Velo-Club Riehen

Veloferienwoche 2019: Jetzt anmelden!

26. Samschdigstour 29.09.2018 — Baselbiet

Von Martin Schmutz

Schönes Velowetter aber etwas kühl und mit Herbstwinden eher aus der falschen Richtung. Um 13 Uhr treffen sich Hanspeter, André, Heinz, Urs R und der Schreibende zur Ausfahrt. Vorgeschlagen ist eine Tour durchs Baselbiet. Ein Alternativvorschlag in den Schwarzwald, wird von Heinz mit dem Kommentar „das ist doch langweilig“ abgelehnt.

Wir fahren über Muttenz, Pratteln, Liestal nach Höllstein. Der Erfolg des Schweizers an der U23 WM spornt uns offensichtlich an. In Höllstein geht es links hoch und dann runter nach Diegten und über den nächsten Buckel nach Buckten zum Start des Mannschaftszeitfahrens über Diepflingen, Sissach, Lausen — bei diesem Tempo haben wir kaum realisiert, dass wir ein verdientes Mitglied des VCR, Hansruedi Buser gekreuzt haben — Liestal Muttenz und nach einer Stärkung in der Rossbollenbeiz, zurück zum Ausganspunkt Riehen. Schön war's.

73 km / 575 hm

25. Samschdigstour 22.09.2018 — «Aifach schön»

Von Kurt Kaiser

Was gibt es vom heutigen Tag zu berichten? Eigentlich nur, dass am Ende der Tour Einigkeit vorherrscht: «Es war sehr schön!»

Trotzdem ein paar Angaben. Vorgesehene Tour: Riehen-Binzen-Mappach-Riedlingen-Feuerbach-Niedereggenen-Gennenbach-Mauchen-Schliengen-Bad Bellingen-Märkt-Haltingen-Riehen, ca. 70 km. Gegenüber vergangener Wochenende ist es etwas kühler geworden, knapp um die 20 Grad. Immer noch gut, um «kurz» zu fahren. Auf dem Dorfplatz erscheinen: Martin, Hanspeter, Urs R., Mike, Gianni, Kurt und André (Gast).

In Binzen, auf dem Radweg daherkommend, vermerken wir, dass ein freundlicher Autofahrer, auf unser Handzeichen ‚links‘ anhält und uns durchwinkt. Nicht ganz selbstverständlich. Danke! In Fischingen meiden wir den leichten Anstieg hinüber nach Egringen und fahren an der Gärtnerei vorbei. Die Routenwahl, das Privileg des Tourenleiters. Mappach-Holzen-Riedlingen-Feuerbach, schön, fast ohne Vorkommnis, wenn da nicht in Holzen die Kreuzung Radweg / Strasse nach Hammerstein wäre. Solche Übergänge nicht ganz unproblematisch, besonders wenn nicht gut übersichtlich. Auf der Abfahrt nach Niedereggenen meint Kurt wieder einmal eine Abkürzung nehmen zu können, doch daraus resultiert ein Umweg resp. eine Umkehr. Die Strasse endet in einem Obstgarten resp. Naturweg. In Niedereggenen nach rechts und schon sind wir ausgangs Dorf in Richtung Obereggenen. Eigentlich hatte der Tourenleiter vorgesehen nach Gennenbach zu fahren. Doch wo war die Abzweigung? Auch nur eine Naturstrasse? Kaum.

So fahren wir weiter und biegen in Obereggenen ab Richtung Feldberg. Ob die Anderen das bemerkt haben? Die Gegend ist so schön, dass ein Umweg problemlos hingenommen wird. Auf der Fahrt Richtung Mauchen gäbe es die Möglichkeit, nach Gennenbach zu fahren. Doch das sparen wir für eine spätere Tour auf. Mit Mühe kommen wir in Bad Bellingen am ‚Kuchenbunker‘ vorbei. Der Tourenleiter verspricht einen Halt im Hafenbeizli. Nicht ganz ohne Grund wurde ja Märkt in die Routenwahl integriert. Auf der Fahrt dorthin, in Kleinkembs, schlägt die Defekthexe bei Kurt zu. Er sitzt auf dem platten Hinterrad. Eine Agraffe steckt im Pneu. Hanspeter bemüht sich selbstlos um die Reparatur. Er kommt ja vom Fach. Der Defekt ist recht rasch behoben. Allerdings bemerkt Kurt, dass früher die Defektbehebung mit Collés schneller vorgenommen werden konnte.

Im schönsten Sonnenschein sitzen wir zum Ausklang der heutigen Tour im «Hafebeizli». An Sprüchen und Neckereien fehlt es nicht. Was allerdings fehlt, ist der Kuchen. Es gibt keinen mehr. Alles schon von den Gästen weggeputzt. Für den Notfall hat man ja auch noch einen Müesliriegel mit dabei.

Die heutige fahrt ergibt 72 km, 540 hm. «S’isch wunderschön gsi!»

Video zum MTB-Wochenende 2018

Von Andreas Gloge

24. Samschdigstour 15.09.2018 Sundgau-Fahrt

Von Kurt Kaiser

Wieder schönes Wetter für den Samstag, wenn auch nicht mehr ganz so warm (21-24 Grad), Ideales Velowetter! Eine Fahrt ins Elsass ist auf der Webseite des VCR angesagt, mit 74 Km. Strecke- Riehen-St.Louis-Hegenheim-Wentzwiller-Folgensbourg-Knoeringue-Willer-Franken-Magstatt-Sierentz-Kembs-Kraftwerk-Haltingen-Riehen. Das GPS-Gerät zeigt jedoch am Ende des Tages knapp 85 km (ab R.Wackernagelstr.) und 618 hm (angesagt waren etwas über 400 hm). Weshalb diese Differenz? Hatte es heute der Tourenleiter nicht im Griff?

Problemlos fahren wir durch die Lange Erlen, Dreirosenbrücke nach St.Louis, danach Richtung Hésingue/Hegenheim. Vehement hupend fährt ein Kurierfahrzeug an uns vorbei. Weshalb nur dieser Klamauk? Wir fahren doch alle im Bereich des Velostreifens. Weiter vorne hält er an, natürlich das Auto halbwegs auf dem Radstreifen. Die Tür geht auf. Jetzt wird er wohl ein ‚Theater‘ machen. Doch nichts dergleichen. Was geht nur so in einem Kopf vor? In Bourgfelden können wir die Tramlinienführung der Nr. 3 bestaunen. Sieht ganz gut aus, mit Ausnahme des nachfolgenden Kreisels. Nicht unbedingt radfahrerfreundlich angelegt.

In Hegenheim ein Schild, dass eine Strassensperrung in Richtung Hagenthal vorgibt. Wir sind zu schnell und anstatt nach Buschwiller und Wentzwiller fahren wir gerade aus in Richtung Hagenthal. Dem Tourenleiter soll es recht sein, denn die Steigung Hagenthal nach Folgensbourg ist angenehm zu fahren. Doch die Quittung bekommen wir vor Hagenthal präsentiert. ‚Deviation‘! Wir fahren hinauf zum Golfclub, was ein Teil der zusätzlichen Höhenmeter erklärt. Distanzmässig dürfte es nur gering ins Gewicht fallen. Golfsport ist nicht so das Ding der Radfahrer. Wo herrscht mehr ‚action‘?Auf dem Golfplatz oder beim ‚small talk‘ an der Clubbar? Nachdem keiner von uns diesem Sport frönt, lassen wir die Frage unbeantwortet. Wichtig, sie bewegen sich an der frischen Luft, haben Spass und hier sogar ohne Golfwägeli. Chapeau!

Das Höhenprofil der Samschdigstour

Nach dem ersten Teil der Steigung von Hagenthal nach Folgensbourg streicht Bruno die Segel? Warum bloss? Er kann es sicher besser einschätzen. Doch weshalb immer so schnell in die Steigung hinein? Der Schreiberling hat kein Problem, den letzten Platz in den Steigungen zu teilen.

In Knoeringue sollen wir links an der Kirche vorbeifahren, nicht dem weiteren Verlauf der Hauptstrasse folgen. Doch da steht das rote Schild mit dem weissen Querbalken. So fahren wir rechts um die Kirche. Zusatzdistanz keine 20 Meter. Dort ist ein Schild ‚Veloweg‘ meint Urs. Also fahren wir in dieser Richtung Ziel wäre der einsame Weg in Richtung Go kart-Piste (Sundgau Kart). Wir kommen zu einer Weggabelung und in beide Richtungen nur noch Naturstrasse, der übelsten Sorte. War das von Urs gesehene Hinweisschild vielleicht für Ochsengespanne? Ein Vergleich mit Paris-Roubaix ist nicht weit von der Wirklichkeit entfernt. Hatte man früher nicht auch vereinzelt Naturstrassen an den Rennen? Wir zeigen Härte und kommen ohne Defekt durch. Glück für Martin. Sein 3. strapazierter Hightech-Rahmen hielt noch zusammen.

Nach ca. 1 km ist uns das Gelände wieder bekannt. Wir kommen an die Strasse, welche von Muespach auf die Höhe führt. Wir finden den Einstieg auf das einsame Strässchen auf der Sundgauer Hochebene. Herrlich zu fahren, kein Verkehr! In Franken lernen wir eine komplett neue Gegend kennen. Doch die Fahrt endet auf einem Kehrplatz. Ein lieber Anwohner weist uns den Weg Richtung Zaessingue. Aber da gäbe es einen sehr steilen Aufstieg. Er könne uns mit einem E-Bike aushelfen… Wir meistern keuchend auch diesen Stutz und fahren über die Kamelbuckel vie Zaessingue und Magstatt und vermeintlich nach Sierentz. In Wirklichkeit haben wir erst Uffheim passiert. Anstatt ins Städtchen hineinzufahren wenden wir unsere Räder. Ganz nach dem Motto «für eine Abkürzung ist kein Umweg zu weit» gelangen wir dennoch auf die Strasse nach Kembs. Etwas zusätzliche km hat das wohl ausgemacht. Unangenehm viel Verkehr im Bereich des Autobahnanschlusses.

Die Route der Samschdigstour

Von Kembs geht es in rasanter Fahrt, am Ufer des Rhein-Kanals entlang, ins Hafenbeizli bei Märkt. Daselbst werden wir lautstark empfangen. Daniela ist mit einem ‚Konkurrenzunternehmen‘ resp. dem VC Spalen zur 125-Jahrfeier an den Gestaden des Rheinkanals. Sie haben u.a. Wasserskifahren auf dem Programm. Nach einem sehr gemütlichen Hock und Gespräch mit ‚Lokalen‘ meistern wir die letzten km bis Riehen. Dem Mike ein herzliches Dankeschön für die Übernahme der Zeche. Auch ihn hat es erwischt. Er wurde vor einigen Tagen auch ein Jahr älter.

Martin, Urs, Hanspeter, Mike waren einhelliger Meinung: eine SUPER Radtour, wundervolle Gegend und herrlichem Radwetter. 85 km, 618 hm.

Grillfest am Eisweiher

Von Marion Schemmelmann

In den Berichten über das Wetter wurde uns ein ziemlich düsterer Freitag prophezeit. Die Frage: was wird aus unserem Grill Hock? Werden dann ein paar unverwüstliche kommen und der Rest zieht es vor doch lieber zu Hause zu bleiben? Abwarten. Freitagmorgen - der Himmel ist überzogen von einem wunderschönen Blau. Die Sonne strahlt, als freue sie sich mit uns. Das Orga Team, bestehend aus Luzi, Ben und Marion traf sich rechtzeitig am Eisweiher um entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Es wurden die Tische und Stühle aufgebaut, der Grill vorbereitet und die Getränke kalt gestellt. Und schon kamen pünktlich um 17 Uhr die ersten Gäste.

Und wenn man schon auf einem Grillfest ist, stellt sich beim Duft von Steaks und Würstchen ganz schnell der Hunger ein. Unser Grillmeister Ben hatte die Sache fest im Griff und niemand musste befürchten nicht satt zu werden. Die vielen mitgebrachten Salate waren lecker, und auch hier griff Jeder gerne zu. Damit aber nicht genug. Es gab auch noch einen großen Tisch mit Kuchen zum Dessert. Und so saßen Jung und Alt gemütlich beisammen und tauschten Veloerlebnisse, - geschichten aus, egal ob auf dem Rennvelo oder dem Bike.

Das Orga Team hat sich gefreut, dass so viele gekommen sind um gemeinsam den Abend mit uns zu verbringen. Es hat uns Spaß gemacht — Danke an Euch alle!

23. Samschdigstour 08.09.2018 — Tandemfahrt

Von Kurt Kaiser

Ideales schönes Wetter an diesem Wochenende, einladend für eine Velofahrt. Doch finden sich lediglich 4 Fahrer auf dem Dorfplatz ein. Hanspeter, Manni, Bruno und Kurt. Wo sind sie geblieben? Kaum anzunehmen, dass der VCR-Grillplausch vom Vorabend Einfluss auf die Beteiligung hatte. Einige sind in den Ferien, von Anderen weiss man, dass sie einen Ausflug in die Berge machten. Man hat so seine vielfältigen Interessen.

Von den 4 Gestarteten blieben schon nach kurzer Fahrt nur noch Zwei übrig. Zwei wendeten bereits in Inzlingen resp. Adelhausen, wohl nicht ganz freiwillig. Ursache gesundheitliche Indisposition und ein Kettenproblem. Ja, die Ketten für 11-fache Ritzel lassen sich kaum noch mit herkömmlichen Methoden, sprich Werkzeug, wechseln. Der Fachmann grüsst…

In vorbildlicher Art bemühte sich Hanspeter ein angemessenes Tempo anzuschlagen, so dass es auch für Kurt eine genüssliche Ausfahrt wurde. Die gewählte Route mit wunderschönen Streckenabschnitten. Inzlingen-Adelshausen immer wieder toll zu fahren, durch den Wald und den vielen Kurven. Auf der Abfahrt nach Minseln wurden wir leider durch einen Viehtransporter und einige Autos ausgebremst. Dafür war die weitere Fahrt nach Nordschwaben, Dossenbach und weiter nach Schopfheim, bei diesem herrlichen Wetter, ein wahrer Genuss, landschaftlich einfach schön. Vorne weg Hanspeter und quasi auf dem Sozius Kurt.

In Schopfheim durfte der Schreiberling doch mal ganz kurz Führungsarbeit leisten. Danach steuerten wir Enkenstein an und fuhren über Weitenau, Hofen nach Schlächtenhaus. Wer Hanspeter kennt, kann sich wohl ausdenken, wie das Tempo auf der Fahrt Richtung Steinen, auf der leicht abfallenden Strasse, war. Das Hinterradfahren wurde so auch zum Genuss für den ‚Alten‘, gelernt ist gelernt. Danke! Im Beizli, an der Wiese, liess sich das Duo nicht nehmen, einen kurzen Halt einzuschalten. Eine lebhafte Diskussion über Radsport, Taktik, der Vuelta und einigen anderen Themen liessen die Pause schnell vorbei gehen. Die Fahrt entlang der Wiese, wie gewohnt, sehr zügig. Am Ende 66 km auf dem Tacho. Eine wundervolle Samschdigstour.

22. Samschdigstour 01.09.2018 – Ausfahrt mit Renntraining

Von Martin Schmutz

Kühl aber trocken und von der Präsenz eine reine Gentlemen Ausfahrt. Hanspeter, Bruno, Manfred und der Schreibende treffen sich um 13 Uhr beim Sammelplatz. Wir warten noch auf eventuelle Nachzügler, aber niemand erscheint. Wir fahren in sehr flottem Tempo über Birsfelden, wo abmachungsgemäss Hansjürg auf uns wartet, via Muttenz, Liestal nach Sissach. Angeführt, wie übrigens auf der ganzen Tour, durch Hanspeter.

Ein Versuch von HJ das Tempo etwas zu drosseln, ist nicht nachhaltig. Weiter über Gelterkinden, Rotenfluh zur Steigung nach Ammel (Anwil), über die Hochebene zur langen, verdienten Abfahrt nach Frick. Der Sommer scheint vorbei und ich bin froh, die Windjacke anziehen zu können. Auch zwei drei Tropfen Regen sind spürbar. Bis nach Frick Vierer Mannschaftszeitfahren ohne Positionswechsel- Danke an Hanspeter für die grosse Führungsarbeit.

Weiter geht es zurück Richtung Riehen, leider nicht ohne Panne. Ein Durchschlag und mein Hinterrad ist platt. Mit vereintem Material und vereinten Kräften wird das Rad repariert. Kaum wieder flott unterwegs erneut Probleme. Durch eine Art Algorithmus macht sich die elektronische Schaltung bei Hansjürg selbständig. Auf und ab aber sehr unkontrolliert und laut wechselt das Rad die Gänge. In Möhlin findet ein Radrennen statt und HJ klinkt sich aus um bei einem der zahlreichen Materialwagen Hilfe zu holen. Offensichtlich erfolgreich, mindestens für die sichere Heimfahrt, wie er mir telefonisch bestätigt hat.

Wir überqueren den Rhein und fahren auf der badischen Seite weiter. Mit einem Angebot von Kaffee und Kuchen will uns Mani noch über den Rührberg locken. Aus Zeitgründen müssen wir das verlockende Angebot aber ablehnen. Nach gut dreieinhalb Stunden sind wir zurück. 93.6 km und 684 hm. Schön wars.

PS: Die Gruppe VCR wurde in Möhlin gesichtet. So wurde es an Kurt rapportiert, der oben an einer Brücke über die Autobahn seinen Streckenposten für das Einzelzeitfahren des GP Rüebliland verrichtete, im Dienste des Radsportes.

Alb-Traum

Von Andreas Zeller

Nach Ausflügen in den Schwarzwald, das Elsass und der Pfalz kam dieses Jahr die Region “Schwäbische Alb” ins Visier der 2Tages-MTB-Tourenplaner des VCR. Die Alb ist ein langgezogenes Mittelgebirge das sich ungefähr von der Donauquelle bis zur bayrisch-württembergischen Grenze bei Ulm erstreckt. Der - sehr einfallsreich - Albsteig-Hauptweg 1 (HW1) genannte Trail führt grösstenteils an der Abbruchkante der Albhochebene entlang und bietet unzählige schöne Aussichten auf die Gegend um Tübingen und die bekannte Burg Hohenzollern, aber auch schwindelerregende Blicke den sogenannten “Albtrauf” hinunter.

Die besondere Herausforderung für unsere erfahrenen Tourenplaner Patrick und Rainer bestand dieses Jahr in der Logistik, denn wir wollten nicht wie in den Jahren zuvor eine Rundstrecke fahren, sondern mit dem Zug an den Startort kommen und vom Zielort wieder mit den Autos zurück nach Riehen. Nicht trivial, aber schlussendlich war klar: Autos am Freitag Abend in der Waagenstadt Balingen parken, mit dem Zug nach Reutlingen, dort erste Uebernachtung. Am nächsten Tag mit dem Bummelbähnchen nach Neuffen und dann mit den Bikes die 60km / 2000 Höhenmeter in Angriff nehmen. Die erste Etappe sollte am Rossberghaus enden, dessen Wirt mehrfach “gedroht” hatte: warme Küche nur bis 19h! Für Sonntag waren heftige 85 km / 2500 hm auf dem Programm mit Ende in Balingen.

Leider fielen Patrick und Svenja kurz vor Start mit gesundheitlichen Problemen aus, während Mauro und Marco der Terminkalender einen Strich durch die Rechnung machte. Freitagabends wurde die zweite Aufgabe (kulinarische Exkursion) angegangen: ja, Zwiebelrostbraten, Kässpätzle und Maultaschen aus der schwäbischen Küche wurden für “gut” befunden. Samstags kurbelten also Andreas, Rainer, Kai, Jonas, zeitweise Svenja und Andi durch den nebligen Morgen um das erste Highlight, die Burg Hohenneuffen abzuhaken. Nach einem kurzen Rutschtest (feuchter Kalkstein und nasse Wurzeln sind tatsächlich glitschig...) und einer angenehmen Abfahrt konnte ein zweites Frühstück in der Fachwerkstadt Bad Urach nicht schaden. Wiederholt wurden wir von gutgelaunten Locals auf unsere Trikots (VC Riehen) bzw. Velos angesprochen. Svenjas Rückenprobleme wurden zu stark und sie fährt auf der Strasse zurück. Der Rest gab sich Mühe, im Magen wieder Platz für weitere Köstlichkeiten zu schaffen und kurbelte buchstäblich über Stock und Stein weiter bis zum Schloss Lichtenstein. Erstaunlich, wie anstrengend die Fahrerei über die Wurzeln ist: trotz des ebenen Höhenprofils muss man ständig treten wie an einer 10%igen Asphaltsteigung.

Bei der verspäteten Mittagsrast waren die Augen mal wieder grösser als der Appetit und einige Teilnehmer hatten Mühe, die Riesenportion Kasspätzle zu vernichten… Ob wir wohl wieder Platz im Magen schaffen können bis um spätestens (sic!) 19h das Nachtessen serviert wird? Der geneigte Leser mag es ahnen: JA, logisch! Besonders der letzte Bergsprint zum Rossberghaus hat nochmal alle Energiereserven geleert und nach einer erfrischenden Dusche hiess es “En Gueta”. Dass man koffeinhaltige Heissgetränke auch nach dem ABENDessen zu sich nehmen kann, hatte sich allerdings bis in diese abgelegene Ecke der Welt noch nicht herumgesprochen, so dass Mauro einen mittelgrossen Aufstand erzeugen musste um zu seinem Espresso zu kommen. Der Abend war gerettet und mit Turm-Sicht auf einen wunderschönen Sonnenuntergang gingen wir früh in unseren einfach gehaltenen Betten.

Um eine realistische Chance auf die vollen 85km zu haben, gings am Sonntagmorgen nüchtern (!) um 7h los, Svenja organisierte ein Z’nüni am vereinbarten Treffpunkt Talheim - dem einzigen Dorf in der Gegend dass nicht auf “-ingen” endet. Nach ein paar knackigen Schiebepassagen und einer genialen Abfahrt ins Killertal (heisst wirklich so…) war der Koffeinspiegel bis Jungingen wieder auf ein bedenkliches Niveau gesunken. Eine Katastrophe bahnte sich an: keine der drei Gaststätten war um diese Zeit geöffnet! Doch nach ein bisschen Betteln in der Sprache der Eingeborenen (die Welt ist klein...) konnten wir den Adlerwirt überzeugen, uns mit Getränken zu versorgen. So geht wahre Gastfreundschaft!

Gefühlte 4000 Höhenmeter später mussten wir feststellen, dass die angepeilte Wirtschaft am Raichberg zwecks Ferien geschlossen hatte - zum Glück bot sich der nahegelegene Zollersteighof als Alternative an. Frisch gestärkt konnten wir weitere Trails unter die Stollen nehmen. Probleme mit Spaziergängern oder Wanderern waren übrigens durchgängig Fehlanzeige: gegenseitige Rücksichtnahme und ein freundliches “Grüss Gott” und “Dankeschön” machen die bürokratische 2-Meter-Regelung überflüssig.

Beim Traktor-Treff in Burgfelden konnten wir noch ein paar schöne Oldtimer sehen (die aber leider noch keine Russfilter hatten) bevor sich die Gruppe im Eyachtal aufspaltete weil ein paar Teilnehmer früh wieder in Riehen sein mussten. Für die verbliebenen 3 Radler bot der Lochentrail einen krönenden Abschluss des VCR-Wochenendes.

Tag der Vereine 2018

Von Lucius Humm

Eindrücke vom Tag der Vereine vom vergangenen Samstag, 25. August 2018. Ein herzliches Dankeschön an André Gautschi von v-cool.ch für das tolle Mixervelo.

SattelFest 2018

Von Lucius Humm

Am Sonntag, 19. August waren wir mit dem Velomixer und unserem Rollensprint am SattelFest vertreten. Der super Anlass, organisiert vom Sportamt Basel-Stadt, zog vor allem mit der Auktion von über 100 Velos viele Besucherinnen und Besucher ins Werk 8 im Gundeldingerfeld.

Rangliste Rollensprint

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