Samschdigstour

11.07.2020 09:30 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Wetter
Schön bis 24°C
Strecke
Ca. 99 Km / 1310 Hm
Route
Riehen – Muttenz –Liestal – Langenbruck – Kappel – Olten – Hauenstein – Sissach – Liestal – Muttenz - Riehen
Leitung
Hanspeter

17. Samschtigstour 11.07.20 – Zweipässe - Fahrt

Von Hanspeter Brack / Bilder André Fürbringer

Zwei Pässe ein Name, Hauenstein, auseinanderzuhalten durch oberen und unteren. Aber welcher ist nun welcher? Dies herauszufinden machten sich André, Gianni, Martin S., Martin W., Peter, Ed und Hanspeter auf den Weg. Als Erster wird Derjenige angesteuert bei dem Name der Ortschaft und Name des Passes nicht gleich lauten. Nachdem noch am Freitag schwülwarmes Wetter herrschte hatten die Nacht und ein kurzer Regen am frühen Morgen für Abkühlung und angenehme Bedingungen gesorgt.

Allzu viele Wege nach Liestal gibt es nun ja wirklich nicht, genau genommen, wenn man mehrheitlich auf Veloweg fahren möchte, nur einen. Zwar eher langweilig aber als Einrollstrecke durchaus zu gebrauchen. Kurz vor Frenkendorf wurden wir, auf Höhe der Hülftenschanze, von „Marathon man“ Martin W. bereits erwartet. Er hatte sich diesen Übernahmen mit mehreren veritablen Ausfahrten während der gesamten Woche redlich erstrampelt und sich für diesen Samstag den Weg von Therwil nach Riehen geschenkt.

Nach der Durchfahrt durch Liestal begann mit dem Einstieg ins Waldenburgertal der schöne, interessante und auch anspruchsvolle Teil der Ausfahrt. Erst am Waldrand entlang, dann über freies Feld, ab Hölstein in ein Hauseckenkriterium übergehend, führte uns die Route nach Waldenburg und damit an den Fuss der eigentlichen Hauensteinsteigung. Auf gut 5 Km mit durchschnittlich 4.9% Steigung waren nun ziemlich genau 200 Hm zu überwinden. Die maximalen Steigungs-% betragen immerhin 9,5. Derweil sich vorne Gianni, Peter, André und Ed einen beinharten Kampf um den Bergpreis am, nun sei es verraten, oberen Hauenstein lieferten (so wurde jedenfalls berichtet) bildete ich gemeinsam mit den beiden Martin die Nachhut.

Damit war aber noch nicht ganz Schluss mit Steigung. Nach kurzer Abfahrt durch Langebruck bogen wir links nach Bärenwil ab wo nochmals knapp 50 Höhenmeter zu überwinden waren. Die Abfahrt durch die Tüfelsschlucht wie immer traumhaft, irgendwie hat diese Schlucht eine ganz spezielle Atmosphäre.

In Kappel, im Restaurant Linde, stand ein Tankstopp an von dem sich die beiden Martin etwas früher wieder auf die Strecke begaben. Sie wollten den unteren Hauenstein mit etwas Vorsprung in Angriff nehmen. Es sollte sich herausstellen dass wir ihnen zu viel Vorsprung gegeben hatten und sie deshalb oben auf uns warten mussten. Zunächst ging es allerdings der Dünnern, einem Nebenfluss der Aare, am Fusse des Borns, entlang nach Olten. Ein Veloweg der zügiges Tempo zulässt und mitten in Olten endet.

Bereits in Trimbach begann es wieder zu steigen, 295 Höhenmeter auf 7,7 Km waren zu erklimmen. Mit durchschnittlich 3,8% und maximal 6.3% ist die Steigung etwas moderater. Aber Obwohl kräftig reingehalten und ein hohes Tempo angeschlagen wurde waren die Ausreisser, wie bereits erwähnt, nicht mehr zu stellen.

André hatte es allerdings nicht bis nach ganz oben geschafft, ihm war bereits vorher die Luft ausgegangen. Also eigentlich nicht ihm sondern seinem Hinterrad. Einmal mehr hatte er sich selbstlos geopfert um den Part den des Pannenopfers zu übernehmen. Wenn das so weitergeht werden wir ihn wohl bald Poulidor nennen müssen. Auch Frankreichs Nationalidol hatte seinerzeit das Talent jeden Nagel am Strassenrand zielsicher aufzuspüren.

Um das Ganze für uns nicht allzu einfach zu gestalten blies uns ab Hauenstein, bis nach Hause, ein kräftiger Gegenwind ins Gesicht. Anlässlich Andrès Geburtstag ging die Rundfahrt mit Kaffee und Kuchen bei ihm zu Haus zu Ende. Herzlichen Dank für die Einladung, der Kuchen war hervorragend und natürlich wünschen wir an dieser Stelle nochmals alles Gute, Gesundheit und noch viele gemeinsame Kilometer auf dem Velo.

Gefahrene Kilometer 103 / Höhenmeter 1163