Velo-Club Riehen

Rennkalender 2021

Der Rennkalender ist ab sofort wieder aktuell. Ihr findet darin eine Übersicht über die geplanten Rennen in der Region. Das Organisations-Komitee vom Grand Prix Oberbaselbiet sucht ausserdem dringend Helferinnen und Helfer (beispielsweise für Streckenposten) für den Renntag am 08.08.2021. Für mehr Informationen oder bei Interesse melde dich bei info@vcriehen.ch.

Info Pfingsttour 2021

Liebe Vereinsmitglieder, erfreulicherweise stabilisieren sich die Corona Fallzahlen derzeit. Tendenziell sind sie sogar leicht sinkend. Wir hatten sogar bereits ein erstes Mal wieder die Möglichkeit zum Besuch einer «Gartenbeiz». Allerdings aufgrund der derzeitig gültigen 4er-Regel (max. 4 Personen pro Tisch) halt noch an getrennten Tischen.

Da auf den kommenden Samstag kaum mit weiteren Lockerungen zu rechnen ist und deshalb nach wie vor Restaurantbesuche nur mit Beeinträchtigungen möglich sind findet auch in diesem Jahr keine Pfingsttour statt. Wir müssen uns nach wie vor in Geduld üben, was auch durchaus Sinn macht. Mit einem Blick auf das derzeit angesagte Pfingstwetter dürfte diese Absage etwas leichter fallen. Es ist nämlich mal wieder klassisches Pfingstwetter, wie es viele noch aus früheren Pfingstlagern kennen dürften, angesagt.

Allerdings soll eine Ausfahrt in Verbindung mit leiblichem Wohl in diesem Jahr nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Sofern sich die Entwicklung so einstellt wie allgemein vorhergesehen sollte es nach den Sommerferien wohl wieder möglich sein eine Ausfahrt mit Mittagessen, auch in grösserem Rahmen, durchzuführen.

Eine Information wird wieder rechtzeitig stattfinden.

An Alle herzliche Grüsse und weiterhin gute Gesundheit

Hanspeter

11. Samschtigstour 08.05.21 Zwischenhoch

Von Hanspeter Brack / Bilder André Fürbringer

Nachdem das Wetter noch zu Wochenbeginn auch für dieses Wochenende wenig verheissungsvoll aussah kündigte sich am Donnerstag doch noch ein Zwischenhoch an. Die Temperaturen liessen zur Abwechslung sogar kurze Hosen und kurzes Trikot zu.

Am Treffpunkt eingefunden hatten sich die VCler André, Gianni, Ed, Martin und meine Wenigkeit, ergänzt durch unseren noch Gastfahrer Sascha. Die nachfolgenden Sendungen ... bzw. seine definitive Aufnahme als Aktivmitglied verzögert sich leider aufgrund der aktuellen Coronalage bis auf weiteres.

Einmal mehr führte die Strecke erstmal nach Liestal. Trotz, in Muttenz, frisch gesplitteter Strasse, eine glorreiche Unterhaltsmassnahme für einen offiziellen Veloweg, wurde dieses erste Teilstück gut gelaunt absolviert. Wie das Wetter so die Stimmung – sonnig und heiter. Nach einem kurzen Stück Oristal ging es links weg in die erste Steigung nach Lupsigen. Zu Beginn noch sanft steigend erhöhten sich die Steigungsprozente Ausgangs Lupsigen bis hoch zum Kleckenberg mit beinahe jedem Meter. Genau so steil ging es, nach kurzer Verschnaufpause, hinunter nach Ziefen.

Das Einfachste wäre nun gewesen auf direktem Weg via Bubendorf den Rückweg anzutreten, aber einfach kann jeder. Deshalb bogen wir auf halbem Weg, bei der Holzbrücke, ab um uns noch den Aufstieg nach Arboldswil zur Brust zu nehmen. Eine Steigung die gar nicht so aussieht es aber doch in sich hat und auf der man nach der Rechtskurve vor dem Dorf meist von Gegenwind in Empfang genommen wird. Die kurze Fahrt nach Titterten liess unsere Muskulatur sich kurz erholen bevor ihr auf dem ersten steilen Abschnitt der Liedertswilerstrasse nochmals alles abverlangt wurde. Entschädigt wurden wir mit einer herrlichen Abfahrt hinunter nach Oberdorf, für diese Ausfahrt das Tor zum Waldenburgertal.

Alle Steigungen hinter uns, freuten wir uns auf eine rasante Heimfahrt durch dieses stetig leicht abfallende Tal. Weit gefehlt. Der Begriff «Redlight District» bekam auf diesem Teilstück für uns eine völlig neue Bedeutung. Statt verrucht verschleppt, verschleppt wurde nämlich das Tempo. Infolge begonnener Bauarbeiten für die neue Waldenburgerbahn wurden wir durch die gefühlt hundert Baustellenampeln, natürlich alle auf Rot, immer wieder ausgebremst. Kaum in Schwunge gekommen, nächstes Rotlicht.

Unterhalb Hölstein, wieder auf eigenem Trasse unterwegs, hatte auch das ein Ende. Nachdem wir eingangs Pratteln noch einen «Chäpplifahrer», das sind die, die noch immer ohne Helm unterwegs sind, aufgerollte hatten, gönnten wir uns in Muttenz, den nunmehr wieder offenen Gartenbeizen sei Dank, einen kurzen Abschlusstrunk.

Strecke: Riehen - Muttenz - Liestal - Lupsigen - Ziefen - Titterten - Oberdorf - Liestal - Muttenz Riehen / 74 Km / 770 Hm

10. Samschtigstour 24.04.21, rasierte Wädli

Von André Fürbringer

Endlich schien die Sonne in voller Pracht und die Temperaturen stiegen auf Satte 21c. Was für ein Samstag haben wir mal wieder gewählt um unsere Ausfahrt zu zelebrieren. Auf jeden Fall waren wir nicht Alleine unterwegs und viele Automobilisten inklusive Motorradfahrer waren uns heute nicht so freundlich gesinnt!

Apropos zelebrieren, klar Hanspeter hatte am Mittwoch seinen Geburtstag gefeiert, vielleicht auch etwas zu heftig, klagte er heute doch immer über Zementbeine und keine Power und liess uns an den Steigungen meistens den Vortritt, aber trotzdem suchte er eine schöne Route aus; mit von der Partie Sascha, Volker, Gianni, Ed, Claude, Martin S., ich und später dann noch Kurt.

Sogleich sah man die ersten VCR’ler in kurzen Hosen, schön rasierten Beinen, glänzende stramme Oberschenkel und kurzes oder lockeres Oberteil. Die ersten starken Sonnenstrahlen liessen auch schon die ersten Abdrücke zu Hause erahnen. In flottem Tempo ging es Richtung Aesch dann Büsserach bevor die erste knackige Steigung anfing. Gianni unser Bergfloh hielt es nicht lange bei uns aus und verabschiedete sich bald von uns für ein kurzes Austreten. Nicht lange brauchte er um hinter einem Traktor im Windschatten an uns zum zweiten Mal vorbei zu fliegen. Ende Zuwillerstrasse an der Bushaltestelle war unser Sammelpunkt und schon bald waren wir wieder komplett. Kurzer Schluck, Riegel, Banane und Wasser und schon ging es weiter über Nunningen flott am Basler Weiher vorbei den die Meisten links gar nicht beachteten bei guten 40km/h, also da kann man keinem einen Vorwurf machen.

Der Baslerweiher ist ein künstlicher See. Er wurde 1870 von der Stadt Basel zwecks der Sicherung der Trinkwasserquellen geschaffen, indem der Seebach mit einem rund 80 Meter breiten und 10 Meter hohen Damm gestaut wurde. Mit dem Wasser wurden die Trinkwasserquellen der Stadt Basel bei Trockenheit versorgt. Diese Nutzung dauerte 70 Jahre.

Im Jahr 2008 gingen der See und die umliegenden Grundstücke in den Besitz des Kantons Solothurn über, auf dessen Kantonsgebiet der See liegt. Er ist nicht zu verwechseln mit dem bereits im späten 16. Jahrhundert trockengelegten Seewener See.

In Seewen hat uns Martin S. verlassen und wählte die Variante über Grellingen retour nach Riehen ohne nochmals Höhenmeter zu absolvieren. Wir nahmen die Route über Hochwald wo wir nun endlich wieder einmal Kurt vor uns fahrend erkannten. So pirschten wir uns wie 7 Leoparden von hinten an Kurt heran ohne uns bemerkbar zu machen. Kurt war so vertieft, konzentriert und strampelte in seinem runden Tritt die letzten Höhenmeter zum Gempen hoch. Keinen Blick nach links, rechts, zurück? Merkte er überhaupt er wird verfolgt? Wir nützten natürlich jedes Auto-Motorrad Geräusch aus um zu schalten, niessen oder zu husten. Mein Gott, fährt Kurt vielleicht mit Kopfhörer? Das kann doch gar nicht sein, er lässt sich durch nichts beirren und erst kurz vor dem Plateau zeigte er mit der rechten Hand schön an, er möchte rechts ranfahren. Nun waren wir aufgeflogen und nach 1.4km Verfolgung war die Aktion vorbei. Herrlich war’s und Kurt sagte uns dann er habe mal rechts ein Velo kurz gesehen dann links aber dachte weiter geht’s. Ja nicht zurückschauen nichts anmerken lassen.

Kurzer Schwatz und ab gings in die Abfahrt nach Dornach. Mit dem richtigen Respekt meisterten wir auch diese Hürde und konnten uns dann entspannt auf den Rückweg nach Riehen machen wo wir noch von Hanspeter herzlich zu Bier, Kaffee und hervorragender Schwarzwälder Kuchen von Trix eingeladen wurden.

Schön besuchte uns auch noch Martin W. kurz. Wie immer herzlichen Dank Hanspeter, nochmals happy Birthday, bleib gesund und fit und wir freuen uns auf weitere Touren.

Von Riehen über Aesch, Duggingen, Grellingen, Zwingen, Brislach,Breitenbach, Büsserach, Fehren, Seewen, Hochwald, Gempen, Dornach, Arlesheim, Riehen, 75km 755 Hm.

Die 10. Samschdigstour auf Relive

MTB-Tourenwochenende im Oberengadin

Andi, Patrick und Rainer organisieren am Wochenende vom 13. – 15. August 2021 ein MTB-Tourenwochenende im Oberengadin. Du findest alle Informationen in der Ausschreibung.

Um dich fürs Wochenende anzumelden, schreibe eine E-Mail an info@vcriehen.ch. Anmeldeschluss ist der 24. April 2021.

Serie Europa-Kriterium

Heute geht's weiter mit der Serie «Europa-Kriterium»: 5. Europa-Kriterium Basel 1950. Alle bisherigen Artikel zur Serie findest du in der Chronik.

09. Samschtigstour 17.04.21 – Besuch aus Österreich

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Bei nach wie vor, für diese Jahreszeit, frostiger Temperatur von gerade so um die ±9°C fanden sich doch wieder sieben Teilnehmer ein. Fürs Protokoll und Contact Tracing namentlich - André, Claude, Ed, Gianni, zum ersten Mal im laufenden Jahr René, Sascha und Hanspeter.

Laut Österreichischer UWZ (Unwetterzentrale) ist es nun auch amtlich, wir befinden uns im kältesten April seit 1997. Hat uns Österreich aufgrund Dessen für diese Ausfahrt gar einen Gesandten geschickt?

Schon bald fühlten wir uns nämlich irgendwie verfolgt, denn irgendwo zwischen Birsfelden und Rheinfelden hatte sich ein achter Pedaleur an unsere Gruppe angehängt. Vorerst als stiller Beifahrer.

Erst nachdem René, der sich die anstehenden Steigungen noch nicht zutraute, in Magden eine Kehrtwende Richtung Liestal vollzog, hörte ich von hinten, vom Fahrtwind etwas verrauscht, einen bayrischen oder sogar noch etwas weiter östlich liegenden Dialekt nach vorne dringen.

Zur restlosen Klärung der genauen Herkunft sollte es aber noch eine Weile oder genauer gesagt einen, durch eine kurze Abfahrt geteilten, Aufstieg dauern. Nachdem wir uns zuvor von Maisprach kommend die leichte Steigung, einmal mehr natürlich gegen den Wind, nach Buus warm gefahren hatten, ging es gleich Ausgangs Buus richtig zur Sache. Beginnend mit ordentlichen Steigungsprozenten flachte dieser erste Abschnitt gegen oben zur Zwischenabfahrt erstmal ab. Nur um im zweiten Abschnitt ins genau Gegenteil zu wechseln. Zum Schlegel, so heisst nämlich der mit 595m höchste Punkt der Tour, zeigte der Bordcomputer bis zu 13% Steigung an.

Nachdem sich sämtliche Pfeiff- Keuch- und andere Geräusche gelegt hatten, stellte sich dann heraus unser Begleiter wurde direkt aus der Steiermark eingeflogen. Er ist erst seit Anfang des Monats in Basel und war sichtlich erfreut über die Gelegenheit sich uns anschliessen zu können. Die Topographie bereite ihm zwar keine Probleme, sei sie in Steiermark doch in etwa gleich, aber mit den Ortskenntnissen hapere es natürlich schon noch etwas.

Übrigens von der anderen Seite, also von Hemmiken her kommend, findet sich für die 1.41 Km lange Steigung auf Strava eine Bestzeitenliste.

Ab Hemmiken ging es nur noch runter. Dementsprechend zügig wurde dieser Streckenabschnitt denn auch zurückgelegt. Eine klassische Rollerstrecke halt. Kurz nach der Hülftenschanze wurden wir von René bereits erwartet und so gelangten wir denn auch alle 7 (8) gemeinsam wieder nach Hause.

Urs, den es erwischt haben soll, wünschen wir baldige und vollständige Genesung.

Strecke: Riehen – Rheinfelden – Buus – Hemmiken – Ormalingen – Sissach – Muttenz - Riehen / 66 Km / 490 Hm

08. Samschtigstour 10.04.21 – In die Vertikale

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Vor drei Jahren, damals noch unter der Leitung von Kurt, bezwangen oder besser gesagt bestiegen wir Seltisberg von Bubendorf her kommend über die Südostflanke. Diese Fahrt blieb uns in so guter Erinnerung, dass wir fortan einen riesen Bogen um diese Steigung machten.

Die damalige Abfahrt ins Oristal hatte ich als deutlich flacher in Erinnerung. Auf der Suche nach immer neuen Streckenvarianten dachte ich mir warum nicht von dieser Seite hochfahren, das müsste deutlich besser gehen. Sicherheitshalber rekognoszierte ich die Strecke am Ostersonntag noch. Bis auf die letzten zwei- bis dreihundert Meter, auf denen die 10% Grenze überschritten wird, gut machbar.

Gesagt getan, die Route um den Bogen Hölstein – Bennwil - Oberdorf noch erweitert und die Strecke war geboren. Für die Teilnehmer André, Claude, Ed, Gianni, Kumar, Roland, Sascha und meiner Wenigkeit verlief die Fahrt bis zur Abzweigung nach Lupsigen, mit einer Ausnahme, trotz heftigem Gegenwind problemlos. Kumar konnte an seine aufsteigende Form der Vorwoche nicht ganz anknüpfen. Bei solchen Bedingungen kann man mit gekonntem Hinterradfahren enorm Kraft sparen oder, wenn man dauernd im Wind draussen hängt, halt eben auch liegen lassen. Kumar dürfte das wohl etwas zum Verhängnis geworden sein.

Tapfer kämpfte er sich zwar noch bis Lupsigen, wo wir auf ihn warteten, hoch drehte dort aber vernünftigerweise, mit dem Ziel via Büren Seewen nach Hause zu fahren, um. Zwischen Lupsigen und Seltisberg flachte die Strecke nochmals deutlich ab und ging in ein Hochplateau über auf dem es erstaunlicherweise sogar nahezu windstill war. Nach Seltisberg folgte eine 20%ige Abfahrt die, aufgrund starker Seitenwindverhältnisse, gedrosselt bewältigt werden werden musste. So konnte leider der Schwung nicht vollends in die Steigung mit dem bereits erwähnten letzten Steilen Abschnitt mitgenommen werden.

Genauso Steil wie zuvor hoch ging es nach Bubendorf auch wieder hinunter. Von der Vertikale mit Kopf oben in die Vertikale mit Kopf unten, so war das Blut am Ende dann doch wieder dort wo es hingehört. Von Bubendorf via Hölstein bis zu Abzweigung nach Bennwil war das Terrain wieder bekannt. Ab da begann auch für mich unbekanntes Gebiet. Laut Komoot sollte uns hinter Bennwil nochmals eine kurze aber mit bis zu 14% doch respektable Steigung erwarten. Tatsächlich hatten wir unmittelbar nach der Abzweigung nach Oberdorf eine Wand vor Augen und verloren etwas den Weitblick. Die Stelle an welcher Martin im Dezember verunfallte liessen wir, zugunsten der etwas weniger steilen Abfahrt nach Oberdorf, rechts liegen.

Martin, wir hoffen Du kannst die Walkingstöcke schon bald wieder gegen den Rennlenker tauschen.

Ab Oberdorf hatten wir dann endlich den Wind, wenigstens bis Muttenz, im Rücken.

Strecke: Riehen – Muttenz – Liestal – Lupsigen – Seltisberg – Bubendorf – Hölstein – Bennwil – Obedorf – Liestal – Muttenz – Riehen / 72 Km / 600 Hm

Serie Europa-Kriterium

Der dritte und vierte Teil der Serie «Europa-Kriterium» sind ab sofort publik: 3. Europa-Kriterium Basel 1948. Alle bisherigen Artikel zur Serie findest du in der Chronik.

07. Samschtigstour 03.04.21 – «Berggegenwindfahren»

Von Hanspeter Brack / Fotos André Fürbringer

Bei leicht bewölktem Himmel und nicht mehr ganz so warmen Temperaturen wie in den Vortagen lockte die kurze Feiertagspause acht Teilnehmer (André, Ed, Martin, Urs, Volker, Sascha, Kumar und Hanspeter) zur Teilnahme an der 7. «Samschtigstour» 2021 aus dem warmen Osternest.

Ein kühler Wind kündigte bereits den vorhergesagten, nochmaligen, Wintereinbruch an. Irgendwo zwischen Muttenz und Liestal meinte Martin «letzten Samstag hatten wir ja auch noch Gegenwind». Der eine oder andere sah in etwas ungläubig an und dachte wohl nur «was heisst letzten Samstag».

Spätestens im Aufstieg zum Asphof, als uns ein kräftiger Fallwind ins Gesicht blies, dürfte der letzte bemerkt haben, dass auch an diesem Tag Gegenwind herrschte. Die Steigerung von Bergfahren heisst Berggegenwindfahren. Ich mag mich nicht erinnern, an dieser Steigung, jemals auch noch so gegen den Wind gefahren zu sein. Kumar zeigte eine frappante Formsteigerung und konnte, im Gegensatz zur Vorwoche, auch in der Steigung mithalten. Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Asphof wurde die Abfahrt nach Wegenstetten unter die Räder genommen, mit dem Ziel möglichst viel Schwung in die Gegensteigung Richtung Schupfart mit zu nehmen.

Martin nutzte nach dieser Abfahrt die Gelegenheit zu einer Abkürzung und fuhr, gemeinsam mit Kumar, auf direktem Weg nach Möhlin. Treffpunkt sollte das Feldschlösschen Areal sein.

Für das restliche Sextett sollte der Schwung in die Gegensteigung nicht allzu weit reichen, den noch immer begrüsste uns der Wind von vorne. Mit der Richtungsänderung nach Mumpf war es damit für diese Ausfahrt dann aber vorbei. Auf der leicht abfallenden Strecke nahm der Zug Fahrt auf und die knapp 5.5 Km bis Mumpf flogen nur so an uns vorbei.

Als letzte Steigung stand nun die Kuppe zwischen Wallbach und Möhlin auf dem Tagespensum. Nun aber unterstützt durch einen kräftigen Rückenwind, war die (gefühlt) ziemlich flach. Wie vereinbart wurden wir in Rheinfelden bereits von Martin und Kumar erwartet und konnten so die Ausfahrt, nach zügiger Fahrt entlang des Rheines und durch die Hard, gemeinsam beenden.

Ein, zumindest für den Giro d’Italia, nicht ganz unbedeutendes Jubiläum stand an diesem 3. April auch noch an. Eine Zeitschrift, ohne die es kein Maglia rosa gäbe, feierte ihr 125jähriges Jubiläum. Am 3. April 1896 erschien die erste «La Gazetta dello Sport». Damals noch auf lindgrünem Papier. Rosa wurde sie nämlich erst ab 1900. Nochmals 31 Jahre später gab sie dann dem Leadertrikot des Giro, der Maglia Rosa, ihre charakteristische Farbe. Erster Träger war Learco Guerra, der die Eröffnungsetappe des 19. Giro d’Italia von Mailand nach Mantua gewann.

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