Velo-Club Riehen

Veloferienwoche 2020

Die Planung für die Veloferienwoche der Saison 2020 läuft auf Hochtouren — Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen.

Datum
16.05. – 23.05.2019
Ort
Hotel Zi'Martino in Castagneto Carducci / Toskana
Preise
Halbpension (Indikation):
DZ: € 65/Person/Nacht
EZ: € 80/Person/Nacht
Anmeldung
Teilnehmerzahl beschränkt. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte umgehend via info@vcriehen.ch.

25. Samschtigstour, 07.09.2019, Hochprozentig (max. 21.6%)

Von André Fürbringer

Unsere heutige Tour, Riehen, Rheinfelden, Magden, Olsberg, Arisdorf, Liestal, Gempen, Dornach, Riehen, startete nach dem Grillfest vom Freitag fast wieder mit einem Fest in Riehen. Leider war aber das Ganze nicht für uns bestimmt und die Leute liessen uns links liegen ohne grosse Beachtung. 🤣

Auch gut dachten wir und machten uns auf den Weg Richtung Rheinfelden. Volker, Martin S., Bruno und ich nahmen mal die ersten Kilometer unter die Räder, da wir wussten Martin W. erwartet uns Anfangs Veloweg in Magden und Kurt hatte schon einen gewaltigen Vorsprung da wir gar nicht wussten wo er genau aufkreuzte. Im Gebiet Grenzach pfiff uns Bruno zum Start auf eine schnellere Trittfrequenz und verabschiedete sich gleichzeitig. Unter herrlichem Sonnenhimmel strampelten wir über Deutschland dem Rhein entlang zum ersten Etappenziel. Aber schon auf der Höhe von Feldschlösschen irritierte mich das Bier bereits, dass ich direkt auf den Bauernhof fuhr, statt die Rampe hoch zu Feldschlösschen. Klar ich wollte natürlich den Kameraden die erste Hürde ersparen. 😎

Zum Glück fuhr Martin hinter mir und gab mir so die Regieanweisungen damit ich die richtige Strasse erwischte. Nun war alles wieder im Lot und Martin gesellte sich zu uns vor Magden. Der erste Hügel Olsberg mit einer hochprozentigen Steigung erwartete uns bereits. Als ich oben ankam wollte ich natürlich sofort einige Bilder schiessen von den Strapazen in den Gesichtern. Nun war Allen klar warum Kurt direkt einen anderen Weg gefahren ist und diese Steigung nach einem grossen Dessert am Grillabend ausliess. Sein Schmunzeln bekamen wir dann noch auf dem Gempen zu sehen.

Doch VCR wäre nicht VCR wenn wir dies nicht geschafft hätten und so konnten wir unseren Weg nach einer kurzen Pause weitergehen. Eine rasante Abfahrt nach Arisdorf liess uns nur kurz verschnaufen und schon wartete der nächste Hügel Richtung Chrüz/Büpplirank. Oben angekommen genossen wir das sommerliche warme Wetter und eine Weitsicht in den Schwarzwald und Umgebung entschädigte uns für die Aufstiege. Wieder ging es jetzt kurz runter und der nächste Aufstieg entlang der Arisdörferstrasse brachte uns zum nächsten Top mit der nächsten Abfahrt nach Liestal. Volker meinte da schon kurz jetzt reichts mit den Hügeln, aber leider war dies noch nicht alles vom Tourenplaner. Durch das Oristal mit flottem Tempo erreichten wir bald Neu-Nuglar von wo es nun die letzte richtige Steigung über Nuglar der Gempenstrasse entlang auf den Gempen ging. Nun hatten wir das Top der Samstagstour wirklich erreicht. ✌

Kurt wartete da oben bereits auf uns und konnte ein Lächeln nicht verkneifen als Martin S. meinte sein Vorderrad in der Steigung Olsberg wäre fast in den Himmel geschossen so steil war es. Kalt und trocken meinte Kurt «siehst Du, darum bin ich aussen rum». 🤣

Der Vorschlag von Kurt einzukehren war natürlich Allen recht, nur Volker hatte noch etwas vor und musste gehen. Das Café auf dem Gempen hatte zu und so fuhren wir fast so schnell wie die Tour de Suisse runter nach Dornach wo wir kurz einkehrten um unseren Durst zu stillen. Wie immer war es Zeit nach Hause zu gehen und so liessen wir Kurt und Martin W. ihren Weg gehen. Martin S. und ich nahmen noch die letzten Kilometer nach Riehen in Angriff.

Zu Hause angekommen zeigte der Kilometerstand eine Fahrt von 65.95 km und 1004 hm. Ein gelungener Tag neigt sich nun zu Ende und wir geniessen den lauen Sommersamstagabend. Ihr habt es wirklich verdient, danke für’s mitkommen. Sali Zämme und gute Erholung bis bald. 😆

24. Samschtigstour 31.08.19 – Komoot hatte keine Chance

Von André Fürbringer

Am Donnerstag klingelte plötzlich mein Telefon als ich auf einer Deutschland Tour war in Reute und sah, dass Hanspeter mich anrief. Da dachte ich was ist denn jetzt los? Am anderen Ende war er und meinte er sei soeben aus dem Spital nach Hause gekommen da er einen fürchterlichen Sturz mit dem E-Bike auf dem Weg zur Arbeit hatte und einen kleinen Filmriss hätte. Unglaubliches Glück und einen Schutzengel muss er gehabt haben, wenn man seinen Schilderungen folgte. Mir lief gerade der Schweiss runter und dachte einfach nur keine Brüche. Nein meinte er denn seine Statur sei einfach wie Stahl und hätte nur einige starke Prellungen und eine Gehirnerschütterung davongetragen. Da kann man wirklich nur noch gute Besserung wünschen.

Somit war klar, ich musste wieder ran. Kurt hatte im Vorfeld bereits einigen E-Mail-Verkehr mit Hanspeter und hatte ihm eine Route durchgegeben die er gefahren sei. Somit übertrug Hanspeter diese ins Komoot und schickte mir diese. Unsere heutige Tour ging mit Volker, Gianni, Peter, Harald, Bruno, Hansjörg, mir und Kurt (stieg in Folgensbourg ein) von Riehen über Allschwil, Hagenthal, Folgensbourg, Knöringen, Jettingen, Knöringen, Obermüspach, Oltingen, Wolschweiler, Biederthal, Rodersdorf, Biel-Benken, Oberwil zurück nach Riehen. Gefahrene Kilometer: 84.76 und 787 Höhenmeter.

Die Tour ging flott los und Komoot zeigte den Weg. Doch bereits in Hagenthal le Bas, wollten die ersten nicht mehr nach Komoot fahren. Ich und Hansjörg fanden dann einen kleinen Weg nach der Anweisung des GPS und führte uns wieder auf dem Aufstieg mit den anderen zusammen. Ja wenn halt nicht Alle wollen, dann findet man sich auch so wieder. Oben in Folgensbourg wartete Kurt auf uns und Bruno drehte ab und machte sich auf den Heimweg.

Nun ging es zu siebt weiter neben dem Golfplatz runter über Jettingen-Knöringen weg von Autos auf kleinen Strassen. Kurt meinte dann ab und zu, also diese Woche konnte ich diese Tour richtig geniessen und die Landschaft anschauen, seht ihr eigentlich auch etwas? Ja wir geniessen es auch, meinten wir. Doch Komoot meinte mehrheitlich wir sollen rechts dann links etc. aber Kurt liess der Route nach GPS keine Chance und so verstummte auch diese Stimme im Nirgendwo.

Weiter ging es in zügigem Tempo (vor allem Peter avancierte immer wieder als Pace-Maker) weiter Richtung Biederthal wo uns Hansjörg zu einem Umtrunk einlud. Herzlichen Dank nochmals. Er war Gotten froh endlich seinen Durst zu stillen, da er sich auf eine Flachetappe eingestellte hatte!

Jetzt waren wir wieder auf der Höhe und strampelten noch die letzten Kilometer zurück nach Basel, bzw. Kurt, Peter und Harald verliessen uns dann Richtung Pfeffingen, Leymen respektive Münchenstein. Eine schöne Ausfahrt bei sommerlichen Temperaturen freute jedes Bikerherz und bis auf wenige traten alle mit weissen Socken an wie Kurt das gerne hat. In diesem Sinne freuen wir uns bereits wieder auf die nächsten Kilometer ob mit oder ohne Komoot, für heute verabschiedet sich das GPS.

Davos 2019 — Traumhafte Trails

Von Rainer Büchele

Nachdem wir in den letzten Jahren vor allem im Mittelgebirge auf unserer jährlichen Zweitagestour unterwegs waren, ging es in diesem Jahr alpiner, nach Davos.

Nach der Anreise am Freitagabend, ging es für uns (Svenja, Jonas, Kai, Luzi, Sven S., Patrick und ich) am Samstag früh mit der Parsennbahn Richtung Weissfluhjoch los. An der Talstation gesellten sich auch Sven R. und Sandra dazu. Obwohl unsere Gruppe normalerweise eher CC-lastig unterwegs ist, hatten sich die meisten mit ordentlich Federweg «hochgerüstet». Dies zahlte sich beim eher beschwerlichen Einstieg mit einigen Schiebepassagen und folgendem, langgezogenem Anstieg auf schmalen Trails entlang dem Panoramaweg zum Chörbschhorn noch nicht aus. Wohl aber dann bei der abwechslungsreichen Abfahrt hinab nach Davos Frauenkirch. Diese, wie alle noch am Wochenende folgenden Abfahrten, verlangte von fast allen von uns das maximale Fahrkönnen ab.

Mit einer etwas kleineren Gruppe, Jonas und Luzi nahmen sich eine Auszeit, ging es am Nachmittag dann auf der anderen Talseite zum Jakobshorn hoch. Auf über 2600 m.ü.M. startet der mit einem Singletrail-Anteil von über 80% bekannte Alps Epic via Rinerhorn und Monstein nach Filisur. Eine hervorragende Tour durch eine sich immer wieder verändernde, alpine und subalpine Landschaft. Leider war der letzte Abschnitt gesperrt, sodass wir nicht unter dem berühmten Landwasserviadukt hindurchfahren konnten, dafür aber pünktlich zum Abendessen zurück in Davos waren, wo wir uns ein fantastisches Abendessen gönnten.

Am Sonntag ging es dann wieder aufs Jakobshorn und von dort via Ischalp und einem anschliessenden Flowtrail zurück nach Davos Platz, von wo wir auf die Weissfluhjoch-Seite wechselten und dieses Mal Richtung Davos Wolfgang auf schmalen Pfaden ins Tal fuhren. Nach diesen ersten beiden Touren verkleinerte sich das Hauptfeld: Svenja, Jonas, Kai und Sandra verabschiedeten sich am Mittag zur Heimfahrt.

Wir anderen steuerten nochmals das Jakobshorn an, um von dort die Abfahrt nach Sertig und wieder zurück aufs Jakobshorn und schliesslich via einem schmalen Gratweg hinunter ins Dischmatal zu fahren. Dort ging das Wochenende mit der Rückkehr nach Davos zu Ende. Euphorisiert durch viele neue Fahrerlebnisse und mit der Erkenntnis, dass auch mehrheitlich Abfahrtshöhenmeter jede Menge Spass mit sich bringen können, machten wir uns auf den Heimweg.

Vielen Dank an dieser Stelle an Sven Rizzotti, der uns durch seine Ortskenntnis und sein Fahrkönnen ein super Wochenende in Davos mitermöglicht hat. Ganz nebenbei wissen wir nun auch, wo in der Region Davos es den besten Apfel- und Blaubeerkuchen gibt.

Fahrdaten:
Samstag – 61 km und 2700 Hm (mit Bahnfahrten)
Sonntag – 53 km und 2600 Hm (mit Bahnfahrten)

23. Samschtigstour 24.08.19 – Premierentag

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Nachdem ich die ausgeschriebene Tour bei Komoot sicherheitshalber nochmals nachgescheckt hatte, spuckte das Programm unter Anforderungen folgendes aus: Schwere Rennradtour, sehr gute Kondition erforderlich, überwiegend gute Strassenbeläge, einfach zu fahren. Liegt ja alles immer im Auge des Betrachters.

Umso mehr erstaunte, dass mit der extra aus der Umgebung von Thun angereisten Margrit sowie Alice und dem wieder genesenen Harald gleich drei Mitglieder ihr Debüt für die laufende Saison gaben. Komplettiert wurde die Gruppe durch Johanna, André, Bruno, Heinz, Kurt, Martin S, Martin W und Hanspeter. Eine stattliche elfköpfige Truppe die sich also dieser Herausforderung ganz oder teilweise gewachsen fühlte. Die nahezu topfebene Anfahrt bis Müllheim gestaltete sich dann doch nicht so ganz einfach wie gedacht. Strassenbauarbeiten in Kleinkembs, die auch den gewohnten Veloweg betrafen sorgten für einiges an Verwirrung. Plötzlich standen wir nämlich vor einem Schotterweg über welchen wir unsere Fahrt fortsetzen sollten. Die noch aus „Collézeiten“ stammende notorische Angst vor solchen Abschnitten liess uns wenden um die zweite mögliche Variante, oben gleich unterhalb der Bahnlinie, zu nutzen. Kaum zu glauben auch dieses Strässchen war gesperrt. Es kam aber noch besser. Nachdem wir uns entschlossen hatten halt doch die Hauptstrasse zu benutzen standen wir auch dort vor einer Absperrung. Die Annahme mit dem Velo würde man schon durchkommen erwies sich als ebenso trügerisch wie falsch, standen wir doch zu guter Letzt vor einer Brücke ohne Strassenbelag. Bruno gab endlich zu diese Sperrungen in Auftrag gegeben zu haben und somit Verursacher des ganzen Chaos zu sein. Für ihn wäre diese Distanz nämlich bereits ausreichend gewesen und mit dieser Massnahme glaubte er sich eine Weiterfahrt ersparen zu können. Da hatte er die Rechnung ohne den unerschütterlichen Vorwärtsdrang von Velofahrern gemacht. Mit geschultertem Velo wurde auch diese Hürde gemeistert. Einer ist natürlich immer schlauer. In diesem Fall war es André der doch die Schotterstrecke gewählt hatte und uns auf der anderen Seite der Brücke bereits entgegenkam.

In Schliengen reichte es, trotz deutlich aufsteigender Form, Bruno endgültig und gemeinsam mit Martin S, der aus Zeitgründen nicht die ganze Tour absolvieren konnte, machte er sich via Liel auf den Rückweg.

Bei Kilometer 40 war Müllheim erreicht und kaum merklich fing es stetig zu steigen an. Kurt verabschiedete sich ebenfalls um via Feldberg und Scheideck „s’Beizli“ an der Wiese, wo er auf uns warten würde, anzupeilen.

Zu acht ging es nun also dem Wanderparkplatz Kreuzweg oder auch Sirnitzpass, welcher mit 1079 m.ü.M. den Kulminationspunkt der Tour darstellte, entgegen. Je nachdem wo man nun den Beginn der Steigung definiert, ob bereits in Müllheim oder erst in Badenweiler beträgt deren Länge 16 oder immerhin immer noch 10 Kilometer mit durchschnittlich 6.8% Steigung und maximal 10% einmal im unteren, einmal im oberen Bereich. Es handelt sich nach dem Notschrei um die zweithöchste Passstrasse im Landkreis Lörrach.

Die Wartezeit bis alle oben ankamen betrug lediglich um die 14 Minuten angesichts der Altersunterschiede innerhalb der Gruppe mehr als respektabel. Nach kurzer Verschnaufpause ging es in die Abfahrt welche uns durch das kleine Wiesental nach Schopfheim führen sollte. Eigentlich hätte es „Gruppo completo“ heissen sollen und auch müssen. Leider hatte Martin den Abgang verpasst, bis er nämlich Helm und Brille aufhatte war bereits keiner mehr da und auch keiner hat’s gemerkt. Irgendwie lag der Fokus auf Margrit die sich vor der Abfahrt als eher schlechte „Downhillerin“ geoutet hatte. Tut uns leid Martin hätte nicht passieren dürfen, da haben wir Dich um das Vergnügen eines Mannschaftszeitfahrens gebracht.

Wie abgemacht erwartete uns Kurt in bereits erwähntem Beizli an der Wiese. Gemeinsam verprassten wir die, noch auf die Ferienwoche zurückgehende, Spende von René Gysi. René vielen Dank es hatte noch selten so gut getan. Auch Martin gelang es so den Anschluss wieder herzustellen und „tutti insieme“ also alle gemeinsam trudelten wir in Riehen wieder ein.

Gefahrene Strecke 99 km / 970 hm

22. Samschdigstour – Durch's Elsass

Von André Fürbringer

Dieses Wochenende habe ich den Job von Hanspeter übernommen, da er 2 Wochen in den Ferien weilte meinte ich. Als ich auf den Dorfplatz eingetroffen bin waren da bereits, Hanspeter (früher von den Ferien nach Hause gekommen, da er dem Verkehr ausweichen wollte), Martin, Bruno, Pascal, René und Urs Zwahlen (was für eine Überraschung, mal nicht mit Zügeln beschäftigt!) und meine Wenigkeit.

Meine Planvorbereitung für diese Tour hatte ich schon vor 2 Wochen gestartet und bin diese mit dem Roller zur Besichtigung abgefahren. So konnte ich es vermeiden auf irgendwelche Irrleitungen zu treffen. Unsere Tour führte uns über Allschwil-Busschwiller-Folgensbourg-Jettingen-Heimersdorf-Bisel-Moernach-Ferrette-Raedersdorf-Rodersdof-Leymen-Bättwil-Biel-Benken-Oberwil-Binningen wieder nach Riehen.

Bruno begleitete uns bis nach Hégenheim und verliess uns dann in anderer Richtung. Pascal musste aus Zeitgründen nach Heimersdorf ebenfalls den Rückweg antreten. Da waren's nur noch fünf, die die Fortsetzung der Route in Angriff nahmen. Das kupierte Gelände war herrlich zu fahren und auch die Strassen waren fast Autofrei. Urs wollte zwar schon früh einen weiteren Frühschoppen zu sich nehmen und kommentierte es meistens mit den Worten, alles Klasse, herrlich ausser dieser Tour… Spass musste natürlich sein und bis zum Café Halt in Ferrette waren es doch gegen 60 Kilometer.

Nun folgte die nächste Rampe hoch und hinab Richtung Sondersdorf bevor wir nach Kiffis kamen wo uns der Blochmont erwartete, hier noch eine Anmerkung:

Die Belagerung durch die Basler



Der Rat Basels wollte die laufenden Friedensverhandlungen in Breisach nicht gefährden und zögerte Blochmont zu belagern. Schon der vorangegangene Überfall war nicht im Sinne vieler Ratsherren. Die Zünfte strebten aber die Einnahme der Burg an und übten Druck auf den Rat aus. Am 27. April 1449 schufen die Zünfte schliesslich vollendete Tatsachen und hängten nach der Messe die Zunftfahnen auf ihren Zunfthäusern aus - das militärische Aufgebot für die Zunftbrüder.

Die Metzger, die sich schon beim Auszug nach St. Jakob 1444 hervorgetan hatten, sollten auch hier unter den ersten sein die zu den Waffen griffen. Ihnen folgte die Zunft zu Weinleuten und die Zunft zu Spinnwettern und weitere. Der Rat rief vergebens zur Ruhe, die Zünfte wollten und forderten den Ausmarsch gegen Blochmont. Schliesslich liess auch der Rat am Abend das Banner aushängen. Gegen drei Uhr früh zogen die Basler aus um die Burg Blochmont zu belagern.

Um zu verhandeln und allenfalls Hermann von Eptingen zur Aufgabe zu bewegen, sei am zweiten Tag der Belagerung Rudolf von Ramstein (gestorben 1459) bei den Baslern erschienen. Diese waren einer gütlichen Lösung offenbar nicht geneigt. Sie seien gekommen um sich Leib und Gut des Eptingers zu holen. Auch von den breisacher Verhandlungen kamen Boten die nichts auszurichten vermochten. Die Belagerer untergruben die Burgmauern um sie zum Einsturz zu bringen.

Blochmont ergibt sich

Hermann von Eptingen erkannte seine aussichtslose Lage. Auch wusste er dass er und seine Burgbesatzung Gefahr liefen umgebracht zu werden wenn die Burg erst einmal gefallen war, so wie dies damals häufig üblich war. Unter der Bedingung, dass sein Leben geschont würde ergab er sich am dritten Tag der Belagerung den Baslern. Diese forderten jedoch mehrheitlich seinen Tod, so dass es nur mühsam einigen Besonneneren gelang ihn und seine Männer zu retten.

Vor ihrem Auszug nach Blochmont hatten die Basler Bern und Solothurn um Hilfe gebeten. Ein solothurner Kontingent war im Anmarsch, traf dann aber erst kurz nach der Kapitulation ein. Die Basler hatten bereits beschlossen den Eptinger und seine Leute leben zu lassen und es den Sechsern des Rats in Basel zu überlassen ein Urteil zu fällen. Wären die Solothurner etwas früher gekommen, hätte sich sehr wahrscheinlich eine sofortige Hinrichtung durchgesetzt.

Ihren Zorn liessen die Basler jedoch an der Burg Blochmont aus, die sie in Brand setzten und zerstörten. Hermann von Eptingen habe angeblich mit Tränen in den Augen zugesehen und sich gewünscht nie geboren worden zu sein um solches Leid sehen zu müssen. Immerhin wurde sein Leben und das seiner Männer geschont. Anstatt sie hinzurichten, habe man sie in einem demütigenden Zug nach Basel geführt wo sie in "zwo kefi" in den Kerkern des Spalenturms eingesperrt wurden.

Keiner der Tourenfahrer wollte sich natürlich ergeben und die Meisten hatten gar keine Zeit sich so etwas durch den Kopf gehen zu lassen. Alle meisterten den Aufstieg mit Bravour. Dafür wurden wir jetzt mit einer rasanten Abfahrt belohnt bevor es nochmals eine kleine Rampe nach Wolfschwiller hochging.

Jetzt gab's kein Halten mehr und die Abfahrt belohnte uns für die Strapazen. In einer zügigen Fahrt ging es Richtung Leymen bis Urs noch ein paar Höhenmeter einbauen und nicht den Weg direkt nach Therwil fahren wollte. Auch okay dachte ich mir. Mit dieser kleinen Zusatzschlaufe schafften wir es nach 105.75 km, 1249 hm, 2:36 h. Aufstieg, 1:35 h. Abstieg und 26:18 min in der Ebene wieder nach Riehen.

Glücklich und mit schönen Eindrücken vor allem Landschaftlich, Häuserbau und wie hügelig das Elsass ist, erreichten wir das Café Suter im Rauracherzentrum zusammen. Da war auch Urs happy und freute sich, dass keine weitere Organisation von meiner Seite ansteht mit dem Kommentar, alles Klasse gewesen aber diese Tour war…..(schmunzelnd).

21. Samschtigstour 03.08.19 – Auf und Ab … auf allen Ebenen

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Am gewohnten Treffpunkt fanden sich um 9.00 Uhr Johanna, André, Mike, Martin S., und Hanspeter ein. Da Johanna noch den Auftritt von Alice ankündigte, die dann letztendlich doch nicht erschien, verschob sich der Zeitpunkt der Abfahrt auf 9:10 Uhr. Der von Therwil her kommende Martin W. liess ausrichten, er werde an der Brücke in Aesch auf uns warten. Von Kurt wusste ich dass er sich die ersten Bergpreispunkte in Nunningen gutschreiben lassen wollte und zur Erreichung dieses Zieles bereits vorausgefahren war. Nachdem es mit Alice wie bereits erwähnt nicht geklappt hatte und uns auf der Einrollstrecke entlang der Birs ein VCR Mitglied entgegenkam (falsche Richtung) landeten wir mit dem bereits wartenden Martin den ersten Volltreffer des Tages. Nun zu sechst passierten wir Duggingen und wurden bei unserer Aufholjagd auf Kurt erst von der Bahnschranke in Grellingen, welch zugleich den Fuss des ersten Aufstieges markierte, gestoppt. Nochmals Zeit zum Durchschnaufen, zu einem letzten Schluck aus der Flasche oder zu einem letzten Biss in was auch immer.

Das Heben der Bahnschranke kam einem Startschuss gleich und ab ging es in die gleich nach dem Bahnübergang beginnende bis zur ersten Haarnadelkurve durchaus anspruchsvolle Steigung. Hat man diese ersten 700 m erst mal absolviert werden die restlichen 8 km gegen oben hin (gefühlt) immer flacher. Bereits eingangs Nunningen kam mir Kurt entgegen um die Formation des Tages zu komplettieren. Da er schon etwas länger am Warten war wusste er nicht so recht ob er nun zu früh losgefahren oder zu schnell hochgefahren sei. Wir einigten uns auf zu schnell hochgerattert. Hinter dem als Dritten eintreffenden André hatten sich Johann und die beiden Martin zu einem Grupetto zusammengefunden. Allerdings wurde Johanna auf ihrem Mietvelo irgendwie immer kleiner. Dies führte auf der Höhe nach Bretzwil, mit knapp 700 m der Höchste Punkt der Tour, zu einem etwas windigen Halt. Leider konnte der nach unten rutschende Sattel, mangels passendem Werkzeug, weder neu positioniert noch fixiert werden. Es blieb nichts anderes übrig als wie mit den Knien bis zum nächsten Veloladen weiter zu fahren. Glücklicherweise stand die Abfahrt bis Reigoldswil bevor und da wäre ein Veloladen direkt an der Strasse und hätte er nicht Betriebsferien gehabt, hätte er sich sicher hilfsbereit gezeigt.

Zwischenzeitlich fragte ich mich ob Kurt, der sich in die Abfahrt gestürzt hatte als gäbe es kein Morgen, nun auch noch in den Speed-Disziplinen auf sich aufmerksam machen will. Hat er da etwas durcheinander gebracht? Der Alpine Abfahrtsweltcup beginnt doch erst im November. In Bubendorf konnte dann ein Bekannter von Johanna das Problem mit der Sattelstütze fürs Erste lösen und mit deutlich gesteigertem Überblick konnte sie die Fahrt fortsetzen. Da ich weiss dass Kurt der Fahrt von Liestal nach Basel nicht viel abgewinnen kann hatte ich die Variante über den Asphof verbunden mit ein paar extra Kilometern gewählt. Bei besten äusseren Bedingungen erreichten wir schon bald Sissach und standen im Handumdrehen vor der zweiten nennenswerten Steigung des Tages hinauf zum Asphof. Vor Rothenfluh also links abbiegen, Kette vorne runter und wenn möglich Kadenz halten. Auf dem Asphof angekommen ein kurzer Halt, Mike betätigte sich als „Wasserschmöcker“ und kam mit immerhin halb gefülltem Bidon wieder zurück. Die Anderen machten sich das, indem sie nach absolvierter Abfahrt die Dorfbrunnen in Wegenstetten nutzten, etwas einfacher. Mit vollen Tanks ging es anschliessend das Tal hinunter nach Möhlin. Ein kurzes Verfahren des Tourenführers sorgte kurzfristig für etwas Verwirrung, ansonsten wurde auch diese Teilstrecke so zügig absolviert dass, nach eigenen Aussagen, nicht alle viel gesehen haben.

Johanna hatte ein anderes Problem, sie wurde nun stetig wieder kleiner. Es hatte zwar Gegenwind aber ob das langsame absenken der Sattelstütze ein probates Gegenmittel darstellt ist wissenschaftlich nicht belegt. Also bitte nicht nachmachen, die Knie danken es. Man kann sich auf dem Velo auch anders klein machen. Nachdem wir das Möhlintal verlassen hatten macht sich auf der freien Strecke zwischen Möhlin und Rheinfelden nun ein deutlicher Temperaturanstieg bemerkbar. Dies und die Tatsache dass unsere Fahrt noch über das Gelände einer Gerste verarbeitenden Firma Namens Feldschlösschen führte liess bei Mike die Zunge wohl in die Kette rutschen. Zaghaft kam er nach vorne um nachzufragen ob ich gedenke die Fahrt in einem Rutsch durchzuziehen. Natürlich nicht und so sassen wir denn kurz darauf im Restaurant Bahnhöfli in Kaiseraugst unter Kastanienbäumen. Bestellt wurde ausschliesslich in Halblitergebinden dazu eine Pizza für Alle. Mike übernahm dankenswerterweise die Rechnung. In gemütlicher Runde wurden unter anderem bereits Pläne für die Velowoche 2020 geschmiedet.

Der Rest der Strecke bis Birsfelden wurde zum Ausrollen genutzt. Ende Hard verabschiedeten sich Kurt und Martin, sie werden bis zu ihren jeweiligen Wohnorten den „Hunderter“ wohl auch noch vollgemacht haben.

Gefahrene Kilometer 100 / Höhenmeter 910

Schlammschlacht im Murgtal

Von Mara Bisonni

Nach fast 6 Wochen Rennpause stand ich am Sonntag wieder an der Startlinie. Die vorherigen Wochen habe ich viele Stunden auf dem Bike verbracht und somit war ich auch gespannt, was für eine Leistung ich erbringen konnte. Nur leider spielte das Wetter nicht so mit.

Schon am Abend davor fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf. Fast das ganze Rennen fuhr ich mit einer anderen Fahrerin aus meiner Kategorie. Nach ca. 15 km konnten wir dann zu einer weiteren Fahrerin aufschliessen und so fuhren wir als Trio weiter. Als dann nach ca. 20 km eine ziemlich steile Abfahrt kam, konnte ich leider mit den anderen zwei Fahrerinnen mithalten.

Die letzten 5 km gab ich dann nochmal alles um die Lücke zu schliessen, was mir leider aber nicht gelang und so landete ich auf dem undankbaren 4. Platz. Nun freue ich mich schon auf das nächste Rennen, die Schweizermeisterschaft in Alpnach.

20. Samschtigstour 27.07.19 – Kleinholz

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Vorab eine Korrektur zum letzten Bericht, bei der Ausfahrt vom 20.07.19 handelte es sich bereits um die 19. Ausfahrt 2019 und nicht wie ursprünglich betitelt um die 18.

Nun aber zu den aktuellen Ereignissen. Aufgrund der Wettervorhersage war der Start wiederum auf 9:00 in der Früh angesagt. Auf den Nachmittag waren nämlich Gewitter und Regenfälle vorhergesagt, was dann ja auch zutreffen sollte. Mit dem sorgenvollen Blick auf die Wetterkarte ergeben sich doch tatsächlich Gemeinsamkeiten zwischen Velofahrern und Bauern. Beide haben irgendwie den Traum vom optimalen Wetter.

Nun denn, nach dem vorübergezogenen Sturm vom Vorabend durften wir uns einmal mehr über das unserer Tour zugeteilte Wetter nicht beklagen. Die Spuren des Sturmes, der immerhin einen 400 Tonnen Kran im Birsfelderhafen zum Einsturz brachte, sollten auch wir im Verlaufe unserer Tour noch zu Gesicht bekommen.

Vorerst aber führte unsere Tour durch unbehelligtes Gebiet. Mit André, Martin, Renè, Samira und dem Schreibenden stellte sich für diese Tour ein Quartett mit Dame zusammen. Die ersten Kilometer, die uns durch die Dörfer Grenzach, Herten, Degerfelden und Nollingen zu den ersten Höhenmetern des Tages brachten, waren zum Einrollen geradezu ideal. So konnten wir die moderate Steigung nach Adelhausen mit bestens vorgewärmter Muskulatur in Angriff nehmen. Klimatisch fühlte sich das Ganze allerdings an wie nach einem Aufguss in der Sauna, gefühlte Luftfeuchtigkeit 200%. Die Nässe welche sich auf der Hautoberfläche bildete war den wohl auch in erster Linie diesem Umstand geschuldet. Die Abfahrt nach Maulburg liess uns auch nicht wirklich abtrocknen, war aber trotzdem wie immer schön.

Mit dieser Abfahrt hatten wir die Strecke der ausgeschriebenen Tour bereits auch verlassen. Das gute Wetter und die Aussicht auf einen verregneten Sonntag liess uns die Tour etwas ausdehnen. Statt wie geplant die Scheideck via Steinen zu erreichen stiegen wir vor Schopfheim ins kleine Wiesental ein um über Wieslet und Weitenau, Endenburg zu erreichen. Nach Hofen war mit der Steigung nach Endenburg erstmals bewaldetes Gebiet zu durchfahren wo die Spuren des Vorabends sichtbar waren. Dürres herunter gewehtes Geäst bedeckte immer wieder die Strasse. Zum Durchkommen noch kein Problem. Martin, der an diesem Tag mit der hohen Luftfeuchtigkeit so seine Probleme hatte wurde kameradschaftlich ins Schlepptau genommen und so war auch dieser Aufstieg schon bald Geschichte. Nach einem kurzen Rundblick ging es denn auch gleich in die Abfahrt nach Kandern. Mit aufmerksamem Blick das hier ebenfalls herumliegende Gehölz umfahrend war auch diese Abfahrt ein Genuss. Eingangs Riedlingen erschallte Renès Warnruf „defekt“ und es hiess André zu Dritten. Es hatte in tatsächlich zum dritten Mal in Folge mit einem Plattfuss am Hinterrad erwischt.

Nach erfolgter Depanierung war noch die Höhe über Tannenkirch zu überwinden womit die Steigungen allesamt absolviert waren und uns quasi als Dessert nur noch die leicht abfallende Strecke nach Eimeldingen bevorstand. Gut eingefahren wie wir nun waren wurde das Tempo trotz leichtem Gegenwind jenseits die 30 km/h Grenze hochgezogen. Hinterradfahren war angesagt. Im Badischen Hof Haltingen liessen wir die Tour gemütlich ausklingen noch nicht ahnend, dass der Braten noch nicht ganz gegessen ist.

Auf der restlichen Heimfahrt wurden uns nämlich noch etliche Steine bzw. Bäume in den Weg gelegt. Schon bei der Einfahrt zur Brücke über den Krebsbach dachte ich falsch abgebogen zu sein stand ich doch unvermittelt vor einer grünen Wand. Es dauerte wirklich einen Moment bis ich realisierte dass da ein ganzer Baum über der Brücke lag. Kein Durchkommen. Es blieb uns nur die Weiterfahrt zum Otterbach. Für Samira, die wir bei der Einfahrt in die Langen Erlen verabschiedeten, hatte das den Vorteil ein längeres Stück des Nachhauseweges begleitet zu werden. Für das Quartett, nun ohne Dame unterwegs, hiess es, bei der nachfolgenden Fahrt durch die grüne Lunge Basels, Lenker festhalten. Die Wege waren mit Kleinholz förmlich übersät. Ausweichen unmöglich. Auf der Höhe des Entenweihers trennten sich die Wege erneut André und René verabschiedeten sich Richtung Niederholz, derweil ich mit Martin nach Riehen Dorf weiterfuhr. Ein weiser Entschluss, wie ich nach Erhalt der Fotos von André feststellen musste. Auch am Entenweiher mussten sich Bäume dem Sturm beugen und unsere beiden Weggenossen waren wohl gezwungen sich noch durchs darniederliegende Gehölz kämpfen. Am Ende der Tour standen 91 km und 774 hm zu Buche.

19. Samschtigstour 20.07.19 – Ganz hundert

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Für unserem Sport nicht nahe Stehende erscheinen wir die wir uns wöchentlich, viele sogar mehrmals, auf zwei Rädern abstrampeln zuweilen schon für nicht ganz hundert. So war es für mich, vor allem angesichts der schwachen Teilenehmerzahlen der vergangenen Ausfahrten, schon ein gewisses Wagnis erstmals eine Tour mit dreistelliger Kilometer- und vierstelliger Höhenmeterzahl auszuschreiben.

So war ich dann äusserst gespannt wie viele Teilenehmer zu dieser Tour erscheinen werden. Punkt neun Uhr war das Rätsel gelöst, zwei Gastfahrerinnen (Samira und Bianca) sowie acht Clubmitglieder (André, Gianni, Martin S, Mike, René, Volker und Hanspeter) wollten sich als ganz hundert qualifizieren. Bruno machte uns, an einem Finger mit einer sauberen Zickzacknaht verziert, ebenfalls seine Aufwartung um uns ein Stück des Weges zu begleiten. Auf dem Weg nach Liestal sammelten wir den von Therwil direkt gestarteten Martin W noch ein und damit war die Zehnergruppe komplett.

In Liestal selbst waren noch ein paar Hindernisse in Form von unkoordinierten Autofahrern zu umschiffen (umfahren könnte falsch verstanden werden)bevor wir uns auf dem Veloweg nach Bubendorf abseits des Verkehrs bewegen durften. Mittlerweile ist es tatsächlich möglich über eine manchmal zwar etwas enge und teilweise auch holprige, als Radweg gekennzeichnete, Verbindung das ganze Waldenburgertal zu durchfahren. Genauso erreichten wir den auch Waldenburg wo bereits im Dorf die Steigung hinauf zum oberen Hauenstein ihren Anfang nimmt. Eine Steigung in der man, den Tritt einmal gefunden, diesen auch bis oben gleichmässig durchziehen kann. So war dann auch jeder erstmal mit suchen beschäftigt was naturgemäss zu einer Auflockerung des Feldes führte. Gianni auch Motörchen genannt hisste als erster oben in Langenbruck die Flagge. Zwischendurch wurden wir von einem laut hupenden, unartikulierte Laute von sich gebenden, Autofahrer überholt. Knallfrosch halt, daran haben wir uns mittlerweile ja schon gewöhnt. Da alle korrekt rechts und hintereinander fuhren kann es daran wohl nicht gelegen haben.

In Langenbruck gab es für die Gipfelstürmer auf dem Kulminationspunkt einen Halt, für die Einen länger für die Anderen etwas kürzer. Mit der Abzweigung nach Bärenwil stand uns nochmals ein kurzer Anstieg bevor. In Bärenwil war erneut ein, diesmal aber unfreiwilliger, Halt angesagt. André war gar nicht erst aus Langenbruck raus gekommen. Erneut zwang in ein Plattfuss seine mittlerweile erworbenen Kenntnisse im Schlauch wechseln zu vertiefen. Moralisch unterstützt dabei wurde er von Martin W, derweil Martin S langsam etwas unruhig wurde. Sein Fahrplan drohte in Gefahr zu geraten. Als ich retour fuhr kamen mir die Vermissten auf halbem Weg bereits entgegen, es konnte also vermeldet werden „gruppo completamente“. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur absolvierten wir in der Folge die wunderschöne und rasante Abfahrt durch die Teufelsschlucht oder „Tüfusschlucht“ wie sie in bestem Gäuer Dialekt heisst. Da muss in Hägendorf vor dem Kreisel wirklich hart in die Eisen gestiegen werden, der Bremsweg ist nicht sehr lang.

Eine Ehren- oder Dorfrunde in Kappel endete direkt vor dem Restaurant Kreuz ideal für einen kurzen Verpflegungshalt. Noch bevor wir unsere Velos angestellt hatten waren auf der Terasse bereits die Tische für uns zusammengestellt worden. Nachdem alle bestellt und erhalten hatten überraschte uns André anlässlich seines kürzlich gehabten Geburtstages noch mit einem Zvieriplättli. An dieser Stelle nochmals vielen Dank und Alles Gute. Anschliessend trieb uns der Rückenwind fast von Alleine nach Olten. Würde ein Velo über solche verfügen wäre Segel setzen durchaus angebracht gewesen. Auch schön mal in die richtige Richtung zu fahren. Nach drei, vier Ecken in Olten befanden wir uns bereits in Trimbach und damit auch schon in der Steigung des unteren Hauensteins. Irgendwo mussten wir ja wieder über den Berg. Auch diese Steigung eine gut zu befahrende. Wiederum war Trittsuche angesagt und das Feld zog sich in die Länge. Plötzlich war ich vorne alleine, wo bleibt nur „Motörchen“ diesmal hatte er seine Aufholjagd wohl zu spät gestartet. Es war nun auch sehr warm geworden, Martin vermeldet eine Temperatur von 35°C.

In Buckten wurde unsere Abfahrt durch eine Baustelle und Rotlicht zwar fürs Erste gebremst, trotzdem war Sissach bereits nach einem gefühlten Wimpernschlag erreicht. Bei der Baustelle zwischen Lausen und Liestal hatten wir für einmal die Verkehrsregler auf unserer Seite. Wir befanden uns noch Ausgangs Lausen als der gesamte Verkehr aufgehalten wurde damit wir im gestreckten Galopp passieren konnten. Aufgrund der unterschiedlichen Wohnsituationen fand die Verabschiedung dieses Mal bereits in Muttenz statt und die gut harmonierende Gruppe löste sich in alle Himmelsrichtung auf. Die hundert sind also gut gelaufen, Samira sah ihren persönlichen Anreiz sogar genau in dieser Zahl begründet und Bianca hätte bereits am vergangenen Samstag gerne eine dreistellige Zahl auf ihrem Tacho gelesen.

Gefahrene Kilometer 101 / Höhenmeter 1135 / reine Fahrzeit 4 Std. 29 Min

18. Samschtigstour 13.07.19 – Gutedel-Tour

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Die Tour führte uns durch die Anbaugebiete in denen die Gutedeltraube seit 1780 beheimatet ist. Zu diesem Zeitpunkt nämlich wurde sie vom badischen Markgrafen Karl Friedrich von Baden aus Vevey importiert. Wer hat’s erfunden? Vor der Fahrt durch, um und entlang den Rebbergen galt es einmal mehr das Kandertal zu durchfahren um in Kandern die Strasse Richtung Badenweiler unter die Räder zu nehmen und damit gleichzeitig die Höhenmeter des Tages zu absolvieren.

Der Start war auf 9.00 Uhr angesetzt, Kurt, André mit Tochter Bianca und Volker folgten dem Aufruf, mit meiner Wenigkeit, immerhin ein Quintett. Die Fahrt bis Kandern verlief zügig und könnte unter dem Motto „Kurt is Back“ in die Clubgeschichte eingehen. Erfreulich wie der wiedererstarkte Kaiser auf ebenem Terrain Tempo halten kann und am Hinterrad klebt wie eh und je. Da nützte auch das tiefstapeln nichts, die Karten sind aufgedeckt. Die nächste Station nach Kandern hiess Sitzenkirch, Basisstation zum Aufstieg auf die St. Johannesbreite der ersten und zugleich auch anspruchvollsten von drei aufeinanderfolgenden Steigungen. Anschliessend eine kurze Abfahrt und gleich hinein in den nächsten Anstieg. Für die nächsten paar Kilometer hatten wir den Genuss durch einen traumhaften, kräftigen Mischwald zu fahren. Auf der rechten Strassenseite verliehen teilweise meterhohe, noch vom Regen der vergangenen Nacht benetzten Farne einen Hauch von Mystik. Vielleicht hatten das die Erbauer von Schloss Bürgeln auch so empfunden als sie seinerzeit ihr Refugium oberhalb dieses Waldes erbauten. Für alle die das Schloss nicht kennen, es kann besichtigt werden und eine Führung ist amüsant und empfehlenswert.

Das Spiel von vorhin, Abfahrt Aufstieg wiederholte sich, allerdings war die dritte und letzte Steigung nochmals kurz und knackig. Belohnt wurden wir dann mit einer langen Abfahrt nach und durch Badenweiler hindurch. In Badenweiler machte mich Kurt, beim Vorbeifahren, auf die Strassenmarkierungen aufmerksam. Wer kann die bei diesem Tempo schon lesen? Scherz beiseite, sicher waren wir etwas zu schnell, aber natürlich hatten wir trotzdem die gebotene Vorsicht walten lassen und uns nicht kopflos durch den langsam erwachenden Kurort hinuntergestürzt. In Niederweiler ging es rechts ab und wir befanden uns in den Hängen wo Gutedel und Burgunder gedeihen.

Uns wurde eine vom Motorverkehr befreite, grosszügig angelegte, mitten durch Reben verlaufende Strasse zu Verfügung gestellt. Leider war auch dieser Abschnitt viel zu schnell absolviert und im Handumdrehen befanden wir uns in (schon mal gehört?) Dattingen, ein kleines Winzerdorf auf dem Weg nach Buggingen. Zwischen Buggingen und Giessheim gönnten wir uns dann, indem wir auf einen so ausgeschilderten Radweg einbogen, noch einen Erlebnispfad. Natürlich wussten wir nicht was uns erwarten würde. Am besten beschreiben lässt es sich mit einem Hauch „Strade Bianche“ jenem Rennen welches über weite Teile auf unbefestigten Strassen in der Toscana ausgetragen wird. Wenn da nicht zu allem Überdruss auch noch diese zertrümmerte Flasche auf dem Schotter gelegen hätte wäre auch alles gut gegangen. So aber dauerte es nicht allzu lange bis der erste und glücklicherweise auch letzte Defekt angezeigt wurde. André war der Auserkorene. Gemeinsam war aber auch dieses Malheur im Schatten eines Kirschbaumes schnell behoben. Die heruntergefallen, weil nicht abgelesenen, Kirschen klopften wir uns übrigens noch auf dem Dorfplatz in Riehen aus den Schuhen.

Zur allgemeinen Erleichterung ging die Strasse auch schon bald von unbefestigt zu befestigt über und via Steinenstadt erreichten wir Bad Bellingen wo eigentlich ein Verpflegungshalt mit Kuchen oder so vorgesehen war. Wegen zu geschlossen, daraus wurde also nichts. Nächste Option Restaurant Blume Kleinkems. Etwas zu trinken erhielten wir gerade noch, Kuchen aber erneut Fehlanzeige. Mittagessen wäre möglich gewesen, Dessert demzufolge aber nicht. Eigenartig, irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes. Von einem Mitglied des Radrennclub Basels, der mit seinem E-Bike anwesend war, wurden wir angehalten schön rechts zu fahren damit er dann später problemlos an uns vorbeiziehen könne. Wir warten heute noch.

Wie bereits erwähnt klopften wir uns nach 90 Km durchsetzt mit 582 Hm beim Verabschieden noch die letzten Kirschen von den Schuhsolen.

← Neuere Artikel Ältere Artikel →