Pfingsttour 2022

04.06.2022 09:15 Uhr
Dorfplatz
tourensport rennvelo

Die Pfingsttour 2022 mit Mittagessen in Efringen-Kirchen findet am Samstag, 04.06.2022 statt. Zwecks Reservierung der Anzahl Mittagessen im Restaurant ist eine Anmeldung an Hanspeter zwingend erforderlich.

Tour 1

Route
Riehen –Kandern – Sitzenkirch – Müllheim – Schliengen – Bamlach – Efringen – Fischingen - Riehen
Strecke
71 Km / 600 Hm
Fahrzeit ca.
3.00 Std. Ø-Geschwindigkeit 23.6 Km/Std.
2.75 Std. Ø-Geschwindigkeit 25.8 Km/Std.
Leitung
Hanspeter

Tour 2

Route
Riehen – Steinen – Kandern – Schliengen – Bamlach – Istein – Efringen - Riehen
Strecke
57 Km / 430 Hm
Fahrzeit ca.
3.00 Std. Ø-Geschwindigkeit 19 Km/Std.
2.75 Std. Ø-Geschwindigkeit 21 Km/Std.
Leitung
noch offen

Mittagessen im Restaurant «Zum Alten Salzfass» in Efringen-Kirchen

19. Samschtigstour 04.06.2022 – Wiederbelebt

Von Hanspeter Brack

Nach 2 Jahren Corona bedingter Pause konnte die traditionelle Pfingsttour des VC Riehen wiederbelebt werden. Natürlich wurde auch 2020 und 2021 an den Pfingstsamstagen gefahren, allerdings ohne abschliessende Völlerei. Nun durften wir uns wieder auf den Gasthauseintritt ohne Filterpapier vor der Nase und ohne Vorweisen des, auf dem Smartphone gespeicherten, Impfzertifikates 3G freuen.

Schon in der Vorbereitung zeigten sich denn auch die Spuren, die Corona hinterlassen hat. Es ist schwer ein Restaurant zu finden welches für ein Mittagessen in Betracht kommt. Viele Gasthäuser machen erst gegen Abend auf oder haben gar nicht erst wieder geöffnet. Das Wirtshaus «zum alten Salzfass» ist es zu guter Letzt geworden. So teuer waren wir nie essen hiess es dann schon am Start. Naja wenn man das alte Salzfass mit dem Rebstock, ebenfalls in Efringen-Kirchen beheimatet, verwechselt mag das schon hinkommen. Allerdings wäre es ein Versuch wert ob man da in verschwitzter Kleidung und mit Salzkruste auf der Haut überhaupt am weiss gedeckten Tisch Platz nehmen darf. Deshalb Salz zu Salz, passt besser.

Das Teilnehmerfeld sah, noch eine Woche vor dem Ereignis, eher bescheiden aus. Zuletzt kamen die Anmeldungen fast im Stundentakt, was zu einem vorerst 16-köpfigen Feld führte. Die turbulente Nacht, mit Gewitter wie selten gehört, stellte aber alles nochmals in Frage. Bereits um 05:40, draussen ging der schönste Platzregen nieder, beschäftigte ich mich mit der Konsultation sämtlichen Wetterapps die man sich nur vorstellen kann. Für einmal waren sich all einig. Ich konnte es mir zwar kaum vorstellen aber um kurz nach acht, so lautete die Prognose, sollte der Spuk vorbei sein. Etwa zu diesem Zeitpunkt gab Armando für sich und Salvatore die Startnummer zurück, «Weisch Velo wird dräckig».

Die restlichen 14 (Nadine, Sonja, Christian, Claude, Gianni, Hansjörg, Kurt, Martin S., Martin W., Peter, Roland, Urs, Volkhard und Hanspeter) nahmen das Risiko in Kauf und wurden belohnt. Tatsächlich wurden die Wolken zusehends von der Sonne verdrängt. Vielleicht lag es daran, dass sich für die kürzere Strecke niemand so richtig erwärmen konnte. Die St. Johannisbreite, oberhalb Sitzenkirch, etablierte sich unversehens als Minimalziel. Dies wurde auch von allen Teilnehmern erreicht.

Martin W. der den Start verpasst hatte musste schon zu Beginn ein veritables Zeitfahren hinlegen um uns noch einzuholen. Mit den Veloferien in den Beinen ist ihm der Anschluss, irgendwo zwischen Binzen und Kandern, gelungen.

Mitten in Kandern begann, mit dem Einbiegen in die Sitzenkircherstrasse, der Ritt über den welligen Teil der Ausfahrt. Auf dem ersten Abschnitt konnte sich die Muskulatur so langsam an die höhere Belastung gewöhnen bevor hinter Sitzenkirch die kleine Scheibe zum ersten Mal so richtig zum Einsatz kam. Nach (wirklich) kurzer Wartezeit kam auch schon Kurt in Sichtweite. Souverän erklomm er sein selbst gestecktes Zwischenziel. Für die Weiterfahr zog er den Altersbonus ein und verabschiedete sich, bevor die Strasse zum nächsten Mal anstieg, gemeinsam mit Hansjörg via Obereggenen, Niedereggenen Richtung Schliengen.

Allen anderen standen auf dem Weg nach Badenweiler noch zwei völlig unterschiedliche Steigungen bevor. Währendder für die Erste die Kette auf der grossen Scheibe belassen werden konnte, ist die zweite, mit bis zu 9 Steigungsprozenten doch nochmals kurz aber knackig. Für unsere Mühen entschädigt wurden wir mit einer rauschenden Abfahrt mitten durch Badenweiler. Kurz vor Müllheim kam es noch zu einer Spezialeinlage, geschlossen in die Sackgasse und wieder hinaus. Eine Massnahme des Tourenleiters zur Kontrolle ob noch alle da sind. Damit hätte ich mich gut aus der Nummer rausgeredet. In Wirklichkeit hatte ich halt einfach die falsche Strasse gewählt - verfahren.

Kurz noch durch das Gewühl in Müllheim und schon befanden wir uns auf dem Veloweg nach Schliengen, welches wir trotz leichtem Gegenwind zügig erreichten.

Im nächsten Kurort, Bad Bellingen, sassen, bis über beide Ohren grinsend, in der von uns immer wieder gerne besuchten «Chuechebaiz», Kurt und Hansjörg. Damit hatten wir nun so gar nicht gerechnet und beinahe wären wir, ohne sie zu bemerken, vorbeigerauscht. (Fast) wieder komplett. Urs und Sonja befanden sich zu diesem Zeitpunkt, nach Besuch eines Bekannten in Müllheim, noch irgendwo hinter uns. Der Halt in Bad Bellingen war von kurzer Dauer. Schliesslich wartete ja das Mittagessen und dazwischen stand uns noch der Rebberg hoch nach Bamlach im Wege.

Im alten Salzfass wurden wir bereits erwartet und der Chef höchst persönlich öffnete uns die Pforte. Die erste Runde ging anlässlich seines Geburtstages und seiner vor Wochenfrist erfolgten Aufnahme auf unser Neumitglied Roland. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön. Die weiteren Schlemmereien, nach einem schönen Salatteller standen Schnitzel oder Cordon Bleu zur Auswahl, gingen zu Lasten des VC Riehen.

Entsprechend dem Sättigungsgrad verlief die restliche Fahrt nach Haus nicht mehr ganz so dynamisch.

21. Samschtigstour 18.06.2022 – Heisser Asphalt

Von Hanspeter Brack

Startzeit 9:30 Uhr. In Anbetracht der derzeitigen Hitzewelle genau richtig, stand die Temperaturanzeige doch bereits am Start bei 27°C. Immerhin vermochte der Fahrtwind noch ein wenig das Gefühl von Kühlung zu vermitteln.

Mit Claude, Ed, Harald, Martin und Hanspeter nahmen 5 Teilnehmer die Hitzeschlacht auf. Dem Hören nach soll sich an diesem Samstag, aus den Reihen des VCR, auch eine dreiköpfige Wanderfraktion gebildet haben. Dann doch lieber auf zwei Rädern. So schnell laufen, um einen kühlenden Wind zu produzieren, geht gar nicht.

Die Tour führte vorerst rheinaufwärts wo kurz nach Nollingen der erste Anstieg, nach Karsau, wartete.

In Karsau stand dann der Tourenleiter für einmal Total auf dem Schlauch. Aber sowas von. Irgendwie kam in seiner Streckenplanung das Teilstück Minseln – Norschwaben nicht vor. War es die Hitze? Das Alter? Man weiss es nicht. Claude war der Meinung, Ursachenforschung drängt sich erst im mehrmaligen Wiederholungsfall auf. Wie beruhigend. Nach kurzem Halt und Koordinierung aller Hirnwindungen ging es dann doch weiter. Vorerst in die für falsch gehaltene Richtung, die sich dann, letztendlich, aber doch als die Richtige zu erkennen gab.

Nach den Irrungen und Wirrungen kam die Abfahrt nach Schopfheim mit bis zu 12% Gefälle genau im richtigen Zeitpunkt. Nun war es uns vergönnt die schweisstropfend Entgegenkommenden mit einem entspannten und freundlichen Hallo zu grüssen. Durch das samstägliche Gewühl in Schopfheim hatten wir uns schnell durchgekämpft, wurden aber durch die Sperrung der Strasse nach Kürnberg abrupt ausgebremst. Umleitung! Danke, aber wo für Velofahrer?

Nachdem wir uns zunächst noch ein Stück weiter ins Wiesental verschoben hatten und unvermittelt vor unbefestigter Strasse, in dunklem Wald, standen, entschieden wir uns umzudrehen, um den Aufstieg nach Kürnberg doch über bekanntes Terrain zu versuchen. Schon gleich zu Beginn, Entwarnung. Schild - für Anwohner frei. Also sollte das auch für uns kein Problem darstellen. Im Gegenteil neu asphaltierte Strasse, glatt wie eine Rennbahn. Da war die Steigung gleich halb so schwer. Kein Rütteln, einfach nur so vor sich dahingleiten. Herrlich. In der Talfahrt nach Hasel wurden wir dafür gnadenlos ins Hier und Jetzt zurück geschüttelt.

Mittlerweile waren wir bei 33 Grad angekommen und der Übergang von Wehr nach Dossenbach glühte uns bereits entgegen. Es war, mit bis zu 10% die Steilste Rampe an diesem Tag. Mit dem Wissen um die nachfolgende Abfahrt nach Schwörstadt wurde auch diese Aufgabe von allen, schon beinahe locker, gemeistert.

Kurz vor Nollingen schloss sich die Runde und die Anfahrt wurde zur Rückfahrt. Das Bier im «Kickerhüttle» Degerfelden war mehr als wohlverdient. Beim Verlassen zeigte der Wahoo meines an die Hauswand gelehnten Rennvelos eine Temperatur von 56°C, welche sich bis Grenzach bei 38°C einpendelte. Nichts wie ab nach Hause, duschen und, mit einem kühlenden Glacé in der Hand, die Tour de Suisse verfolgen. Schliesslich stand, bei nicht minderer Hitze, die Bergankunft in Malbun auf dem Programm. Wenigstens konnten wir uns die Startzeit selbst aussuchen.

Strecke:

Riehen – Grenzach – Degerfelden - Nollingen – Karsau – Nordschwaben – Schopfheim – Kürnberg – Hasel – Wehr – Dossenbach – Schwörstadt – Nollingen – Grenzach – Riehen

75 Km knapp 700 Hm.