende Steigung. Aber je näher wir Gersbach kamen umso grösser wurden auch unsere Augen, von der Vorhut weit und breit nicht zu sehen. Langsam kam der Verdacht auf die mussten mit Licht am Velo gestartet sein. Eingangs Gersbach wurden wir dann doch von Martin erwartet. Kurt und Hansjörg wollten ihren Vorsprung nicht preisgeben und hatten sich ca. eine halbe Stunde vor uns, so lange wartete Martin nämlich bereits, in die Abfahrt gestürzt. Wenn man weiss wie Kurt (noch immer) zu Tale bolzt, dann bestand für uns eine eher bescheidene Chance zur Einholung. Der im Wehratal vor uns fahrende Linienbus macht sie dann endgültig zu Nichte. Wir hätten zwar deutlich schneller fahren können kamen aber nicht vorbei und mit zehn Mann schon mal grad gar nicht.

Mit spitzbübischem Grinsen und ein paar spöttischen Bemerkungen wurden wir deshalb in Wehr von Kurt und Hansjörg in Empfang genommen. Triumphierend hatten die Beiden ihre Vorausfahrt nun doch abgebrochen um auf uns zu warten. Das Erfolgserlebnis sei ihnen von Herzen gegönnt. Wie Radiotour vermeldete ging es nun «Tutti insieme» durch das Naturschutzgebiet an der Wehramündung, gespickt mit ein paar hundert Meter unbefestigter Strasse, weiter nach Schwörstadt und über den Veloweg entlang des Rheins nach Rheinfelden.

Im Kickerhüttle zwischen Degerfelden und Herten hatte der Tourenleiter endlich Einsicht und es gab den von Harald schon im Aufstieg nach Gersbach herbeigesehnten, wie er es nannte, Pit Stop. Allerdings nicht zum Reifenwechsel, sondern nur zum Auftanken. Zur Ergötzung der anwesenden Gäste liess Manfred es sich nicht nehmen, infolge verpassen des Veloweges, eine Querfeldeinlage über den Fussballplatz zum Besten zu geben. Nach ordentlicher Registrierung aller Namen durch den jeweiligen Tischmeister erhielten wir unsere Getränke und die Flüssigkeitsspeicher konnten wieder aufgefüllt werden.

Zur Erleichterung der Bestimmung der Täterschaft wurde die Ausfahrt am Grenzacher Zoll mit einem Gruppenfoto beendet.

Fazit: Das Konzept könnte durchaus Zukunft haben, am Feintuning muss noch etwas gearbeitet werden. Vor allem die Frage wieviel Vorsprung braucht es tatsächlich kann nur über Erfahrungswerte beantwortet werden.