Velo-Club Riehen

Im Winter fit bleiben

Am Dienstag, 15.10.2019 startet das Konditions- und Fitnesstraining in der Bäumlihofhalle. Mit einem abwechslungsreichen Programm sorgt Sonja Nafzger dafür, dass wir fit in die nächste Radsaison starten können: Informationen zum Konditions- und Fitnesstraining

22. Samschdigstour – Durch's Elsass

Von André Fürbringer

Dieses Wochenende habe ich den Job von Hanspeter übernommen, da er 2 Wochen in den Ferien weilte meinte ich. Als ich auf den Dorfplatz eingetroffen bin waren da bereits, Hanspeter (früher von den Ferien nach Hause gekommen, da er dem Verkehr ausweichen wollte), Martin, Bruno, Pascal, René und Urs Zwahlen (was für eine Überraschung, mal nicht mit Zügeln beschäftigt!) und meine Wenigkeit.

Meine Planvorbereitung für diese Tour hatte ich schon vor 2 Wochen gestartet und bin diese mit dem Roller zur Besichtigung abgefahren. So konnte ich es vermeiden auf irgendwelche Irrleitungen zu treffen. Unsere Tour führte uns über Allschwil-Busschwiller-Folgensbourg-Jettingen-Heimersdorf-Bisel-Moernach-Ferrette-Raedersdorf-Rodersdof-Leymen-Bättwil-Biel-Benken-Oberwil-Binningen wieder nach Riehen.

Bruno begleitete uns bis nach Hégenheim und verliess uns dann in anderer Richtung. Pascal musste aus Zeitgründen nach Heimersdorf ebenfalls den Rückweg antreten. Da waren's nur noch fünf, die die Fortsetzung der Route in Angriff nahmen. Das kupierte Gelände war herrlich zu fahren und auch die Strassen waren fast Autofrei. Urs wollte zwar schon früh einen weiteren Frühschoppen zu sich nehmen und kommentierte es meistens mit den Worten, alles Klasse, herrlich ausser dieser Tour… Spass musste natürlich sein und bis zum Café Halt in Ferrette waren es doch gegen 60 Kilometer.

Nun folgte die nächste Rampe hoch und hinab Richtung Sondersdorf bevor wir nach Kiffis kamen wo uns der Blochmont erwartete, hier noch eine Anmerkung:

Die Belagerung durch die Basler



Der Rat Basels wollte die laufenden Friedensverhandlungen in Breisach nicht gefährden und zögerte Blochmont zu belagern. Schon der vorangegangene Überfall war nicht im Sinne vieler Ratsherren. Die Zünfte strebten aber die Einnahme der Burg an und übten Druck auf den Rat aus. Am 27. April 1449 schufen die Zünfte schliesslich vollendete Tatsachen und hängten nach der Messe die Zunftfahnen auf ihren Zunfthäusern aus - das militärische Aufgebot für die Zunftbrüder.

Die Metzger, die sich schon beim Auszug nach St. Jakob 1444 hervorgetan hatten, sollten auch hier unter den ersten sein die zu den Waffen griffen. Ihnen folgte die Zunft zu Weinleuten und die Zunft zu Spinnwettern und weitere. Der Rat rief vergebens zur Ruhe, die Zünfte wollten und forderten den Ausmarsch gegen Blochmont. Schliesslich liess auch der Rat am Abend das Banner aushängen. Gegen drei Uhr früh zogen die Basler aus um die Burg Blochmont zu belagern.

Um zu verhandeln und allenfalls Hermann von Eptingen zur Aufgabe zu bewegen, sei am zweiten Tag der Belagerung Rudolf von Ramstein (gestorben 1459) bei den Baslern erschienen. Diese waren einer gütlichen Lösung offenbar nicht geneigt. Sie seien gekommen um sich Leib und Gut des Eptingers zu holen. Auch von den breisacher Verhandlungen kamen Boten die nichts auszurichten vermochten. Die Belagerer untergruben die Burgmauern um sie zum Einsturz zu bringen.

Blochmont ergibt sich

Hermann von Eptingen erkannte seine aussichtslose Lage. Auch wusste er dass er und seine Burgbesatzung Gefahr liefen umgebracht zu werden wenn die Burg erst einmal gefallen war, so wie dies damals häufig üblich war. Unter der Bedingung, dass sein Leben geschont würde ergab er sich am dritten Tag der Belagerung den Baslern. Diese forderten jedoch mehrheitlich seinen Tod, so dass es nur mühsam einigen Besonneneren gelang ihn und seine Männer zu retten.

Vor ihrem Auszug nach Blochmont hatten die Basler Bern und Solothurn um Hilfe gebeten. Ein solothurner Kontingent war im Anmarsch, traf dann aber erst kurz nach der Kapitulation ein. Die Basler hatten bereits beschlossen den Eptinger und seine Leute leben zu lassen und es den Sechsern des Rats in Basel zu überlassen ein Urteil zu fällen. Wären die Solothurner etwas früher gekommen, hätte sich sehr wahrscheinlich eine sofortige Hinrichtung durchgesetzt.

Ihren Zorn liessen die Basler jedoch an der Burg Blochmont aus, die sie in Brand setzten und zerstörten. Hermann von Eptingen habe angeblich mit Tränen in den Augen zugesehen und sich gewünscht nie geboren worden zu sein um solches Leid sehen zu müssen. Immerhin wurde sein Leben und das seiner Männer geschont. Anstatt sie hinzurichten, habe man sie in einem demütigenden Zug nach Basel geführt wo sie in "zwo kefi" in den Kerkern des Spalenturms eingesperrt wurden.

Keiner der Tourenfahrer wollte sich natürlich ergeben und die Meisten hatten gar keine Zeit sich so etwas durch den Kopf gehen zu lassen. Alle meisterten den Aufstieg mit Bravour. Dafür wurden wir jetzt mit einer rasanten Abfahrt belohnt bevor es nochmals eine kleine Rampe nach Wolfschwiller hochging.

Jetzt gab's kein Halten mehr und die Abfahrt belohnte uns für die Strapazen. In einer zügigen Fahrt ging es Richtung Leymen bis Urs noch ein paar Höhenmeter einbauen und nicht den Weg direkt nach Therwil fahren wollte. Auch okay dachte ich mir. Mit dieser kleinen Zusatzschlaufe schafften wir es nach 105.75 km, 1249 hm, 2:36 h. Aufstieg, 1:35 h. Abstieg und 26:18 min in der Ebene wieder nach Riehen.

Glücklich und mit schönen Eindrücken vor allem Landschaftlich, Häuserbau und wie hügelig das Elsass ist, erreichten wir das Café Suter im Rauracherzentrum zusammen. Da war auch Urs happy und freute sich, dass keine weitere Organisation von meiner Seite ansteht mit dem Kommentar, alles Klasse gewesen aber diese Tour war…..(schmunzelnd).

21. Samschtigstour 03.08.19 – Auf und Ab … auf allen Ebenen

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Am gewohnten Treffpunkt fanden sich um 9.00 Uhr Johanna, André, Mike, Martin S., und Hanspeter ein. Da Johanna noch den Auftritt von Alice ankündigte, die dann letztendlich doch nicht erschien, verschob sich der Zeitpunkt der Abfahrt auf 9:10 Uhr. Der von Therwil her kommende Martin W. liess ausrichten, er werde an der Brücke in Aesch auf uns warten. Von Kurt wusste ich dass er sich die ersten Bergpreispunkte in Nunningen gutschreiben lassen wollte und zur Erreichung dieses Zieles bereits vorausgefahren war. Nachdem es mit Alice wie bereits erwähnt nicht geklappt hatte und uns auf der Einrollstrecke entlang der Birs ein VCR Mitglied entgegenkam (falsche Richtung) landeten wir mit dem bereits wartenden Martin den ersten Volltreffer des Tages. Nun zu sechst passierten wir Duggingen und wurden bei unserer Aufholjagd auf Kurt erst von der Bahnschranke in Grellingen, welch zugleich den Fuss des ersten Aufstieges markierte, gestoppt. Nochmals Zeit zum Durchschnaufen, zu einem letzten Schluck aus der Flasche oder zu einem letzten Biss in was auch immer.

Das Heben der Bahnschranke kam einem Startschuss gleich und ab ging es in die gleich nach dem Bahnübergang beginnende bis zur ersten Haarnadelkurve durchaus anspruchsvolle Steigung. Hat man diese ersten 700 m erst mal absolviert werden die restlichen 8 km gegen oben hin (gefühlt) immer flacher. Bereits eingangs Nunningen kam mir Kurt entgegen um die Formation des Tages zu komplettieren. Da er schon etwas länger am Warten war wusste er nicht so recht ob er nun zu früh losgefahren oder zu schnell hochgefahren sei. Wir einigten uns auf zu schnell hochgerattert. Hinter dem als Dritten eintreffenden André hatten sich Johann und die beiden Martin zu einem Grupetto zusammengefunden. Allerdings wurde Johanna auf ihrem Mietvelo irgendwie immer kleiner. Dies führte auf der Höhe nach Bretzwil, mit knapp 700 m der Höchste Punkt der Tour, zu einem etwas windigen Halt. Leider konnte der nach unten rutschende Sattel, mangels passendem Werkzeug, weder neu positioniert noch fixiert werden. Es blieb nichts anderes übrig als wie mit den Knien bis zum nächsten Veloladen weiter zu fahren. Glücklicherweise stand die Abfahrt bis Reigoldswil bevor und da wäre ein Veloladen direkt an der Strasse und hätte er nicht Betriebsferien gehabt, hätte er sich sicher hilfsbereit gezeigt.

Zwischenzeitlich fragte ich mich ob Kurt, der sich in die Abfahrt gestürzt hatte als gäbe es kein Morgen, nun auch noch in den Speed-Disziplinen auf sich aufmerksam machen will. Hat er da etwas durcheinander gebracht? Der Alpine Abfahrtsweltcup beginnt doch erst im November. In Bubendorf konnte dann ein Bekannter von Johanna das Problem mit der Sattelstütze fürs Erste lösen und mit deutlich gesteigertem Überblick konnte sie die Fahrt fortsetzen. Da ich weiss dass Kurt der Fahrt von Liestal nach Basel nicht viel abgewinnen kann hatte ich die Variante über den Asphof verbunden mit ein paar extra Kilometern gewählt. Bei besten äusseren Bedingungen erreichten wir schon bald Sissach und standen im Handumdrehen vor der zweiten nennenswerten Steigung des Tages hinauf zum Asphof. Vor Rothenfluh also links abbiegen, Kette vorne runter und wenn möglich Kadenz halten. Auf dem Asphof angekommen ein kurzer Halt, Mike betätigte sich als „Wasserschmöcker“ und kam mit immerhin halb gefülltem Bidon wieder zurück. Die Anderen machten sich das, indem sie nach absolvierter Abfahrt die Dorfbrunnen in Wegenstetten nutzten, etwas einfacher. Mit vollen Tanks ging es anschliessend das Tal hinunter nach Möhlin. Ein kurzes Verfahren des Tourenführers sorgte kurzfristig für etwas Verwirrung, ansonsten wurde auch diese Teilstrecke so zügig absolviert dass, nach eigenen Aussagen, nicht alle viel gesehen haben.

Johanna hatte ein anderes Problem, sie wurde nun stetig wieder kleiner. Es hatte zwar Gegenwind aber ob das langsame absenken der Sattelstütze ein probates Gegenmittel darstellt ist wissenschaftlich nicht belegt. Also bitte nicht nachmachen, die Knie danken es. Man kann sich auf dem Velo auch anders klein machen. Nachdem wir das Möhlintal verlassen hatten macht sich auf der freien Strecke zwischen Möhlin und Rheinfelden nun ein deutlicher Temperaturanstieg bemerkbar. Dies und die Tatsache dass unsere Fahrt noch über das Gelände einer Gerste verarbeitenden Firma Namens Feldschlösschen führte liess bei Mike die Zunge wohl in die Kette rutschen. Zaghaft kam er nach vorne um nachzufragen ob ich gedenke die Fahrt in einem Rutsch durchzuziehen. Natürlich nicht und so sassen wir denn kurz darauf im Restaurant Bahnhöfli in Kaiseraugst unter Kastanienbäumen. Bestellt wurde ausschliesslich in Halblitergebinden dazu eine Pizza für Alle. Mike übernahm dankenswerterweise die Rechnung. In gemütlicher Runde wurden unter anderem bereits Pläne für die Velowoche 2020 geschmiedet.

Der Rest der Strecke bis Birsfelden wurde zum Ausrollen genutzt. Ende Hard verabschiedeten sich Kurt und Martin, sie werden bis zu ihren jeweiligen Wohnorten den „Hunderter“ wohl auch noch vollgemacht haben.

Gefahrene Kilometer 100 / Höhenmeter 910

Schlammschlacht im Murgtal

Von Mara Bisonni

Nach fast 6 Wochen Rennpause stand ich am Sonntag wieder an der Startlinie. Die vorherigen Wochen habe ich viele Stunden auf dem Bike verbracht und somit war ich auch gespannt, was für eine Leistung ich erbringen konnte. Nur leider spielte das Wetter nicht so mit.

Schon am Abend davor fing es an zu regnen und hörte auch nicht mehr auf. Fast das ganze Rennen fuhr ich mit einer anderen Fahrerin aus meiner Kategorie. Nach ca. 15 km konnten wir dann zu einer weiteren Fahrerin aufschliessen und so fuhren wir als Trio weiter. Als dann nach ca. 20 km eine ziemlich steile Abfahrt kam, konnte ich leider mit den anderen zwei Fahrerinnen mithalten.

Die letzten 5 km gab ich dann nochmal alles um die Lücke zu schliessen, was mir leider aber nicht gelang und so landete ich auf dem undankbaren 4. Platz. Nun freue ich mich schon auf das nächste Rennen, die Schweizermeisterschaft in Alpnach.

20. Samschtigstour 27.07.19 – Kleinholz

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Vorab eine Korrektur zum letzten Bericht, bei der Ausfahrt vom 20.07.19 handelte es sich bereits um die 19. Ausfahrt 2019 und nicht wie ursprünglich betitelt um die 18.

Nun aber zu den aktuellen Ereignissen. Aufgrund der Wettervorhersage war der Start wiederum auf 9:00 in der Früh angesagt. Auf den Nachmittag waren nämlich Gewitter und Regenfälle vorhergesagt, was dann ja auch zutreffen sollte. Mit dem sorgenvollen Blick auf die Wetterkarte ergeben sich doch tatsächlich Gemeinsamkeiten zwischen Velofahrern und Bauern. Beide haben irgendwie den Traum vom optimalen Wetter.

Nun denn, nach dem vorübergezogenen Sturm vom Vorabend durften wir uns einmal mehr über das unserer Tour zugeteilte Wetter nicht beklagen. Die Spuren des Sturmes, der immerhin einen 400 Tonnen Kran im Birsfelderhafen zum Einsturz brachte, sollten auch wir im Verlaufe unserer Tour noch zu Gesicht bekommen.

Vorerst aber führte unsere Tour durch unbehelligtes Gebiet. Mit André, Martin, Renè, Samira und dem Schreibenden stellte sich für diese Tour ein Quartett mit Dame zusammen. Die ersten Kilometer, die uns durch die Dörfer Grenzach, Herten, Degerfelden und Nollingen zu den ersten Höhenmetern des Tages brachten, waren zum Einrollen geradezu ideal. So konnten wir die moderate Steigung nach Adelhausen mit bestens vorgewärmter Muskulatur in Angriff nehmen. Klimatisch fühlte sich das Ganze allerdings an wie nach einem Aufguss in der Sauna, gefühlte Luftfeuchtigkeit 200%. Die Nässe welche sich auf der Hautoberfläche bildete war den wohl auch in erster Linie diesem Umstand geschuldet. Die Abfahrt nach Maulburg liess uns auch nicht wirklich abtrocknen, war aber trotzdem wie immer schön.

Mit dieser Abfahrt hatten wir die Strecke der ausgeschriebenen Tour bereits auch verlassen. Das gute Wetter und die Aussicht auf einen verregneten Sonntag liess uns die Tour etwas ausdehnen. Statt wie geplant die Scheideck via Steinen zu erreichen stiegen wir vor Schopfheim ins kleine Wiesental ein um über Wieslet und Weitenau, Endenburg zu erreichen. Nach Hofen war mit der Steigung nach Endenburg erstmals bewaldetes Gebiet zu durchfahren wo die Spuren des Vorabends sichtbar waren. Dürres herunter gewehtes Geäst bedeckte immer wieder die Strasse. Zum Durchkommen noch kein Problem. Martin, der an diesem Tag mit der hohen Luftfeuchtigkeit so seine Probleme hatte wurde kameradschaftlich ins Schlepptau genommen und so war auch dieser Aufstieg schon bald Geschichte. Nach einem kurzen Rundblick ging es denn auch gleich in die Abfahrt nach Kandern. Mit aufmerksamem Blick das hier ebenfalls herumliegende Gehölz umfahrend war auch diese Abfahrt ein Genuss. Eingangs Riedlingen erschallte Renès Warnruf „defekt“ und es hiess André zu Dritten. Es hatte in tatsächlich zum dritten Mal in Folge mit einem Plattfuss am Hinterrad erwischt.

Nach erfolgter Depanierung war noch die Höhe über Tannenkirch zu überwinden womit die Steigungen allesamt absolviert waren und uns quasi als Dessert nur noch die leicht abfallende Strecke nach Eimeldingen bevorstand. Gut eingefahren wie wir nun waren wurde das Tempo trotz leichtem Gegenwind jenseits die 30 km/h Grenze hochgezogen. Hinterradfahren war angesagt. Im Badischen Hof Haltingen liessen wir die Tour gemütlich ausklingen noch nicht ahnend, dass der Braten noch nicht ganz gegessen ist.

Auf der restlichen Heimfahrt wurden uns nämlich noch etliche Steine bzw. Bäume in den Weg gelegt. Schon bei der Einfahrt zur Brücke über den Krebsbach dachte ich falsch abgebogen zu sein stand ich doch unvermittelt vor einer grünen Wand. Es dauerte wirklich einen Moment bis ich realisierte dass da ein ganzer Baum über der Brücke lag. Kein Durchkommen. Es blieb uns nur die Weiterfahrt zum Otterbach. Für Samira, die wir bei der Einfahrt in die Langen Erlen verabschiedeten, hatte das den Vorteil ein längeres Stück des Nachhauseweges begleitet zu werden. Für das Quartett, nun ohne Dame unterwegs, hiess es, bei der nachfolgenden Fahrt durch die grüne Lunge Basels, Lenker festhalten. Die Wege waren mit Kleinholz förmlich übersät. Ausweichen unmöglich. Auf der Höhe des Entenweihers trennten sich die Wege erneut André und René verabschiedeten sich Richtung Niederholz, derweil ich mit Martin nach Riehen Dorf weiterfuhr. Ein weiser Entschluss, wie ich nach Erhalt der Fotos von André feststellen musste. Auch am Entenweiher mussten sich Bäume dem Sturm beugen und unsere beiden Weggenossen waren wohl gezwungen sich noch durchs darniederliegende Gehölz kämpfen. Am Ende der Tour standen 91 km und 774 hm zu Buche.

19. Samschtigstour 20.07.19 – Ganz hundert

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Für unserem Sport nicht nahe Stehende erscheinen wir die wir uns wöchentlich, viele sogar mehrmals, auf zwei Rädern abstrampeln zuweilen schon für nicht ganz hundert. So war es für mich, vor allem angesichts der schwachen Teilenehmerzahlen der vergangenen Ausfahrten, schon ein gewisses Wagnis erstmals eine Tour mit dreistelliger Kilometer- und vierstelliger Höhenmeterzahl auszuschreiben.

So war ich dann äusserst gespannt wie viele Teilenehmer zu dieser Tour erscheinen werden. Punkt neun Uhr war das Rätsel gelöst, zwei Gastfahrerinnen (Samira und Bianca) sowie acht Clubmitglieder (André, Gianni, Martin S, Mike, René, Volker und Hanspeter) wollten sich als ganz hundert qualifizieren. Bruno machte uns, an einem Finger mit einer sauberen Zickzacknaht verziert, ebenfalls seine Aufwartung um uns ein Stück des Weges zu begleiten. Auf dem Weg nach Liestal sammelten wir den von Therwil direkt gestarteten Martin W noch ein und damit war die Zehnergruppe komplett.

In Liestal selbst waren noch ein paar Hindernisse in Form von unkoordinierten Autofahrern zu umschiffen (umfahren könnte falsch verstanden werden)bevor wir uns auf dem Veloweg nach Bubendorf abseits des Verkehrs bewegen durften. Mittlerweile ist es tatsächlich möglich über eine manchmal zwar etwas enge und teilweise auch holprige, als Radweg gekennzeichnete, Verbindung das ganze Waldenburgertal zu durchfahren. Genauso erreichten wir den auch Waldenburg wo bereits im Dorf die Steigung hinauf zum oberen Hauenstein ihren Anfang nimmt. Eine Steigung in der man, den Tritt einmal gefunden, diesen auch bis oben gleichmässig durchziehen kann. So war dann auch jeder erstmal mit suchen beschäftigt was naturgemäss zu einer Auflockerung des Feldes führte. Gianni auch Motörchen genannt hisste als erster oben in Langenbruck die Flagge. Zwischendurch wurden wir von einem laut hupenden, unartikulierte Laute von sich gebenden, Autofahrer überholt. Knallfrosch halt, daran haben wir uns mittlerweile ja schon gewöhnt. Da alle korrekt rechts und hintereinander fuhren kann es daran wohl nicht gelegen haben.

In Langenbruck gab es für die Gipfelstürmer auf dem Kulminationspunkt einen Halt, für die Einen länger für die Anderen etwas kürzer. Mit der Abzweigung nach Bärenwil stand uns nochmals ein kurzer Anstieg bevor. In Bärenwil war erneut ein, diesmal aber unfreiwilliger, Halt angesagt. André war gar nicht erst aus Langenbruck raus gekommen. Erneut zwang in ein Plattfuss seine mittlerweile erworbenen Kenntnisse im Schlauch wechseln zu vertiefen. Moralisch unterstützt dabei wurde er von Martin W, derweil Martin S langsam etwas unruhig wurde. Sein Fahrplan drohte in Gefahr zu geraten. Als ich retour fuhr kamen mir die Vermissten auf halbem Weg bereits entgegen, es konnte also vermeldet werden „gruppo completamente“. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur absolvierten wir in der Folge die wunderschöne und rasante Abfahrt durch die Teufelsschlucht oder „Tüfusschlucht“ wie sie in bestem Gäuer Dialekt heisst. Da muss in Hägendorf vor dem Kreisel wirklich hart in die Eisen gestiegen werden, der Bremsweg ist nicht sehr lang.

Eine Ehren- oder Dorfrunde in Kappel endete direkt vor dem Restaurant Kreuz ideal für einen kurzen Verpflegungshalt. Noch bevor wir unsere Velos angestellt hatten waren auf der Terasse bereits die Tische für uns zusammengestellt worden. Nachdem alle bestellt und erhalten hatten überraschte uns André anlässlich seines kürzlich gehabten Geburtstages noch mit einem Zvieriplättli. An dieser Stelle nochmals vielen Dank und Alles Gute. Anschliessend trieb uns der Rückenwind fast von Alleine nach Olten. Würde ein Velo über solche verfügen wäre Segel setzen durchaus angebracht gewesen. Auch schön mal in die richtige Richtung zu fahren. Nach drei, vier Ecken in Olten befanden wir uns bereits in Trimbach und damit auch schon in der Steigung des unteren Hauensteins. Irgendwo mussten wir ja wieder über den Berg. Auch diese Steigung eine gut zu befahrende. Wiederum war Trittsuche angesagt und das Feld zog sich in die Länge. Plötzlich war ich vorne alleine, wo bleibt nur „Motörchen“ diesmal hatte er seine Aufholjagd wohl zu spät gestartet. Es war nun auch sehr warm geworden, Martin vermeldet eine Temperatur von 35°C.

In Buckten wurde unsere Abfahrt durch eine Baustelle und Rotlicht zwar fürs Erste gebremst, trotzdem war Sissach bereits nach einem gefühlten Wimpernschlag erreicht. Bei der Baustelle zwischen Lausen und Liestal hatten wir für einmal die Verkehrsregler auf unserer Seite. Wir befanden uns noch Ausgangs Lausen als der gesamte Verkehr aufgehalten wurde damit wir im gestreckten Galopp passieren konnten. Aufgrund der unterschiedlichen Wohnsituationen fand die Verabschiedung dieses Mal bereits in Muttenz statt und die gut harmonierende Gruppe löste sich in alle Himmelsrichtung auf. Die hundert sind also gut gelaufen, Samira sah ihren persönlichen Anreiz sogar genau in dieser Zahl begründet und Bianca hätte bereits am vergangenen Samstag gerne eine dreistellige Zahl auf ihrem Tacho gelesen.

Gefahrene Kilometer 101 / Höhenmeter 1135 / reine Fahrzeit 4 Std. 29 Min

18. Samschtigstour 13.07.19 – Gutedel-Tour

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

Die Tour führte uns durch die Anbaugebiete in denen die Gutedeltraube seit 1780 beheimatet ist. Zu diesem Zeitpunkt nämlich wurde sie vom badischen Markgrafen Karl Friedrich von Baden aus Vevey importiert. Wer hat’s erfunden? Vor der Fahrt durch, um und entlang den Rebbergen galt es einmal mehr das Kandertal zu durchfahren um in Kandern die Strasse Richtung Badenweiler unter die Räder zu nehmen und damit gleichzeitig die Höhenmeter des Tages zu absolvieren.

Der Start war auf 9.00 Uhr angesetzt, Kurt, André mit Tochter Bianca und Volker folgten dem Aufruf, mit meiner Wenigkeit, immerhin ein Quintett. Die Fahrt bis Kandern verlief zügig und könnte unter dem Motto „Kurt is Back“ in die Clubgeschichte eingehen. Erfreulich wie der wiedererstarkte Kaiser auf ebenem Terrain Tempo halten kann und am Hinterrad klebt wie eh und je. Da nützte auch das tiefstapeln nichts, die Karten sind aufgedeckt. Die nächste Station nach Kandern hiess Sitzenkirch, Basisstation zum Aufstieg auf die St. Johannesbreite der ersten und zugleich auch anspruchvollsten von drei aufeinanderfolgenden Steigungen. Anschliessend eine kurze Abfahrt und gleich hinein in den nächsten Anstieg. Für die nächsten paar Kilometer hatten wir den Genuss durch einen traumhaften, kräftigen Mischwald zu fahren. Auf der rechten Strassenseite verliehen teilweise meterhohe, noch vom Regen der vergangenen Nacht benetzten Farne einen Hauch von Mystik. Vielleicht hatten das die Erbauer von Schloss Bürgeln auch so empfunden als sie seinerzeit ihr Refugium oberhalb dieses Waldes erbauten. Für alle die das Schloss nicht kennen, es kann besichtigt werden und eine Führung ist amüsant und empfehlenswert.

Das Spiel von vorhin, Abfahrt Aufstieg wiederholte sich, allerdings war die dritte und letzte Steigung nochmals kurz und knackig. Belohnt wurden wir dann mit einer langen Abfahrt nach und durch Badenweiler hindurch. In Badenweiler machte mich Kurt, beim Vorbeifahren, auf die Strassenmarkierungen aufmerksam. Wer kann die bei diesem Tempo schon lesen? Scherz beiseite, sicher waren wir etwas zu schnell, aber natürlich hatten wir trotzdem die gebotene Vorsicht walten lassen und uns nicht kopflos durch den langsam erwachenden Kurort hinuntergestürzt. In Niederweiler ging es rechts ab und wir befanden uns in den Hängen wo Gutedel und Burgunder gedeihen.

Uns wurde eine vom Motorverkehr befreite, grosszügig angelegte, mitten durch Reben verlaufende Strasse zu Verfügung gestellt. Leider war auch dieser Abschnitt viel zu schnell absolviert und im Handumdrehen befanden wir uns in (schon mal gehört?) Dattingen, ein kleines Winzerdorf auf dem Weg nach Buggingen. Zwischen Buggingen und Giessheim gönnten wir uns dann, indem wir auf einen so ausgeschilderten Radweg einbogen, noch einen Erlebnispfad. Natürlich wussten wir nicht was uns erwarten würde. Am besten beschreiben lässt es sich mit einem Hauch „Strade Bianche“ jenem Rennen welches über weite Teile auf unbefestigten Strassen in der Toscana ausgetragen wird. Wenn da nicht zu allem Überdruss auch noch diese zertrümmerte Flasche auf dem Schotter gelegen hätte wäre auch alles gut gegangen. So aber dauerte es nicht allzu lange bis der erste und glücklicherweise auch letzte Defekt angezeigt wurde. André war der Auserkorene. Gemeinsam war aber auch dieses Malheur im Schatten eines Kirschbaumes schnell behoben. Die heruntergefallen, weil nicht abgelesenen, Kirschen klopften wir uns übrigens noch auf dem Dorfplatz in Riehen aus den Schuhen.

Zur allgemeinen Erleichterung ging die Strasse auch schon bald von unbefestigt zu befestigt über und via Steinenstadt erreichten wir Bad Bellingen wo eigentlich ein Verpflegungshalt mit Kuchen oder so vorgesehen war. Wegen zu geschlossen, daraus wurde also nichts. Nächste Option Restaurant Blume Kleinkems. Etwas zu trinken erhielten wir gerade noch, Kuchen aber erneut Fehlanzeige. Mittagessen wäre möglich gewesen, Dessert demzufolge aber nicht. Eigenartig, irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes. Von einem Mitglied des Radrennclub Basels, der mit seinem E-Bike anwesend war, wurden wir angehalten schön rechts zu fahren damit er dann später problemlos an uns vorbeiziehen könne. Wir warten heute noch.

Wie bereits erwähnt klopften wir uns nach 90 Km durchsetzt mit 582 Hm beim Verabschieden noch die letzten Kirschen von den Schuhsolen.

17. Samschtigstour 06.07.19 – Nei schöner als im Baselbiet…

Von Hanspeter Brack, Bilder von André Fürbringer

…chas währli niene sy – So schrieb es Wilhelm Senn in seinem Baselbieter Lied Anno 1865 nieder. Für uns, der Zunft ‘zur glänzenden Speiche’ angehörend, könnte es hin und wieder auch heissen „nei steiler als im Baselbiet chas währli niene sy.

Das wurde uns anlässlich dieser Tour, welche uns alle, teilweise, über bisher unbefahrenes Terrain führte, gnadenlos vor Augen geführt. Uns heisst in diesem Fall André, René, Mike und Hanspeter, um 8:39 Uhr in Riehen gestartet, sowie Kurt der seine Soloflucht in Pfeffingen begann. Bei der Hülftenschanze wurde der Ausreisser gestellt, die Temperatur war zu diesem Zeitpunkt sehr angenehm, der leicht bedeckte Himmel liess allerdings bezüglich einer trockenen Ausfahrt leichte Zweifel aufkommen. Mit einem einzigen Satz „wir werden trocken nach Hause kommen“ erschlug René mit absoluter Bestimmtheit jegliche Zweifel. Er sollte Recht behalten.

Liestal haben wir schnell hinter uns gelassen und die Fahrt über die verkehrsfreie Strasse nach Bubendorf war einfach ein Genuss. Durch das Fünflibertal ging es weiter bis Ziefen wo sich uns auch schon die erste und gleichzeitig längste Steigung des Tages in den Weg stellte. Diese sollte uns anfänglich noch moderat und langezogen steigend gegen Ende hin aber eher ruppig werdend, in das schöne aber eben hoch gelegene Arboldswil führen. Das war aber noch nicht das Ende der Fahnenstange beziehungsweise der „Kraxelei“. Nach einer kurzen Höhenfahrt war Ausgangs Titterten nochmals eine respektable Wand zu erklimmen. Zusammen mit André konnte ich mich leicht absetzen, von der Schimpferei hinter unseren Rücken haben wir erst im Nachhinein erfahren. Wenn man im Baselbiet den Sprung auf neue Wege wagt kann halt auch mal sowas dabei rauskommen. Für alle die im letzten Jahr die Fahrt nach Seltisberg noch in Erinnerung haben, so schlimm war’s nicht.

Das Dach der Tour war nun erreicht und vorerst stand nun die berauschende Abfahrt nach Oberdorf auf dem Programm. Kurt verabschiedete sich von uns und stürzte sich in die Abfahrt, er wollte ab Bubendorf die Heimreise auf direktem Weg antreten. Wir genossen noch ein wenig die Höhenluft. André gab uns die bisher gefahrenen Höhenmeter bekannt, „siebenhundertundeinpaarungrade“. Soso Riehen liegt auf 278 Meter Titterten auf 668 Meter, es sollte sich dann aber später herausstellen, es war die Höhe über Meer gemeint und damit waren dann wieder alle einverstanden.

Mit den ersten Regentropfen nahmen nun auch wir die Abfahrt unter die Räder. Für die nächsten Kilometer sollte uns der Regen auch noch ein wenig begleiten. Für wirklich nasse Strassen reichte es glücklicherweise nie, denn das Nass verdampfte grösstenteils vor Aufprall auf dem Asphalt. Auf dem rumpligen Veloweg zwischen Niederdorf und Hölstein wurden wir hin und wieder ordentlich geschüttelt aber immerhin nicht auch noch gerührt. Anlass genug für uns, das Waldenburgertal zu verlassen, um uns über die Bennwilerstrasse nach Diegten zu verschieben.

Den Weg in die regenfreie Zone mussten wir uns zuvor aber noch mit der Bezwingung der Höchachersteigung verdienen. Dieser zweite Anstieg des Tages, nicht zu vergleichen mit dem bereits erlebten, war schnell bezwungen und schon befanden wir uns in der Anfahrt zur letzten nennenswerten Kletterpartie. In Diegten hiess es nämlich unmittelbar nach dem Restaurant Hirschen scharf rechts in die Känerkinderstrasse abbiegen. Es erwartete uns nochmals ein kurzer aber knackiger Anstieg, welcher das Feld wieder etwas auseinanderriss. Nach erfolgtem Zusammenschluss verliessen wir die Känerkinderstrasse um über die Ringackerstrasse und Sonnenbergweg, auf dem Höhenzug bleibend, Wittinsburg anzufahren.

Auf den letzten Anstieg folgt natürlich auch eine letzte Abfahrt und die brachte uns hinunter ins Homburgertal. Auf Anregung von Mike beabsichtigten wir in Sissach einen kurzen Verpflegungshalt hinzulegen, geschlossene Restaurants und ein Blick zum Himmel liess uns diesen Zeitpunkt noch etwas Richtung Basel verlagern. Während der Himmel über Sissach, trotz Sonnenschein, bedrohlich grau war versprach uns der Blick Richtung Basel sonnigere Aussichten. Nachdem die Einkehr dann in Lausen stattgefunden hatte, ging es anschliessend zügig nach Hause. Nach gefahrenen 84 km und 876 hm erreichten wir, mit uns und der Welt zufrieden, wieder unseren Ausgangspunkt.

Gigathlon 2019 im 5er Team ein Erlebnis mit 2100 Sportlern

Von André Fürbringer

Schweisstreibend bei über 35°C, geschweige dann die Bodentemperatur messend mühte ich mich Samstag und Sonntag auf einer sehr harten Mountainbike Strecke von Engelberg über Trübsee – Jochpass – Melchseefrut nach Sarnen ab. Laufpartien, Schneefelder, Geröllhalden und extreme Wurzelwege machten es mir nicht leicht. Eine extreme Belastung für Material, Geist und Körper und ich verbrauchte sicher 4 – 6 Bidons Wasser. Die Zeiten waren für uns Nebensache, ankommen war die Devise.

Am Sonntag starteten wir von Sarnen aus Richtung Alpnach, dann hoch im Gebiet Grossschlierental, Glaubenberg, Langis und retour dem oberen Höhenweg entlang nach Sarnen. Der Aufstieg am Sonntag auf dem Asphalt Richtung Grossschlierental 8.5 km und 900 hm zeigten mir dann meine Limiten ganz klar auf und ich war am Ende des Limits angekommen.

Vor Langis von Krämpfen geplagt musste ich eine Pause einlegen und versuchte verzweifelt irgendwo her noch Magnesium zu bekommen, da der Verpflegungsstand schon vorbei war. Immerhin versuchten mir Spaziergänger mit Dehnübungen und Tips zu helfen und am Ende konnte ich von einem Streckensamariter auf einem Motorrad etwas Magnesium erhalten. Ich hatte somit kurz Zeit ein SMS ans Team zu senden um meinen Standort mitzuteilen. Ich wusste natürlich, dass die verlorene Zeit niemals aufgeholt werden konnte aber ich hatte wieder neue Kräfte getankt und meisterte das letzte Teilstück mit nochmals einigen Höhenmetern bis ins Ziel. Ein Erlebnis für Jedermann und ich kann es nur empfehlen ob Single, Couple oder als 5er Team. Strecken sind auf GPX abrufbar.

Der Kater sagte ganz klar Hallo bei mir und meine Grenzen sind mir auch wieder bekannt.

Strecken im GPX Format
Samstag
Sonntag

16. Samschtigstour 29.06.19 – Frühschicht

Von Hanspeter Brack

Schon zu Wochenbeginn war klar, es würde eine sehr heisse Woche, deutlich jenseits der 30 Grad Grenze, werden. Grund genug, die Startzeit auf 08:30 Uhr in der Früh vorzuverlegen. Nach diversen, anlässlich der Protestfahrt „Gempen“, erhaltenen Rückmeldungen war mit einem stark ausgedünnten Starterfeld zu rechnen. Da ausserdem von denjenigen die sich bei Gelegenheit schon generell für frühere Startzeiten ausgesprochen haben niemand erschien, trat mit Kurt, Bruno, Volker und mir lediglich ein Quartett zu dieser Frühschicht an.

Bei zwar schon warmer aber doch noch gut zu ertragender Temperatur rollten wir in gemächlichem Tempo bis zur Brücke, welche nach Brombach hineinführt, der Wiese entlang. Nach einem kurzen Stück Hauptstrasse ging es in Brombach rechts ab und zur allgemeinen Verwirrung sogar gleich wieder ein Stück retour Richtung Lörrach. Wer sich jetzt schon auf ein gemütliches Ausklingen im nächsten Biergarten freute lag natürlich komplett schief, denn schon bald ging es links hoch, wo uns das Schild «Ottwangen 4 km» den Weg wies. Über die terrassenförmig angelegte Adelhauser Strasse schraubten wir uns durch ein wunderschönes Tal hoch zum Waldparkplatz Kreuzeiche. Für Kurt, man mag es kaum glauben, bedeutet diese Teilstück tatsächlich Neuland. Mit Ottwangen durchfuhren wir anschliessend einen kleinen Vorort von Adelhausen bevor wir fürs erste den höchsten Punkt der ersten Passüberquerung (alles immer eine Frage des Blickwinkels) erreichten.

Über die L139 ging es anschliessend in einer, zu dieser Tageszeit, immer noch erfrischenden Schussfahrt hinunter nach Maulburg und gleich weiter zum Eingang ins kleine Wiesental. Bevor wir den Beginn der zweiten längeren Steigung des Tages erreichten, mussten wir noch die kleine Anhöhe, zwischen Wislet und Weitenau, überqueren.

In Weitenau bogen wir mit einem scharfen Rechtsbogen in die Scheideckstrasse, um über dieselbe die Kirche Hofen zu erreichen. Auf diese Weise kann man nämlich die L136, welche starkbefahren am Vogelpark vorbeiführt, umfahren und kommt völlig relaxt in Hofen an.

Kurt entschied sich dafür, Endenburg via Schlächtenhaus zu umfahren, um so die Scheideck zu erreichen. Wir sollten bei der Abzweigung nach Kandern auf ihn warten. Wer wird da wohl auf wen warten müssen?

Gemeinsam mit Volker machte ich mich durch den schattenspenden Wald auf nach Endenburg, wo wir für unsere Mühen mit einem prächtigen Panoramablick in die Alpen belohnt wurden. Die klare Sicht liess sogar die schneebedeckten Gipfel zum Greifen nahe erscheinen. Aber welcher Gipfel ist was? Kurt hätte das sicher gewusst, aber der wartete ja auf der Scheideck. Mit einem letzten Blick in die Ferne stürzten wir uns in die Abfahrt Richtung Kurt, welcher uns in den unteren Kehren hoch nach Endenburg bereits entgegenkam. Die Frage wer auf wen wird warten müssen war damit auch geklärt. Nun wieder zu Dritt schossen wir, einen freudig winkenden Velofahrer kreuzend, weiter hinunter nach Kandern. Kurt hat ihn natürlich sofort erkannt, es war René Gysin.

Wer zwischenzeitlich richtig mitgezählt hat wird an dieser Stelle feststellen, da fehlt doch Einer. Richtig. Bruno bat nach Erreichen des ersten Bergpreises darum, die Rückreise antreten zu dürfen. Nach bis zu jenem Zeitpunkt ausgesprochen mannschaftsdienlicher Fahrweise haben wir ihm diese Bitte natürlich gerne gewährt.

Durch das sich nun langsam aufheizende Kandertal rollten wir zügig nach Binzen. Der erste Versuch noch ein „Abschlussradler“ zu ergattern misslang. Das Sportplatzrestaurant war gerade im Umzug. So fand die Ausfahrt ihren Abschluss letztendlich unter den Kastanienbäumen des Badischen Hofes in Haltingen.

Gefahrene Kilometer 72, Höhenmeter 718

PS von Kurt: In für mich angemessenem Tempo verlief die Fahrt von Hofen via Schlächtenhausen hinauf zur Scheideck. Plötzlich hinter mir ein Schaltgeräusch. Einer flitz mit einem Zwischenspurt, an mir vorbei. Hoppla, der hat es offensichtlich in den Beinen. Allerdings kamen auch Zweifel auf. Von der Statur wohl einige Pfunde zu viel auf den Rippen. Hat er sich etwas zu viel zugemutet? Immer wieder zurückschauend war er sich der Sache nicht sicher, ob der ‘Alte’ wieder heran kommt. Mein Spruch ‘der Berg ist erst oben zu Ende’, als ich an ihm vorbei fuhr, kam vermutlich nicht gut an. Trotz warten ist er nicht auf der Scheideck-Höhe angekommen. Hat er das Rad Richtung Tal gewendet?

Eine wunderschöne Samschdigs-Morgentour. Die Strecke abwechslungsreich, einfach toll. Herzlichen Dank!

VC Riehen Jugend am Ultra Bike in Kirchzarten

Von Mads Fink

Am 22.06.2019 haben unsere beiden Nachwuchssportler Moritz Bartsch und Mads Fink am Schwarzwälder MTB Cup in Kirchzarten teilgenommen. Nach starkem Regen in der Nacht war der enge Trail im «Hexenwald» Trailpark für alle Rennfahrer schwer zu befahren. Moritz konnte in der U15-Klasse einen tollen 50. Platz von 78 Teilnehmer erreichen. Mads hat in der U13-Klasse auch ein gutes Ergebnis mit Platz 41 von 69 erzielen können.

In Kirchzarten herrschte eine tolle und sportliche Atmosphäre, die die Sportler sehr angespornt hat. Vielen Dank auch an den Leiter Rennsport Marco Bisonni für die klasse Betreuung der Jungs.

Marco, Moritz und Mads in Kirchzarten
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